Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von starfax
Alle Wege führen nach Atlantis
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Mitten in der großen Krise der Zeichentrickindustrie machen sich die tapferen Disney - Zeichner auf eine beschwerliche Expedition. Es geht nicht etwa darum, den Weg nach El Dorado, Atlantis oder ins Schlaraffenland zu finden, nein, das Ziel ist weitaus gewaltiger: Sie wollen den Zeichentrick neu er-finden...(natürlich auch um die bislang kräftig sprudelnden Einnahmequellen der Studios zu erhalten, womit wir dann wieder im Schlaraffenland wären...)!
DER INHALT (dieses kolossalen Unterfangens):
Wir schreiben das Jahr 1914. Milo Thatch, seines Zeichens Heizungswart des Washingtoner Archäologischen Museums, ist darüberhinaus auch noch passionierter Hobby - Archäologe und hat von seinem Großvater, dem exzentrischen Wissenschaftler Thaddäus Thatch, eine Theorie über den Lageort des sagenumwobenen Atlantis geerbt.
Alle seine Versuche, diese den renommierten Wissenschaftlern nahezulegen, scheiterten leider dramatisch.
Eines Tages aber empfängt ihn eine mysteriöse Blondine in seiner Wohnung, mit dem Auftrag, Milo zu ihrem Arbeitgeber zu bringen.
Der entpuppt sich als reicher Kauz und Freund von Milos Opa. Nachdem er Milo ein Buch aus dessen Nachlaß übergeben hat, das offensichtlich direkt aus Atlantis stammt und, auf atlantisch, den Weg dorthin beschreibt, eröffnet er ihm seine Pläne:
Mit Milos Hilfe, der als einziger atlantisch verstehen kann, will er eine Expedition ausrüsten, die die verlorene Stadt suchen soll.
Selbstverständlich sagt Milo zu und mit einem U - Boot, das in seinem Design stark an die Nautilus aus Disneys \"20.000 Meilen unter dem Meer\" erinnert, geht es auf große Fahrt.
Mit an Bord: Die alternde, kettenrauchende Funkfrau Packard, die hübsche,aber sehr spröde italienische Mechanikerin Anna, der muskulöse Arzt Dr. Sweet, der wildwest-erfahrene vier-Zutaten-Koch Cookie, der skurrile Grabungsexperte Bouddelair (was für ein Wortspiel!), angeführt von Kommander Rourke und der ominösen Helga als dessen Assistentin. Ach ja, den südamerikanischen Sprengfreak hab ich noch vergessen.
MJa, das ist das Hauptteam, der Rest geht verloren, als das U - Boot von einem riesigen Unterseemonster zerstört wird. Aber die Rumpf - Crew schafft es, den Weg nach Atlantis zu finden (den ungeschickten Milo mag leider keiner, dabei hat er sie ja erst dorthin gelotst).
Naja. Dort empfängt sie die freundliche und neugierige Prinzessin Kida, ganz im Gegensatz zu ihrem Vater, der die Fremdlinge am liebsten postwendend zurückschicken würde. Einen Tag aber gewährt er ihnen zur Rast und Milo macht sich mit Kida zusammen auf die Suche nach dem \"Herz von Atlantis\", einem riesigen Kristall, aus dem Atlantis seine Macht bezieht.
Als sie zurückkehren, hat der verbrecherische Kommander Rourke zusammen mit der Crew die Atlanter überwältigt und will selbst den Kristall finden.
Als der König nicht reden will, schlägt er ihn brutal nieder. Als er herausfindet, wo er ist, zwingt er Milo und Kida mitzukommen. Kida aber verschmilzt mit dem Kristall (wie es in Zeiten der Gefahr immer geschieht), wird von Rourke in einen Behälter gesteckt und entführt. Aber er und Helga müssen alleine gehen, denn der Rest der Crew läuft zu Milo über.
Zusammen mit den Atlantern nehmen sie die Verfolgung auf.....
DER FILM:
Zunächst mal vorneweg: So schlecht ist er nicht, im Gegenteil. Als er in die Kinos kam, haben sich alle darauf eingeschossen, und oft wurde ihm auch vorgeworfen, daß er nicht wie alle übrigen Disney - Filme sei.
