Das letzte Einhorn (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Filmfreund
Zeitloser Zauber in den tiefen der Fantasie - The Last Unicorn
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vorwort:
********
So, da bin ich mal wieder mit einem neuen Filmbericht. Bei diesem wusste ich bis vorhin gar nicht, das ich ihn auf Video hatte. Als ich so ganz nebenbei meine Videos durchgeschaut (ist schon blöd, wenn man damals nie seine Videos etikettiert hatte) habe, fand ich doch einen, der mich schon in meiner Kindheit so mancher Träne beraubt hat.
Filmfreund – völlig aufgeregt – lässt also alles andere liegen und schaut sich den Film auf ein neues an. Fast 20 Jahre nach dem Erscheinen....
Inhalt:
*****
Once upon a time….
In einer Welt der Fantasie, der Zauberei und vor allem der Fabelwesen lebte einmal ein Einhorn. Von einem Schmetterling erzählt erhält es die Information, das es das letzte Einhorn ist. Ein roter Stier – der im Auftrag des bösen und finsteren Königs Haggard alle anderen Einhörner eines Tages im Meer trieben lies und sie seitdem gefangen hält.
Der Ansporn, das es selbst nicht das letzte Einhorn auf Erden sein will, bringt es schließlich dazu, sich mutig auf eine schwierige und spannende Reise zu machen, um das Geheimnis zu klären, ob es wirklich das letzte seiner Art ist.
Und die Reise ist lang. Unterwegs begegnet es dem Zauberlehrling Schmendrik und der Zigeunerin Molly, die von nun an mithelfen, die anderen Einhörner zu suchen – zu finden – und schließlich in die Freiheit entlassen zu können. Und die Reise ist lang. Unterwegs müssen sie so mancherlei Gefahren trotzen, sei es die Herpie oder andere finstere Gestalten.
Werden sie ihre Antwort auf die Frage bekommen ? Ist es wirklich das letzte Einhorn ? Was ist mit König Haggard und dem roten Stier ? Was ist eine Herpie ?
Diese und andere Dinge erfährt man leider nur, wenn man sich den Film ansieht....
An dieser Stelle will ich auch nicht mehr vom Inhalt verraten. Erscheint es mir doch als eher negativ, eine komplexere Angabe zu machen und somit ggf. die Spannung zu nehmen. Daher der Appell an alle. Wie lang muss eine Inhaltsangabe denn wohl sein, um sich einen groben Überblick verschaffen zu können, um den Film dann später auch noch genüsslich sehen zu können..... !?!!?! (*bischen pampig ist*)
Meinung:
********
Es ist ein Märchenfilm und ein Zeichentrick in einem. Ob er aber auch NUR für Kinder ist, mag ich zu bezweifeln. Ich bin schließlich auch kein Kind mehr und schaue Zeichentrickfilm – auch diesen – immer wieder gerne an.
Es ist ein Film voll mit Magie, Fantasie und Liebe – ja fast sogar Sehnsucht. Und viele von Euch haben ihn bestimmt schon einmal gesehen (wenngleich nur als Elternteil mit dem / den / der lieben Kleinen).
Das der Film diesmal nicht aus dem Hause Disney kommt, hat mich ein wenig verwundert. Kennt man diese Art Zeichentrickfilme doch eigentlich nur von Disney (zumindest damals). Aber vielleicht ist auch gerade das besondere daran. Ein Film – nicht von Disney – mit so viel Emotionen ?! Er ist wirklich zauberhaft umgesetzt. Sei es die Story selbst als auch die Musik, die dem Film in den richtigen Momenten den gewissen Effekt verleiht.
Im ganzen bietet der Film auf einen zweiten Blick eher eine düstere und traurige Story. Ein Einhorn – das letzte – ist auf der Suche nach seinen Artgenossen. Die Bilder sind vor allem am Schluss sehr dunkel und gruselig (eher für Kinder). Aber die Zeichnungen sind meisterhaft umgesetzt – zumindest nach heutigem Standard – worden. Die weiche Feder rahmt das Einhorn so lieblich und lebhaft ein, so daß man den Eindruck erhält, das es wirklich Einhörner gibt und sie nicht nur bloß in die Welt der Fabeln gehören.
