Das Schweigen der Lämmer (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von _matthias_
"Schauen Sie tief in Ihr innerstes Selbst!"
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
"Wood near Quantico" ... Das ist die erste EInblendung in einem Film, den ich mittlerweile gut zwei Dutzend Mal gesehen haben werde. Das Videoband zeigt mittlerweile starke Gebrauchsspuren, aber was will man bei einem Mitschnitt der ersten TV-Aufführung vom November 1992 nach fast 10 Jahren schon erwarten ...
Das Schweigen der Lämmer unter der Regie von Jonathan Demme wurde wohl nicht umsonst 1991 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet, erhielt weitere vier Oscars und wurde für zwei weitere nominiert. Und von mir würde der Film ebenfalls dem berühmten und viel geschätzten mr.matze-Film-Award der 90er Jahre kassieren, keine Frage.
Erzählt wird die Geschichte, die nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Harris verfilmt wurde, von der FBI-Agentin Clarice Starling, die während Ihrer Ausbildung eigentlich nur für einen interessanten Auftrag abgezogen wurde. Sie soll ein psychologisches Verhaltensprofil des Psychaters Hannibal Lecter erstellen, der seit Jahren in einem Hochsicherheitstrakt inhaftiert ist. Sein Spitzname "Hannibal, der Kannibale" lässt erahnen, warum er diesen Beinamen trägt.
Erst später erfährt Clarice Starling, dass sie dabei behilflich sein soll, einen der meistgesuchten Serienmörder des Landes zu finden, bei dessen Suche Hannibal Lecter offensichtlich behilflich sein könnte, da er als Psychater mit vielen Serienmördern zu tun hatte. Es folgen weitere Gespräche zwischen Starling und Lecter, der einerseits eine faszinierende Anziehungskraft auf Clarice hat, andererseits aber eine grausame Wirkung hat, da Lecter nahezu wie in einem offenen Buch in Starlings Psyche lesen kann. So gibt er ihr am Ende des ersten Gesprächs den Tipp mit auf den Weg, sie müsse "tief in Ihr innerstes Selbst schauen." ...
Und obwohl sich Lecter zunächst weniger als inkooperativ zeigt , scheint er Starling helfen zu wollen, auch wenn er zu Psychatern eine teilweise horrend makabere Einstellung hat, denn der Kannibale lässt Starling wissen: "Eine dieser Meinungsforscher wollte mich testen. Ich genoss seine Leber mit ein paar Bohnen und einem ausgezeichneten Chianti." ...
Nach und nach entwickelt sich ein Psychodrama der besonderen Art. Nach und nach gibt Lecter Starling mehr und mehr Tipps, wie der Serienmörder eventuell greifbar wird ... Starling steht quasi vor einem Puzzle, das es zusammenzusetzen gilt. Lecter scheint nur mit ihr kommunizieren zu wollen, denn wederJack Crawford, Starlings Chef, und schon gar nicht Dr. Frederick Chilton, der Leiter der Haftanstalt, in der Lecter inhaftiert ist, bekommen irgendeine Information zugespielt. Zwischen Lecter und Starrrrring entwickeltsich eine merkwürdige Form von gegenseitiger Anziehung. "Quid pro quo!" ist die Devise von Lecter Denn nur, wenn Starling einen Teil Ihrer Persönlichkeit preisgibt, ist Lecter bereit, Clarice Starling ein stückweit behilflich zu sein ...
Der Serienmörder hingegen mordet weiter. Er entführt und häutet seine Opfer und während der Ermittlungen wird die Tochter eines Senators entführt, was den Druck auf Starling, Crawford und die Ermittlungskomission erhöht. Wird Starling den Serienmörder stellen und ergreifen? Wird Lecter seinem Wunsch nach Freiheit nachkommen un entfliehen können? Wird der sadistische Frederick Chilton für seine Grausamkeit bestraf werden? Fragen über Fragen ...