Aber naja, so ist das halt, die Dinge ändern sich und schon \"Aladdin\" war nicht so wie alle übrigen Disney - Filme.
Was man ihm vorwerfen kann, ist, daß er sich ein bißchen zu sehr an amerikanische Comics und japanische Mangas anbiedert, daß die Figuren teilweise zu flach gezeichnet sind (obwohl sie ja nun doch schön schräg sind - Bouddelaire oder die berlinernde Packard sind einfach köstlich!).
Auch die Zeichenästhetik ist gewöhnungsbedingt: Die Fingerkuppen sind nicht rund, sondern wie abgehackt (wirklich kein schöner Anblick), die Gesichter sind sehr kantig.
Darüberhinaus enthält der Film auch ein Feuergefecht, das nicht sehr spektakulär ist, aber eine Abkehr von bisherigen Disney - Tugenden darstellt und von besorgten Eltern angeprangert wurde.
Ansonsten ist die Geschichte recht simpel, aber letztlich will der Film auch nicht mehr sein, als erist:EinAbenteuerfilm! Und die Geschichte ist wirklich ordentlich erzählt, hat einen guten Spannungsbogen und ist mit einem Hauch Mystik angereichert (das halte ich dem japanischen Einfluß zugute).
Letztlich richtet sich \"Atlantis\" offensichtlich nicht an die Kleinsten, ist für Erwachsene aber nicht märchenhaft oder gar spektakulär genug. Dennoch recht ordentlich gemacht und wie man hört, sogar in Cinemascope (Breitwandformat), was man freilich nur im Kino gebührend genießen kann.
Ach ja, die Musik ist ganz okay, enthält keine wirklich einprägsamen Titelmelodien oder Figurenthemen und Lieder gibt es auch keine. Insgesamt bleibt sie, auch neu für Disney, eher im Hintergrund (tut dem Film aber durchaus gut).
Gary Trousdale und Kirk Wise arbeiteten schon bei der
\"Schönen und das Biest\" und \"Der Glöckner von Notre Dame\" als Regieteam.
FAZIT:
Letztlich ein schlechter Disney, kein schlechter Film. Der große Wurf auf der Suche nach dem \"neuen\" Zeichentrick, mit dem man sich gegen die computeranimierte Konkurrenz zur Wehr setzen möchte, ist dies allerdings nicht (wie ja die mäßigen Einspielergebnisse zeigen).
Trotzdem sehenswert.
DER INHALT (dieses kolossalen Unterfangens):
Wir schreiben das Jahr 1914. Milo Thatch, seines Zeichens Heizungswart des Washingtoner Archäologischen Museums, ist darüberhinaus auch noch passionierter Hobby - Archäologe und hat von seinem Großvater, dem exzentrischen Wissenschaftler Thaddäus Thatch, eine Theorie über den Lageort des sagenumwobenen Atlantis geerbt.
Alle seine Versuche, diese den renommierten Wissenschaftlern nahezulegen, scheiterten leider dramatisch.
Eines Tages aber empfängt ihn eine mysteriöse Blondine in seiner Wohnung, mit dem Auftrag, Milo zu ihrem Arbeitgeber zu bringen.
Der entpuppt sich als reicher Kauz und Freund von Milos Opa. Nachdem er Milo ein Buch aus dessen Nachlaß übergeben hat, das offensichtlich direkt aus Atlantis stammt und, auf atlantisch, den Weg dorthin beschreibt, eröffnet er ihm seine Pläne:
Mit Milos Hilfe, der als einziger atlantisch verstehen kann, will er eine Expedition ausrüsten, die die verlorene Stadt suchen soll.
Selbstverständlich sagt Milo zu und mit einem U - Boot, das in seinem Design stark an die Nautilus aus Disneys \"20.000 Meilen unter dem Meer\" erinnert, geht es auf große Fahrt.
Mit an Bord: Die alternde, kettenrauchende Funkfrau Packard, die hübsche,aber sehr spröde italienische Mechanikerin Anna, der muskulöse Arzt Dr. Sweet, der wildwest-erfahrene vier-Zutaten-Koch Cookie, der skurrile Grabungsexperte Bouddelair (was für ein Wortspiel!), angeführt von Kommander Rourke und der ominösen Helga als dessen Assistentin. Ach ja, den südamerikanischen Sprengfreak hab ich noch vergessen.
