Das Haus am Meer - Teil 1 (DVD) Testbericht

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ab 11,51
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Erfahrungsbericht von Abana1

Wenn du ein Haus wärst...

Pro:

sehenswerter Film, gute Darsteller, trotz 120 min nie langweilig, ganz gutes Bonusmaterial auf der DVD

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Schon seit einigen Wochen habe ich die DVD \"Das Haus am Meer\" bei mir rumliegen, aber erst jetzt habe ich Zeit gefunden, mir den Film auch mal anzuschauen.


HANDLUNG
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George (Kevin Kline) führt ein langweiliges und unbefriedigendes Leben. Seine Frau Robin (Kristin Scott Thomas) hat sich von ihm scheiden lassen und sein Sohn Sam (Hayden Christensen) ist ihm völlig fremd. Auch Robin kann nichts mehr mit Sam anfangen, denn dieser ist aggressiv und provozierend. In Robins neuer Familie wird er nur geduldet, was wahrscheinlich seine Abkapselung noch verstärkt. Als George eines Tages auch noch seine Arbeit gekündigt wird, bricht er zusammen - man diagnostiziert Krebs im Entstadium.

In einem letzten Aufbäumen will George seinem Leben einen Sinn geben. Er möchte das verwahrloste Haus, in dem er wohnt, abreißen und dort sein Traumhaus bauen. Dafür will er auch seinen Sohn Sam zu sich nehmen, der gerade Sommerferien hat. Die Beziehung zu seinem Sohn kann er anfangs nicht verbessern, denn Sam wehrt sich. Doch langsam beteiligt sich Sam auch am Hausbau, außerdem findet er Gefallen an der Nachbarstochter Alyssa (Jena Malone). George kann sich auch mit seiner ehemaligen Frau Robin versöhnen, doch noch weiß niemand von seinem bevorstehenden Tod...


MEINE MEINUNG
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Ich kann nur sagen, wow - endlich mal wieder ein Film, der mir richtig gut gefallen hat. Nun ärgert es mich auch, das ich mir \"Das Haus am Meer\" nicht schon eher angesehen habe. Der Film heißt im Original übrigens \"Life as a house\" was auch eher dem Gesamtkonzept des Filmes entspricht, denn George versteht sein Leben als Haus.

Warum nun ist dieser Film sehenswert? Die Story an sich verspricht ja erst mal nicht unbedingt etwas spannendes - ein Mann will ein Haus aufbauen und gleichzeitig seinem Sohn auch noch ein paar nützliche Dinge mit auf den Weg geben. Aber irgendwie wurde diese Story richtig gut umgesetzt, denn in den zwei Stunden Spielzeit hat man sich nicht einmal gelangweilt. Und das liegt vor allem daran, das man nicht zwei Stunden lang nur Vater und Sohn sieht, sondern es gibt eben eine Menge interessante Nebenhandlungen. Manche davon hätte man noch etwas intensiver beleuchten können, aber insgesamt ist doch eine sehenswerte Verknüpfung von mehreren Einzelschicksalen gelungen.

Außerdem drückt der Film auch noch so auf die Tränendrüse, wie man das eigentlich erwarten konnte, wenn man liest, das George an Krebs sterben wird. Es gibt einige rührselige Momente, aber die halten sich in Grenzen und sie trüben auch nicht das Gesamtbild. Es wird hier auch keine Moralkeule geschwungen, sondern der Film erzählt in leisen Tönen, wie man aus jeder Situation heraus sein Leben ändern kann. Und dann hat der Film auch noch eine interessante Optik, denn der Standort des Hauses ist schon genial gewählt - dort würde ich auch gerne wohnen. Was ich ein wenig lästig fand, war das Ende, denn das Haus an ein behindertes Mädchen zu verschenken war doch ein wenig viel. Der Film hätte auch ohne diese letzte Szene enden können.

Die Darsteller haben alle hervorragend gespielt. Sogar Hayden Christensen, von dem ich mir in Episode II keine unbedingt gute Meinung gebildet habe. Über Kevin Kline braucht man auch nicht viel zu sagen, denn seine bisherigen Leistungen sprechen für sich. Aber auch die Nebenrollen waren gut besetzt, zumindest erkannte man einige Darsteller von diversen Serien wieder.


DIE DVD
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Die DVD (Warner Home Video) ist schon Anfangs des Jahres erschienen und es handelt sich um eine Einzel-DVD. Es gibt sogar einiges an Bonusmaterial, was für diesen Film auch völlig ausreichend ist. Man kann sich zwei Making Ofs anschauen, es gibt einen Audiokommentar und einige entfernte Szenen. Insgesamt kann man also nicht meckern. Die Menüs sind animiert und mit Musik unterlegt. Trotzdem sind sie sehr schlicht gehalten, was gut zu dem Film paßt.

