Chocolat (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von sweezer
süüüüüüüüüüüüüüüß!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Zum Inhalt:
Das Jahr 1959. Eine malerische kleine Stadt irgendwo in Frankreich. Die Einwohner leben weitestgehend zufrieden in ihrer sozialen Ordnung. Eine Ordnung, die sich streng nach den vorgegebenen Richtwerten der Moral und des Katholizismus richtet. Niemand wagt es, aus diesem Bild auszubrechen und, was noch viel schlimmer ist, es würde auch niemand auf die Idee kommen, gegen gängige und althergebrachte Verhaltensregeln zu verstoßen. Die Einwohner haben es einfach verlernt selbständig zu denken.
So wahren sie ihre, mehr oder weniger bekannten, Geheimnisse und halten stets nach außen ihre Fassade und das gute Ansehen. Scheint es einen Makel zu geben, so wird dieser großzügig von der Gemeinschaft übersehen.
Bis zu dem Tag, an dem mit dem kalten Nordwind zwei neue Bewohner in die Stadt wehen:
Die junge Mutter Vianne Rocher (klar, bei dem Nachnamen kann es eigentlich nur um Schoki gehen !) und ihre Tochter Anouk.
Vianne möchte in der Kleinstadt eine Chocolaterie eröffnen. Ein Umstand der für sich genommen nicht schlimm wäre. Jedoch hat sie sich einen denkbar ungünstigen Moment ausgesucht: Die katholische Fastenzeit beginnt gerade und zudem ist sie auch noch eine ledige Mutter UND bekennende Atheistin.
Ein unhaltbarer Zustand, den der selbsternannte Moralapostel und Dorfadelige, Comte de Reynaud, so nicht tolerieren kann. Er beeinflußt \"seine\" Gemeinde durch Streuung von gezielten Halbwahrheiten / Gerüchten dazu, Vianne zu schneiden.
Doch Viannes einnehmendes Wesen, ihre Menschenkenntnis und die magisch anmutende Gabe, die Sehnsüchte ihrer Gegenüber zu erkennen, sorgen schnell dafür, dass immer mehr Bewohner ihre Neugier überwinden und Viannes Geschäft aufsuchen.
Und jedes Stück Schokolade, das Vianne verkauft oder verschenkt, scheint die Gabe zu besitzen, längst vergessene Sehnsüchte in den Menschen zu wecken. So sorgt sie dafür, das die Menschen sich auf ihre inneren Wünsche zu besinnen scheinen und ein eigenes Denken zu entwickeln beginnen. Und so gelingt es Vianne u.a. dafür zu sorgen, dass sich fremdgewordene Familien wieder annähern und eine geprügelte junge Frau den Absprung von ihrem Mann schafft.
Dieses ruft jedoch den Comte auf den Plan, der die \"Moral\", aber vor allem seinen Einfluß in der Gemeinde schwinden sieht. Und als auch noch Fluß-Nomaden am Ufer anlegen und Vianne sich mit ihnen anfreundet, droht die Situation so sehr zu eskalieren, dass selbst die sonst so starke Vianne an ihr zu zerbrechen droht…
Meine Eindrücke:
Als der Abspann lief, dachte ich: \"Ein schöner, netter Film\". Nicht mehr und nicht weniger.
Jetzt, beim Schreiben, muss ich jedoch feststellen, dass sehr viel mehr in diesem Streifen steckt, als mir zuerst aufgefallen war.
Das der Film in erster Linie ein Aufruf gegen Intoleranz und Vorverurteilung ist, dass habe ich sofort bemerkt.(So brünett bin ich nun auch wieder nicht *grins*) Aber es stecken viele kleine Weisheiten in diesem Streifen, die sich erst nachhaltig offenbaren.
Es wird nicht mit opulenten Bildern geprotzt. Die Charaktere sind einfach und geradlinig. Und das macht den Film aus. Mit jeder Person kann man sich ganz einfach identifizieren und jede ihrer Handlungsweisen ist nachvollziehbar. Und das schönste ist: Es wird auf amüsante Art und Weise für Verständnis geworben OHNE dass über dem Zuschauer ständig der mahnende Zeigefinger schwebt.
Nebenbei schwebt durch Viannes Lebensgeschichte auch noch ein Hauch Mystik über der Geschichte, was allem einen märchenhaften Touch gibt.
