Dino Crisis 2 (PS1 Spiel) Testbericht
ab 16,45 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Erfahrungsbericht von Art_Decay
Survival Panic!
Pro:
ein wahrer Vorzeigetitel der mittlerweile gnadenlos veralteten Playstation
Kontra:
keine nennenswerten Schwächen
Empfehlung:
Ja
Die fiesen Urzeitbestien, die durch ein misslungenes Experiment mit der so genannten „Third Energy“ im ersten Dino Crisis den Weg in unsere Welt und auf unsere Playstations fanden und in einem spannenden, rätsellastigen und leider eher kurzen Spiel wieder sonstwohin vertrieben werden wollten – die fiesen Dinos sind zurück. Denn natürlich lernen wir Menschen eher selten aus unseren Fehlern, und so hat die Regierung insgeheim weiter an einer Zeitmaschine herumgeforscht. Bei solchen Geschichten kommt es natürlich immer zu einem gar schrecklichen Vorfall, und so wird die gesamte Forschungseinrichtung Edward City in die Vergangenheit befördert. Regina, die Heldin des ersten Teils, und zwei weitere Soldaten werden zurück ins Kreidezeitalter geschickt, um zu retten, was noch zu retten ist… willkommen bei Dino Crisis 2.
Das erste „Dino Crisis“ stellte den halbwegs gelungenen Versuch dar, das Survivalhorror-Genre à la Resident Evil und Konsorten mit einem anderen Szenario aufzuwerten. Es gab hier mehr Rätsel, weniger Action und leider auch sehr viel weniger Spannung für den anspruchsvollen Actionfan. Die Formel „Dinos statt Zombies“ fand anscheinend nicht jedermanns Zuspruch, und so durfte man sich doch ein wenig wundern, als Capcom einen zweiten Teil der Dinohatz ins Rennen schickte. Zur allgemeinen Erleichterung lernt auch Capcom alle Jubeljahre mal aus seinen zahlreichen Fehlern – „Dino Crisis 2“ überrascht mit überaus geradlinigem, schwerst actionbetonten Gameplay, das eine Menge mehr Spaß macht als das ewige Lösen eher lahmer Rätsel im ersten Teil. Schon von der ersten Minute an geht es direkt zur Sache: Regina und ihr Mitstreiter Dylan flüchten vor einem wildgewordenen T-Rex ins Innere der Insel und schlagen sich zum Forschungskomplex durch. Harte Arbeit, denn auf den Dschungelwegen, die die einzelnen Gebäude verbinden, wimmelt es von Raptoren, überaus hungrigen Raptoren. Glücklicherweise ist man nicht ganz wehrlos – diverse Schuss- und Stichwaffen werden innerhalb kürzester Zeit zu des Dinojägers besten Freunden. Die Steuerung erfolgt nach wie vor genretypisch, die Figuren müssen immer noch wie Autos durch die Gegend manövriert werden, zielen automatisch per Knopfdruck auf alles, was sich bewegt und lassen bei kurzem oder langem Druck auf die Feuertaste die Dinofetzen fliegen. Im Gegensatz zu den „Resident Evil“ Spielen kann man hier blitzschnell ausweichen, um den Attacken bissiger Urzeitgetiere zu entfleuchen. Das Ganze spielt sich sehr schnell und hektisch, denn es sind immer gleich mehrere Gegner, die unsere Helden auf die Speisekarte gesetzt haben… der ganze Stress wird allerdings auch belohnt, und zwar mit Punkten, für die man sich an einer der zahlreichen Speicherstationen neue Waffen kaufen oder aber bereits vorhandene Wummen aufrüsten lassen kann. Das unkomplizierte, intuitive Spielprinzip macht unwahrscheinlich viel Spaß – mehr, als ich jemals bei einem anderen Capcom-Spiel hatte, um genau zu sein!
