Formel 1 - In der Hölle des Grand Prix (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von BelgiumKing
WARNUNG VOR GELDVERSCHWENDUNG !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich bin mit Motorsport groß geworden und das Interesse hat bis heute nicht nachgelassen. Und zufällig entdeckte ich im Internet bei Amazon die DVD Formel 1 - In der Hölle des Grand Prix zum Preis von 9,99 Euro.
Mich reizte, dass die Story zu Beginn der 70er Jahre spielt, als die Formel 1 zwar noch etwas langsamer als heute, aber wesentlich spektakulärer war.
@@@ STORY @@@
Die Formel 1 Saison ist spannend. Der zweifache Formel-1-Weltmeister Graham Hill, der sich selbst in dem Streifen auch spielt, ist erneut auf WM-Kurs.
Giacomo Valli (gespielt vom mehrfachen Motorradwltmeister Giacomo Agostini) fährt mittlerweile als dritter Fahrer für Frank Donovan's Team Clipper, da ein Stammfahrer mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus landete. Der Motorradfahrer Valli ist schnell, aber es ist für ihn schwer sich im Clipper-Team zu etablieren, denn deren Nr. 1 Ken Stark wittert einen gefährlichen Konkurrenten in ihm. Und bereits im ersten Rennen zeigt Valli, dass er ebenbürtig schnell ist.
Auch in Sachen Liebe gibt es Konkurrenz: Ken Stark, der Weltmeister werden will, möchte nicht, dass Valli sich zwischen ihn und einer Frau namens Gladys (Frank Donovan's Frau und Stark's Geliebte) drängt. Gladys ist schließlich von Valli sehr angetan.
Auf der Piste verschärft sich der Ton, als Valli bei einem Grand Prix vor Stark ins Ziel kommt und der geschlagene Egomane handgreiflich wird, weil er sich um den Sieg betrogen fühlt. Frank Donovan schlägt sich auf die Seite seines WM-Favoriten Stark und feuert Valli, der Unterschlupf im hoffnunglos unterlegenen Team Shenkel aufgenommen wird.
Die ganze Motorsportwelt staunt, als Valli in einer revolutionären Neukonstruktion von Shenkel, mit Vierradantrieb, im italienischen Monza auftaucht. Es kommt zu einer wahren Schlacht auf der Piste zwischen Valli und Stark...
@@@ DVD in Kürze @@@
Titel: Formel 1 - In der Hölle des Grand Prix
Land: Italien 1970
Darsteller: Brad Harris, Hans v. Borsody, Giacomo Agostini
Regie: Guido Malatesta
Format: Dolby, Surround Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9
Laufzeit: 83 min
Vertrieb: ZYX-Music
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Mein Preis bei amazon.de in September 2005: 9,99 Euro
@@@ FILM - DER GROSSE REINFALL @@@
Wer große Rennfahrerfilme wie Grand Prix mit James Garner oder Le Mans mit Steve McQuenn kennt, wird sich die Haare raufen.
Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist noch weniger als nichtssagend und ohne Ausstrahlung. Keiner der Darsteller überzeugt, nicht einmal halbwegs bekannte Namen wie Brad Harris und Hans von Borsody. Die Damen, die eine leichte Vorahnung auf die heutigen sogenannten Boxenluder zulassen, sind als ziemlich plattes Beiwerk herumdrappiert.
Die Vielzahl von Nebendarstellern ist besonders grausam. Sie wirken teilweise, als seien sie verschlafen und unfrisiert zum Set gekommen, als der Film gedreht wurde. Die gesamte schauspielerische Leistung ist schlicht fatal.
Ausgerechnet ein wahrer Laie der Schauspielkunst, jener vielfache Motorradweltmeister Giacomo Agostini als Rennfahrer Valli verblüfft. Er scheint sich sehr geehrt zu fühlen, für eine Rolle als Schauspieler gefragt worden zu sein, denn er legt sich richtig ins Zeug. Aber auch Agostini kann die fade Story, die schlechte Kameraführung und den Rest des Films nicht retten. Vermutlich war Agostini von dem Ergebnis so enttäuscht, dass es bei diesem einmaligen Ausflug in Filmgeschäft blieb.
