Erfahrungsbericht von princesse
Where do you go, Mr. Spielberg?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mal ganz abgesehen davon, dass ich den Film in einem Studio-Kino sah mit weniger als hundert Plätzen, kaum grösser als mein Wohnzimmer, enttäuschte mich zudem dieser Film sehr.
Als ich nach unerträglichen 2 1/2 Stunden wieder an die frische Luft trat, was eine absolute Wohltat war, fragte ich mich, was das ganze sollte. Der Film hat mich weder unterhalten noch gross gefesselt, ausser dass ich ständig darauf wartete dass doch noch etwas furioses passiert. Stattdessen plätscherte er vor sich hin, war stellenweise ziemlich deprimierend, und Bild an Bild reihte sich ohne dass die Story oder die Protagonisten mich in ihren Bann zogen. Das Ganze gipfelte dann schlussendlich in dermassen kitschigen Szenen (typisch Hollywood) dass es schier aus der Leinwand triefte.
Die Geschichte basiert auf dem Märchen Pinoccio, der Holzpuppe welche sich sehnlichst wünschte ein richtiger menschlicher Junge zu werden.
Der Film setzt sich aus drei wesentlichen Kapiteln zusammen. Der Spiegel schreibt sinngemäss: ....eigentlich sind es drei Filme in einem.
Erstes Kapitel:
Monica (Frances O'Connor) und Henry Swinton (Sam Robards), deren Sohn Martin (Jake Thomas) nach einem Unfall im Koma liegt, nehmen ein Roboter-Kind in ihre Familie auf, welches programmiert ist bedingungslos und ewig zu lieben, sofern man den entsprechenden Code eingibt. Diese Programmierung der Liebe ist nach erfolgter Codierung nicht umkehrbar und Monica gab nach anfänglichem Zögern den Code auch ein, bestehend aus sieben gesprochenen Worten.
David (Haley Joel Osment, bekannt aus "The Sixth Sense") ist das elfjährigen "Kind-Mecha" (mecha = mechanisch), welches nun seiner Orga-NMutter (orga=organisch) auf Schritt und Tritt folgte. Doch nun beginnt das Drama seinen Lauf zu nehmen: Martin, der organische Sohn, erwacht aus dem Koma und Monica und Henry sind selbstverständlich überglücklich. Martin entpuppt sich nicht gerade als ein symphatisches Kind, er fängt an seinen androiden "Bruder" zu terrorisieren und schliesslich kommt es zu einer Szene wo Martin David so sehr provoziert dass dieser ihn fast tötet. Monica und Henry sind entsetzt und beschliessen David zurück zu geben an das Labor. Dort würde er dann zerlegt werden. Monica bringt es nicht übers Herz David zerlegen zu lassen und setzt ihn stattdessen mit Teddy, einem sprechenden Spielzeugroboter, im Wald aus.
2. Kapitel
David glaubt dass sein grösstes Manko sein mechanischer Ursprung ist und beschliesst die blaue Fee zu suchen, welche er aus dem Märchen Pinoccio kennt und von welcher er glaubt dass sie auch ihn zu einem Menschen zaubern kann.
Kurz nachdem er ausgesetzt wurde begegnet er im Wald dem Sex-Roboter-Gigolo Joe (Jude Law), der auf der Flucht ist vor den Orgas, welche Jagd auf Nichtorganische machen um diese in einer Art Zirkus (Fleischfest) zu zerhacken, weil sie alle Roboter hassen. Beide werden gefangen genommen, die Menschen bedienen sich sinnigerweise riesigen Magneten um die Maschinen einzufangen.
Nun, der Film muss ja weitergehen und so wird natürlich David gerettet und mit ihm Joe. David überredet Joe ihn dorthin zu bringen wo die meisten Frauen sind, weil er glaubte dort die blaue Fee am ehesten finden zu können. So geht der Film nun weiter und weiter und irgendwann wird Joe dann doch aufgegriffen und verschwindet aus dem Bild und David und Teddy sind wieder alleine.
3. Kapitel
Manhatten wie auch ein grosser Teil der übrigen Welt sind überflutet (Klimaerwärmung) und David hat sie nun endlich gefunden seine blaue Fee in Form einer Statue (ist Disney-World in Manhatten?) welche allerliebst und starr geradeaus kuckt, und sich vom betteln des mecha-Kindes, aus ihm doch einen richtigen Jungen zu machen, nicht erweichen lässt. Sie zuckt mit keiner Wimper. Und so sitzen Teddy und David dieser Statue 2000 Jahre lang gefangen im Eis gegenüber bis sie von ausserirdischen grauen Männchen gefunden werden.
David ist das einzige was von der Menschheit übrig geblieben ist und in seinen Speichern befindet sich das gesammte überlieferte Wissen.
Filmende.
?
Der Film entlässt am Schluss den Zuschauer mit ziemlicher Irritation, zumindestens ging es mir so.
Der Film war zu lang, die Story wenig schlüssig und hatte es kaum verdient (nochmal) erzählt zu werden und die Verbindung zu Kubick sah ich nicht da ich die Vorgeschichte diesbezüglich nicht kannte,
siehe auch
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,156400,00.html
.