Die ganzen Zeichnungen sind mit viel Liebe fürs Detail produziert worden. Es erscheint wohl auch als ganz klar, daß man ihn nicht mit heutigen Produktionen vergleichen kann. Man erkennt aber zum Teil, das auch die Japaner ihre Finger mit ihm Spiel hatten. So erinnerten mich viele Szenen an Filme/Serien, die eigentlich aus japanischen Federn stammt – so etwa „Cpt. Future oder Heidi“. Er ist anders. Sicherlich. Aber in keinster Weise schlechter als viele andere Filme, die Walt Disney damals schon gemacht hat.
Damit ihr aber nicht den Eindruck bekommt, das der Film nur traurig und dunkel ist. Auch Witz und Humor kommen nicht zu kurz – nicht zuletzt durch Schmendrik und dem hölzernen Kater. Und in Sachen Spannung steigert sich der Film bis zum dramatischen Höhepunkt. Kein Anhaltspunkt, wo ich Punktabzug vergeben könnte.
Als Kind habe ich mich schon ein wenig „gegruselt“ – sei es durch die Herpie oder der rote Stier. Aber ich habe es auch alles gut überstanden und weiss gar nicht mehr, inwiefern ich damals in diesem Moment gedacht habe. Daher würde ich auch nicht sagen können, ob der Film mit seiner FSK 6 richtig eingestuft worden ist. Mit FSK 10/12 ist der Film allerdings auch nicht richtig angesiedelt. Eine wirklich schwierige Frage, dessen Beantwortung ich aber an dieser Stelle an die Eltern abgebe ...
Abschließend möchte ich Euch aber auch gerne die für mich schönste und ergreifenste Szene nicht vorenthalten:
Das letzte Einhorn läuft einsam und allein (mit geknickten Haupt) durch den Regen – im Hintergrund läuft der Titelsong des Filmes. Hier ist der Moment, wo dann auch mir die Tränen kommen – und das jedes mal. *seufz*
Da hätte ich doch beinahe noch die Abteilung Musik vergessen. Die Musik gehört – zumindest für mich – eher in die Gattung Kitsch, sofern man sie sich nur so anhört. Hier in diesem Film ist sie allerdings wunderbar umgesetzt worden. Sie passt wirklich vortrefflich.
Darsteller:
********
Bei den Darstellern kann man hier ja nicht wirklich viel schreiben, handelt es sich ja um einen Zeichentrickfilm. Soviel kann ich aber sagen. Die Figuren / Charaktere sind mit viel Liebe ausgesucht und gezeichnet worden. Man kann sich die Figuren so gut vorstellen. Allen voran Zauberlehrling Schmendrik. So in der Art würde ich mir auch einen tollpatschigen Zaubererlehrling vorstellen.
Aber auch alle anderen sind mit Liebe „erschaffen“ worden, sei es der holzbeinige Kater, der ständig in Rätsel spricht oder das letzte Einhorn selbst – einfühlig, sensibel und mit viel viel Liebe...
Filminformationen
***************
Land: GB/Japan/USA
Jahr: 1982
Originaltitel: The Last Unicorn
Genre: Zeichentrickfilm
Laufzeit: ca. 92 min
Sprecher (Original): Jeff Bridges, Christopher Lee, Alan Arkin, Mia Farrow
Sprecher (Deutsch): Christopher Lee ,Evelyn Künnecke und Frank Zander
Regie: Arthur Rankin, Jules Bass
Produzent: Arthur Rankin, Jules Bass
Musik: Jimmy Web, America
Offizielle Seite:
Deutsch: n.A.
Amerika: n.A.
Ende/Fazit:
*********
Nur ein Satz:
„Sie wird sich an Dich erinnern, wenn Menschen Märchen sind, geschrieben von Kaninchen!“
Und ich hoffe, das sich viele diesen Film anschauen werden, da er – zumindest für mich – ein besonders schöner Film ist. Auch wenn es sich „nur“ um einen Zeichentrickfilm handelt.
