Black Hawk Down (VHS) Testbericht

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ab 17,87
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Erfahrungsbericht von T_Goose

Die Hölle von Somalia

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Endlich war es soweit und der neue Film vom Regisseur Ridley Scott ( Blade Runner, Gladiator ), lief endlich in unseren Kinos an : Black Hawk Down! In den meisten anderen Ländern lief der Film schon vor geraumer Zeit im Kino und hat dabei sogar zwei der begehrtesten Preis abgeräumt, den Oscar! Aber in Deutschland wurde der Start des Films, über den Einsatz amerikanischer Soldaten in Somalia, immer wieder verschoben.

Story :
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Der Film spielt im Jahr 1993 in Mogadischu/Somalia. Im Land herrscht Bürgerkrieg. Mogadischu ist aufgeteilt, in eine somalische und pakistanische bzw. UN-Seite. Die amerikanischen Truppen haben den Flughafen besetzt und wollen mit einer militärischen Aktion den Diktator Mohammed Farah Aidid stürzen.

100 amerikanische Ranger wollen in einem 90minütigen Einsatz diese militärische Aktion durchführen. Mit den Hubschraubern, den Black Hawk, nach Mogadischu fliegen, Aidid festnehmen und wider zurück. Eine ganz einfache Aktion. Doch die Somalis bekommen Wind von der Aktion und bereiten sich auf den bevorstehenden Angriff vor.

Der Einsatz der Amerikaner wird durch einen unerfahrenen Ranger gestört, er stürzt auf dem fliegenden Hubschrauber, und das Chaos scheint perfekt. Diese kurze Ablenkung reicht aus, um einen Hubschrauber abzuschießen. Er stürzt ab, daher auch der Name des Films Black Hawk Down!

Ein eilig zusammengestellter Rettungstrupp versucht die Überlebenden der Besatzung zu retten. Doch die amerikanischen Truppen werden immer weiter von Somalis eingekesselt und gejagt. Aus einen einfachen 90minütigen Einsatz wird ein fast 17stündiges Fiasko...

Meinung :
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Der Film beruht auf wahren Tatsachen, die sich am 3. Oktober 1993 zugetragen haben. An der Geschichte wurde nichts geändert, es spielte sich alles so ab, wie am Tag des Einsatzes.

Ridley Scott setzt in seinem Film nicht auf die sonstige Hollywood-Action, in denen die amerikanischen Soldaten immer als Sieger hervorgehen und mit ihrem ungebrochenen Patriotismus diesen Krieg für sich entscheiden können. Er zeigt dabei den Krieg so wie er nun mal ist, hässlich, dreckig, laut, gefühllos und vor allen Dingen ungerecht.

Dies wird einem im Film sehr gut dargestellt. Die Charakter der einzelnen Soldaten werden einem nicht vorgestellt. So wird bewirkt, dass jeder Soldat im Prinzip bloß eine Nummer ist. Wenn diese ausfällt, muss sie schnellstmöglich durch eine andere Nummer ersetzt werden. Mit dieser schnörkellosen Kaltblütigkeit, werden die jungen Soldaten wie auf einem Spielbrett taktisch in Position gebracht, um ihren Auftrag auszuführen. Wird dies nicht erreiht, springt ein andere auf diese Stelle. So gibt es keine Helden oder Stars, sondern nur Rädchen im Getriebe der Militärmaschinerie.

Gefilmt wird auch mit einer Handkamera. So kommt es zu verwackelten Bildern, die dem Zuschauer sehr realitätsnah in den Film mit einbeziehen. Dieses Schema wurde auch schon von Spielberg in seinem Film „Der Soldat James Ryan“ angewendet, doch diese Kamera wurde damals nur für die ersten 30 Minuten verwendet. Bei Black Hawk Down wird dieser Kameraeinsatz aber den ganzen Film hindurch benutzt. Dies sorgt dafür, dass man gebannt in seinem Kinosessel sitzt und gebannt auf die Leinwand schaut!
Man hat dabei nicht das Gefühl, dass der Film bald sein Ende nehmen könnte, es sei denn, man kann die schrecklichen Bilder nicht mehr sehen. Das viele Blut und die abgetrennten Körperteile können einem schon auf den Magen schlagen und der Film ist daher nichts für zart Besaitete.

Der Sound kommt laut und richtig satt rüber! Ich habe mich richtig in den Film hineinversetzt, und manchmal kam es mir so vor, als würden die Kugeln direkt hinter mir abgeschossen. Da läuft einem schon der eine oder andere Schauer über den Rücken.

Der Film zeigt, dass die Amerikaner, die sich gegenüber der somalischen Armee überlegen fühlten, nichts gelernt haben. Es geht nicht der aus dem Krieg als Sieger hervor, der die größte Armee stellt, sondern der sich am Besten auf die Eigenschaften des Gegners einstellt. Schon zu Beginn des Films wird einem klar, dass die Amerikaner mit einer viel zu laschen Einstellung an ihren Einsatz gehen. In 90 Minuten rein, Aidid festnehmen und wieder raus. Ehe uns einer gesehen hat, sind wir schon längst wieder weg.
Doch mit dieser Einstellung konnten die Amerikaner diesmal nicht weit kommen. So mussten sie den schmerzhaften Verlust ihrer 18 Soldaten hinnehmen.

Der Film ist allerdings nur ein Teil bzw. ein Ausschnitt, aus einem hässlichen Krieg. Er beginnt irgendwo und endet dort auch wieder.

Daten :
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Titel : Black Hawk Down
Land : USA
Jahr : 2001
Regie : Ridley Scott
Buch : Ken Nolan
Verleih : Senator Film
Schauspieler : Josh Hartnett, Eric Bana, Tom Sizemore, Ewan McGregor, Sam Shepard, William Fichtner, Jason Isaacs, Ewen Bremner, Tom Hardy, Chlie Hofheimer, Ron Eldard, Steven Ford, Gregory Sporleder, Brian Van Holt
Länge : 142 Min.
FSK : ab 18 Jahren

Fazit :
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Dieser Kriegsfilm ist sehr gut gelungen, soweit ich so etwas sagen kann, denn an Krieg gibt es nichts gutes. Aber dieser Film ist sehr authentisch und führt den Zuschauer doch sehr nahe an die damalige Situation ran.
Menschen, die bei Explosionen Körperteile verlieren oder am verbluten sind, führen dazu, dass der Film sehr realistisch wirkt. Wer dies nicht sehen kann, hat in diesem Film nicht verloren.
Die mit Absicht vergessene Charakterisierung führt dazu, dass man keine Beziehung zu der Person herstellen kann und zeigt nur, dass alle bloß eine Figur auf einem Spielbrett sind. Dabei wird aber die Bedeutung des Krieges, in der der Einzelne nichts zählt, sondern bloß der gewünschte Erfolg zählt, sehr gut dargestellt.
Ich kann euch diesen Film nur empfehlen und vergebe für ihn eine 2, da er so realitätsnah dargestellt wurde.

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