Zahlreiche Mini-Spielchen sowie ein steter Wechsel zwischen Regina und Dylan lockern den Spielfluss noch weiter auf. Beispielsweise darf Regina mit einem stationären Geschütz Seesaurier (Ihr wisst schon, die Viecher mit den langen Hälsen) beharken, was natürlich massig Punkte bringt. An einer anderen Stelle muss man mit Dylan ein komplexes Lüftungsschachtnetzwerk so manipulieren, dass der sich darin versteckende Minisaurier in eine Falle läuft. Der kleine Racker hat uns nämlich einen enorm wichtigen Schlüssel gemopst. Wirklich anspruchsvolle Rätsel gibt es kaum noch, simple Schlüsselsuchereien sind an der Tagesordnung. Und selbst das stört mich nicht sonderlich. Dino Crisis 2 verheißt Action pur – wer muss da noch groß nachdenken?
Grafisch schöpft Dino Crisis 2 die allerletzten Ressourcen der alten Playstation aus. Das gerenderte Intro ist schlichtweg atemberaubend, auch die Engine sorgt für eine großartige Ingame-Grafik, die vor allem durch ihre Schnelligkeit zu begeistern weiß. Vor allem die Außenbezirke sind enorm detailreich und es macht einfach Spaß, sie zu durchwandern. Kurzum: Dino Crisis 2 sieht verdammt lecker aus, auch wenn ich mir eine hübschere Protagonistin gewünscht hätte… ^^
Auch an der Soundkulisse kann nicht gemeckert werden – die Dinos klingen genau so, wie ich mir Dinos vorgestellt hätte, die englische Sprachausgabe ist auch nur minimal cheesy (und nicht etwa ultratrashig wie bei gewissen Resident Evils) und die Musik ist stimmungsvoll, wenn auch nur minimal Furcht einflößend.
Drei Schwierigkeitsgrade dürften dafür sorgen, dass auch garantiert jeder Spieler den Abspann zu Gesicht bekommt. Das allerdings geschieht recht schnell und man muss mal wieder meckern: Dino Crisis 2 ist einfach zu kurz. Ein Spiel in gerade mal drei Tagen ohne größere Anstrengung durchzuspielen ist einfach zu wenig. Doch das wussten wahrscheinlich auch Capcom und so hat man sich einige Belohnungen für fleißige Dinometzler einfallen lassen. Neue Spielmodi können freigespielt werden, darunter ein wirklich lobenswerter Zweispielermodus.
Alles in allem ist Dino Crisis 2 ein unglaublich spielenswertes, verflixt gutes Actionspiel, das den etwas lahmen Vorgänger weit hinter sich lässt. Eines der letzten wirklich guten Spiele für die alte Playstation und somit Pflichtprogramm in jeder ernst zu nehmenden Sammlung!
Für ab ungefähr 15 € wird man bei eBay fündig, eine 1:1 PC-Portierung ist noch regulär für 30,- € im Handel erhältlich. Volle Punktzahl!
Thomas Faust, 02.10.2003 (dieser Bericht ist bereits unter dem Account TFaust99 bei www.ciao.com erschienen!)
Das erste „Dino Crisis“ stellte den halbwegs gelungenen Versuch dar, das Survivalhorror-Genre à la Resident Evil und Konsorten mit einem anderen Szenario aufzuwerten. Es gab hier mehr Rätsel, weniger Action und leider auch sehr viel weniger Spannung für den anspruchsvollen Actionfan. Die Formel „Dinos statt Zombies“ fand anscheinend nicht jedermanns Zuspruch, und so durfte man sich doch ein wenig wundern, als Capcom einen zweiten Teil der Dinohatz ins Rennen schickte. Zur allgemeinen Erleichterung lernt auch Capcom alle Jubeljahre mal aus seinen zahlreichen Fehlern – „Dino Crisis 2“ überrascht mit überaus geradlinigem, schwerst actionbetonten Gameplay, das eine Menge mehr Spaß macht als das ewige Lösen eher lahmer Rätsel im ersten Teil. Schon von der ersten Minute an geht es direkt zur Sache: Regina und ihr Mitstreiter Dylan flüchten vor einem wildgewordenen T-Rex ins Innere der Insel und schlagen sich zum Forschungskomplex durch. Harte Arbeit, denn auf den Dschungelwegen, die die einzelnen Gebäude verbinden, wimmelt es von Raptoren, überaus hungrigen Raptoren. Glücklicherweise ist man nicht ganz wehrlos – diverse Schuss- und Stichwaffen werden innerhalb kürzester Zeit zu des Dinojägers besten Freunden. Die Steuerung erfolgt nach wie vor genretypisch, die Figuren müssen immer noch wie Autos durch die Gegend manövriert werden, zielen automatisch per Knopfdruck auf alles, was sich bewegt und lassen bei kurzem oder langem Druck auf die Feuertaste die Dinofetzen fliegen. Im Gegensatz zu den „Resident Evil“ Spielen kann man hier blitzschnell ausweichen, um den Attacken bissiger Urzeitgetiere zu entfleuchen. Das Ganze spielt sich sehr schnell und hektisch, denn es sind immer gleich mehrere Gegner, die unsere Helden auf die Speisekarte gesetzt haben… der ganze Stress wird allerdings auch belohnt, und zwar mit Punkten, für die man sich an einer der zahlreichen Speicherstationen neue Waffen kaufen oder aber bereits vorhandene Wummen aufrüsten lassen kann. Das unkomplizierte, intuitive Spielprinzip macht unwahrscheinlich viel Spaß – mehr, als ich jemals bei einem anderen Capcom-Spiel hatte, um genau zu sein!
