Cast Away - Verschollen (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Netti1982

Total enttäuschend!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Gestern habe ich mir einen schönen Videoabend vor dem Fernseher gemacht. Dazu ist mir ein paar Stunden zuvor in der Videoecke unserer städtischen Bibliothek das Video von "Cast Away - Verschollen" ins Auge gestochen und so entschloss ich mich für diesen Film, da ich ihn im Kino nicht hatte sehen können bzw. ich nicht dazu gekommen war.

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Voller Erwartungen setzte ich mich also vor die Glotze und war... total enttäuscht.
So etwas Langweiliges hatte ich schon lange nicht mehr gesehen.

In dem Film geht es um den Unternehmer Chuck Noland, der von Tom Hanks gespielt wird. Anfangs führt er ein sehr chaotisches Leben, hetzt ständig durch die Welt und ist stets bemüht, das Beste für seine Transportfirma "FedEx" herauszuholen. Trotz seiner Beziehung, die er mit seiner Verlobten Kelly Frears (gespielt von Helen Hunt) führt, reist er durch die ganze Welt, auch wenn er im kalten Moskau landet, das spielt für ihn keine Rolle. Da er ständig mit seinen Brüdern, die ebenfalls im Unternehmen arbeiten, mit dem Flugzeug unterwegs ist, passiert es schließlich... Sie stützen mitten im Pazifik ab. Chuck überlebt als Einziger den Absturz, rettet sich in ein Schlauchboot und wird an das Ufer einer einsamen Insel getrieben.

Chuck ist nun ganz allein auf sich gestellt, muss schließlich auch einen seiner an Land gespülten Brüder beerdigen und sich von Fischen und Kokosnüssen ernähren. Dank einiger Pakete, die ebenfalls den Weg zur Insel gefunden haben, kann er mit deren Inhalt sein Leben auf der Insel erleichtern. Chucks einziger Gesprächspartner ist "Wilson", ein Volleyball, dem er ein Gesicht aus Blut aufgemalt hat.
Einige Versuche, mit dem Schlauchboot auf das große Meer hinauszufahren scheitern aufgrund der großen Wellen und der starken Strömung. Doch Chuck gibt nicht auf, das er unbedingt zu seiner Kelly zurückmöchte...


==== Das Ende wird jetzt verraten ====

Schließlich, nach 4 Jahren, wird ein für Chuck sehr nützliches Flugzeugteil an Land gespült, das er als Wellenbrecher verwenden will, damit sein Floß, das er beginnt zu bauen, beim Zusammentreffen auf die Wellen nicht umkippt.

Chuck schafft es auf die offene See, kämpft, anfangs zusammen mit "Wilson", gegen Durst, Hunger und Gewitter. Als ihm schließlich sein einziger Gesprächspartner verloren geht, beginnt Chuck aufzugeben. Er verbringt die Zeit mit Schlafen und Schwitzen... bis schließlich ein großes Schiff vorbeifährt und den Mann rettet.

Doch Chucks Leben wird nie wieder so wie vor seinem Flugzeugabsturz. Seine große Liebe Kelly hat einen anderen Mann geheiratet und hat eine Tochter bekommen. Sie kann es nicht fassen, dass Ihr über alles geliebter Chuck überlebt hat. Die beiden verabschieden sich schließlich mit einem innigen Kuss voneinander, sie wissen, dass sie nicht mehr zueinander finden können. Es ist zuviel passiert...

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Letztendlich hört sich ja die von mir beschriebene Handlung gar nicht so langweilig an, oder? Aber stellt sie Euch mal in einer zweistündigen, lang ausgedehnten Darstellung vor. Es war echt grausam. Auf der Insel hatte Tom Hanks nicht viel Möglichkeiten zum Sprechen, da ja keiner da war, der ihm hätte antworten können. Lediglich "Wilson" konnte ihm ein paar Worte entlocken. So hörte man immer nur Gewitter und das Meeresrauschen..., das auf Dauer wirklich einschläfernd war.

Mit Effekten wurde in diesem naturnahen Film natürlich aus gesparrt. Der Streifen sollte realistisch und nicht Phantasy-mäßig wirken. Letztendlich lebt der Film lediglich von dem mir doch sehr sympathischen Schauspieler Tom Hanks, einzig wegen ihm habe ich es nicht übers Herz gebracht die Stopp-Taste meines Videorecorders zu drücken.

