American Pie - Jetzt wird geheiratet (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von ChopSuey

Geht´s noch peinlicher?

Pro:

urkomisch, kult(?), passende besetzung... komisch, witzig, zum lachen...noch mehr?

Kontra:

reicht nich ganz ans gewohnte niveau heren =)

Empfehlung:

Ja

Wer die ersten beiden Teile überstanden hat, ist in etwa gefasst darauf was der dritte Teil birgt. Chaos, Peinlichkeiten und schräger Humor. Natürlich hat man gewisse Erwartungen an Fortsetzungen, wobei die wenigsten an die Vorgänger ranreichen. Vom Niveau her ist American Pie seiner Linie gewissenhaft treu geblieben... also nicht vorhanden. Aber Niveau hat hier auch nix zu suchen :)

Storyline

Jim sitzt mit seiner Freundin Michelle im Restaurant um die alles entscheidende Frage zu stellen... er macht ihr einen Heiratsantrag. Schon bei dieser ersten Szene, wird dem Zuschauer klar, was ihn den Rest des Films über erwarten wird... das pure Chaos! aber da will ich nicht zu sehr ins Detail gehn, grins. Michelle nimmt den Antrag natürlich begeistert an und die Vorbereitungen für die Traumhochzeit schlechthin können beginnen. Eigentlich... denn sie haben die Rechnung ohne Stifler gemacht, der mit seiner ihm eigenen charmanten Art, Leben in die Idylle bringt und keine Peinlichkeit auslässt. Manieren sind ein Fremdwort für ihn und grundsätzlich ist in seinem zu klein geratenen Gehirn nur Platz für das eine... Deshalb hat er sich auch in den Kopf gesetzt Michelle´s Schwester Cadence rumzukriegen, genauso wie Jim´s Freund Finch. Apropos Finch - von Stifler liebevoll Heimscheißerchen genannt, LOL - : Er ist das genaue Gegenteil von Stifler; kultiviert, gebildet, redegewandt...

Um bei Cadence Eindruck zu schinden, mimt Stifler den Intellektuellen... er benimmt sich wie Finch! Was bei diesem nicht auf Begeisterung stößt und er zum Amüsement des Zuschauers den Part des Obermachos übernimmt. Quasi ein Rollentausch! ...Und wer landet nun bei Cadence?

Jim versucht währenddessen Stifler krampfhaft aus den Vorbereitungen für die Hochzeit herauszuhalten, doch blöderweise hat Michelle´s Mom einen Narren an ihm gefressen... dank seiner \'Wandlung\'. Zudem muss Jim tanzen lernen um Michelle die perfekte Hochzeit zu bieten und wie´s der Zufall so will, stellt sich Stifler als hervorragender Tanzlehrer heraus. Sein Glück! Und: Seine Eintrittskarte, um doch an der Hochzeit teilnehmen zu dürfen. Nebenbei erwähnt führen Stiflers Tanzkünste dazu, dass Michelle ihr Traumkleid geschneidert bekommt - aufgrund eines Tanzduells in einer Schwulenbar! Wer das verwirrend findet, MUSS sich den Film unbedingt mal anguggen, LOL.

Doch nicht nur die chaotischen Freunde Jim´s gilt es an der kurzen Leine zu halten, denn das vermeintliche Brautpaar muss erst mal Michelle´s Eltern davon überzeugen, dass Jim auch der richtige für sie ist. Ebenso wie Jim´s Großmutter...

Es sind also einige Steine im Weg....
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Den Weg zum Traualtar finden die beiden letztendlich wohl, dass darf ich ja verraten und nimmt auch keine \'Spannung\' vorweg. Den was den Film so komisch macht sind ja die Widrigkeiten die es zu überwinden gilt um die Hochzeit überhaupt erst statt finden zu lassen.

Wie schon gesagt hat \'American Pie\' einen eigenartigen.. oder besser gesagt eigenen Humor. Was zugegebenermaßen zu komischen aber auch zu sehr überspitzten Szenen führt: Beispielsweise das erwähnte Tanzduell in der Schwulenbar, dass durch Stiflers \'leichte\' Arroganz provoziert wird. Was man sich auf jeden Fall hätte sparen können, war die Szene mit Jim´s Großmutter im Wandschrank... das is eher eklig als witzig und halten nur die Stärksten aus! Apropos eklig... es ist unbedingt empfehlenswert ne Spucktüte parat zu halten, bedenkt man dass Stifler den Ehering von Michelle und Jim zur Aufbewahrung erhält. Durch ein Missgeschick verfüttert er ihn aber an die Hunde, der Brauteltern... wer nicht sehn will, wie dieser den Weg vom Hund in Stiflers Mund zurücklegt sollte einfach wegschauen!! Igitt.

Ganz nebenbei erwähnt bietet der Film auch \'sowas ähnliches\' wie Romantik. Oder nennen wir es einen rührseligen Moment: Erstens Stiflers letzte Aktion die Hochzeit nun vollends zu desertieren - natürlich nicht absichtlich - und natürlich die Schlussszene, wenn Jim und Michelle sich das Ja-Wort geben.

Stichwort \'Stifler´s Mom\': Die eigentliche Schlussszene, beinhaltet natürlich das obligatorische Erscheinen selbiger Dame. Dies darf ja auch in keinem der Filme fehlen! Quasi ein Running-Gag. Wer noch keinen der drei Teile gesehen hat, dem sei gesagt, dass Stifler´s Mom der Grund für Finch´s und Stifler´s liebevollen Umgang miteinander ist. Denn Finch hat blöderweise seine \'ersten Erfahrungen\' mit ihr gesammelt... da muss ich sicher nix mehr weiter erklären.

