Die fabelhafte Welt der Amélie (DVD) Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 03/2012
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Erfahrungsbericht von w.gruentjens
Ich bin verliebt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
... und ich bin nicht der einzige, der verliebt ist. Millionen von Franzosen und mittlerweile wohl auch schon sehr viele Deutsche sind verliebt in einen der wunderschönsten Filme und in eine der zauberhaftesten Mädchenfiguren aller Zeiten.
Was vor 40 Jahren Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany gelang, nämlich eine ganze Welt zu bezaubern, ja zu verzaubern, das gelingt jetzt einer weiteren Audrey, nämlich Audrey Tatou.
Und es gelingt einem Film. Dies ist ein Film, der einen einfach glücklich macht, wenn man miterlebt, wie der Charme der Amelie und der Charme von Paris zusammentreffen.
Amelie ist zunächst ein verschlossenes Kind, das durch den frühen Tod der Mutter und die Kälte des Vaters dazu neigt, sich vor der Welt zurückzuziehen. Sie zieht sich in eine Welt von Träumen und Vorstellungen zurück, sie lebt damit und ist damit mehr oder weniger glücklich. Sie lässt gerne Steine übers Wasser hüpfen und lebt in ihrer Phantasiewelt.
Und so wie die Steine hüpfen und schließlich untergehen, so gehen die Tage, die Jahre...
Wir treffen sie schließlich als Kellnerin wieder, wo sie mit kauzigen Typen in dem kleinen Cafe, in dem sie arbeitet, umgeben ist. Da ist der verschmähte Liebhaber, der mit seinem Diktiergerät alles protokolliert, was im Cafe passiert, da ist die hypochondrische Kollegin, da ist der erfolglose Schriftsteller. Hier ist sie, die ja eigentlich außergewöhnlich ist, die normalste Person.
Ihr Leben wird schließlich verändert, als sie - von der Nachricht von Lady Di\'s Tod erschreckt - einen Deckel fallen lässt, der gegen eine Kachel stößt, hinter der sich ein Versteck befindet.
Sie findet in dem Versteck eine Dose mit Kinderschätzen und beschließt, den Besitzer dieser Schätze ausfindig zu machen. Das Hingeben der Kinderschätze deutet uns schon an, dass sie in einem Alter ist, in dem sie ihre eigenen Kinderschätze, ihre Träume, allmählich in die Wirklichkeit umtauschen muss.
Ob der Eigentümer der Dose wohl in ihr Leben tritt, wenn sie ihn findet, ob sie ihn überhaupt findet, welche Umwege sie dazu machen muss, in welche komischen Situationen sie gerät und wie sie selbst mit ihrem Witz und schwarzen Humor auf die Welt, auf die Begegnungen und Erlebnisse reagiert, das muss man selbst erleben. Es ist so schwer zu beschreiben, wie der Charme, wie die nette Art der Amelie, wie die wunderschöne Art, in der der Film gemacht ist, uns alle in ihren Bann ziehen kann und welchen Weg ihr Leben und ihre Entwicklung eigentlich nimmt.
Bei allem Charme kann Amelie aber auch ganz schön boshaft sein. So spielt sie dem Gemüsehändler, der seinen etwas langsamen Lehrjungen ungerecht schikaniert, einen bösen Streich, der ihm ganz schön Ärger macht.
Amelies Entschluss aber, den Besitzer der entdeckten Dose zu finden, bringt sie dazu, sich zum Schutzengel ihrer Mitmenschen zu machen. So beschließt sie z. B., den verschmähten Liebhaber und die hypochondrische Kollegin zu verkuppeln. Als ihr das nach einigen Intrigen schließlich gelingt und die beiden auf der Toilette übereinander herfallen, lacht das ganze Kino über die gezeigten wackelnden Gläser.
Als \"Schutzengel\" gerät sie - sonst so verschlossen gewesen - in Kontakt mit neuen Menschen und Situationen, und dass sie oft über das Ziel hinausschießt und die Mitmenschen in unmögliche Situationen bringt, kann man sich wohl lebhaft vorstellen.
