Duell - Enemy at the Gates (VHS) Testbericht

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ab 5,66
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Erfahrungsbericht von gga71

vassili vs. könig

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich bin ein Stein. Ich bewege mich nicht. Ganz vorsichtig stecke ich mir Schnee in den Mund damit er meinen Atem nicht sieht. Ich warte ab. Ich lasse ihn näher herankommen. Ich habe nur eine Kugel. Ich ziele direkt auf sein Auge. Mein Finger liegt ruhig auf dem Abzug. Ich bin ganz ruhig. Ich habe kein Angst. Ich bin jetzt ein grosser Junge.

1.Vorgeschichte
2.Inhalt
3.Schauspieler/Hauptrollen
4.Stab
5.Meine eigene Meinung/Fazit

1.Vorgeshcichte

Ständig lief die Vorschau im Fernseher..... wie hiess der Film nur schon wieder... genau: Enemy at the gates. Schien wohl ein Kriegsfilm zu sein. Obwohl der Film echt gute Kritiken erhielt, zog er mich nicht ins Kino. Als dann aber einer aus meiner Klasse den Film sah und ihn gar nicht mal so schlecht fand, habe ich beschlossen mir den Film auf Video zu kaufen.

Tja leichter gesagt als getan denn anstatt den Video zu kaufen konnte ich noch echt lange warten. Fast jeden Monat ging ich in den Laden und fragte nach, ob er endlich da sei. Die nette Verkäuferin schüttelte stets den Kopf und wusste nie, wann der Film den nun rauskomme. Doch dann vor ungefähr einer Woche lief ich mal wieder eher zufällig am Geschäft vorbei und siehe da! Im Schaufenster hing doch tatsächlich das Poster des Films. Sofort begab ich mich in den Laden und habe mir den Film ohne gross nachzudenken gekauft.

Am nächsten Tag habe ich ihn dann zum ersten Mal geschaut. Schnell habe ich mich dazu entschlossen über den Film hier zu schreiben und haben ihn mir nach ca. drei Tagen noch mal angeschaut und mir viele Notizen gemacht. Draus habe ich nun hier einen Bericht für euch zusammengestellt:

2.Inhalt

Herbst 1942. Das 3. reich ist auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Fast ganz Europa leidet unter der Herrschaft der deutschen. Hitlers Truppen dringen in das herz der Sowjetunion, in Richtung der Ölfelder Asiens vor. Auf ihrem Weg liegt noch ein letztes Hindernis. Eine Stadt an der Wolga wo sich das Schicksal der Welt entscheidet; Stalingrad (wird dem Zuschauer so am Anfang gesagt). Nun wechselt das Bild von der Karte in die Realität.

Ein voller Zug fährt geräuschvoll über die Schienen. Er ist fast gänzlich mit Soldaten beladen. Unter ihnen auch Vassili. Sein Blick schweift vom Gitterfenster ab und trifft Tanja, eine junge Russin. Als der Zug an einem Bahnhof hält, werden die Zivilisten über Lautsprecher aufgefordert den Zug zu verlassen. Es ist ein Zug bestimmt für die Soldaten der roten Armee. Ein Zug direkt nach Stalingrad.

Nachdem die gepanzerte Lock vorgefahren wurde, geht es weiter. Die Soldaten kommen mir vor wie Gefangene. Eng aufeinander, eingesperrt, hinter Gittern.

20. September 1942
Der Zug hat Stalingrad erreicht. Die Soldaten werden grob behandelt und aufgefordert den Zug zu verlassen. Männer mit Megaphonen erteilen Anweisungen, erzählen Geschichten von Stalingrad, wollen den Männern Mut machen. Nun werden Die Soldaten auf Schiffe verladen, welche sie rüber ans andere Ufer bringen sollen. Auch hier, eng aufeinander, schutzlos. Die Männer mit den Megaphonen lesen den Soldaten Briefe vor. Briefe aus der Heimat. Briefe, die ihr Ziel nie erreichen werden da die Mütter, welche die Briefe geschrieben haben ihre Söhne nie wieder in die Arme nehmen können.