Das drumherum

Der tollpatschige Jim, der peinliche Begebenheiten wie ein Magnet anzieht wird von Jason Biggs sehr glaubhaft gespielt. Er scheint wohl für derlei Rollen optimal geeignet zu sein, denn wer den Film \'Loser\' gesehn hat, wird einige Parallelen finden. Jim hat´s aber auch wirklich nicht leicht, denn zu allem Überfluss hat er sehr offenherzige Eltern... vor allem sein Vater erspart ihm keine peinlichen Gespräche. Wie in jedem Teil, sind auch die Ratschläge vom Vater - gespielt von Eugene Levy - fester Bestandteil der American Pie-Reihe und sorgen für einige Lacher. Augen zu und Durch heißt hier die Devise.

Steve Stifler... vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass der Name \'Stifler\' recht häufig gefallen ist. Mit gutem Grund aber, denn er ist Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte. Dank ihm lernt Jim tanzen und Michelle bekommt ihr Traumkleid, doch treibt er die beiden auch zum Wahnsinn und richtet Chaos an wo er nur kann. Ob Sean William Scott mit dieser Rolle gefordert war vermag ich nicht zu beurteilen, aber sein komödiantisches Talent ist nicht abzustreiten... beachtet man allein schon seine Mimik, die leicht an Jim Carrey erinnert. Und guggt er mal grade nicht blöd, is er auch noch hübsch anzuschauen. Wobei man starke Nerven braucht um den übertrieben dargestellten Macho-Verschnitt die ganze Filmlänge zu ertragen.

Alyson Hannigan muss auch noch erwähnt werden. Sie kennt man aus der Serie Buffy... diese Rolle hat allerdings so gar nichts gemeinsam mit Michelle. Bei Teil 1 dachte ich erst an ne Fehlbesetzung, doch im Grunde hat sie keine weitere Aufgabe als ein kleines Dummchen zu spielen, das nach außen hin bei den Eltern das brave, wohlerzogene Mädchen mimt... in Wirklichkeit aber ziemlich durchtrieben ist (!). Oder besser gesagt fällt das Wort \'Nymphomanie\' des öfteren im gleichen Satz mit ihrem Namen. Ich mag sie zumindest ganz gerne sehen und letztendlich passt die Rolle doch zu ihr... irgendwie.

Weitere nennenswerte Darsteller waren höchstens noch Eddie Kaye Thomas der \'Finch\' spielt... dessen Rolle allerdings weniger ausgebaut war. Mit einem leicht schuwlen-touch auch nicht so witzig wie die anderen. Irgendwie hat er meine Sympathie nicht, doch ist seine Rolle nicht wegzudenken. Vor allem wegen dem Rollentausch mit Stifler ...von essentieller Bedeutung für die Story!

Und: Thomas Ian Nicholas, welcher den Part von Jim´s Freund \'Kevin Myers\' übernimmt. Welche Aufgabe er im Film hatte bleibt fraglich. Schätze er war nur dabei, weil er eben zur Originalbesetzung gehört. Seine Rolle als der \'Brave\' trägt wenig bis gar nichts zur Story bei und bleibt somit auch ohne Bewertung.
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Die Umsetzung kann man sicher als liebevoll bezeichnen und jeder Charakter hat seinen ihm eigenen Charme. Manches wirkt überspitzt und lächerlich. Doch sollte man nicht nur billige Sex-Witzchen erwarten, nein! auch andere billige Witze kommen nicht zu kurz :) Regisseur Jesse Dylan zielt mit dem dritten Teil (wie das nun mal normal ist bei Fortsetzungen) sowieso auf die Zuschauer, welche mit der Materie \'American Pie\' vertraut sind. Es würde auch keinen Sinn machen sich den Film anzuschauen wenn man keinen der ersten Teile kennt. Nicht das man den 102-minütigen Streifen nicht verstehen würde, schließlich ist es ne eigenständige Geschichte... dennoch entgehen einem viele Insider-Witzchen und der Unterhaltungswert würde erheblich leiden.


Letztendlich...

...ist American Pie auch nur eine weitere Teeniekomödie. Jedoch mit Kultfaktor und eben auch die erfolgreichste. Wer da nicht mitlachen kann, der hat wohl eh nicht viel zu lachen im Leben. Den Humor muss man nehmen wie er ist: nämlich banal und platt... aber grade deshalb saukomisch *g* Im Grunde lässt sich der ganze Film mit einem Wort beschreiben: Peinlich! Ich empfehl ihn aber dennoch oder gerade deswegen mal anzuschaun. Zumindest für die Fans dieser Reihe...und davon gibt´s ja nicht wenige. Gemessen an der American Pie Skala, gibt´s aber nen Stern Abzug da die ersten beiden Teile besser waren. Wobei \'gut\' in dem Zusammenhang relativ ist. Ich hatte jedenfalls einiges zu lachen, bei manchem konnte man auch nur den Kopf schütteln.

\'Jetzt wird geheiratet\' bildet eh den Abschluss der Trilogie und das ist vielleicht auch gut so, man soll´s ja nicht übertreiben. Irgendwann ist auch jede Extreme der nicht jugendfreien Schenkelklopfer erreicht.

Die FSK gibt den Film ab 12 Jahren frei... aufgrund der verwendeten Sprache und manch missverständlicher Szene halte ich jedoch ab 16 Jahren für angebracht. Sowas schmuddeliges is ja nix für die Kleinen ;)

Also: Wer nach Tiefgang sucht, ist hier komplett falsch. Aber sowas von...

In diesem Sinne, merci für´s lesen

© ChopSuey

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