Mehr zum Inhalt zu verraten, würde der Spannung dieses Thrillers zwar nicht sehr schaden, aber dennoch einige wunderbar-gruselige Momente zerstören. Wer das Buch gelesen oder den Film beits gesehen hat, ird wissen, wovon ich rede. Die Verfilmung eines Bestseller-Buches ist imme eine heikle Angelegenheit, aber die Vorlage wurde hier nahezu perfekt in einen knapp zwei Stunden dauernden Psychothriller umgesetzt. Der Spannungsbogen, der bereits nach wenigen Minuten auf einem ziemlich hohen Niveau verweilt, spitzt sich gegen Ende des Films auf einen schier unglaublichen Höhepunkt zu. Auch Ted Tally, der das Drehbuch zum Film schrieb, wurde nicht umsonst mit einem Oscar preisgekrönt.
Zu der schauspielerischen Leistung wollen auch einige Worte gesagt werden. Die Hauptdarsteller Anthony Hopkins und Jodie Foster dürften nahezu jedem ein Begriff sein. Faszinierenderweise wurden beide für ihre schauspielerische Leistung in "Das Schweigen der Lämmer" ebenfalls mit dem höchsten Filmpreis ausgezeichnet. Anthony Hopkins verkörpert in der Rolle von Hannibal Lecter die Personifizierung des Bösen und des Genialen gleichermaßen. Nur wenige werden sich seinem Blick und seiner allwissenden Art entziehen können. Die Grausamkeit, mit der "Hannibal, der Kanibale" mordet und dies nahezu zelebriert, ist gleichermaßen abscheulich wie faszinierend. Und dem Regisseur Demme gelingt es, dem Zuschauer Hopkins die ganze Zeit als genial-sadistischen Menschen zu offenbaren, der aber nicht als Scheusal empfunden wird.
Der Grausamkeit Lecter's wird die Zerbrechlichkeit der zähen FBI-Auszubildenden Clarice Starling zur Seite gestellt. Jodie Foster verkörpert in Ihrer Rolle gleichermaßen Scharfsinn, Gefühl, Berechnung und Unüberlegtheit. So sehr sie sich auch von Hannibal Lecter beeinflussen lässt, so überzeugend spielt sie doch die Frau, die sich in der von Männern dominierten durchsetzt, insbesondere gegenüber ihrem Chef Jack Crawford, den sie respektiert und dem Anstaltsleiter Dr. Chilton, den sie ebenso wie Lecter verabscheut.
Neben Jodie Foster und Clarice Starling sind nur wenige Rollen wirklich erwähnenswert, denn diese beiden Figuren stehen deutlich im Mittelpunkt des Streifens. Und auch wenn die anderen Haupt- und Nebendarsteller zu überzeugen wissen, so ist es hauptsächlich die Hochform der beiden Hauptprotagonisten, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Der Film begeistert auch durch eine düstere, spannende Atmosphäre, die den Film über seine gesamte Spieldauer begleitet. Sowohl die düstere Musik, die Spannung erzeugt, als auch die Bilder, deren Außenaufnahmen immer bei Nebel oder diesigem Wetter gedreht zu sein scheinen, lassen immer das Gefühl entstehen, dass im nächsten Moment wieder ein grausamer Fund oder eine überraschende Wendung zu verarbeiten ist.
Die Synchronisation der Darsteller ist gelungen und in keiner Weise störend. Sowohl die Stimmen von Jodie Foster und Anthony Hopkins sind die bekannten Synchronstimmen. Die Musik ist wie oben beschrieben genial, aber sparsam und effektvoll eingesetzt. Für mich bildet der Fim einen Meilenstein des Thriler-Genres, empfehlenswert für alle, die ein nicht allzu schwaches Nervenkostüm mitbringen. Nur wenige Filme habe ich mehr als zweimal gesehen, dieser hier gehört auf jeden Fall dazu ...
