10 Dinge, die ich an dir hasse (DVD) Testbericht
ab 2,84 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
Erfahrungsbericht von alteSchwedin
Shakespeare auf modern. Geht das??
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich euch von einem meiner Lieblingsfilme berichten. Es handelt sich um „10 Dinge, die ich an Dir hasse“. Ich habe ihn damals im Kino gesehen und da hat er mir schon sehr gut gefallen. Und seitdem er vor einiger Zeit im Fernsehen kam, wo ich ihn aufgenommen habe, habe ich ihn mir bestimmt sieben oder acht mal angeschaut. Ich liebe diesen Film einfach. Heute wollte ich ihn mir noch einmal anschauen, um euch eine gute Meinung schreiben zu können. Ich kenne den Film zwar schon fast auswendig, aber ich bin immer froh, wenn ich einen Anlass finde, ihn mir anzusehen. Doch jetzt hat unser toller Videorecorder das Band zerlegt. *arghl* Ich könnte k*****. Aber lassen wir das. Ich erzähle euch jetzt erstmal etwas über den Inhalt.
Als Cameron neu an die Padua High School kommt, verliebt er sich auf den ersten Blick unsterblich in Bianca Stratford. Doch als jüngste Tochter eines geschiedenen Vaters, der auch noch Frauenarzt ist und ständig Angst hat, jemand könnte seine junge unerfahrene Tochter schwängern, darf sie erst mit einem Jungen ausgehen, wenn auch ihre ältere Schwester Katharina, genannt Kat, ein Date hat. Doch Katharina scheint allen männlichen Wesen abgeschworen zu haben. Sie ist eine ziemlich Kratzbürste, hat immer einen abweisenden Spruch auf den Lippen und verhält sich immer so, wie sie es selbst für richtig hält. Dabei achtet sie immer darauf, ihre eigenen Erwartungen zu erfüllen und möglichst die der anderen zu enttäuschen.
Doch Cameron will alles versuchen, um mit Bianca auszugehen. Gemeinsam mit einem Freund will er einen Jungen suchen, der mit Kat ausgeht, damit auch Cameron seine Chance erhält. Doch das ist gar nicht so einfach: Kat ist nämlich weniger berühmt als berüchtigt. Sie prügelte schon mal einen Jungen, der sie befummeln wollte, krankenhausreif.
Gemeinsam mit einem Freund findet Cameron schließlich einen geeigneten Kandidaten: Patrick „Ringellöckchen“ Verona. Von dem erzählt man sich allerlei Geschichten. Er soll im Gefängnis gewesen sein, weil er einmal einen Polizisten abfackelte, er soll seine Leber auf dem Schwarzmarkt für ein paar Boxen verhökert haben und eine Karriere als Pornodarsteller soll er in seinem jungen Leben auch schon hinter sich haben.
Jetzt ist nur noch die Frage, wie man Patrick dazu bringen soll, mit der weithin als Kratzbürste bekannten Kat auszugehen. Die Lösung ist bald gefunden. Ein reicher, aber dämlicher Schönling, der auch auf Bianca scharf ist, wird Patrick bezahlen, während Cameron sich weiter unauffällig mit Bianca beschäftigt.
Nach einiger Zeit und manchen plumpen aber auch mehreren guten Anmachen seitens Patrick geht Kat schließlich mit ihm aus. So kommt auch Cameron mit Bianca zusammen. Patrick und Kat, die zwei schulischen Außenseiter, weil beide nicht ins normale Bild eines Teenagers kurz vor dem High School Abschluss passen, verlieben sich ineinander. Doch dann findet Kat heraus, dass Patrick dafür bezahlt wurde, sich mit ihr zu treffen. Sie ist natürlich zutiefst enttäuscht und total unglücklich...