Sie gerät durch ihre Eskapaden schließlich in eine Situation, in der sich eine Liebesgeschichte anbahnt. Aber Amelie verliebt sich nicht einfach, sie verabredet sich nicht einfach, sondern sie macht alles so kompliziert, dass die beiden ein richtiges Adventure bestehen müssen, um überhaupt mal zu einer Verabredung zu kommen.
Ob sie es wohl bestehen oder ob sie in einer der vielen Fallen schließlich doch scheitern, bleibt bis zum Ende immer wieder fraglich.
Denn Amelie kann sich lange nicht entschließen, aus ihrer Verschlossenheit herauszugehen und den ersten Schritt in die Liebe und ins Erwachsenwerden zu tun.
Ein alter Nachbar, der sie manchmal beobachtet und den sie beobachtet, gibt ihr schließlich den entscheidenden Rat und den Anstoß, nun wirklich ins Leben zu treten und das Leben des jungen, unreifen, träumerischen und unrealistischen Mädchens aufzugeben.
Wird sie es schaffen?
Der Regisseur Jean-Pierre Jeunet führt uns mit einer solchen Brillanz, einem solchen Witz und einer solchen Treffsicherheit zur Beantwortung dieser Frage, dass man den Film wirklich nur als ein Vorbild einstufen kann, als ein Meisterwerk, das für zukünftige Komödien und Dramen Maßstäbe setzt und das den amerikanischen Filmen zeigt, wo es langgeht.
Dabei werden viele interessante Stilmittel eingesetzt. Am Anfang tritt sogar ein Erzähler auf, damit die vielen Jahre von Amelies Zeugung bis zu ihrer Mädchenzeit den Film nicht aufhalten. Viele interessante Kamerafahrten und Blickwinkel unterstreichen die Ausdruckskraft des Films. Die Musik ist immer angemessen, zurückhaltend und passend.
Die Schauspieler, die Musik, die tollen Kamerafahrten und die surrealistischen Einfälle - sie erinnern an Zazie - , die Story und die Philosophie, vor allem aber die zauberhafte Hauptdarstellerin (auch der männliche Held gefällt) machen diesen Film zu einem großen Kunstwerk.
Fazit:
Dieser Film voll Charme, Witz, schwarzem Humor und Philosophie mit guter Regie und passender Musik kann jedem, der einen schönen Film sehen will, auch größeren Kindern, ganz besonders empfohlen werden.
Was vor 40 Jahren Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany gelang, nämlich eine ganze Welt zu bezaubern, ja zu verzaubern, das gelingt jetzt einer weiteren Audrey, nämlich Audrey Tatou.
Und es gelingt einem Film. Dies ist ein Film, der einen einfach glücklich macht, wenn man miterlebt, wie der Charme der Amelie und der Charme von Paris zusammentreffen.
Amelie ist zunächst ein verschlossenes Kind, das durch den frühen Tod der Mutter und die Kälte des Vaters dazu neigt, sich vor der Welt zurückzuziehen. Sie zieht sich in eine Welt von Träumen und Vorstellungen zurück, sie lebt damit und ist damit mehr oder weniger glücklich. Sie lässt gerne Steine übers Wasser hüpfen und lebt in ihrer Phantasiewelt.
Und so wie die Steine hüpfen und schließlich untergehen, so gehen die Tage, die Jahre...
Wir treffen sie schließlich als Kellnerin wieder, wo sie mit kauzigen Typen in dem kleinen Cafe, in dem sie arbeitet, umgeben ist. Da ist der verschmähte Liebhaber, der mit seinem Diktiergerät alles protokolliert, was im Cafe passiert, da ist die hypochondrische Kollegin, da ist der erfolglose Schriftsteller. Hier ist sie, die ja eigentlich außergewöhnlich ist, die normalste Person.
Ihr Leben wird schließlich verändert, als sie - von der Nachricht von Lady Di\'s Tod erschreckt - einen Deckel fallen lässt, der gegen eine Kachel stößt, hinter der sich ein Versteck befindet.
Sie findet in dem Versteck eine Dose mit Kinderschätzen und beschließt, den Besitzer dieser Schätze ausfindig zu machen. Das Hingeben der Kinderschätze deutet uns schon an, dass sie in einem Alter ist, in dem sie ihre eigenen Kinderschätze, ihre Träume, allmählich in die Wirklichkeit umtauschen muss.