Zahlreiche Mini-Spielchen sowie ein steter Wechsel zwischen Regina und Dylan lockern den Spielfluss noch weiter auf. Beispielsweise darf Regina mit einem stationären Geschütz Seesaurier (Ihr wisst schon, die Viecher mit den langen Hälsen) beharken, was natürlich massig Punkte bringt. An einer anderen Stelle muss man mit Dylan ein komplexes Lüftungsschachtnetzwerk so manipulieren, dass der sich darin versteckende Minisaurier in eine Falle läuft. Der kleine Racker hat uns nämlich einen enorm wichtigen Schlüssel gemopst. Wirklich anspruchsvolle Rätsel gibt es kaum noch, simple Schlüsselsuchereien sind an der Tagesordnung. Und selbst das stört mich nicht sonderlich. Dino Crisis 2 verheißt Action pur – wer muss da noch groß nachdenken?
Grafisch schöpft Dino Crisis 2 die allerletzten Ressourcen der alten Playstation aus. Das gerenderte Intro ist schlichtweg atemberaubend, auch die Engine sorgt für eine großartige Ingame-Grafik, die vor allem durch ihre Schnelligkeit zu begeistern weiß. Vor allem die Außenbezirke sind enorm detailreich und es macht einfach Spaß, sie zu durchwandern. Kurzum: Dino Crisis 2 sieht verdammt lecker aus, auch wenn ich mir eine hübschere Protagonistin gewünscht hätte… ^^
Auch an der Soundkulisse kann nicht gemeckert werden – die Dinos klingen genau so, wie ich mir Dinos vorgestellt hätte, die englische Sprachausgabe ist auch nur minimal cheesy (und nicht etwa ultratrashig wie bei gewissen Resident Evils) und die Musik ist stimmungsvoll, wenn auch nur minimal Furcht einflößend.
Drei Schwierigkeitsgrade dürften dafür sorgen, dass auch garantiert jeder Spieler den Abspann zu Gesicht bekommt. Das allerdings geschieht recht schnell und man muss mal wieder meckern: Dino Crisis 2 ist einfach zu kurz. Ein Spiel in gerade mal drei Tagen ohne größere Anstrengung durchzuspielen ist einfach zu wenig. Doch das wussten wahrscheinlich auch Capcom und so hat man sich einige Belohnungen für fleißige Dinometzler einfallen lassen. Neue Spielmodi können freigespielt werden, darunter ein wirklich lobenswerter Zweispielermodus.
Alles in allem ist Dino Crisis 2 ein unglaublich spielenswertes, verflixt gutes Actionspiel, das den etwas lahmen Vorgänger weit hinter sich lässt. Eines der letzten wirklich guten Spiele für die alte Playstation und somit Pflichtprogramm in jeder ernst zu nehmenden Sammlung!
Für ab ungefähr 15 € wird man bei eBay fündig, eine 1:1 PC-Portierung ist noch regulär für 30,- € im Handel erhältlich. Volle Punktzahl!
Thomas Faust, 02.10.2003 (dieser Bericht ist bereits unter dem Account TFaust99 bei www.ciao.com erschienen!)
Bewerten / Kommentar schreiben