Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2009
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Erfahrungsbericht von DieEine
Punkt Punkt Komma Strich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Früher hab ich Disney-Filme ja sehr gerne gemocht, obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Mickey und Donald bin. Arielle oder die schöne und das Biest haben mir sehr gut gefallen und weil ich die Geschichten und Mythen, die um die versunkene Stadt Atlantis ragen, sehr spannend finde, hab ich mir damals "Atlantis" von Disney angesehen.
Ich bin eigentlich völlig ohne Erwartungen an singende Fische oder verzauberte Prinzen in den Film gegangen. Eigentlich hab ich nur nette Unterhaltung um ein interessantes Thema erwartet, aber ich wurde sehr bitter enttäuscht.
Die Story ist so flach, daß sie unter meine Tür durchpaßt und ist eigentlich auch sehr schnell erzählt:
Milo Thatch ist ein mittelloser, junger Mann, der sich seinen Lebensunterhalt als Hausmeister in einem Museum verdient und den Traum seines verstorbenen Großvaters weiterträumt: die versunkene Stadt Atlantis zu finden und die Geheimnisse zu lüften.
Eines Abends, nachdem er mal wieder bei den Herren des Museums wegen seinen "Hirngespinsten" von Atlantis abgeblitzt ist, wird er von einer mysteriösen Blondine besucht, die ihn später zu einem nicht minder mysteriösen, kauzigen alten Mann führt. Dieser Mann stellt sich als Mr. Whitmore, ein alter Freund seines Großvaters, vor. Als Vermächtnis des alten Thatch, gibt er Milo das Tagebuch des Hirten, das Milo bei seinen Forschungen nach Atlantis noch gefehlt hat.
Mr. Whitmore verfügt über die finanziellen Mittel, um Milo und eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Sprengstoffexperten, Technikern und weiteren Wissenschaftlern auf die Reise nach Atlantis zu schicken. Da Atlantis über eine unerschöpflich große Energiequelle in Form eines großen Kristalls verfügt, beginnt bald ein Konkurrenzkampf zwischen den wirklich abenteuerlustigen und den Geld- und Machtgierigen unter den Expeditionsteilnehmern. Natürlich haben die Atlanter selber auch noch Probleme, sind vom Aussterben bedroht und müssen gerettet werden.
Soviel zur Story: abenteuerlustiger Träumer trifft machtgeile Muskelmänner.
Zur dünnen und sehr durchschaubaren Story kommen noch die einzelnen Charaktere, die mir den Film auch kräftig vermiest haben.
Alle Figuren bedienen immer und immer wieder ein bestimmtes Klischee. Das ist meiner Meinung nach nicht witzig sondern nervt spätestens nach dem zweiten Auftritt der Person.
Milo ist wie geasgt der arme, schmächtige, introvertierte Träumer. Solchen Leuten hat man früher immer das Pausenbrot geklaut. Gut, Milo verändert sich ein bischen zum bestimmten Kämpfer am Ende des Films, aber wirklich überzeugend ist das für mich nicht.
Vincenze, der Sprengmeister ist wie sein Dynamit sehr explosiv. Meist ist er aber auch für sich alleine und konzentriert sich auf seine Aufgabe.
Buddler der Gräber ist ein undefinierbares Wesen. Total verrückt sieht er aus wie ein Maulwurf und verhält sich auch immer sehr komisch. Komisch ist hier nicht im Sinne von lustig gemeint, aber wahrscheinlich soll diese schräge Type lustig wirken, wenn er in Konflikt mit den anderen Reisenden gerät, ist er aber nicht.
Mrs. Packer ist die Funkerin, die stets eine Zigarette im Mundwinkel hängen hat und einen starken berlinerischen Akzent hat. Eine berliner Schnauze soll ja immer witzig wirken, hat auf mich aber einen mittlerweile sehr abgeflachten und meist krampfhaft gewollten Eindruck, der mich einfach nur langweilt.
