A.I. - Künstliche Intelligenz (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von dakota104

Please , Please make me a Real Boy !!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In meinem letzten Auslandsurlaub in Bangkok konnte ich den Film A.I. künstliche Intelligenz in englischer Version sehen.
Für diesen Film hatten wir uns ein VIP Kino mit riesigen verstellbaren Sitz/Liegesesseln ausgesucht.

Das war auch genau das richtige für diesen langen,fast 2,5 Stunden langen Film.

Künstliche Intelligenz spielt in der Zukunft im 21.Jahrhundert,faszinierend schon das Drumherum und wie sich Steven Spielberg solch ein Leben in der Zukunft vorstellt.
In einer wissenschaftlichen Besprechung werden die neuesten menschlichen Roboter vorgestellt.
Diese menschlichen Roboter sehen genauso wie Menschen aus. Bisher war es aber noch nicht gelungen Gefühle zu integrieren.
Auf dieser Tagung wird jetzt der erste Roboter mit Gefühlen vorgestellt.
So sticht ein Professor mit einer Nadel in den Arm wobei der weibliche Roboter aufschreit.
Das ist also der erste Roboter mit Gefühlen.

Jetzt wird die Familie Monica (France O’ Connor) und Henry (Sam Robards) vorgestellt. Der Sohn von Monica und Henry liegt seit Jahren im Koma und die Ärzte können kaum Hoffnungen machen.
Das beschäftigt die Eheleute sehr und besonders Monica leidet unter diesen hoffnungslosen Zustand.

Da das Leben weitergehen muss entschliessen die beiden sich ein Roboterkind aus der Fabrik zu holen.
Jetzt wird David in der Familie aufgenommen(gespielt von Haley Joel Osment).Man sieht David überhaupt nichts von seinem Roboterdasein an und er nimmt richtig am Familienleben teil.
Am Essenstisch z.B. macht David die selben Essensbewegungen wie ein normales Kind nur Essen darf er nicht.
Manchmal steht David Monica bei Hausarbeiten ständig im Wege herum bis ihn Monica entnervt in den Schrank stellt.
Beim erneuten Öffnen der Schranktür fragt David : „Ist das ein Spiel.“
Darauf antwortet Monica „Ja“.

Besonders gut gelingen einige Episoden die ein Zusammenleben von Mensch und Roboter möglich erscheinen lassen.
Nachdem David wieder einmal nur im Wege herumsteht ,bittet ihn Monica sich endlich schlafen zu legen.David sagt nun sinngemäss ,Ich brauche keinen Schlaf ,aber wenn Du möchtest lege ich mich 10 Stunden hin und bin gang ganz still".

David wünscht sich Monica als richtige Mutter und beginnt schon in dieser Phase mit seinem Freund einen Computerteddy darüber nachzudenken wie er ein richtiger Junge werden kann.

Die Situation ändert sich als plötzlich der richtige Junge von Monica aus dem Koma erwacht und David in eine Nebenrolle gesteckt wird.
Beide Jungen buhlen aber auch immer wieder um die Liebe der Mutter und Martin,der richtige Sohn zeigt immer dass er der richtige Sohn der Mutter ist und nur er ein Mensch ist.
Dies macht er zum Beispiel beim Essen.
Martin stopft sich solange demonstrativ Spinat in den Mund bis auch David,das Roboterkind sich Spinat in den Mund stopft.
Dies geht natürlich nicht gut und die Elektronik von David versagt.

Diese Spannungen belasten natürlich die ganze Familie.