Die Story von „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ ist vor allem von den Namen und von der Grundstruktur her sehr an Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ angelehnt. Bei Shakespeare verlieben sich Kate und Petruchio ineinander, hier sind es Kat und Patrick. Trotz der „Modernisierung“ der Namen kann man doch eine große Ähnlichkeit erkennen. Kats verhätschelte Schwester Bianca aus „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ ähnelt nicht nur im Namen Kates Schwester Bianca bei William Shakespeare. Eine weitere Parallele ist der gewählte Ort. Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ spielt in Padua, während die Handlung von „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ an der Padua High School in Tacoma, Washington, stattfindet. Die Anspielung ist auch hier wieder unverkennbar.
„Der Widerspenstigen Zähmung“ handelt auch von zwei Menschen, die nicht so ganz in das Bild ihrer Zeit passen. So sind auch Kat und Patrick in diesem Film anders. Sie fallen aus dem Rahmen und kümmern sich auch nicht darum. Herrlich bissige Wortgefechte zwischen den beiden sind Highlights von „10 Dinge, die ich an Dir hasse“. Dass diese dabei jedoch immer niveauvoll bleiben, hebt diese Komödie von anderen Teenager-Liebeskomödien ab.
Insgesamt ist die Story wirklich ein Klassiker, der von Regisseur Gil Junger sehr amüsant und kurzweilig in Szene gesetzt wurde.
Nun möchte ich noch kurz ein paar Worte über die wirklich spritzigen Schauspieler verlieren.
Heath Ledger, manchen von euch vielleicht aus „Ritter aus Leidenschaft“ bekannt, spielt Patrick Verona. Der anfangs etwas raubeinige Chaot entpuppt sich als intelligenter, charmanter und vor allem liebenswürdiger Mensch. Als männlicher Hauptdarsteller wirkt er einfach nur herrlich frisch und harmoniert perfekt mit Julia Stiles, welche die Kat spielt.
Julia Stiles war mir vor „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ nicht bekannt. Doch in diesem Film überzeugt sie auf der ganzen Linie. Die Widerspenstige ist überzeugte Feministin und ist jederzeit bereit, für ihre Meinung einzutreten. Für das männliche Geschlecht interessiert sie sich anfangs nicht die Bohne, doch mit der Zeit taut sie auf. Julia Stiles scheint diese Rolle wie auf den Leib geschneidert zu sein. Sie ist frech, eigenwillig und ziemlich stur. Grandios!
Ganz kurz möchte ich noch auf die beiden wichtigsten Nebenrollen eingehen.
Cameron James, der unsterblich Verliebte, wird von Joseph Gordon-Levitt dargestellt. Er ist manchmal herrlich naiv und lässt sich teilweise ziemlich heftig von Bianca ausnutzen. Aber den kindlichen unbeholfenen Blick beherrscht er einfach einwandfrei.
Larisa Oleynik spielt Bianca Stratford, Kats verhätschelte kleine Schwester. Durch ihr süßes Aussehen schafft sie es, den in der Rolle verborgenen Egoismus anfangs zu überspielen. Doch natürlich erkennt sie ihren Fehler und beseitigt ihn. Aber warum auch nicht? Wenn schon ein Happy End, dann wenigstens eines auf der ganzen Linie.
Zur Kamera (unter Mark Irwin) gibt es nicht sehr viel zu sagen. Erfreulich ist nur, dass die Bilder nicht wie bei anderen Teenagerkomödien erzwungen fröhlich wirken. Entweder die Fröhlichkeit überwiegt, was man dann auch an den Farben und Schnitten erkennen kann. Oder es ist nachdenklich, wobei alles etwas ruhiger wird.
Die Musik ist wirklich mal richtig gut! Viele Klassiker, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen oder wer sie sang (ich könnte sie euch zwar jetzt vorsingen, aber davon würdet ihr nur Alpträume kriegen), vervollständigen diesen absolut gelungenen Film. Einen Titel habe ich jedenfalls eindeutig erkannt: „I want you to want me“
Hier möchte ich noch ein weiteres sehr amüsantes Detail ansprechen. Der Zuschauer wird von den Machern immer wieder darauf hingewiesen, woher die Idee zu diesem Film stammt. Ein schwarzer Englisch-Lehrer trägt gleich mal ein Gedicht Shakespeares als Rap vor. Hinzu kommt noch, dass Kats beste Freundin Mandala ein riesiger Shakespeare-Fan ist. (Mandala: „Wir lieben uns!“) So trägt der Film auch noch mit ein paar passend eingestreuten Zitaten zur Allgemeinbildung bei.