Die Duelle auf der Piste sind teilweise akzeptabel, aber es ist unschwer zu erkennen, dass das Feld der Rennwagen von Wagen der Formel 2 aufgefüllt wurde. Und richtig dilletantisch wird es, wenn eindeutige Pappkartonmodelle bei Unfällen in Flammen aufgehen. Eine echte Billigproduktion...
Jeder Kenner des Motorsports wird sich an den Kopf fassen, wenn Valli sich bei strahlend blauem Himmel Regenreifen aufziehen lässt. Klar, es könnte ja regnen, aber davon ist weit und breit nichts zu sehen, und selbst ein Fahrer mit einem siebten Sinn würde solch einen Unfug in dieser Situation nicht veranstalten. Aber natürlich, zum Ende des Rennens setzt tatsächlich Regen ein.
Immerhin ist der revolutionäre Shenkel mit Vierradantrieb nicht ganz aus der Luft gegriffen. Tatsächlich gab es Anfang der 70er Jahre ein solches Auto von Lotus, auch wenn dieser als unfahrbar galt und schnell wieder von den Pisten verschwand.
Der echte Graham Hill indes als Rennfahrer ist ein nettes Beiwerk, aber auch Hill kann diesen Film nicht retten. Erstaunlich, dass er sich für diesen Unfug überreden ließ...
@@@ DIE DVD - DER SUPERGROSSE REINFALL @@@
Ton und Bildqualität sind Mittelmaß. Das Dolby Digital 5.1 klingt eher wie Doppel-Mono. Bereits das Intro, Rennbilder aus Monaco, lässt Übles ahnen, denn diese Bilder sind schlicht unscharf. Jawohl, unscharf !
Der bessert sich zwar nach wenigen Minuten, aber die nächste böse Überraschung wartet auf den Käufer dieser DVD: das angegebene Format 16:9 füllt zwar meinen Widescreen-Fernseher aus, aber es werden Teile des Bilder abgeschnitten. Auch das wäre minimal erträglich, aber wer den Film Fullscreen in 16:9 betrachten will, hat ein vertikal gestauchtes Bild. Gesichter sehen aus, als hätten sie in eine saure Zitrone gebissen, Rennwagen sehen aus wie gequetschte Tomaten !!!
Einzig eine Breitbild-Einstellung schafft Abhilfe. Wer aber über ein einfaches TV-Gerät verfügt und diese Funktion nicht hat, darf sich 83 Minuten Zitronengesichter uns gestauchte Rennwagen anschauen. Das ist einfach unverschämt, einen Film in dieser Weise auf den Markt zu platzieren.
@@@ FAZIT @@@
Miese Story, miese DVD und gequetschte Bilder... da hätte ich mir die knappen 10 Euro besser gespart. Es gibt Kultfilme, die sogar deutlich günstiger sind und dafür ein perfektes Bild abliefern und auch noch ein Booklet haben.
Diese DVD aber ist schlichte und miese Geldabzocke, denn der Betreiber setzt vermutlich auf diese Vielzahl von Formel 1- oder Schumi-Fans, die den Film kaufen. Alias Nepper, Schlepper, Bauernfänger...
Mir fällt kein DVD-Kauf ein, der mich auch nur ansatzweise so geärgert hätte wie in diesem Fall.
Mein Tipp: FINGER WEG !!!
JL (für yopi und ciao)
Mich reizte, dass die Story zu Beginn der 70er Jahre spielt, als die Formel 1 zwar noch etwas langsamer als heute, aber wesentlich spektakulärer war.
@@@ STORY @@@
Die Formel 1 Saison ist spannend. Der zweifache Formel-1-Weltmeister Graham Hill, der sich selbst in dem Streifen auch spielt, ist erneut auf WM-Kurs.
Giacomo Valli (gespielt vom mehrfachen Motorradwltmeister Giacomo Agostini) fährt mittlerweile als dritter Fahrer für Frank Donovan's Team Clipper, da ein Stammfahrer mit schwersten Verletzungen im Krankenhaus landete. Der Motorradfahrer Valli ist schnell, aber es ist für ihn schwer sich im Clipper-Team zu etablieren, denn deren Nr. 1 Ken Stark wittert einen gefährlichen Konkurrenten in ihm. Und bereits im ersten Rennen zeigt Valli, dass er ebenbürtig schnell ist.