Bild und Ton sind ok. Beim Ton gibt es eigentlich gar nichts zum meckern, denn die Dialoge sind sehr gut verständlich und auch die Music-Score kommt gut rüber. Es kommt sogar ein klein wenig Raumklang rüber, denn die Umgebungsgeräusche, wie z.B. das Meeresrauschen oder der Regen sind gut eingearbeitet. Das Bild ist prinzipiell auch gut, allerdings gibt es hier ab und zu einige Fehler. Manchmal sind Artefakte zu sehen, ein Nachziehen in einigen Szenen und ebenfalls ein Rauschen. Aber das wird dem normalen Zuschauer nicht auffallen, deshalb kann man doch von guter Bildqualität sprechen.

Bonusmaterial
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# Audiokommentar von Regisseur Irwin Winkler, Co-Produzent Rob Cowan und Drehbuchautor Mark Andrus
Das es bei diesem Film einen Audiokommentar gibt, hat mich besonders gefreut, denn gerade bei solchen stillen Filmen lohnt sich das. Und gerade der Regisseur hat auch einen wirklich unterhaltsamen Erzählstil - nicht unbedingt superlustig, aber doch so, das man interessiert zuhört. Man hört natürlich hier vorrangig Begebenheiten von den Dreharbeiten, wie alles organisiert werden mußte, was es für Pannen gab, was gebaut wurde, warum man die Szene so gedreht hat etc. Mir hat dieser Kommentar wirklich sehr gut gefallen.

# Character Building - Inside Life as a House\" (~24min)
Hier handelt es sich um ein Making Of, d.h. es gibt Bilder von den Dreharbeiten und Interviews mit Cast & Crew. Wenn man sich schon den Audiokommentar angehört hat, werden viele Informationen redundant sein, aber es gibt ja immerhin noch etwas von den Dreharbeiten zu sehen. Insgesamt also ein recht informatives und sehenswertes Making Of, allerdings sind die gegenseitigen Lobeshymnen nicht zu überhören. Erklärungen zur Handlung bzw. zum Sinn des Filmes gibt es nicht, man konzentriert sich vollständig auf die schauspielerischen Leistungen.

# From the Ground up (~10min)
Dieses kleine Making Of beschreibt den Aufbau der Wohngegend, in der der Film gespielt hat. Diese gab es nämlich vorher nicht, sondern die Kulissen/Häuser wurden extra für den Film aufgebaut. Außerdem sieht man, wie das Haus von George aufgebaut wurde und was alles für den Dreh beachtet werden mußte. Auf jeden Fall lohnt es sich, diesen kurzen Clip anzuschauen.

# Deleted Scenes
Es gibt hier insgesamt vier nicht-verwendete Szenen zu sehen. Wahlweise kann man sich die Szenen mit einem Regiekommentar anschauen, was auch zu empfehlen ist, denn dort wird das Entfernen der Szene begründet. Insgesamt sind die Szenen schon mit Berechtigung aus dem Film entfernt worden, aber trotzdem sind sie sehenswert, vor allem mit dem Kommentar.
- A visit from Kurt - with Scott Bakula (~4min), with William Russ (~4min): Da sich William Russ während der Dreharbeiten verletzt hatte, mußte dieses Szene mit Scott Bakula als Polizist nachgedreht werden. Allerdings wurde die Szene dann letztendlich doch aus dem Film entfernt. Prinzipiell handelt es sich um ein Gespräch von George, Alyssa und dem Polizisten.
- Sam gets hosed (~2min): Hier sieht man Sam auf dem Dach faulenzen und George jagt ihn mit einem Wasserschlauch runter.
- Sam won´t go/Mad Dokos (~2min): In dieser Szene bekräftigt Sam nochmals, das er seinen Vater nicht besuchen will, außerdem droht der Nachbar nochmals mit einem Baustop

# Stab und Besetzung
Hinter diesem Feature verbirgt sich nur eine Auflistung von Stab und Besetzung. Es gibt nicht mal Biografien bzw. Filmografien.

# US-Trailer (~2min)
Der obligatorische Filmtrailer.


Weitere Daten
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Sprachen : Englisch, Deutsch
Untertitel : Englisch, Deutsch

Bildformat : 2,10:1 (anamorph)
Audiokanäle : Dolby Digital 5.1

Spielzeit : 120 min
FSK : ab 6 Jahre


FAZIT
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Zusammenfassend kann man sagen, daß \"Das Haus am Meer\" ein sehr ruhiger und sehenswerter Film ist. Die DVD hat auch ihre Vorteile, denn das Bonusmaterial ist durchaus sehenswert.

Die DVD bekommt die Höchstpunktzahl (drei Punkte), und der Film erhält ebenfalls die Höchstpunktzahl (zwei Punkte).


13.9.2003

23 Bewertungen