Die ersten Bomben treffen die nur langsam fahrenden Schiffe, deutsche Flugzeuge starten den Angriff, knallen die schutzlosen Soldaten einfach so über den Haufen. Jeder versucht sich unter seinem Nachbarn zu verstecken. Wer fliehen will und über Bord springt wird von den eigenen Männern erschossen.

Endlich hat das Boot die Docks von Stalingrad erreicht, die Überlebenden steigen aus, die Verwundeten werden halb zertrampelt. Es geht aber gleich weiter. Jeder zweite erhält ein Gewehr, der andere nur 5 Kugeln. Wird der mit dem Gewehr erschossen, so muss der, der hinter ihm geht das Geweht nehmen und weiter gehen. Und so wollen die Sowjets gegen die hochgerüstete Deutsche Armee, welche sich hinter einem Hügel in voller Deckung befindet ankämpfen?

Nachdem dieser Angriff kläglich scheiterte, fährt plötzlich ein Auto ins Bild. Sofort gerät es unter schweren Beschuss und kippt schliesslich. Es ist Danilov, der aussteigt und sich schleunigst unter seinen toten Genossen versteckt. Mitten unter all den toten trifft er das erste mal auf Vassili und darf miterleben, wie dieser seine erste Heldentat vollbringt.

Zurück in Sicherheit darf Danilov mit der Erlaubnis Chruschtschows die Soldatenzeitung wieder ins Leben rufen. Es ist Vassili, der die erste Titelseite prägt. Dadurch wird Vasilli schnell berühmt und wird ins Scharfschützenteam verlegt.

In den nächsten Wochen erschiesst der Schäfer aus dem Ural einen deutschen Offizier nach dem andern und wird dadurch so berühmt, dass die Deutschen ihren besten Scharfschützen, den Major König nach Stalingrad schicken. Es entsteht nun ein wirklich packendes Duell in den Trümmern einer verbombten Stadt. Es ist das Duell zwischen dem Schäfer aus dem Ural und dem Adeligen aus Bayern.

3.Schauspieler/Hauptrollen:

Hier mal was neues von mir. Ich werde die Hauptrollen beschreiben und die Schauspieler wie folgt bewerten:

10 oscarreif
9 weltklasse
8 genial
7 sehr gut
6 gut
5 durchschnitt
4 schlecht
3 sehr schlecht
2 bitte auswechseln
1 oh mein Gott wer hat da bloss gecastet!

Jude Law/ Vassili 7
Sein Eltern sind tot und so wuchs er bei seinem Grossvater auf. Er war es auch, der ihm das Schiessen beibrachte. So meldete er sich dann freiwillig beim Millitär und erlangte in Stalingrad schnell den Ruf eines Helden. Es gibt Menschen die sagten, dass er dem Krieg die entscheidende Wende gebracht hat. Jude Law, den ich bisher noch nicht kannte, spielt echt gut aber an einen Tom Hanks oder Russel Crowe kommt er bei weitem nicht hin. Ist aber schon ein bischen schwer dies zu beurteilen. Er konnte schon nicht mehr aus dieser Rolle holen.

Joseph Fines/Danilov 6

Er wird schnell zum besten Freund von Danilov und nach seinem ersten Artikel von Chruschtschow zum General erhoben. Da er sehr gebildet ist, wird er vor allem im sowjetischen Hauptquartier gebraucht. Hier verliebt er sich auch in Tanja. Joseph Fines überzeugt mich nicht all zu sehr, hat aber trotzdem ein gut verdient.

Rachel Weisz/Tanja 7
Sie kämpft eigentlich an der front, wird aber von Danilov wegen ihrer Bildung (sie hat in Moskau studiert) ins Hauptquartier gebracht wo sie Nachrichten entshclüsselt. Nachdem sie vom grausamen Tod ihrer Eltern erfährt will sie aber wieder zurück an die Front wo sie auch erneut auf Vassili trifft.