MJa, das ist das Hauptteam, der Rest geht verloren, als das U - Boot von einem riesigen Unterseemonster zerstört wird. Aber die Rumpf - Crew schafft es, den Weg nach Atlantis zu finden (den ungeschickten Milo mag leider keiner, dabei hat er sie ja erst dorthin gelotst).
Naja. Dort empfängt sie die freundliche und neugierige Prinzessin Kida, ganz im Gegensatz zu ihrem Vater, der die Fremdlinge am liebsten postwendend zurückschicken würde. Einen Tag aber gewährt er ihnen zur Rast und Milo macht sich mit Kida zusammen auf die Suche nach dem \"Herz von Atlantis\", einem riesigen Kristall, aus dem Atlantis seine Macht bezieht.
Als sie zurückkehren, hat der verbrecherische Kommander Rourke zusammen mit der Crew die Atlanter überwältigt und will selbst den Kristall finden.
Als der König nicht reden will, schlägt er ihn brutal nieder. Als er herausfindet, wo er ist, zwingt er Milo und Kida mitzukommen. Kida aber verschmilzt mit dem Kristall (wie es in Zeiten der Gefahr immer geschieht), wird von Rourke in einen Behälter gesteckt und entführt. Aber er und Helga müssen alleine gehen, denn der Rest der Crew läuft zu Milo über.
Zusammen mit den Atlantern nehmen sie die Verfolgung auf.....
DER FILM:
Zunächst mal vorneweg: So schlecht ist er nicht, im Gegenteil. Als er in die Kinos kam, haben sich alle darauf eingeschossen, und oft wurde ihm auch vorgeworfen, daß er nicht wie alle übrigen Disney - Filme sei.
Aber naja, so ist das halt, die Dinge ändern sich und schon \"Aladdin\" war nicht so wie alle übrigen Disney - Filme.
Was man ihm vorwerfen kann, ist, daß er sich ein bißchen zu sehr an amerikanische Comics und japanische Mangas anbiedert, daß die Figuren teilweise zu flach gezeichnet sind (obwohl sie ja nun doch schön schräg sind - Bouddelaire oder die berlinernde Packard sind einfach köstlich!).
Auch die Zeichenästhetik ist gewöhnungsbedingt: Die Fingerkuppen sind nicht rund, sondern wie abgehackt (wirklich kein schöner Anblick), die Gesichter sind sehr kantig.
Darüberhinaus enthält der Film auch ein Feuergefecht, das nicht sehr spektakulär ist, aber eine Abkehr von bisherigen Disney - Tugenden darstellt und von besorgten Eltern angeprangert wurde.
Ansonsten ist die Geschichte recht simpel, aber letztlich will der Film auch nicht mehr sein, als erist:EinAbenteuerfilm! Und die Geschichte ist wirklich ordentlich erzählt, hat einen guten Spannungsbogen und ist mit einem Hauch Mystik angereichert (das halte ich dem japanischen Einfluß zugute).
Letztlich richtet sich \"Atlantis\" offensichtlich nicht an die Kleinsten, ist für Erwachsene aber nicht märchenhaft oder gar spektakulär genug. Dennoch recht ordentlich gemacht und wie man hört, sogar in Cinemascope (Breitwandformat), was man freilich nur im Kino gebührend genießen kann.
Ach ja, die Musik ist ganz okay, enthält keine wirklich einprägsamen Titelmelodien oder Figurenthemen und Lieder gibt es auch keine. Insgesamt bleibt sie, auch neu für Disney, eher im Hintergrund (tut dem Film aber durchaus gut).
Gary Trousdale und Kirk Wise arbeiteten schon bei der
\"Schönen und das Biest\" und \"Der Glöckner von Notre Dame\" als Regieteam.
FAZIT:
Letztlich ein schlechter Disney, kein schlechter Film. Der große Wurf auf der Suche nach dem \"neuen\" Zeichentrick, mit dem man sich gegen die computeranimierte Konkurrenz zur Wehr setzen möchte, ist dies allerdings nicht (wie ja die mäßigen Einspielergebnisse zeigen).
Trotzdem sehenswert.
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