Boat Trip (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher
Offener Brief an Cuba Gooding Jr.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Sehr geehrter Herr Cuba Gooding Jr.,
Es ist mittlerweile vielleicht 6-7ahre her als sie mir das erste Mal besonders auffielen. In dem Film „Jerry Maguire“ spielten sie ihren Kollegen Tom Cruise förmlich an die Wand und staubten zu Recht einen Oscar ab. Wenig später schafften sie es mich gleich noch ein weiteres Mal zu überzeugen. In zwar einer etwas kleineren Rolle in dem Meisterwerk „Besser geht’s nicht“ und als ich sie dann noch in dem leider unterschätzen Film „A Murder of Crows“ sah, gehörten sie zu meinen Lieblingsschauspielern und ich freute mich auf viele gute Filme mit Ihnen.
Doch was kam dann? Mit der seichten Action-Komödie „Chill-Faktor“ brachten sie mich zum ersten Mal gegen sich auf. Naja, dachte ich noch, einen Schrottfilm möchte ich Herrn Gooding Jr. doch mal zustehen, aber was kam dann? Auf ihrer nächsten Filme verzichtete ich wohlweislich, da diese doch alle einen sehr bescheuerten Anschein hatten. Sowohl von Rat Race, Zoolander oder Snow Dogs, ich lies die Finger von diesen Filmen und fuhr gut damit. Sie sanken in meiner Achtung immer weiter.
Doch ich hatte bis zu einem schönen Mittwochabend, vor gar nicht so langer Zeit, die Hoffnung nicht aufgegeben. Aus Ihnen wird wieder ein Charakterdarsteller! Doch an diesem Mittwoch sah ich „Boat Trip“, den vielleicht schlechtesten Film des Jahres, in der Hauptrolle: SIE!
Was hat sie dazu verleitet sich diesen Film anzuschauen?
Fangen wir doch erst einmal mit der innovativen Story an: Sie spielen einen Mann namens Jerry. Dieser will seiner Freundin Felicia (Vivica A. Fox) einen romantischen Heiratsantrag in einem Heißluftballon machen. Da er aber kein so guter Ballonfahrer ist kotzt Jerry seine Angebetete voll. Dieser verlässt ihn daraufhin und hat sowieso schon einen Neuen.
Jerry ist deswegen zu Recht gefrustet. Aber Jerry hat einen tollen Kumpel, den dicken Nick (Horatio Sanz). Dieser will natürlich seinen Freund aufbauen und überredet ihn deswegen zu einer Kreuzfahrt, wo es „laute scharfe und willige Weiber“ gibt zum Aufreißen. Da die beiden im Reisebüro sich aber ein bisschen daneben benehmen, schickt der schwule Reisebürochef sie auf eine Schwulen-Kreuzfahrt.
Und so sitzen Jerry und Nick, beides ausgewiesene Schwulen-Hasser, auf einem Kreuzschiff mit lauter Schwulen fest, darunter der reiche Engländer Lloyd (Roger Moore), der so gleich ein Auge auf Nick wirft.
Sie als Jerry haben aber Glück, treffen Sie doch die heiße Tanzlehrerin Gabriela (Roselyn Sanchez), die aber von Männern erst einmal genug hat. Also müssen Sie sich bzw. Jerry muss sich weiter wie ein Homosexueller aufführen.
Nick ist unterdessen so verzweifelt, dass er mit einer Leuchtpistole einen Hubschrauber abschießt, welcher natürlich abstürzt. An Bord: 12 schwedische Superschönheiten, die von nun an, sich an Bord Ganzkörper-Bräunen für einen Wettbewerb betreiben müssen. Um in deren Nähe bleiben zu können, muss natürlich auch Nick den Schwulen mimen.
Dazu kommt auch noch Felicia an Bord, die ihren Jerry zurück haben will. Dieser liebt aber mittlerweile Gabriela, doch die hält ihn ja für schwul. Was sonst noch weiter passiert, muss man dann ja kaum mehr erwähnen.