Die Geschichte hatte es zudem nicht verdient über 2 1/2 Stunden hingezogen zu werden, stellenweise war der Film so langatmig dass es fast unerträglich war.
Das Auftreten von Joe dem Gigolo passte nicht ganz in die Story, er wirkte ziemlich deplaziert und man vermisste ihn auch nicht als er wieder von der Bildfläche verschwand. Ich hatte den Eindruck dass er nur herhalten musste um etwas Schwung in die Bilder zu bringen.
Am Schluss sass der David-Roboter, welcher mit einem Hubschrauber im Meer versank, 2000 Jahre in diesem zu Eis erstarrtem, Eiskristalle waren auch auf seinem Körper zu sehen, hätte er da nicht wenigstens ein bisschen rosten müssen? Nein, als die Ausserirdischen ihn fanden war er nach den "Auftauen" voll funktionstüchtig.
Und die letzte Szene, als er seine Orga-Mutter aus einer Zelle durch die Ausserirdischen wieder zum Leben erwecken liess, und diese aber immer nur einen Tag lang lebte, war schier unerträglich kitschig.
Ich weiss wirklich nicht was Steven Spielberg mit diesem Film beabsichtigte, ich fand ihn weder unterhaltend, noch amüsant noch zum Nachdenken anregend noch sehenswert, ich würde eher vom Kinogang abraten als diesen Film zu empfehlen.
Ich war sehr enttäuscht.
Ein letztes Wort zu den Darstellern:
Sowohl David wie auch Joe wurden hervorragend gespielt, die waren das einzige Hightlight in diesem Film, ausser - Teddy, der kleine sprechnede Plüschbär. Letzter Figur war überhaupt die einzige zu der man als Zuschauer eine Beziehung aufbauen konnte, alle anderen Figuren hinterliessen entweder ein Fragezeichen oder nervten und waren soweit weg, dass ich mit ihnen wenig anfangen konnte.
Einige Spezialeffekte waren auch sehenswert, da waren zum einen diverse Roboter welche sehr schön gemacht waren, zum anderen die Einstellungen des letzten Kapitels als David durch das zerstörte und halbversunkene Manhatten flog auf der Suche nach der blauen Fee. Durchaus sehr sehenswerte Bilder, welche aber dennoch nicht entschädigten in diesem Fall.
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Als ich nach unerträglichen 2 1/2 Stunden wieder an die frische Luft trat, was eine absolute Wohltat war, fragte ich mich, was das ganze sollte. Der Film hat mich weder unterhalten noch gross gefesselt, ausser dass ich ständig darauf wartete dass doch noch etwas furioses passiert. Stattdessen plätscherte er vor sich hin, war stellenweise ziemlich deprimierend, und Bild an Bild reihte sich ohne dass die Story oder die Protagonisten mich in ihren Bann zogen. Das Ganze gipfelte dann schlussendlich in dermassen kitschigen Szenen (typisch Hollywood) dass es schier aus der Leinwand triefte.
Die Geschichte basiert auf dem Märchen Pinoccio, der Holzpuppe welche sich sehnlichst wünschte ein richtiger menschlicher Junge zu werden.
Der Film setzt sich aus drei wesentlichen Kapiteln zusammen. Der Spiegel schreibt sinngemäss: ....eigentlich sind es drei Filme in einem.
Erstes Kapitel:
Monica (Frances O'Connor) und Henry Swinton (Sam Robards), deren Sohn Martin (Jake Thomas) nach einem Unfall im Koma liegt, nehmen ein Roboter-Kind in ihre Familie auf, welches programmiert ist bedingungslos und ewig zu lieben, sofern man den entsprechenden Code eingibt. Diese Programmierung der Liebe ist nach erfolgter Codierung nicht umkehrbar und Monica gab nach anfänglichem Zögern den Code auch ein, bestehend aus sieben gesprochenen Worten.
David (Haley Joel Osment, bekannt aus "The Sixth Sense") ist das elfjährigen "Kind-Mecha" (mecha = mechanisch), welches nun seiner Orga-NMutter (orga=organisch) auf Schritt und Tritt folgte. Doch nun beginnt das Drama seinen Lauf zu nehmen: Martin, der organische Sohn, erwacht aus dem Koma und Monica und Henry sind selbstverständlich überglücklich. Martin entpuppt sich nicht gerade als ein symphatisches Kind, er fängt an seinen androiden "Bruder" zu terrorisieren und schliesslich kommt es zu einer Szene wo Martin David so sehr provoziert dass dieser ihn fast tötet. Monica und Henry sind entsetzt und beschliessen David zurück zu geben an das Labor. Dort würde er dann zerlegt werden. Monica bringt es nicht übers Herz David zerlegen zu lassen und setzt ihn stattdessen mit Teddy, einem sprechenden Spielzeugroboter, im Wald aus.
2. Kapitel
David glaubt dass sein grösstes Manko sein mechanischer Ursprung ist und beschliesst die blaue Fee zu suchen, welche er aus dem Märchen Pinoccio kennt und von welcher er glaubt dass sie auch ihn zu einem Menschen zaubern kann.
