Feuer, Eis und Dosenbier (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Marc12

Und es tut immer noch weh!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

- - - Z u m F i l m - - -

Josch und Türlich haben ein Problem. Sie haben als Vollzeittrottel ihren Job als Zivildienstleistende veloren. Kein wundern, wenn man mit einem Joind im Maul, am Steuer eines Krankenwagens eine Polizistin anmacht und danach noch bei einem Einsatz mehr Menschen selbst verletzt, als zu retten. Nun sollen die beiden zur Bundeswehr, doch drauf haben sie keinen Bock. Sie füllen ihren Bulli mit Dosenbier bis unters Dach und flüchten über die Grenze nach Österreich, nach Ischgl – dem Ballermann in den Alpen. Dort treffen sie auf notgeile Österreicher, kotzende Schweizerinnen, fesche Bergwächter und Käsefondue-futternde Alm-Öhis. Türlich trifft hier auf seine Jugendliebe, die Heidi. Die wohnt in Klein Ischgl mit ihrem Opa. Dieser Berg auf den die Hütte des Alm-Öhis steht, ist von einem Amerikaner heiß beehrt. Er will dort dein Deppen – Urlaupsparadies errichten. Um an den Berg zu kommen ist ihn kein Trick billig genug. Werden Türlich und Josch es schaffen den Berg zu retten, oder sind sie einfach zu geil und zu betrunken, um es zu schaffen?

- - - D a r s t e l l e r - - -

Axel Stein – Josch
Rick Kavanian – Türlich
Eva Habermann – Heidi
Christoph M. Ohrt – Tronald Dump
Jonas Gruber – Geißenpeter
Herbert Fux – Öhi
Andreas Elsholz – Franz

- - - F i l m s t a b - - -

Regie: Matthias Dinter
Produzenten: Mischa Hoffmann, Philip Voges
Drehbuch: Matthias Dinter
Musik: Ralf Wengenmayr

- - - w e i t e r e I n f o s - - -

Genre: Komödie
Land: Deutschland
Jahr: 2000
Anbieter: Constantin Film

- - - M e i n e M e i n u n g - - -

Haben unsere Comedy-Helden wirklich so eine grenzdebilen Geisteszustand, daß sie sich immer wieder solchen Filmen hingeben? Drehbuch Autor und Regisseur Mathias Dinter hat wohl in letzter Zeit Filme wie „Dumm und dümmer“, „Eis kalt“, „Ey Mann – wo ist mein Auto“ und „Ballermann 6“ gesehen. Dies hat ihn wohl veranlaßt eine Art Best Of aus diesen Filmen zu machen. Doch hat man ihm wohl nicht erklärt was „Best“ auf deutsch heißt.
Deutsches Star-Aufgebot hat dieser Film ohne zweifel. Eva Habermann läßt sich in diesem Fall ganz weit runter fallen. Die böde Heidi zu spielen – hat sie das wirklich nötig? Oder Christoph M. Ohrt als Tronald Dump (soll wohl Donald Trump verarschen – auch wie lustig), hat auch wohl mehr zu bieten als einen durchgeknallten Amerikaner. Und dann natürlich Comedy Hoffnung Axel Stein. Okay, die alte Garde wie Mike Krüger und Thomas Gottschalk haben auch mit schlechten Filmen angefangen, aber selbst die waren nicht so schlecht wie dieser. Dagegen muß Andreas Elsholz wohl selbst froh sein auf in diesem Film mitgespielt zu haben. Wenigstens hat er sich nicht ganz so lächerlich gemacht. Dagegen wird ein mir unbekannter Darsteller namens Jonas Gruber total mißbraucht. Den stotternden, blöden Greißenpeter darf er spielen. Ich weiß nicht, ob man selbst so dumm sein muß, um diesen auch spielen zu können, doch zeigt seine Unterschrift auch den Filmvertrag wohl dieses.
Dieser absolut billige Klamauk prasselt nur so auf den armen Zuschauer herein. Der Humor kann sich nur sehr selten über der Gürtelline halten. Nach diesem Film muß Ischgl die absolute Alkoholiker Hochburg sein, in der sich jedes Babes, jede Torte, jedes Weib flachlegen läßt. Man muß dieser Film beim Bürgermeister dieser Stadt gut angekommen sein.
Schussel-Slapstick, Haudrauf-Klamauk, Running-Gags und einfach nur Chaoten-Komik dominieren diesen Film. Nach einem Bäuerchen erst sich und dann seinem Gegenüber auf die Stirn hauen und „Schuuulz!“ rufen, soll dann auch wohl noch lustig sein. Da hat man doch wahrlich keine Worte mehr.
Es ist für mich absolut unverständlich, daß dieser Film eine Förderung von sage und schreibe 1,7 Millionen (damals noch) Mark bekommen. Da kann man wirklich sagen, toll gemacht, unserm deutschen Film geht es ja so gut. Wie gut, daß man sich in den letzten Jahren etwas mehr besonnen hat und lieber Filme wie „Good bye Lenin“ und „Das Wunder von Bern“ gefördert wurden.
Wer mal wieder einen wirklich schlechten Film sehen will, der soll sich nicht zurückhalten – alle anderen sollten lieber ihre Hände vom Film lassen.
Man tut so ein Schwachsinn weh!

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