Die Darsteller wurden bis in die kleinste Nebenrolle gut ausgewählt und hauchen dem Ganzen noch mehr Charme ein.
Die wichtigsten Darsteller:
Juliette Binoche (Der engl. Patient; Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Drei Farben: Blau) als Vianne. Sie spielt gewohnt souverän und glaubwürdig und verleiht ihrem Charakter die Freundlichkeit und den Charme, der der Rolle abverlangt wurde.
Alfred Molina (Species, Nicht ohne meine Tochter) als Comte de Reynaud. Obwohl er eigentlich Viannes \"Gegenspieler\" ist, bringt man für seine Rolle vollste Sympathie auf. Sein oftmals verdutzt-verzweifelter Gesichtsausdruck, seine emsigen Bemühungen, die Moral aufrecht zu erhalten und sein eigenes kleines Geheimnis zu bewahren, haben etwas unfreiwillig komisches.
Judi Dench (Elizabeth; Ihre Majestät: Mrs. Brown, James Bond \"M\") als die grantelig-freundliche Armande, Viannes erste Vertraute in der Stadt.
Johnny Depp (Gilbert Grape; Sleepy Hollow, Fear & Loathing in Las Vegas) als \"Zigeuner\" Roux. Leider überzeugt er hier nicht wirklich. Vielleicht liegt es daran, das seine Rolle eigentlich absolut nebensächlich und lediglich eine romantische Beisteuerung zum Geschehen ist. Egal, schließlich konnte er sein Talent schon mehrfach unter Beweis stellen. Wie dem auch sei: Natürlich sieht er wieder klasse aus !!!
Lena Olin (Mr. Jones, Die unerträgliche Leichtigkeit...) als Josephine. Sie mausert sich dank Vianne von der verhärmten und geprügelten grauen Maus zu einer selbstbewussten Frau.
Weitere Darsteller:
Carrie-Ann Moss (Matrix), Hugh O’Connor, John Wood, Leslie Caron, u.v.m.
USA 2000
Länge: ca. 120 Minuten
Kurzes Fazit zum Schluß:
\"Chocolat\" war mehrfach oscarnominiert und hätte diese Auszeichnung zweifelsohne auch verdient gehabt.
Das Jahr 1959. Eine malerische kleine Stadt irgendwo in Frankreich. Die Einwohner leben weitestgehend zufrieden in ihrer sozialen Ordnung. Eine Ordnung, die sich streng nach den vorgegebenen Richtwerten der Moral und des Katholizismus richtet. Niemand wagt es, aus diesem Bild auszubrechen und, was noch viel schlimmer ist, es würde auch niemand auf die Idee kommen, gegen gängige und althergebrachte Verhaltensregeln zu verstoßen. Die Einwohner haben es einfach verlernt selbständig zu denken.
So wahren sie ihre, mehr oder weniger bekannten, Geheimnisse und halten stets nach außen ihre Fassade und das gute Ansehen. Scheint es einen Makel zu geben, so wird dieser großzügig von der Gemeinschaft übersehen.
Bis zu dem Tag, an dem mit dem kalten Nordwind zwei neue Bewohner in die Stadt wehen:
Die junge Mutter Vianne Rocher (klar, bei dem Nachnamen kann es eigentlich nur um Schoki gehen !) und ihre Tochter Anouk.
Vianne möchte in der Kleinstadt eine Chocolaterie eröffnen. Ein Umstand der für sich genommen nicht schlimm wäre. Jedoch hat sie sich einen denkbar ungünstigen Moment ausgesucht: Die katholische Fastenzeit beginnt gerade und zudem ist sie auch noch eine ledige Mutter UND bekennende Atheistin.
Ein unhaltbarer Zustand, den der selbsternannte Moralapostel und Dorfadelige, Comte de Reynaud, so nicht tolerieren kann. Er beeinflußt \"seine\" Gemeinde durch Streuung von gezielten Halbwahrheiten / Gerüchten dazu, Vianne zu schneiden.
Doch Viannes einnehmendes Wesen, ihre Menschenkenntnis und die magisch anmutende Gabe, die Sehnsüchte ihrer Gegenüber zu erkennen, sorgen schnell dafür, dass immer mehr Bewohner ihre Neugier überwinden und Viannes Geschäft aufsuchen.