„10 Dinge, die ich an Dir hasse“ ist ein sehr amüsanter und kurzweiliger Film. Es gibt ja so Filme, die kann man sich x-mal anschauen und dieser gehört für mich zweifelsfrei dazu. Er ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und daran wird auch das zerstörte (*heul*) Video nichts ändern.
Als Cameron neu an die Padua High School kommt, verliebt er sich auf den ersten Blick unsterblich in Bianca Stratford. Doch als jüngste Tochter eines geschiedenen Vaters, der auch noch Frauenarzt ist und ständig Angst hat, jemand könnte seine junge unerfahrene Tochter schwängern, darf sie erst mit einem Jungen ausgehen, wenn auch ihre ältere Schwester Katharina, genannt Kat, ein Date hat. Doch Katharina scheint allen männlichen Wesen abgeschworen zu haben. Sie ist eine ziemlich Kratzbürste, hat immer einen abweisenden Spruch auf den Lippen und verhält sich immer so, wie sie es selbst für richtig hält. Dabei achtet sie immer darauf, ihre eigenen Erwartungen zu erfüllen und möglichst die der anderen zu enttäuschen.
Doch Cameron will alles versuchen, um mit Bianca auszugehen. Gemeinsam mit einem Freund will er einen Jungen suchen, der mit Kat ausgeht, damit auch Cameron seine Chance erhält. Doch das ist gar nicht so einfach: Kat ist nämlich weniger berühmt als berüchtigt. Sie prügelte schon mal einen Jungen, der sie befummeln wollte, krankenhausreif.
Gemeinsam mit einem Freund findet Cameron schließlich einen geeigneten Kandidaten: Patrick „Ringellöckchen“ Verona. Von dem erzählt man sich allerlei Geschichten. Er soll im Gefängnis gewesen sein, weil er einmal einen Polizisten abfackelte, er soll seine Leber auf dem Schwarzmarkt für ein paar Boxen verhökert haben und eine Karriere als Pornodarsteller soll er in seinem jungen Leben auch schon hinter sich haben.
Jetzt ist nur noch die Frage, wie man Patrick dazu bringen soll, mit der weithin als Kratzbürste bekannten Kat auszugehen. Die Lösung ist bald gefunden. Ein reicher, aber dämlicher Schönling, der auch auf Bianca scharf ist, wird Patrick bezahlen, während Cameron sich weiter unauffällig mit Bianca beschäftigt.
Nach einiger Zeit und manchen plumpen aber auch mehreren guten Anmachen seitens Patrick geht Kat schließlich mit ihm aus. So kommt auch Cameron mit Bianca zusammen. Patrick und Kat, die zwei schulischen Außenseiter, weil beide nicht ins normale Bild eines Teenagers kurz vor dem High School Abschluss passen, verlieben sich ineinander. Doch dann findet Kat heraus, dass Patrick dafür bezahlt wurde, sich mit ihr zu treffen. Sie ist natürlich zutiefst enttäuscht und total unglücklich...
Die Story von „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ ist vor allem von den Namen und von der Grundstruktur her sehr an Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ angelehnt. Bei Shakespeare verlieben sich Kate und Petruchio ineinander, hier sind es Kat und Patrick. Trotz der „Modernisierung“ der Namen kann man doch eine große Ähnlichkeit erkennen. Kats verhätschelte Schwester Bianca aus „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ ähnelt nicht nur im Namen Kates Schwester Bianca bei William Shakespeare. Eine weitere Parallele ist der gewählte Ort. Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ spielt in Padua, während die Handlung von „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ an der Padua High School in Tacoma, Washington, stattfindet. Die Anspielung ist auch hier wieder unverkennbar.