Diese innovative Story, war doch sicher nicht der Grund, dass sie die Hauptrolle übernahmen, oder? Also, ich denke, dass jeder Schauspieler, der etwas auf sich hält, das Drehbuch schon nach wenigen Seiten, in den Kamin geschmissen hätte, oder wenigstens in den Papierkorb. Allein die Tatsache, dass ein gewisser Mort Nathan hier Regie führt, hätte sie doch stutzig machen müssen, oder? Denn dieser Herr Nathan hat noch nie Regie geführt, aber sich immerhin schon einen Namen als Drehbuchautor gemacht nämlich für die Serie „Golden Girls“. Auch hier war er ja für das erbärmlich Drehbuch zuständig, das weniger Gags hatte als jede Folge von Golden Girls für sich genommen.
Damit sind wir auch schon bei Punkt 2: Ich habe nichts dagegen, wenn sie auch mal seichtere Komödien machen wollen. Auch die kann man sich anschauen. Aber ein Komödie zeichnet sich dadurch aus, dass man lacht. Das einzige was während des Films aus meinem Mund kam, war ein Stöhnen vor Schmerz (nein mich hat niemand neben dem Film misshandelt) und mehrmals auch ein Gähnen vor Langeweile.
Vielleicht habe ich auch einen guten Witz verpasst, denn vor allem in der 2. Hälfte habe ich doch mehrmals auf meine Uhr geschaut, wie lange der wohl Film noch dauern wird und mich quälen wird. Aber ehrlich gesagt, glaube ich das nicht. Denn sonst hätte ja jemand anders im Kino mal gelacht, und auch dort waren die Lacher nur recht spärlich gesät.
Was hat sie also verleitet, bei diesem Film mitzuwirken? Wollten sie vielleicht mit diesem Film für eine stärkere Toleranz gegenüber Homosexuellen plädieren? Immerhin haben die beiden Schwulenhasser Jerry und Nick am Ende homosexuelle Freunde und sehen ein, dass sie nur Vorurteile hatten? Wenn dies so ist, dann war es
a) unnötig, da ich denke, dass in großen Teilen unserer Gesellschaft (und dies verbessert sich zum Glück immer mehr) schon kaum noch Vorurteile gegen Homosexuelle bestehen und
b) war es vor allem völlig kontraproduktiv. Dieser Film reitet bis zum Erbrechen auf allen möglichen Schwulenklischees rum, und stellt Schwule nur als Tunten dar, die mit jedem anderen ins Bett springen wollen und auch sonst nicht ganz sauber sind. Außerdem versucht sich auf die Kosten von Schwulen lustig zu machen, was ihm zum Glück aber nicht gelingt.
Ein weiterer Grund warum sie hier mitwirken will mir partout nicht einfallen, außer sie haben Geldprobleme oder Mr. Nathan ist ein Freund von Ihnen, dem sie zu einer Hollywood-Karriere helfen wollten. Wenn dies letztere der Fall ist, dann war auch hier die Umsetzung ihrs Anliegens mehr als kontraproduktiv.
Kommen wir aber zu einem weiteren Punkt: Ihrer schauspielerischen Leistung! Wenn diese wenigstens einigermaßen i.O. gewesen wäre, hätte ich ihnen ja den Ausrutscher vielleicht verziehen, aber wie sie hier durch den Film hampeln wurde mir fast schlecht. Sie können ja froh sein, dass ihr Kollege Horatio Sanz noch peinlichere Bewegung macht. Allein die Szene, wie sie beide das Schiff betreten, drehte mir den Magen rum. So wie sie das rumsprangen, bewegt sich kein Mensch, selbst nicht mit 3 Promille.
Und Mrs. Sanchez sieht zwar sehr gut aus, aber das Schauspieler-Fach ist wahrlich nicht ihr Metier!