Kurz nachdem er ausgesetzt wurde begegnet er im Wald dem Sex-Roboter-Gigolo Joe (Jude Law), der auf der Flucht ist vor den Orgas, welche Jagd auf Nichtorganische machen um diese in einer Art Zirkus (Fleischfest) zu zerhacken, weil sie alle Roboter hassen. Beide werden gefangen genommen, die Menschen bedienen sich sinnigerweise riesigen Magneten um die Maschinen einzufangen.
Nun, der Film muss ja weitergehen und so wird natürlich David gerettet und mit ihm Joe. David überredet Joe ihn dorthin zu bringen wo die meisten Frauen sind, weil er glaubte dort die blaue Fee am ehesten finden zu können. So geht der Film nun weiter und weiter und irgendwann wird Joe dann doch aufgegriffen und verschwindet aus dem Bild und David und Teddy sind wieder alleine.
3. Kapitel
Manhatten wie auch ein grosser Teil der übrigen Welt sind überflutet (Klimaerwärmung) und David hat sie nun endlich gefunden seine blaue Fee in Form einer Statue (ist Disney-World in Manhatten?) welche allerliebst und starr geradeaus kuckt, und sich vom betteln des mecha-Kindes, aus ihm doch einen richtigen Jungen zu machen, nicht erweichen lässt. Sie zuckt mit keiner Wimper. Und so sitzen Teddy und David dieser Statue 2000 Jahre lang gefangen im Eis gegenüber bis sie von ausserirdischen grauen Männchen gefunden werden.
David ist das einzige was von der Menschheit übrig geblieben ist und in seinen Speichern befindet sich das gesammte überlieferte Wissen.
Filmende.
?
Der Film entlässt am Schluss den Zuschauer mit ziemlicher Irritation, zumindestens ging es mir so.
Der Film war zu lang, die Story wenig schlüssig und hatte es kaum verdient (nochmal) erzählt zu werden und die Verbindung zu Kubick sah ich nicht da ich die Vorgeschichte diesbezüglich nicht kannte,
siehe auch
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,156400,00.html
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Die Geschichte hatte es zudem nicht verdient über 2 1/2 Stunden hingezogen zu werden, stellenweise war der Film so langatmig dass es fast unerträglich war.
Das Auftreten von Joe dem Gigolo passte nicht ganz in die Story, er wirkte ziemlich deplaziert und man vermisste ihn auch nicht als er wieder von der Bildfläche verschwand. Ich hatte den Eindruck dass er nur herhalten musste um etwas Schwung in die Bilder zu bringen.
Am Schluss sass der David-Roboter, welcher mit einem Hubschrauber im Meer versank, 2000 Jahre in diesem zu Eis erstarrtem, Eiskristalle waren auch auf seinem Körper zu sehen, hätte er da nicht wenigstens ein bisschen rosten müssen? Nein, als die Ausserirdischen ihn fanden war er nach den "Auftauen" voll funktionstüchtig.
Und die letzte Szene, als er seine Orga-Mutter aus einer Zelle durch die Ausserirdischen wieder zum Leben erwecken liess, und diese aber immer nur einen Tag lang lebte, war schier unerträglich kitschig.
Ich weiss wirklich nicht was Steven Spielberg mit diesem Film beabsichtigte, ich fand ihn weder unterhaltend, noch amüsant noch zum Nachdenken anregend noch sehenswert, ich würde eher vom Kinogang abraten als diesen Film zu empfehlen.
Ich war sehr enttäuscht.
Ein letztes Wort zu den Darstellern:
Sowohl David wie auch Joe wurden hervorragend gespielt, die waren das einzige Hightlight in diesem Film, ausser - Teddy, der kleine sprechnede Plüschbär. Letzter Figur war überhaupt die einzige zu der man als Zuschauer eine Beziehung aufbauen konnte, alle anderen Figuren hinterliessen entweder ein Fragezeichen oder nervten und waren soweit weg, dass ich mit ihnen wenig anfangen konnte.
Einige Spezialeffekte waren auch sehenswert, da waren zum einen diverse Roboter welche sehr schön gemacht waren, zum anderen die Einstellungen des letzten Kapitels als David durch das zerstörte und halbversunkene Manhatten flog auf der Suche nach der blauen Fee. Durchaus sehr sehenswerte Bilder, welche aber dennoch nicht entschädigten in diesem Fall.
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14 Bewertungen, 3 Kommentare
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12.10.2003, 13:57 Uhr von RudiRe
Bewertung: sehr hilfreichIch glaube, das Hauptmanko des Films ist es, dass er die Erwartungshaltung. die man an einen Spielberg Film richtet, nicht erfüllt. Es ist kein typischer Spielberg. Immerhin hatte er den Stoff von Stanley Kubrick übernommen.
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23.03.2002, 01:23 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichna so schlecht fand ich ihn auch nicht. gruß vom alias
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23.03.2002, 01:06 Uhr von wirnhier
Bewertung: sehr hilfreichIch bin zwar inhaltlich einer anderer Meinung, beurteile z.B. das mit der Filmlänge durchaus anders, aber dafür ist das halt deine Meinung.
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