Titel Deutschland: Das Schweigen der Lämmer
Titel USA: The Silence Of The Lambs
USA, 1991
Laufzeit: knappe zwei Stunden
Schweigende Grüße, euer mr.matze (c) 21.5.02
Wer klaut der soll das Schweigen der Lämmer hören können.
Respect all Colours.
Das Schweigen der Lämmer unter der Regie von Jonathan Demme wurde wohl nicht umsonst 1991 mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet, erhielt weitere vier Oscars und wurde für zwei weitere nominiert. Und von mir würde der Film ebenfalls dem berühmten und viel geschätzten mr.matze-Film-Award der 90er Jahre kassieren, keine Frage.
Erzählt wird die Geschichte, die nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Harris verfilmt wurde, von der FBI-Agentin Clarice Starling, die während Ihrer Ausbildung eigentlich nur für einen interessanten Auftrag abgezogen wurde. Sie soll ein psychologisches Verhaltensprofil des Psychaters Hannibal Lecter erstellen, der seit Jahren in einem Hochsicherheitstrakt inhaftiert ist. Sein Spitzname "Hannibal, der Kannibale" lässt erahnen, warum er diesen Beinamen trägt.
Erst später erfährt Clarice Starling, dass sie dabei behilflich sein soll, einen der meistgesuchten Serienmörder des Landes zu finden, bei dessen Suche Hannibal Lecter offensichtlich behilflich sein könnte, da er als Psychater mit vielen Serienmördern zu tun hatte. Es folgen weitere Gespräche zwischen Starling und Lecter, der einerseits eine faszinierende Anziehungskraft auf Clarice hat, andererseits aber eine grausame Wirkung hat, da Lecter nahezu wie in einem offenen Buch in Starlings Psyche lesen kann. So gibt er ihr am Ende des ersten Gesprächs den Tipp mit auf den Weg, sie müsse "tief in Ihr innerstes Selbst schauen." ...
Und obwohl sich Lecter zunächst weniger als inkooperativ zeigt , scheint er Starling helfen zu wollen, auch wenn er zu Psychatern eine teilweise horrend makabere Einstellung hat, denn der Kannibale lässt Starling wissen: "Eine dieser Meinungsforscher wollte mich testen. Ich genoss seine Leber mit ein paar Bohnen und einem ausgezeichneten Chianti." ...
Nach und nach entwickelt sich ein Psychodrama der besonderen Art. Nach und nach gibt Lecter Starling mehr und mehr Tipps, wie der Serienmörder eventuell greifbar wird ... Starling steht quasi vor einem Puzzle, das es zusammenzusetzen gilt. Lecter scheint nur mit ihr kommunizieren zu wollen, denn wederJack Crawford, Starlings Chef, und schon gar nicht Dr. Frederick Chilton, der Leiter der Haftanstalt, in der Lecter inhaftiert ist, bekommen irgendeine Information zugespielt. Zwischen Lecter und Starrrrring entwickeltsich eine merkwürdige Form von gegenseitiger Anziehung. "Quid pro quo!" ist die Devise von Lecter Denn nur, wenn Starling einen Teil Ihrer Persönlichkeit preisgibt, ist Lecter bereit, Clarice Starling ein stückweit behilflich zu sein ...
Der Serienmörder hingegen mordet weiter. Er entführt und häutet seine Opfer und während der Ermittlungen wird die Tochter eines Senators entführt, was den Druck auf Starling, Crawford und die Ermittlungskomission erhöht. Wird Starling den Serienmörder stellen und ergreifen? Wird Lecter seinem Wunsch nach Freiheit nachkommen un entfliehen können? Wird der sadistische Frederick Chilton für seine Grausamkeit bestraf werden? Fragen über Fragen ...