Helga und Commander Rourke sind die zwei Anführer der Expedition. Commander Rourke ist der typische über Leichen gehende Militärmann und Helga spielt die perfekte machtbesessene Frau an seiner Seite.
Und dann sind da natürlich noch die Atlanter, die den Eindringlingen erstmal skeptisch gegenüber stehen, schließlich aber doch an die Hilfe von Milo angewiesen sind und sich mit den Menschen "anfreunden".
Die Story und die typischen Charaktere sind aber nicht das wirklich schlimme an dem Film. Da der Film für Kinder ab 6 Jahren freigegeben ist, muß ich eben über meinen persönlichen Geschmack hinwegsehen und mich damit abfinden, daß ja Kinder über den Humor lachen und ihre Freude an der einfachen Story haben sollen, worüber ich aber nicht hinwegsehen kann, ist die lieblose Zeichnung.
Der ganze Film wirkt auf mich wie ein schlechteres bzw. Älteres Computerspiel. Alles ist irgendwie im Comicstyle gehalten, wirkt aber nicht so anheimelnd wie ein Comic sondern eher abstoßend. Bei den heutigen Möglichkeiten, die die computeranimation liefert, muß so ein liebloses Gekritzel nun wirklich nicht sein und schon gar nicht von Disney. Da hatte ich wirklich mehr Qualität erwartet. Viele sagen ja, daß bei der Gestaltung von Atlantis so schön gearbeitet wurde, aber auch das kann ich nicht bestätigen. Atlantis ist einfach in freundlicheren Farben als der restliche Film gehalten. Die Reise nach Atlantis ist braun, grau und trist, während das Ziel Atlantis hellblau, hellgelb und zartrosa ist - da fehlen aber wirklich die singenden Fische.
Also alles in allem kann ich sagen, daß ich persönlich absolut keinen Spaß an diesem Film hatte und ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen kann, daß Kinder, die "Der König der Löwen" oder "Das Dschungelbuch" gewohnt sind Freude an "Atlantis" haben, aber zum Glück sind ja Geschmäcker verschieden!
Ich bin eigentlich völlig ohne Erwartungen an singende Fische oder verzauberte Prinzen in den Film gegangen. Eigentlich hab ich nur nette Unterhaltung um ein interessantes Thema erwartet, aber ich wurde sehr bitter enttäuscht.
Die Story ist so flach, daß sie unter meine Tür durchpaßt und ist eigentlich auch sehr schnell erzählt:
Milo Thatch ist ein mittelloser, junger Mann, der sich seinen Lebensunterhalt als Hausmeister in einem Museum verdient und den Traum seines verstorbenen Großvaters weiterträumt: die versunkene Stadt Atlantis zu finden und die Geheimnisse zu lüften.
Eines Abends, nachdem er mal wieder bei den Herren des Museums wegen seinen "Hirngespinsten" von Atlantis abgeblitzt ist, wird er von einer mysteriösen Blondine besucht, die ihn später zu einem nicht minder mysteriösen, kauzigen alten Mann führt. Dieser Mann stellt sich als Mr. Whitmore, ein alter Freund seines Großvaters, vor. Als Vermächtnis des alten Thatch, gibt er Milo das Tagebuch des Hirten, das Milo bei seinen Forschungen nach Atlantis noch gefehlt hat.
Mr. Whitmore verfügt über die finanziellen Mittel, um Milo und eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus Sprengstoffexperten, Technikern und weiteren Wissenschaftlern auf die Reise nach Atlantis zu schicken. Da Atlantis über eine unerschöpflich große Energiequelle in Form eines großen Kristalls verfügt, beginnt bald ein Konkurrenzkampf zwischen den wirklich abenteuerlustigen und den Geld- und Machtgierigen unter den Expeditionsteilnehmern. Natürlich haben die Atlanter selber auch noch Probleme, sind vom Aussterben bedroht und müssen gerettet werden.
Soviel zur Story: abenteuerlustiger Träumer trifft machtgeile Muskelmänner.
Zur dünnen und sehr durchschaubaren Story kommen noch die einzelnen Charaktere, die mir den Film auch kräftig vermiest haben.