Und jedes Stück Schokolade, das Vianne verkauft oder verschenkt, scheint die Gabe zu besitzen, längst vergessene Sehnsüchte in den Menschen zu wecken. So sorgt sie dafür, das die Menschen sich auf ihre inneren Wünsche zu besinnen scheinen und ein eigenes Denken zu entwickeln beginnen. Und so gelingt es Vianne u.a. dafür zu sorgen, dass sich fremdgewordene Familien wieder annähern und eine geprügelte junge Frau den Absprung von ihrem Mann schafft.
Dieses ruft jedoch den Comte auf den Plan, der die \"Moral\", aber vor allem seinen Einfluß in der Gemeinde schwinden sieht. Und als auch noch Fluß-Nomaden am Ufer anlegen und Vianne sich mit ihnen anfreundet, droht die Situation so sehr zu eskalieren, dass selbst die sonst so starke Vianne an ihr zu zerbrechen droht…
Meine Eindrücke:
Als der Abspann lief, dachte ich: \"Ein schöner, netter Film\". Nicht mehr und nicht weniger.
Jetzt, beim Schreiben, muss ich jedoch feststellen, dass sehr viel mehr in diesem Streifen steckt, als mir zuerst aufgefallen war.
Das der Film in erster Linie ein Aufruf gegen Intoleranz und Vorverurteilung ist, dass habe ich sofort bemerkt.(So brünett bin ich nun auch wieder nicht *grins*) Aber es stecken viele kleine Weisheiten in diesem Streifen, die sich erst nachhaltig offenbaren.
Es wird nicht mit opulenten Bildern geprotzt. Die Charaktere sind einfach und geradlinig. Und das macht den Film aus. Mit jeder Person kann man sich ganz einfach identifizieren und jede ihrer Handlungsweisen ist nachvollziehbar. Und das schönste ist: Es wird auf amüsante Art und Weise für Verständnis geworben OHNE dass über dem Zuschauer ständig der mahnende Zeigefinger schwebt.
Nebenbei schwebt durch Viannes Lebensgeschichte auch noch ein Hauch Mystik über der Geschichte, was allem einen märchenhaften Touch gibt.
Die Darsteller wurden bis in die kleinste Nebenrolle gut ausgewählt und hauchen dem Ganzen noch mehr Charme ein.
Die wichtigsten Darsteller:
Juliette Binoche (Der engl. Patient; Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Drei Farben: Blau) als Vianne. Sie spielt gewohnt souverän und glaubwürdig und verleiht ihrem Charakter die Freundlichkeit und den Charme, der der Rolle abverlangt wurde.
Alfred Molina (Species, Nicht ohne meine Tochter) als Comte de Reynaud. Obwohl er eigentlich Viannes \"Gegenspieler\" ist, bringt man für seine Rolle vollste Sympathie auf. Sein oftmals verdutzt-verzweifelter Gesichtsausdruck, seine emsigen Bemühungen, die Moral aufrecht zu erhalten und sein eigenes kleines Geheimnis zu bewahren, haben etwas unfreiwillig komisches.
Judi Dench (Elizabeth; Ihre Majestät: Mrs. Brown, James Bond \"M\") als die grantelig-freundliche Armande, Viannes erste Vertraute in der Stadt.
Johnny Depp (Gilbert Grape; Sleepy Hollow, Fear & Loathing in Las Vegas) als \"Zigeuner\" Roux. Leider überzeugt er hier nicht wirklich. Vielleicht liegt es daran, das seine Rolle eigentlich absolut nebensächlich und lediglich eine romantische Beisteuerung zum Geschehen ist. Egal, schließlich konnte er sein Talent schon mehrfach unter Beweis stellen. Wie dem auch sei: Natürlich sieht er wieder klasse aus !!!
Lena Olin (Mr. Jones, Die unerträgliche Leichtigkeit...) als Josephine. Sie mausert sich dank Vianne von der verhärmten und geprügelten grauen Maus zu einer selbstbewussten Frau.
Weitere Darsteller:
Carrie-Ann Moss (Matrix), Hugh O’Connor, John Wood, Leslie Caron, u.v.m.
USA 2000
Länge: ca. 120 Minuten
Kurzes Fazit zum Schluß:
\"Chocolat\" war mehrfach oscarnominiert und hätte diese Auszeichnung zweifelsohne auch verdient gehabt.
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