Mehr zum Inhalt zu verraten, würde der Spannung dieses Thrillers zwar nicht sehr schaden, aber dennoch einige wunderbar-gruselige Momente zerstören. Wer das Buch gelesen oder den Film beits gesehen hat, ird wissen, wovon ich rede. Die Verfilmung eines Bestseller-Buches ist imme eine heikle Angelegenheit, aber die Vorlage wurde hier nahezu perfekt in einen knapp zwei Stunden dauernden Psychothriller umgesetzt. Der Spannungsbogen, der bereits nach wenigen Minuten auf einem ziemlich hohen Niveau verweilt, spitzt sich gegen Ende des Films auf einen schier unglaublichen Höhepunkt zu. Auch Ted Tally, der das Drehbuch zum Film schrieb, wurde nicht umsonst mit einem Oscar preisgekrönt.
Zu der schauspielerischen Leistung wollen auch einige Worte gesagt werden. Die Hauptdarsteller Anthony Hopkins und Jodie Foster dürften nahezu jedem ein Begriff sein. Faszinierenderweise wurden beide für ihre schauspielerische Leistung in "Das Schweigen der Lämmer" ebenfalls mit dem höchsten Filmpreis ausgezeichnet. Anthony Hopkins verkörpert in der Rolle von Hannibal Lecter die Personifizierung des Bösen und des Genialen gleichermaßen. Nur wenige werden sich seinem Blick und seiner allwissenden Art entziehen können. Die Grausamkeit, mit der "Hannibal, der Kanibale" mordet und dies nahezu zelebriert, ist gleichermaßen abscheulich wie faszinierend. Und dem Regisseur Demme gelingt es, dem Zuschauer Hopkins die ganze Zeit als genial-sadistischen Menschen zu offenbaren, der aber nicht als Scheusal empfunden wird.
Der Grausamkeit Lecter's wird die Zerbrechlichkeit der zähen FBI-Auszubildenden Clarice Starling zur Seite gestellt. Jodie Foster verkörpert in Ihrer Rolle gleichermaßen Scharfsinn, Gefühl, Berechnung und Unüberlegtheit. So sehr sie sich auch von Hannibal Lecter beeinflussen lässt, so überzeugend spielt sie doch die Frau, die sich in der von Männern dominierten durchsetzt, insbesondere gegenüber ihrem Chef Jack Crawford, den sie respektiert und dem Anstaltsleiter Dr. Chilton, den sie ebenso wie Lecter verabscheut.
Neben Jodie Foster und Clarice Starling sind nur wenige Rollen wirklich erwähnenswert, denn diese beiden Figuren stehen deutlich im Mittelpunkt des Streifens. Und auch wenn die anderen Haupt- und Nebendarsteller zu überzeugen wissen, so ist es hauptsächlich die Hochform der beiden Hauptprotagonisten, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Der Film begeistert auch durch eine düstere, spannende Atmosphäre, die den Film über seine gesamte Spieldauer begleitet. Sowohl die düstere Musik, die Spannung erzeugt, als auch die Bilder, deren Außenaufnahmen immer bei Nebel oder diesigem Wetter gedreht zu sein scheinen, lassen immer das Gefühl entstehen, dass im nächsten Moment wieder ein grausamer Fund oder eine überraschende Wendung zu verarbeiten ist.
Die Synchronisation der Darsteller ist gelungen und in keiner Weise störend. Sowohl die Stimmen von Jodie Foster und Anthony Hopkins sind die bekannten Synchronstimmen. Die Musik ist wie oben beschrieben genial, aber sparsam und effektvoll eingesetzt. Für mich bildet der Fim einen Meilenstein des Thriler-Genres, empfehlenswert für alle, die ein nicht allzu schwaches Nervenkostüm mitbringen. Nur wenige Filme habe ich mehr als zweimal gesehen, dieser hier gehört auf jeden Fall dazu ...
Titel Deutschland: Das Schweigen der Lämmer
Titel USA: The Silence Of The Lambs
USA, 1991
Laufzeit: knappe zwei Stunden
Schweigende Grüße, euer mr.matze (c) 21.5.02
Wer klaut der soll das Schweigen der Lämmer hören können.
Respect all Colours.
10 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.10.2002, 14:37 Uhr von katze35
Bewertung: sehr hilfreichHannibal lebt !!! gruss Katze
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