Alle Figuren bedienen immer und immer wieder ein bestimmtes Klischee. Das ist meiner Meinung nach nicht witzig sondern nervt spätestens nach dem zweiten Auftritt der Person.
Milo ist wie geasgt der arme, schmächtige, introvertierte Träumer. Solchen Leuten hat man früher immer das Pausenbrot geklaut. Gut, Milo verändert sich ein bischen zum bestimmten Kämpfer am Ende des Films, aber wirklich überzeugend ist das für mich nicht.
Vincenze, der Sprengmeister ist wie sein Dynamit sehr explosiv. Meist ist er aber auch für sich alleine und konzentriert sich auf seine Aufgabe.
Buddler der Gräber ist ein undefinierbares Wesen. Total verrückt sieht er aus wie ein Maulwurf und verhält sich auch immer sehr komisch. Komisch ist hier nicht im Sinne von lustig gemeint, aber wahrscheinlich soll diese schräge Type lustig wirken, wenn er in Konflikt mit den anderen Reisenden gerät, ist er aber nicht.
Mrs. Packer ist die Funkerin, die stets eine Zigarette im Mundwinkel hängen hat und einen starken berlinerischen Akzent hat. Eine berliner Schnauze soll ja immer witzig wirken, hat auf mich aber einen mittlerweile sehr abgeflachten und meist krampfhaft gewollten Eindruck, der mich einfach nur langweilt.
Helga und Commander Rourke sind die zwei Anführer der Expedition. Commander Rourke ist der typische über Leichen gehende Militärmann und Helga spielt die perfekte machtbesessene Frau an seiner Seite.
Und dann sind da natürlich noch die Atlanter, die den Eindringlingen erstmal skeptisch gegenüber stehen, schließlich aber doch an die Hilfe von Milo angewiesen sind und sich mit den Menschen "anfreunden".
Die Story und die typischen Charaktere sind aber nicht das wirklich schlimme an dem Film. Da der Film für Kinder ab 6 Jahren freigegeben ist, muß ich eben über meinen persönlichen Geschmack hinwegsehen und mich damit abfinden, daß ja Kinder über den Humor lachen und ihre Freude an der einfachen Story haben sollen, worüber ich aber nicht hinwegsehen kann, ist die lieblose Zeichnung.
Der ganze Film wirkt auf mich wie ein schlechteres bzw. Älteres Computerspiel. Alles ist irgendwie im Comicstyle gehalten, wirkt aber nicht so anheimelnd wie ein Comic sondern eher abstoßend. Bei den heutigen Möglichkeiten, die die computeranimation liefert, muß so ein liebloses Gekritzel nun wirklich nicht sein und schon gar nicht von Disney. Da hatte ich wirklich mehr Qualität erwartet. Viele sagen ja, daß bei der Gestaltung von Atlantis so schön gearbeitet wurde, aber auch das kann ich nicht bestätigen. Atlantis ist einfach in freundlicheren Farben als der restliche Film gehalten. Die Reise nach Atlantis ist braun, grau und trist, während das Ziel Atlantis hellblau, hellgelb und zartrosa ist - da fehlen aber wirklich die singenden Fische.
Also alles in allem kann ich sagen, daß ich persönlich absolut keinen Spaß an diesem Film hatte und ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen kann, daß Kinder, die "Der König der Löwen" oder "Das Dschungelbuch" gewohnt sind Freude an "Atlantis" haben, aber zum Glück sind ja Geschmäcker verschieden!
22 Bewertungen, 2 Kommentare
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24.04.2002, 22:42 Uhr von Tomcat01
Bewertung: sehr hilfreichDanke für Deinen Bericht, werde nun den Film erst ausleihen (wollte ihn eigendlich direkt Kaufen).
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27.03.2002, 19:51 Uhr von deeperspace
Bewertung: sehr hilfreichIch habe den Film noch nicht gesehen und was du so zu berichten hast überzeugt micht nicht. Daher wird es wohl dabei bleiben *g*. Gruß Deep
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