Und wie bitte haben Sie oder der Regisseur es denn geschafft das sowohl Roger Moore als auch Richard Roundtree sich an diesem Schrott beteiligt haben. Bei Roger Moore haben ich noch ein einigermaßen plausible Erklärung. Er scheint sie ja zu mögen, da er in letzter Zeit in jedem 2. Interview meint, dass sie der ideale James Bond-Nachfolger für Pierce Brosnan wären. Gott bewahre. Nach dieser Leistung, hier? Auf keinen Fall! Ich bin ein großer Fan von James Bond, aber es wäre der Tod der Serie, wenn ein Schauspieler aus „Boat Trip“ James Bond wäre (Mist, das ist ja schon geschehen, ein weiterer Grund warum Roger Moore als Bond für mich immer tiefer fällt).
Auch das Mitwirken von Herrn Roundtree, dem Star der Blaxploitation-Bewegung, dem Shaft, ist mir unverständlich. Immerhin ist sein Auftritt so kurz, dass er sich nicht so zum Affen machen kann und viele sein Mitwirken vielleicht nicht bemerkt haben.
Also Herr Gooding Jr., ich bitte sie inständig: Lesen sie ab jetzt ihre Drehbücher selbst und richtig! Vermeiden sie solche Pseudo-Komödien. Versuchen sie wieder einen guten Film zu machen. Und wenn halt keine großen Rollenangebote kommen (was ich nach diesem Film erwarte), dann spielen sie halt mal ne kleine Nebenrolle, in der sie überzeugen können. Immerhin sind sie ein Oscarpreisträger und nach solch einer Leistung würde ich ihnen nicht einmal einen Oskar zum Abstauben (hier meine ich das Wort in seinem ursprünglichen Sinne) geben.
Ich werde ihren Filmen gegenüber jetzt sehr voreingenommen sein, und das ist nicht gerade positiv für sie. Vielleicht fangen sie sich ja noch einmal, vielleicht verschwinden sie aber auch für immer in der Versenkung und drehen weiterhin lächerliche Filme á la „Boat Trip“. Aber immerhin eins ist ja positiv: Viel tiefer können sie nicht mehr fallen. Die nächste Stufe ist nur noch, dass ihre Filme gar nicht mehr ins Kino kommen, sondern gleich auf Video herauskommen (was bei „Boat Trip“ eindeutig die bessere Wahl gewesen wäre) oder das ihre Film gleich direkt ins Nachtprogramm von RTL II verschoben werden.
Ich wünsche Ihnen, obwohl sie mir mit diesem Film über 90 Minuten meiner Zeit nicht nur gestohlen haben, sondern mich in dieser Zeit auch gequält haben (wobei ich im Gegensatz zu einigen Rollen in diesem Film nicht auf S & M stehe), trotzdem alles Gute für ihre weitere Karriere. Möge sie wenigstens leicht nach oben gehen!
Nicht mehr ganz so hochachtungsvoll
Björn Becher
°°°°°°°°
0 Punkte auf meiner 10er Skala; 0 Punkte auf einer 100er Skala; 0,4 Punkte auf einer 1000er Skala!
D A T E N
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Titel Deutschland: Boat Trip
Originaltitel: Boat Trip
USA / Deutschland 2002, FSK 12, Laufzeit: 93 Minuten
Darsteller: Cuba Gooding Jr. (Jerry), Horatio Sanz (Nick), Vivicia A. Fox (Felicia), Roselyn Sanchez (Gabriela), Maurice Godin (Hector), Lin Shaye (Sonja), Victoria Silvstedt (Inga), Roger Moore (Lloyd), Richard Roundtree (Malcolm), Ken Hudson Campbell (Tom), Zen Gesner (Ron), William Bumiller (Steven), Noah York (Perry), Jennifer Gareis (Sheri)
Regie: Mort Nathan
Produzenten: Frank Hübner, Brad Krevoy, Gerhard Schmidt, Andrew Sugerman
Drehbuch: Mort Nathan, William Bigelow
Musik: Robert Folk
Kamera: Shawn Maurer
Schnitt: John Asmess
W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
°°°°°°°°
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0285462
© Björn Becher 2003
Es ist mittlerweile vielleicht 6-7ahre her als sie mir das erste Mal besonders auffielen. In dem Film „Jerry Maguire“ spielten sie ihren Kollegen Tom Cruise förmlich an die Wand und staubten zu Recht einen Oscar ab. Wenig später schafften sie es mich gleich noch ein weiteres Mal zu überzeugen. In zwar einer etwas kleineren Rolle in dem Meisterwerk „Besser geht’s nicht“ und als ich sie dann noch in dem leider unterschätzen Film „A Murder of Crows“ sah, gehörten sie zu meinen Lieblingsschauspielern und ich freute mich auf viele gute Filme mit Ihnen.