„Der Widerspenstigen Zähmung“ handelt auch von zwei Menschen, die nicht so ganz in das Bild ihrer Zeit passen. So sind auch Kat und Patrick in diesem Film anders. Sie fallen aus dem Rahmen und kümmern sich auch nicht darum. Herrlich bissige Wortgefechte zwischen den beiden sind Highlights von „10 Dinge, die ich an Dir hasse“. Dass diese dabei jedoch immer niveauvoll bleiben, hebt diese Komödie von anderen Teenager-Liebeskomödien ab.
Insgesamt ist die Story wirklich ein Klassiker, der von Regisseur Gil Junger sehr amüsant und kurzweilig in Szene gesetzt wurde.
Nun möchte ich noch kurz ein paar Worte über die wirklich spritzigen Schauspieler verlieren.
Heath Ledger, manchen von euch vielleicht aus „Ritter aus Leidenschaft“ bekannt, spielt Patrick Verona. Der anfangs etwas raubeinige Chaot entpuppt sich als intelligenter, charmanter und vor allem liebenswürdiger Mensch. Als männlicher Hauptdarsteller wirkt er einfach nur herrlich frisch und harmoniert perfekt mit Julia Stiles, welche die Kat spielt.
Julia Stiles war mir vor „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ nicht bekannt. Doch in diesem Film überzeugt sie auf der ganzen Linie. Die Widerspenstige ist überzeugte Feministin und ist jederzeit bereit, für ihre Meinung einzutreten. Für das männliche Geschlecht interessiert sie sich anfangs nicht die Bohne, doch mit der Zeit taut sie auf. Julia Stiles scheint diese Rolle wie auf den Leib geschneidert zu sein. Sie ist frech, eigenwillig und ziemlich stur. Grandios!
Ganz kurz möchte ich noch auf die beiden wichtigsten Nebenrollen eingehen.
Cameron James, der unsterblich Verliebte, wird von Joseph Gordon-Levitt dargestellt. Er ist manchmal herrlich naiv und lässt sich teilweise ziemlich heftig von Bianca ausnutzen. Aber den kindlichen unbeholfenen Blick beherrscht er einfach einwandfrei.
Larisa Oleynik spielt Bianca Stratford, Kats verhätschelte kleine Schwester. Durch ihr süßes Aussehen schafft sie es, den in der Rolle verborgenen Egoismus anfangs zu überspielen. Doch natürlich erkennt sie ihren Fehler und beseitigt ihn. Aber warum auch nicht? Wenn schon ein Happy End, dann wenigstens eines auf der ganzen Linie.
Zur Kamera (unter Mark Irwin) gibt es nicht sehr viel zu sagen. Erfreulich ist nur, dass die Bilder nicht wie bei anderen Teenagerkomödien erzwungen fröhlich wirken. Entweder die Fröhlichkeit überwiegt, was man dann auch an den Farben und Schnitten erkennen kann. Oder es ist nachdenklich, wobei alles etwas ruhiger wird.
Die Musik ist wirklich mal richtig gut! Viele Klassiker, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen oder wer sie sang (ich könnte sie euch zwar jetzt vorsingen, aber davon würdet ihr nur Alpträume kriegen), vervollständigen diesen absolut gelungenen Film. Einen Titel habe ich jedenfalls eindeutig erkannt: „I want you to want me“
Hier möchte ich noch ein weiteres sehr amüsantes Detail ansprechen. Der Zuschauer wird von den Machern immer wieder darauf hingewiesen, woher die Idee zu diesem Film stammt. Ein schwarzer Englisch-Lehrer trägt gleich mal ein Gedicht Shakespeares als Rap vor. Hinzu kommt noch, dass Kats beste Freundin Mandala ein riesiger Shakespeare-Fan ist. (Mandala: „Wir lieben uns!“) So trägt der Film auch noch mit ein paar passend eingestreuten Zitaten zur Allgemeinbildung bei.
„10 Dinge, die ich an Dir hasse“ ist ein sehr amüsanter und kurzweiliger Film. Es gibt ja so Filme, die kann man sich x-mal anschauen und dieser gehört für mich zweifelsfrei dazu. Er ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und daran wird auch das zerstörte (*heul*) Video nichts ändern.
Bewerten / Kommentar schreiben