Die Verurteilten (VHS) Testbericht

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ab 10,89
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Erfahrungsbericht von wuestenrose

Endlich eine sehr gelungene Stephen King Verfilmung...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein heutiger Bericht soll einer der wenigen sehr guten Verfilmungen eines Stephen King Romans gewidmet sein. Die Rede ist nicht von „Green Mile“ oder „Shining“, sondern von „Die Verurteilten“ (The Shawshank Redemption). Als ich entdeckte, dass es diesen Film nun auch auf DVD gibt, musste ich ihn mir natürlich sofort kaufen. Doch nun zum Inhalt:

STORY:

Der Film beginnt damit, dass eine Gerichtsverhandlung zu sehen ist, die immer wieder mit szenenhaften Erinnerungen des Angeklagten unterbrochen wird. Der Bankmanager Andy Dufresne ist des Doppelmordes an seiner Frau und dessen Liebhaber angeklagt und wird dafür auch verurteilt, obwohl er hartnäckig seine Unschuld beteuert. Zweimal Lebenslänglich heißt das Urteil.
Schnitt
Die nächste Szene zeigt die Einlieferung Dufresne und anderer „Neulinge“ in das verruchte Gefängnis von Shawshank – und das sehr beeindruckend und (für mich als nicht Gefängnis erprobten) ziemlich überzeugenden Bildern. So schließen zum Beispiel die „alten Hasen“ Wetten darauf ab, wer von den Neuen als Erster zusammenbrechen und heulen wird.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des schwarzen Mörders Red, der im Gefängnis für die Beschaffung von einigen Luxusgütern (Zigaretten, Pinups,...)zuständig ist. Im Laufe des Films schließen er und Dufresne Freundschaft.
Dufresne muss im Laufe des Knastalltags sehr viel mitmachen. Zum Beispiel wird er von einer Clique sadistischer Männer brutal vergewaltigt und es dauert lange bis er dieser Qual ein Ende bereiten kann.
Anstatt aufzugeben, setzt sich Dufresne jedoch mehr und mehr für das Gefängnis ein. Nach mehreren Jahren wöchentlichen Briefe Schreibens, bekommt er endlich Geld von der Aufsichtsbehörde um das Gefängnis mit einer Bücherei auszustatten. Es kommt dann mit der Zeit so weit, dass er erst für die Wärter und dann sogar für den Chef des Gefängnisses Steuererklärungen und einige Schiebereien macht und einigen Mithäftlingen zu einem Highschoolabschluss verhilft.
Eine unerwartete Wende tritt ein, als ein neuer psychisch kranker Häftling eingeliefert wird....
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

SCHAUSPIELER:

Andy Dufresne: Tim Robbins („Hudsucker Proxy“)
Red : Morgan Freeman („Robin Hood – König der Diebe, Gnadenlos)

Regie: Frank Darabont

DVD:

Leider etwas sehr mager ausgestattet ist die DVD, die dann doch auch ihre 49DM gekostet hat.
Der gesamte Film ist in 6 Unterkapitel unterteilt, was bei 140 Minuten gerade einmal alle 23 Minuten ist.
Auch bei den Sprachen hat man sic nicht überanstrengt..
Sprache: Deutsch und English.
Und Untertitel kann man lange suchen.
Wie bereits gesagt die Dauer des Films beträgt 140 Minute, also Überlänge, wobei bei diesem Film meiner Meinung nach keine Minute zu lang ist.
Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.

FAZIT:

Wie bereits in der Einleitung gesagt ein super guter Film. Er zeigt das Leben im Knast nicht nur von der „harten Seite“, wie in den meisten Filmen, sondern beschreibt eher einfach das Leben. Wie sich die Insassen organisieren um sich den harten Alltag etwas zu verschönern oder zu erleichtern, wie Freundschaften und Feindschaften entstehen und dass die Insassen, obwohl sie alle mindestens einen Mord begangen haben, trotzdem noch Menschen mit Gefühlen und Träumen sind.
Und dass man sich – wie komisch das auch klingt – in 40 Jahren Haft ein Leben ohne die einengenden Mauern nicht mehr vorstellen kann...
Ein wirklich vielschichtiger, eindringlicher Film, bei dem man auch einige Tränen vergießen kann.
Lob an Stephen King und den Regisseur. Hier verstehe ich ausnahmsweise einmal, weshalb ein Film für 7 Oscars nominiert worden ist. Schade dass er keinen bekommen hat – er hätte es verdient.

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