Doch was kam dann? Mit der seichten Action-Komödie „Chill-Faktor“ brachten sie mich zum ersten Mal gegen sich auf. Naja, dachte ich noch, einen Schrottfilm möchte ich Herrn Gooding Jr. doch mal zustehen, aber was kam dann? Auf ihrer nächsten Filme verzichtete ich wohlweislich, da diese doch alle einen sehr bescheuerten Anschein hatten. Sowohl von Rat Race, Zoolander oder Snow Dogs, ich lies die Finger von diesen Filmen und fuhr gut damit. Sie sanken in meiner Achtung immer weiter.
Doch ich hatte bis zu einem schönen Mittwochabend, vor gar nicht so langer Zeit, die Hoffnung nicht aufgegeben. Aus Ihnen wird wieder ein Charakterdarsteller! Doch an diesem Mittwoch sah ich „Boat Trip“, den vielleicht schlechtesten Film des Jahres, in der Hauptrolle: SIE!
Was hat sie dazu verleitet sich diesen Film anzuschauen?
Fangen wir doch erst einmal mit der innovativen Story an: Sie spielen einen Mann namens Jerry. Dieser will seiner Freundin Felicia (Vivica A. Fox) einen romantischen Heiratsantrag in einem Heißluftballon machen. Da er aber kein so guter Ballonfahrer ist kotzt Jerry seine Angebetete voll. Dieser verlässt ihn daraufhin und hat sowieso schon einen Neuen.
Jerry ist deswegen zu Recht gefrustet. Aber Jerry hat einen tollen Kumpel, den dicken Nick (Horatio Sanz). Dieser will natürlich seinen Freund aufbauen und überredet ihn deswegen zu einer Kreuzfahrt, wo es „laute scharfe und willige Weiber“ gibt zum Aufreißen. Da die beiden im Reisebüro sich aber ein bisschen daneben benehmen, schickt der schwule Reisebürochef sie auf eine Schwulen-Kreuzfahrt.
Und so sitzen Jerry und Nick, beides ausgewiesene Schwulen-Hasser, auf einem Kreuzschiff mit lauter Schwulen fest, darunter der reiche Engländer Lloyd (Roger Moore), der so gleich ein Auge auf Nick wirft.
Sie als Jerry haben aber Glück, treffen Sie doch die heiße Tanzlehrerin Gabriela (Roselyn Sanchez), die aber von Männern erst einmal genug hat. Also müssen Sie sich bzw. Jerry muss sich weiter wie ein Homosexueller aufführen.
Nick ist unterdessen so verzweifelt, dass er mit einer Leuchtpistole einen Hubschrauber abschießt, welcher natürlich abstürzt. An Bord: 12 schwedische Superschönheiten, die von nun an, sich an Bord Ganzkörper-Bräunen für einen Wettbewerb betreiben müssen. Um in deren Nähe bleiben zu können, muss natürlich auch Nick den Schwulen mimen.
Dazu kommt auch noch Felicia an Bord, die ihren Jerry zurück haben will. Dieser liebt aber mittlerweile Gabriela, doch die hält ihn ja für schwul. Was sonst noch weiter passiert, muss man dann ja kaum mehr erwähnen.