Ed Harris/König 8
Er leitet in Bayern die Ausbildung der deutschen Scharfschützen. Im Laufe des Krieges wird er dann aber nach Stalingrad, dem Ort wo er seinen Sohn verlor, geholt und hat nun die Aufgabe, gegen die überlegenen sowjetischen Scharfschützen anzukämpfen. Ed Harris spielt echt Genial mit seinem kühlen Blick.

Ron Perlman/Koulikov 7
Vor dem Krieg wurde er von König ausgebildet. Als dann aber der Krieg aufbrach musste er zurück nach Russland. Hier hielt man ihn für einen Spion und schlug ihm mit einem Hammer alle Zähne aus. Deshalb läuft er nun mit einem Metallgebiss herum. Das er alle Tricks von König kennt, hat er die Aufgabe nicht mehr von Vassilis Seite zu weichen. Ron Perlman sieht zwar etwas komisch aus, passt aber verdammt gut in seine Rolle.

Gabriel Marschall Thomsen/Sacha 8
Er ist ein kleiner Junge der Mitten im Krieg lebt. Eines Tages trifft er auf Vassili und nimmt ihn mit nach hause. Sein Beruf ist es aber, im deutschen Sektor die Stiefel zu putzen und so kommt er schnell zu König. Bei diesem packt er für Speck und Schokolade aus und sagt ihm wo Vassili als nächstes gebraucht wird. Er ist aber nur scheinbar ein Kolaborateur den er glaubt fest an den Sieg der Sowjets und hilft immer Vassili. Gabriel spielt diese Rolle einfach echt genial!

4. Der Stab:
Regie: Jean-Jacques Annaud
Produzenten: Alain Godard, Alisa Tager, Roland pellegrino, Jörg Reichl
Buch : Alain Godard
Kamera : Robert Fraisse
Schnitt: Noelle Boisson, Humphrey Dixon
Effekte : Pete Hanson, Kit West, Das Werk
Musik: James Horner
Kostüme: Janty Yates
Ausstattung: Simon Wakefield

5. Meine eigene Meinung/Fazit

Die Musik:
Sie ist es, die gewissen Szenen echt das gewisse Etwas gibt. Manchmal liess sie mich echt erschaudern. Ist während dem Film genial aber wen man sie dann ohne Bilder hört ist sie nicht so speziell.

Die Sache mit den Fadenkreuzen:
Ich finde es echt gut, dass die deutschen und die sowjetischen Scharfschützen wie auch im Original nicht das selbe Fadenkreuz haben. Bei einigen Szenen hilft das dann dem Zuschauer zur Orientierung.

Der Film kommt nicht aus den USA:
Dies finde ich etwas traurig und es ist auch der Grund, warum der Film „nur“ vier Sterne erhält. Ich denke schon, dass ein Ridley Scott mit seiner Crew und Schauspielern wie Tom Hanks oder Tom Sizemore da mehr rausgeholt hätten. Klar neigen amerikanische Kriegsfilme oft zum Patriotismus aber da in Stalingrad ja keine Amis anwesend waren, hätten sie aus dieser Story wohl einen mehrfach oscargekrönten Film gemacht.

Die Brutalität des Filmes:
Für einige ist der Film vielleicht zu brutal aber es wahr nun halt mal so in Stalingrad. Ich wüsste nicht, wie man den Krieg sonst glaubwürdig rüberbringen könnte. Wegen seiner Brutalität würde ich den Film aber nicht unter 16 Jahren freigeben.

Das Cover:
Ich finde das Cover etwas komisch. Es zeigt Danilov neben Vassili aber im Film ist es ja ein Duell zwischen Vassili und König. Es wäre aus meiner Sicht besser gewesen ein ähnliches Cover wie das von Face Off zu machen.

Fazit:
Der Film ist echt gut geworden. Er hat mir nach unzähligen Geschichtsstunden über den 2. Weltkrieg nun die Grausamkeit einer neuen schlacht gezeigt. Der Film ist auf jedenfall sehenswert!

Das war’s mal wieder

12 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Ritzilein

    27.04.2002, 21:29 Uhr von Ritzilein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Total klasse Bericht!!!!!!!!!!!! Liebe Grüße von Bianca