So long Euer Filmfreund – der sich immer noch die Tränen wegwischt ...
********
So, da bin ich mal wieder mit einem neuen Filmbericht. Bei diesem wusste ich bis vorhin gar nicht, das ich ihn auf Video hatte. Als ich so ganz nebenbei meine Videos durchgeschaut (ist schon blöd, wenn man damals nie seine Videos etikettiert hatte) habe, fand ich doch einen, der mich schon in meiner Kindheit so mancher Träne beraubt hat.
Filmfreund – völlig aufgeregt – lässt also alles andere liegen und schaut sich den Film auf ein neues an. Fast 20 Jahre nach dem Erscheinen....
Inhalt:
*****
Once upon a time….
In einer Welt der Fantasie, der Zauberei und vor allem der Fabelwesen lebte einmal ein Einhorn. Von einem Schmetterling erzählt erhält es die Information, das es das letzte Einhorn ist. Ein roter Stier – der im Auftrag des bösen und finsteren Königs Haggard alle anderen Einhörner eines Tages im Meer trieben lies und sie seitdem gefangen hält.
Der Ansporn, das es selbst nicht das letzte Einhorn auf Erden sein will, bringt es schließlich dazu, sich mutig auf eine schwierige und spannende Reise zu machen, um das Geheimnis zu klären, ob es wirklich das letzte seiner Art ist.
Und die Reise ist lang. Unterwegs begegnet es dem Zauberlehrling Schmendrik und der Zigeunerin Molly, die von nun an mithelfen, die anderen Einhörner zu suchen – zu finden – und schließlich in die Freiheit entlassen zu können. Und die Reise ist lang. Unterwegs müssen sie so mancherlei Gefahren trotzen, sei es die Herpie oder andere finstere Gestalten.
Werden sie ihre Antwort auf die Frage bekommen ? Ist es wirklich das letzte Einhorn ? Was ist mit König Haggard und dem roten Stier ? Was ist eine Herpie ?
Diese und andere Dinge erfährt man leider nur, wenn man sich den Film ansieht....
An dieser Stelle will ich auch nicht mehr vom Inhalt verraten. Erscheint es mir doch als eher negativ, eine komplexere Angabe zu machen und somit ggf. die Spannung zu nehmen. Daher der Appell an alle. Wie lang muss eine Inhaltsangabe denn wohl sein, um sich einen groben Überblick verschaffen zu können, um den Film dann später auch noch genüsslich sehen zu können..... !?!!?! (*bischen pampig ist*)
Meinung:
********
Es ist ein Märchenfilm und ein Zeichentrick in einem. Ob er aber auch NUR für Kinder ist, mag ich zu bezweifeln. Ich bin schließlich auch kein Kind mehr und schaue Zeichentrickfilm – auch diesen – immer wieder gerne an.
Es ist ein Film voll mit Magie, Fantasie und Liebe – ja fast sogar Sehnsucht. Und viele von Euch haben ihn bestimmt schon einmal gesehen (wenngleich nur als Elternteil mit dem / den / der lieben Kleinen).
Das der Film diesmal nicht aus dem Hause Disney kommt, hat mich ein wenig verwundert. Kennt man diese Art Zeichentrickfilme doch eigentlich nur von Disney (zumindest damals). Aber vielleicht ist auch gerade das besondere daran. Ein Film – nicht von Disney – mit so viel Emotionen ?! Er ist wirklich zauberhaft umgesetzt. Sei es die Story selbst als auch die Musik, die dem Film in den richtigen Momenten den gewissen Effekt verleiht.
Im ganzen bietet der Film auf einen zweiten Blick eher eine düstere und traurige Story. Ein Einhorn – das letzte – ist auf der Suche nach seinen Artgenossen. Die Bilder sind vor allem am Schluss sehr dunkel und gruselig (eher für Kinder). Aber die Zeichnungen sind meisterhaft umgesetzt – zumindest nach heutigem Standard – worden. Die weiche Feder rahmt das Einhorn so lieblich und lebhaft ein, so daß man den Eindruck erhält, das es wirklich Einhörner gibt und sie nicht nur bloß in die Welt der Fabeln gehören.