Diese innovative Story, war doch sicher nicht der Grund, dass sie die Hauptrolle übernahmen, oder? Also, ich denke, dass jeder Schauspieler, der etwas auf sich hält, das Drehbuch schon nach wenigen Seiten, in den Kamin geschmissen hätte, oder wenigstens in den Papierkorb. Allein die Tatsache, dass ein gewisser Mort Nathan hier Regie führt, hätte sie doch stutzig machen müssen, oder? Denn dieser Herr Nathan hat noch nie Regie geführt, aber sich immerhin schon einen Namen als Drehbuchautor gemacht nämlich für die Serie „Golden Girls“. Auch hier war er ja für das erbärmlich Drehbuch zuständig, das weniger Gags hatte als jede Folge von Golden Girls für sich genommen.
Damit sind wir auch schon bei Punkt 2: Ich habe nichts dagegen, wenn sie auch mal seichtere Komödien machen wollen. Auch die kann man sich anschauen. Aber ein Komödie zeichnet sich dadurch aus, dass man lacht. Das einzige was während des Films aus meinem Mund kam, war ein Stöhnen vor Schmerz (nein mich hat niemand neben dem Film misshandelt) und mehrmals auch ein Gähnen vor Langeweile.
Vielleicht habe ich auch einen guten Witz verpasst, denn vor allem in der 2. Hälfte habe ich doch mehrmals auf meine Uhr geschaut, wie lange der wohl Film noch dauern wird und mich quälen wird. Aber ehrlich gesagt, glaube ich das nicht. Denn sonst hätte ja jemand anders im Kino mal gelacht, und auch dort waren die Lacher nur recht spärlich gesät.
Was hat sie also verleitet, bei diesem Film mitzuwirken? Wollten sie vielleicht mit diesem Film für eine stärkere Toleranz gegenüber Homosexuellen plädieren? Immerhin haben die beiden Schwulenhasser Jerry und Nick am Ende homosexuelle Freunde und sehen ein, dass sie nur Vorurteile hatten? Wenn dies so ist, dann war es
a) unnötig, da ich denke, dass in großen Teilen unserer Gesellschaft (und dies verbessert sich zum Glück immer mehr) schon kaum noch Vorurteile gegen Homosexuelle bestehen und
b) war es vor allem völlig kontraproduktiv. Dieser Film reitet bis zum Erbrechen auf allen möglichen Schwulenklischees rum, und stellt Schwule nur als Tunten dar, die mit jedem anderen ins Bett springen wollen und auch sonst nicht ganz sauber sind. Außerdem versucht sich auf die Kosten von Schwulen lustig zu machen, was ihm zum Glück aber nicht gelingt.
Ein weiterer Grund warum sie hier mitwirken will mir partout nicht einfallen, außer sie haben Geldprobleme oder Mr. Nathan ist ein Freund von Ihnen, dem sie zu einer Hollywood-Karriere helfen wollten. Wenn dies letztere der Fall ist, dann war auch hier die Umsetzung ihrs Anliegens mehr als kontraproduktiv.
Kommen wir aber zu einem weiteren Punkt: Ihrer schauspielerischen Leistung! Wenn diese wenigstens einigermaßen i.O. gewesen wäre, hätte ich ihnen ja den Ausrutscher vielleicht verziehen, aber wie sie hier durch den Film hampeln wurde mir fast schlecht. Sie können ja froh sein, dass ihr Kollege Horatio Sanz noch peinlichere Bewegung macht. Allein die Szene, wie sie beide das Schiff betreten, drehte mir den Magen rum. So wie sie das rumsprangen, bewegt sich kein Mensch, selbst nicht mit 3 Promille.
Und Mrs. Sanchez sieht zwar sehr gut aus, aber das Schauspieler-Fach ist wahrlich nicht ihr Metier!
