Chocolat (VHS) Testbericht

Chocolat-vhs-komoedie
ab 6,69
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Erfahrungsbericht von Nietzsche

Ein Genuß für alle Sinne

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eigentlich wollte ich den Film im Kino – bewaffnet mit Schokolade ; ) - sehen, doch da habe ich ihn verpaßt. Neulich gab es die DVD im Angebot und da ich auf die Meinung einiger Freunde vertraute, die von diesem Film begeistert waren, habe ich zugeschlagen, zumal die Verpackung der DVD eine zusätzliche Versuchung in jeder Hinsicht darstellte. Doch dazu später mehr... .

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Die Story:
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In einer stürmischen Winternacht des Jahres 1959 kommen Vianne (Juilette Binoche) und ihre Tochter Anouk (Victiore Thivisol) in das kleine Städtchen Lansquenet-sous-Tannes. Dort lebt man eingebunden in starke christliche Konventionen und moralische Verpflichtungen. Kein Wunder also, daß die Bevölkerung mehr als schockiert ist, als Vianne in der gerade anhaltenden Fastenzeit eine Chocolaterie eröffnet. Noch dazu besucht sie nie die Sonntagsmesse.
Doch Vianne läßt sich von der Kleinbürgerlichkeit des Städtchens nicht abschrecken. Mit viel Einfühlungsvermögen lockt und weckt sie die verborgenen Wünsche der Bewohner hervor. Sei es die verschütt gegangene Leidenschaft einer Ehe neu zu entfachen, die im Verborgen lodernde Liebe eines alten Herren zu einer seit über 40 Jahren trauernden Witwe zu schüren, das Verhältnis eines Enkels zu seiner Großmutter herzustellen oder aber eine unglückliche Frau aus den Zwängen ihrer Ehe zu holen.

Der Bürgermeister des Ortes Comte de Reynaud (Alfred Molina), der als selbsternannter Moralwächter über den Ort wacht sieht dies alles als Angriff auf Sitte und Moral. Er erklärt Vianne persönlich den Krieg und prophezeit ihr, daß ihr Laden bankrott gehen werde. Schnell werden die Bürger dazu aufgerufen den Laden zu meiden, was mit durch ihn korrigierte Predigen jeden Sonntag noch untermauert werden soll. Das Projekt schlägt fehl, weckt doch Vianne mit ihrem Laden längst vergrabene Wünsche und Leidenschaften in den Menschen.

Vianne schafft, was niemand für möglich gehalten hätte: Sie verhilft den Menschen dazu glücklich zu werden, indem jeder dem folgt, was er wirklich will. Nur eines gelingt ihr zunächst nicht: Selbst glücklich zu werden. Dies jedoch scheint sich mit dem Eintreffen eines neuen Störfaktors im Ort zu ändern: Roux (Johnny Depp) legt mit seinem Boot und seinen Freunden am Hafen an. Er ist ein steter Wanderer, der sich nicht um Konventionen schert. In ihm findet nun auch Vianne, was sie lange suchte... .

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Die DVD:
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Den Film kann man sich in Deutsch oder Englisch ansehen, wobei bei der englischen Fassung die deutschen Untertitel nicht ausblendbar sind.
Daneben gibt es einige Zusatzfeatures: Regiekommentare, Informationen zum Kostüm- und Produktionsdesign, ein „Making of“, Rezepte für Schokoladenleckereien, Kinotrailer, gelöschte Szenen, Auszüge aus dem Soundtrack, Biographien, Filmographien und Statements.

Die Verpackung der DVD war allerdings das wirklich tollste: Ich habe eine Special Edition erstanden, bei der in einer großen Kartonbox neben der DVD auch ein Rezeptbuch mit den Schokoladenleckereien-Rezepten enthalten ist und: Eine 125g-Packung Lindt-Pralinen! : )

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Meine Meinung:
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Der Film ist zauberhaft und wirkt ein wenig wie ein modernes Märchen, von dem ich mich gerne habe in den Bann ziehen lassen! Ein wenig mußte ich an „Die fabelhafte Welt der Amélie“ denken, denn wie in diesem Film, wird hier eine Person zum Auslöser, der das Leben der ihn umgebenden Menschen radikal ändert. Jeder findet sein Glück – außer dem Verursacher, also der Hauptperson, bis jemand in ihr Leben tritt und auch sie zum Glück führt. Doch die Parallele macht nichts, denn obwohl die Motivation des Filmes ähnlich erscheint, ist der Film selbst ganz anders als „Amélie“.
Der Film rührt an, ohne jedoch rührselig zu werden. Etwas, was leider nur allzu selten gelingt.

Juliette Binoche spielt ihre Rolle zauberhaft und ich wüßte nicht, wie man die Rolle hätte besser besetzten sollen.

Der Film bietet jedoch nicht nur Szenen, die anrühren, sondern daneben auch viele, die zum Schmunzeln und sogar zum Lachen animieren. Humorvoll wird in Szene gesetzt, wie die Bewohner des Städtchens durch den schokoladigen Sinnengenuß aus ihrem Leben brechen, und sich nicht mehr um Konventionen scheren.

Ich kann jedem nur raten sich den Film bewaffnet mit Pralinen oder aber Schokolade anzusehen, denn sonst ließe sich wohl der Genuß der Darsteller nur halb nachvollziehen, wenn sie in Viannes Trüffel beißen.
Eine tolle Idee, daß der Film zusammen mit Pralinen verkauft wird. Dazu war beides in der Box äußerst billig: Gerade mal 15 Euro habe ich dafür bezahlt! Das waren Film und auch Pralinen in jedem Fall wert!

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Fazit:
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Der Film ist ein Sinnenspaß und in dieser Variation auch ein Gaumenspaß! ; ) Er ist anrührend und bezaubernd, ohne kitschig oder rührselig zu wirken. Sich diesen Film anzusehen lohnt allemal, doch eines muß man dabei beherzigen: Schokolade nicht vergessen! ; )

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USA 2000
Länge: 121 Minuten

Darsteller: Alfred Molina (Comte De Reynaud), Johnny Depp (Roux), Judi Dench (Armande Voizin), Juilette Binoche (Vianne), Carrie-Anne Moss (Caroline Clairmont), Lena Olin (Josephine Muscat), Aurelien Parent Koenig (Luc Clairmont), Antonio Gil-Martinez (Jean-Marc Drou), Helene Cardona (Francoise Drou), Harrison Pratt (Dedou Drou)

Regie: Lasse Hallström

Stab:
Produzenten: David Brown, Kit Golden, Leslie Holleran
Drehbuch: Robert Nelson Jacobs
Vorlage: Joanne Harris
Musik: Rachel Portman
Kamera: Roger Pratt B.S.C

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