Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (VHS) Testbericht

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ab 14,24
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Erfahrungsbericht von Mac01

Die Liga der Computergenerierten Spezial-Effekte.

Pro:

Gute Besetzung, viel Action.

Kontra:

Zuviel Computergrafik.

Empfehlung:

Ja

Grad komme ich mit meiner Freundin aus dem Kino und berichte dem geneigten Leser schon vom neuesten Hollywood-Spektakel \"Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen\".

Die Story:
1899. Ein machtbesessener Wahnsinniger Superschurke, der sich \"Das Phantom\" nennt, verübt in Europa Anschläge mit für die damalige Zeit technisch sehr fortschrittlichen Waffen.
Deshalb trommelt das britische Empire eine erlesene Gesellschaft außergewöhnlicher Menschen zusammen, die es mit dem Verbrecher aufnehmen sollen.
Gleich zu beginn des Films erleben wir, wie ein Abgesandter der Krone in Afrika den Abenteurer Alan Quartermain aufsucht, um ihn für die Sache zu gewinnen.
In London angekommen begegnet er noch Mr. Skinner - dem Unsichbaren, Kapitän Nemo, Mina Harker, einer Vampirin, dem unsterblichen Dorian Gray und US-Agent Tom Sawyer. Die Gruppe macht sich auf nach Paris um das letzte Mitglied der Liga zu rekrutieren (oder \"einzufangen\" wie es im Film heißt), Dr. Jekyll.
Danach geht es dann nach Venedig, denn wie die sieben wissen, will der Schurke \"Das Phantom\" dort eine Konferenz dazu nutzen, die europäischen Staatsmänner zu töten.
Mehr zur Geschichte mag ich jetzt nicht verraten, das würde die Spannung nehmen.

Der Film:
Von der Atmosphäre könnte dieser Film auch die Verfilmung eines Jules Verne Buches sein.
Düstere Bilder harmonieren mit dem für diese Zeit typischen Baustil. In Venedig trifft man auf die prachtvollen Bauten, die schon in \"Wenn die Gondeln Trauer tragen\" für das ganz besondere Flair gesorgt haben.
Die technischen Spielereien, die in dem Film vorkommen machen den Einduck, als hätte es sie wirklich geben können.
Einzig eine Sache hat mich sehr gestört - Es wurde zu sehr auf den Einsatz von Computeranimationen zurückgegriffen. Fast jeder zweite Effekt stammt aus dem Rechner. Das wäre im Grunde ja nicht so schlimm, schließlich wird das heutzutage in fast jedem Film so gemacht. Leider sind die Effekte teilweise so mißlungen, das man sie sofort als Computeranimationen erkennt. Meist hätte man besser auf die guten alten Modelle zurückgreifen sollen, das sieht doch realistischer aus.

Auf Wunsch beschreibe ich hier einen Computergenerierten Effekt:
In einer Szene wird eine Kammerafahrt durch die Kanäle in Venedig unter Wasser dargestellt.
Die Kammerafahrt endet in einem großen Gewölbe, in dem etliche explosive Fässer mit Zeitzündern stehen.
Alles an dieser Einstellung ist Computergeneriert und das sieht man leider auch sofort.

Die Schauspieler:
Sean Connery macht seine Sache wie gewohnt sehr gut. Die etwas rauhe, arrogante Art des alternden Abenteurers steht ihm wirklich gut zu Gesicht.
Etwas unglaubwürdig kommt Stuart Townsend rüber, der den Dorian Gray spielt. Für einen Mann seines Alters (Er ist steinalt, sieht aber jung aus, da an seiner Stelle ein Gemälde von ihm altert) verhält er sich ganz und gar nicht seines tatsächlichen Alters entsprechend.
Der Rest legt eine gute schauspielerische Leistung hin. Gehobener Standard eben.

Die Schauspieler sind:
Sean Connery (Alan Quartermain)
Naseeruddin Shah (Kapitän Nemo)
Tony Curran (Rodney Skinner)
Jason Flemyng (Dr. Jekyll)
Peta Wilson (Mina Harker)
Stewart Townsend (Dorian Gray)
Shane West (Tom Sawyer)

Fazit:
Gutes, effektge(über)ladenes Popcorn-Kino.
Wer Tiefgang der Charaktere erwartet, oder stimmige Dialoge, der wird bitter enttäuscht.
Am besten man lässt sich einfach nur von der \"Jule-Verne-Atmosphäre\" gefangen nehmen und den Film auf sich einrieseln. Dann allerdings erwarten den Zuschauer unterhaltsame 110 Minuten.

Für Kommentare zu meinem Bericht bin ich sehr dankbar.
(Dieser Bericht steht auch unter meinem dortigen Namen \"Mac02\" bei Ciao.com)

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