Ob der Eigentümer der Dose wohl in ihr Leben tritt, wenn sie ihn findet, ob sie ihn überhaupt findet, welche Umwege sie dazu machen muss, in welche komischen Situationen sie gerät und wie sie selbst mit ihrem Witz und schwarzen Humor auf die Welt, auf die Begegnungen und Erlebnisse reagiert, das muss man selbst erleben. Es ist so schwer zu beschreiben, wie der Charme, wie die nette Art der Amelie, wie die wunderschöne Art, in der der Film gemacht ist, uns alle in ihren Bann ziehen kann und welchen Weg ihr Leben und ihre Entwicklung eigentlich nimmt.
Bei allem Charme kann Amelie aber auch ganz schön boshaft sein. So spielt sie dem Gemüsehändler, der seinen etwas langsamen Lehrjungen ungerecht schikaniert, einen bösen Streich, der ihm ganz schön Ärger macht.
Amelies Entschluss aber, den Besitzer der entdeckten Dose zu finden, bringt sie dazu, sich zum Schutzengel ihrer Mitmenschen zu machen. So beschließt sie z. B., den verschmähten Liebhaber und die hypochondrische Kollegin zu verkuppeln. Als ihr das nach einigen Intrigen schließlich gelingt und die beiden auf der Toilette übereinander herfallen, lacht das ganze Kino über die gezeigten wackelnden Gläser.
Als \"Schutzengel\" gerät sie - sonst so verschlossen gewesen - in Kontakt mit neuen Menschen und Situationen, und dass sie oft über das Ziel hinausschießt und die Mitmenschen in unmögliche Situationen bringt, kann man sich wohl lebhaft vorstellen.
Sie gerät durch ihre Eskapaden schließlich in eine Situation, in der sich eine Liebesgeschichte anbahnt. Aber Amelie verliebt sich nicht einfach, sie verabredet sich nicht einfach, sondern sie macht alles so kompliziert, dass die beiden ein richtiges Adventure bestehen müssen, um überhaupt mal zu einer Verabredung zu kommen.
Ob sie es wohl bestehen oder ob sie in einer der vielen Fallen schließlich doch scheitern, bleibt bis zum Ende immer wieder fraglich.
Denn Amelie kann sich lange nicht entschließen, aus ihrer Verschlossenheit herauszugehen und den ersten Schritt in die Liebe und ins Erwachsenwerden zu tun.
Ein alter Nachbar, der sie manchmal beobachtet und den sie beobachtet, gibt ihr schließlich den entscheidenden Rat und den Anstoß, nun wirklich ins Leben zu treten und das Leben des jungen, unreifen, träumerischen und unrealistischen Mädchens aufzugeben.
Wird sie es schaffen?
Der Regisseur Jean-Pierre Jeunet führt uns mit einer solchen Brillanz, einem solchen Witz und einer solchen Treffsicherheit zur Beantwortung dieser Frage, dass man den Film wirklich nur als ein Vorbild einstufen kann, als ein Meisterwerk, das für zukünftige Komödien und Dramen Maßstäbe setzt und das den amerikanischen Filmen zeigt, wo es langgeht.
Dabei werden viele interessante Stilmittel eingesetzt. Am Anfang tritt sogar ein Erzähler auf, damit die vielen Jahre von Amelies Zeugung bis zu ihrer Mädchenzeit den Film nicht aufhalten. Viele interessante Kamerafahrten und Blickwinkel unterstreichen die Ausdruckskraft des Films. Die Musik ist immer angemessen, zurückhaltend und passend.
Die Schauspieler, die Musik, die tollen Kamerafahrten und die surrealistischen Einfälle - sie erinnern an Zazie - , die Story und die Philosophie, vor allem aber die zauberhafte Hauptdarstellerin (auch der männliche Held gefällt) machen diesen Film zu einem großen Kunstwerk.
Fazit:
Dieser Film voll Charme, Witz, schwarzem Humor und Philosophie mit guter Regie und passender Musik kann jedem, der einen schönen Film sehen will, auch größeren Kindern, ganz besonders empfohlen werden.
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