Und wie bitte haben Sie oder der Regisseur es denn geschafft das sowohl Roger Moore als auch Richard Roundtree sich an diesem Schrott beteiligt haben. Bei Roger Moore haben ich noch ein einigermaßen plausible Erklärung. Er scheint sie ja zu mögen, da er in letzter Zeit in jedem 2. Interview meint, dass sie der ideale James Bond-Nachfolger für Pierce Brosnan wären. Gott bewahre. Nach dieser Leistung, hier? Auf keinen Fall! Ich bin ein großer Fan von James Bond, aber es wäre der Tod der Serie, wenn ein Schauspieler aus „Boat Trip“ James Bond wäre (Mist, das ist ja schon geschehen, ein weiterer Grund warum Roger Moore als Bond für mich immer tiefer fällt).
Auch das Mitwirken von Herrn Roundtree, dem Star der Blaxploitation-Bewegung, dem Shaft, ist mir unverständlich. Immerhin ist sein Auftritt so kurz, dass er sich nicht so zum Affen machen kann und viele sein Mitwirken vielleicht nicht bemerkt haben.
Also Herr Gooding Jr., ich bitte sie inständig: Lesen sie ab jetzt ihre Drehbücher selbst und richtig! Vermeiden sie solche Pseudo-Komödien. Versuchen sie wieder einen guten Film zu machen. Und wenn halt keine großen Rollenangebote kommen (was ich nach diesem Film erwarte), dann spielen sie halt mal ne kleine Nebenrolle, in der sie überzeugen können. Immerhin sind sie ein Oscarpreisträger und nach solch einer Leistung würde ich ihnen nicht einmal einen Oskar zum Abstauben (hier meine ich das Wort in seinem ursprünglichen Sinne) geben.
Ich werde ihren Filmen gegenüber jetzt sehr voreingenommen sein, und das ist nicht gerade positiv für sie. Vielleicht fangen sie sich ja noch einmal, vielleicht verschwinden sie aber auch für immer in der Versenkung und drehen weiterhin lächerliche Filme á la „Boat Trip“. Aber immerhin eins ist ja positiv: Viel tiefer können sie nicht mehr fallen. Die nächste Stufe ist nur noch, dass ihre Filme gar nicht mehr ins Kino kommen, sondern gleich auf Video herauskommen (was bei „Boat Trip“ eindeutig die bessere Wahl gewesen wäre) oder das ihre Film gleich direkt ins Nachtprogramm von RTL II verschoben werden.
Ich wünsche Ihnen, obwohl sie mir mit diesem Film über 90 Minuten meiner Zeit nicht nur gestohlen haben, sondern mich in dieser Zeit auch gequält haben (wobei ich im Gegensatz zu einigen Rollen in diesem Film nicht auf S & M stehe), trotzdem alles Gute für ihre weitere Karriere. Möge sie wenigstens leicht nach oben gehen!
Nicht mehr ganz so hochachtungsvoll
Björn Becher
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0 Punkte auf meiner 10er Skala; 0 Punkte auf einer 100er Skala; 0,4 Punkte auf einer 1000er Skala!
D A T E N
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Titel Deutschland: Boat Trip
Originaltitel: Boat Trip
USA / Deutschland 2002, FSK 12, Laufzeit: 93 Minuten
Darsteller: Cuba Gooding Jr. (Jerry), Horatio Sanz (Nick), Vivicia A. Fox (Felicia), Roselyn Sanchez (Gabriela), Maurice Godin (Hector), Lin Shaye (Sonja), Victoria Silvstedt (Inga), Roger Moore (Lloyd), Richard Roundtree (Malcolm), Ken Hudson Campbell (Tom), Zen Gesner (Ron), William Bumiller (Steven), Noah York (Perry), Jennifer Gareis (Sheri)
Regie: Mort Nathan
Produzenten: Frank Hübner, Brad Krevoy, Gerhard Schmidt, Andrew Sugerman
Drehbuch: Mort Nathan, William Bigelow
Musik: Robert Folk
Kamera: Shawn Maurer
Schnitt: John Asmess
W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0285462
© Björn Becher 2003
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