So auch auf einen Gartenfest am Pool.Martin ärgert mit anderen Kindern David über sein Robotersein und als ein dickes Kind meint dass Computermenschen keine Gefühle haben geschieht es.
Das dicke Kind sticht David in den Arm ,dieser hält sich nun an seinen Vertrauten Martin fest und beide stürzen ins Wasser.
Im Klammergriff lässt David auch nicht mehr von Martin los und Martin droht zu ertrinken.
Nachdem mehrere Erwachsense den Klammergriff von David lösen können retten sie schliesslich Martin.
David das Computerkind bleibt am Grund des Pools liegen.Er ist ja nur die Maschine und bedarf zunächst keiner Rettung.Gefühlsmässig laufen hier einem die Schauer über den Rücken wenn man ansehen muss wie der Kinderkörper,ob Roboter oder nicht zum Boden des Pools gleitet.

Um weitere solcher Vorfälle zu vermeiden entschliesst sich Monica David mit seinem Computerfreund dem Teddy auszusetzen.
Diese Szene ist derart rührend und zeigt dass man sich von manchen Sachen und Gewohnheiten nicht so leicht trennen kann.
Monica fällt es wirklich äusserst schwer den Jungen im dunklen Wald auszusetzen.

Nachdem David im Wald ausgesetzt wurde hat David nur ein Ziel,nämlich ein richtiger Junge zu werden
Vom Teddy hat er gehört,dass man die blaue Fee aus dem Märchen Pinocchio suchen muss.
Diese soll in der Lage sein aus David einen richtigen Jungen zu machen.Schliesslich hat sie es ja auch bei Pinocchio geschafft.

Im Wald begegnen die beiden allerhand merkwürdigen Wesen.
Hier ist der moderne Schrottplatz der Computerkreaturen.
Manchen fehlen Gliedmassen ,Arme,Augen,Hände etc. und jeder sucht ein passendes Teil was man für sich selbst nutzen könnte.

Im Wald sind auch Computer bzw. Roboterjäger unterwegs.Diese fangen menschlich aussehende Roboter ein um diese auf ein Jahrmarktfest zur Gaudy der richtigen Menschen zu vernichten.

Schliesslich wird auch David und der Teddy eingefangen.
Als sie auf dem Jahrmarktfest sehen wie brutal mit den Robotern umgegangen wird bekommt David Angst und findet schnell einen neuen Freund, den Robotergigolo Joe (Jude Law).

Beiden gelingt die Flucht und sie erfahren wo die blaue Fee ist.
Sie ist in Manhattan zu finden .Manhattan als solches existiert aber nicht mehr,denn die Stadt liegt unter Wasser.
Schliesslich findet er die blaue Fee und bittet diese mehrmals „Please,Please make me a real Boy“.

Jetzt könnte der Film schon Schluss sein,doch es geht traurig und sentimental weiter.

Mehrere tausend Jahre später sitzt David immer noch vor der Blauen Fee.
Das Wasser ist nun vereist und die Fee und scheinbar all seine Hoffnungen zerfällt in alle Teile.

Jetzt sieht David komische Geschöpfe aus der noch ferneren Zukunft.
Auch diese bittet David „Please make me a real Boy“

Ob David ein richtiger Junge werden wird will ich hier nicht verraten,doch insgesamt handelt es sich hier um ein Meisterwerk von Steven Spielberg.
Steven Spielberg schafft es ,dass die Zuschauer über die Zukunft ,dass menschliche Dasein und über das Miteinander nachdenken.

Zwar wirkt der Film mit seiner Länge etwas überzogen,aber das dreifache traurige Ende macht dann schon betroffen.

Mir hat der Film sehr gut gefallen,besonders sprachen mich seine leisen Töne,die Musik und die verzweifelte Suche des Jungen nach Teilnahme am Leben als Mensch.

Ein sehenswerter und empfehlenswerter Science Fiction der Neuzeit .

14 Bewertungen, 2 Kommentare

  • DirkWG

    13.03.2002, 01:38 Uhr von DirkWG
    Bewertung: sehr hilfreich

    Puh, klingt gut, sollte ich mir auch mal anschauen! :-)

  • Flocke4711

    13.03.2002, 01:32 Uhr von Flocke4711
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Beitrag von dir.