Die ganzen Zeichnungen sind mit viel Liebe fürs Detail produziert worden. Es erscheint wohl auch als ganz klar, daß man ihn nicht mit heutigen Produktionen vergleichen kann. Man erkennt aber zum Teil, das auch die Japaner ihre Finger mit ihm Spiel hatten. So erinnerten mich viele Szenen an Filme/Serien, die eigentlich aus japanischen Federn stammt – so etwa „Cpt. Future oder Heidi“. Er ist anders. Sicherlich. Aber in keinster Weise schlechter als viele andere Filme, die Walt Disney damals schon gemacht hat.
Damit ihr aber nicht den Eindruck bekommt, das der Film nur traurig und dunkel ist. Auch Witz und Humor kommen nicht zu kurz – nicht zuletzt durch Schmendrik und dem hölzernen Kater. Und in Sachen Spannung steigert sich der Film bis zum dramatischen Höhepunkt. Kein Anhaltspunkt, wo ich Punktabzug vergeben könnte.
Als Kind habe ich mich schon ein wenig „gegruselt“ – sei es durch die Herpie oder der rote Stier. Aber ich habe es auch alles gut überstanden und weiss gar nicht mehr, inwiefern ich damals in diesem Moment gedacht habe. Daher würde ich auch nicht sagen können, ob der Film mit seiner FSK 6 richtig eingestuft worden ist. Mit FSK 10/12 ist der Film allerdings auch nicht richtig angesiedelt. Eine wirklich schwierige Frage, dessen Beantwortung ich aber an dieser Stelle an die Eltern abgebe ...
Abschließend möchte ich Euch aber auch gerne die für mich schönste und ergreifenste Szene nicht vorenthalten:
Das letzte Einhorn läuft einsam und allein (mit geknickten Haupt) durch den Regen – im Hintergrund läuft der Titelsong des Filmes. Hier ist der Moment, wo dann auch mir die Tränen kommen – und das jedes mal. *seufz*
Da hätte ich doch beinahe noch die Abteilung Musik vergessen. Die Musik gehört – zumindest für mich – eher in die Gattung Kitsch, sofern man sie sich nur so anhört. Hier in diesem Film ist sie allerdings wunderbar umgesetzt worden. Sie passt wirklich vortrefflich.
Darsteller:
********
Bei den Darstellern kann man hier ja nicht wirklich viel schreiben, handelt es sich ja um einen Zeichentrickfilm. Soviel kann ich aber sagen. Die Figuren / Charaktere sind mit viel Liebe ausgesucht und gezeichnet worden. Man kann sich die Figuren so gut vorstellen. Allen voran Zauberlehrling Schmendrik. So in der Art würde ich mir auch einen tollpatschigen Zaubererlehrling vorstellen.
Aber auch alle anderen sind mit Liebe „erschaffen“ worden, sei es der holzbeinige Kater, der ständig in Rätsel spricht oder das letzte Einhorn selbst – einfühlig, sensibel und mit viel viel Liebe...
Filminformationen
***************
Land: GB/Japan/USA
Jahr: 1982
Originaltitel: The Last Unicorn
Genre: Zeichentrickfilm
Laufzeit: ca. 92 min
Sprecher (Original): Jeff Bridges, Christopher Lee, Alan Arkin, Mia Farrow
Sprecher (Deutsch): Christopher Lee ,Evelyn Künnecke und Frank Zander
Regie: Arthur Rankin, Jules Bass
Produzent: Arthur Rankin, Jules Bass
Musik: Jimmy Web, America
Offizielle Seite:
Deutsch: n.A.
Amerika: n.A.
Ende/Fazit:
*********
Nur ein Satz:
„Sie wird sich an Dich erinnern, wenn Menschen Märchen sind, geschrieben von Kaninchen!“
Und ich hoffe, das sich viele diesen Film anschauen werden, da er – zumindest für mich – ein besonders schöner Film ist. Auch wenn es sich „nur“ um einen Zeichentrickfilm handelt.
So long Euer Filmfreund – der sich immer noch die Tränen wegwischt ...
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