Chicken Run - Hennen Rennen (VHS) Testbericht

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ab 8,78
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Erfahrungsbericht von Dobby

Freiheit oder Hühnerpastete?

Pro:

Für die ganze Familie

Kontra:

Syncronisation

Empfehlung:

Ja

Dies ist die Frage für die ganze Familien in diesem Film nach dem Vorbild und von den Machern von „Wallace & Gromit“. Und es ist die Frage für eine ganze Batterie von Hühnern unter der Führung von Henne Ginger. Weil sie und ihre Kolleginnen nicht mehr genug Eier legen und die Erträge aus der Farm immer geringer werden, schafft sich die Besitzerin der Hühnerfarm, Mrs. Tweedy, eine Maschine an, bei der oben das Huhn rein und unten die Pastete raus kommt. Wie Hühner haben schon in der Vergangenheit dauernd Fluchtversuche unternommen, die aber jämmerlich an Mrs. Tweedys Assistenten und seinen bös guckenden Dobermännern gescheitert sind und die zudem Ginger jedesmal Einzelhaft im Müllcontainer eingebracht haben. Eines Tages stürzt der entflohene Zirkushahn Rocky in die Hühnerfarm. Da er auf der Flucht ist, schließt er mit den Hennen einen Vertrag: Die Hühner verstecken ihn vor den Fängern seines Zirkus und er bringt den Hennen das Fliegen bei. Die Hennen erfüllen ihren Teil der Abmachung, während der Hahn sich wie der sprichwörtliche Hahn im Korb aufführt und gar nicht dran denkt, sein Leben in Mitten der Hennen aufzugeben. Zudem hat er das Problem, nicht fliegen zu können. Das bringt zwar Ginger auf die Palme und sie bekommt sich mit Rocky immer wieder in die Wolle bzw. die Federn, aber mit dem Kauf der Pastetenmaschine sind die Hühner gezwungen, langsam doch mit aller Kraft an ihrer Flucht zu arbeiten. Mehr will ich zur Geschichte nicht verraten.
Alle Figuren dieses Films sind aus Knetmasse hergestellt. Von Wallace und Gromit weiß man eben schon, dass es funktioniert, nur mit Knetmasse und ein paar echten Requisiten einen Film zu drehen. Zudem muß man auch sagen, dass die Hühner wirklich süß aussehen und mit sehr viel Liebe detailliert gebastelt worden sind. Jede Henne sieht irgendwie anders aus. Natürlich ist es nicht ganz einfach, die Figuren aus Knetmasse zum Leben zu erwecken und die Macher des Films haben auch nur 6 Sekunden Film an einem Tag geschafft. Bei den 91 Minuten des Films kommt eine ganz schön lange Zeit zusammen. Aber in diesem Film begeistert nicht nur die Kentmassen-Technik, sondern auch das Drehbuch ist gelungen. Der Film ist so angelegt, dass er für alle Altersstufen interessant ist. Er hat sehr viel Witz sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, was oft mit heißen Actionszenen verbunden ist. Diese haben offensichtlich den Kindern in der vor mir besuchten Kinovorsellung besonders gefallen, was nebenbei bemerkt kein Wunder ist. Was diesen britischen Film positiv von den Disney-Produktionen abhebt, ist der Verzicht auf zu viel Schmalz und Pathos am Ende des Films. Die Hühner leben ja nun in dem von ihnen erträumten Paradies und trotzdem wird nicht mehr als nötig auf die Schmalzdrüse gedrückt. Als leichter Minuspunkt des Films ist mir nur die mäßige Syncronisation aufgefallen.
Fazit: Nach meiner Meinung ist dieser Film unbedingt das Anschauen wert. Besonders für Kinder ist er in jeder Hinsicht geeignet und zudem ein großer Spaß, wenn man die Reaktionen der Kinder in der Vorstellung zum Maßstab nimmt. Es ist jedenfalls endlich mal wieder ein Film, den die ganze Familie gemeinsam anschauen kann und bei dem wirklich jung und alt gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • sebbelino

    26.07.2004, 21:49 Uhr von sebbelino
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...bisschen Gliederung würde den Bericht noch mehr SH machen