Der realitätsnahe Flugzeugabsturz war meines Erachtens doch eines der Highlights des Films. Man bekam den Absturz nicht, wie sonst von außen dargestellt mit, sondern von innen. Ich rang selbst nach Luft, als die Kameraeinstellung das untergehende Flugzeug zeigte, das schließlich vollkommen im Wasser verschwunden war.

Was ich noch als positiv ansehen konnte, waren die doch sehr zum Schmunzeln anregenden Gespräche zwischen Chuck und "Wilson". Selbst dem Zuschauer musste der vermenschlichte Volleyball einfach ans Herz wachsen.


Doch wenn man die langweiligen Szenen mit den weniger einschläfernden vergleicht, überwiegen bei mir immer noch die negativen Szenen. Tom Hanks gut und schön, aber die wortkargen Szenen auf der einsamen Insel entlockten in keinster Weise meine Interesse.

Auch das mir völlig unverständliche Ende hat mir schließlich den letzten Spaß verdorben:
Chuck steht auf einer Kreuzung mitten auf in einer wüstenähnlichen Gegend und weiß nicht, welche Straße er weiterfahren soll. Als ihm schließlich eine vorbeifahrende junge Frau erklärt, auf welcher Straße man wohin fahren kann, stellt sich Chuck mitten auf die Kreuzung und lächelt... Ende.
Toll, oder? Falls jemand von Euch diese Schlussszene verstanden hat, soll er mir bitte weiterhelfen, es zu verstehen.

Alles in allem, kann ich sagen, dass ich von der schauspielerischen Leistung Tom Hanks sehr begeistert gewesen bin. Er zeigte auf der Insel auf realistische Weise, wie sich ein Mensch ohne Zivilisation durchkämpfen muss. Chuck ging sogar soweit, dass er sich aus Verzweiflung umbringen wollte, doch sie äußeren Umstände haben ihn davon abgehalten.

Tom Hanks musste für den Film sogar 25 kg zunehmen und dann wieder abnehmen, sodass die 4 Jahre deutlich am Körper des Helden erkennbar sein mussten.

Daher ein Lob für den Schauspieler!

DATEN
Titel Deutschland: Cast Away - Verschollen
Titel USA: Cast Away
Genre: Drama
Farbe, USA, 2000
Laufzeit Video: 138 Minuten
Anbieter: Universal
FSK: ab 12 Jahre

Darsteller:
Tom Hanks (Chuck Noland)
Helen Hunt (Kelly Frears)
Nick Searcy (Stan)
Chris Noth (Jerry Lovett)
Lary White (Bettina Peterson)
Garret Davis (Pilot Blaine)
Vin Martin (Pilot Al)
Christopher Kriesa (Pilot Kevin)
Viveka Davis (Pilot Gwen)
Leonid Citer (Fyodor)

Regie: Robert Zemeckis

Produzenten: Steve Starkey, Tom Hanks, Robert Zemeckis, Jack Rapke

Drehbuch: William Broyles jr.
Musik: Alan Silvestri


Wenn Ihr Euch den Film dennoch ansehen wollt, dann macht das an einem Abend, an dem Ihr nicht allzu müde seid, sonst besteht wirklich die Gefahr, dass Ihr einschlaft...





Vielen Dank fürs Lesen, Eure Netti1982

27 Bewertungen, 5 Kommentare

  • pepsiman

    22.02.2002, 15:34 Uhr von pepsiman
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand ihn auch nicht grad super.

  • Steinchen1

    18.02.2002, 16:42 Uhr von Steinchen1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand den Film klasse - gerade, weil so wenig gesprochen wird und ich es faszinierend finde, wie Stimmung durch Musik transportiert wird. Zum Glück kann jeder eine andere Meinung haben. Gruss, Steinchen

  • Linnemer

    15.02.2002, 15:56 Uhr von Linnemer
    Bewertung: sehr hilfreich

    super bericht is e sau blöder film

  • axelkothe

    15.02.2002, 11:27 Uhr von axelkothe
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich fand den film auch enttäuschend.

  • ch_zocker

    15.02.2002, 10:24 Uhr von ch_zocker
    Bewertung: sehr hilfreich

    gute Meinung, kannst ja auch mal bei mir reinschauen, würde mich freuen