Auch in Sachen Liebe gibt es Konkurrenz: Ken Stark, der Weltmeister werden will, möchte nicht, dass Valli sich zwischen ihn und einer Frau namens Gladys (Frank Donovan's Frau und Stark's Geliebte) drängt. Gladys ist schließlich von Valli sehr angetan.
Auf der Piste verschärft sich der Ton, als Valli bei einem Grand Prix vor Stark ins Ziel kommt und der geschlagene Egomane handgreiflich wird, weil er sich um den Sieg betrogen fühlt. Frank Donovan schlägt sich auf die Seite seines WM-Favoriten Stark und feuert Valli, der Unterschlupf im hoffnunglos unterlegenen Team Shenkel aufgenommen wird.
Die ganze Motorsportwelt staunt, als Valli in einer revolutionären Neukonstruktion von Shenkel, mit Vierradantrieb, im italienischen Monza auftaucht. Es kommt zu einer wahren Schlacht auf der Piste zwischen Valli und Stark...
@@@ DVD in Kürze @@@
Titel: Formel 1 - In der Hölle des Grand Prix
Land: Italien 1970
Darsteller: Brad Harris, Hans v. Borsody, Giacomo Agostini
Regie: Guido Malatesta
Format: Dolby, Surround Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9
Laufzeit: 83 min
Vertrieb: ZYX-Music
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Mein Preis bei amazon.de in September 2005: 9,99 Euro
@@@ FILM - DER GROSSE REINFALL @@@
Wer große Rennfahrerfilme wie Grand Prix mit James Garner oder Le Mans mit Steve McQuenn kennt, wird sich die Haare raufen.
Die schauspielerische Leistung der Darsteller ist noch weniger als nichtssagend und ohne Ausstrahlung. Keiner der Darsteller überzeugt, nicht einmal halbwegs bekannte Namen wie Brad Harris und Hans von Borsody. Die Damen, die eine leichte Vorahnung auf die heutigen sogenannten Boxenluder zulassen, sind als ziemlich plattes Beiwerk herumdrappiert.
Die Vielzahl von Nebendarstellern ist besonders grausam. Sie wirken teilweise, als seien sie verschlafen und unfrisiert zum Set gekommen, als der Film gedreht wurde. Die gesamte schauspielerische Leistung ist schlicht fatal.
Ausgerechnet ein wahrer Laie der Schauspielkunst, jener vielfache Motorradweltmeister Giacomo Agostini als Rennfahrer Valli verblüfft. Er scheint sich sehr geehrt zu fühlen, für eine Rolle als Schauspieler gefragt worden zu sein, denn er legt sich richtig ins Zeug. Aber auch Agostini kann die fade Story, die schlechte Kameraführung und den Rest des Films nicht retten. Vermutlich war Agostini von dem Ergebnis so enttäuscht, dass es bei diesem einmaligen Ausflug in Filmgeschäft blieb.
Die Duelle auf der Piste sind teilweise akzeptabel, aber es ist unschwer zu erkennen, dass das Feld der Rennwagen von Wagen der Formel 2 aufgefüllt wurde. Und richtig dilletantisch wird es, wenn eindeutige Pappkartonmodelle bei Unfällen in Flammen aufgehen. Eine echte Billigproduktion...
Jeder Kenner des Motorsports wird sich an den Kopf fassen, wenn Valli sich bei strahlend blauem Himmel Regenreifen aufziehen lässt. Klar, es könnte ja regnen, aber davon ist weit und breit nichts zu sehen, und selbst ein Fahrer mit einem siebten Sinn würde solch einen Unfug in dieser Situation nicht veranstalten. Aber natürlich, zum Ende des Rennens setzt tatsächlich Regen ein.
Immerhin ist der revolutionäre Shenkel mit Vierradantrieb nicht ganz aus der Luft gegriffen. Tatsächlich gab es Anfang der 70er Jahre ein solches Auto von Lotus, auch wenn dieser als unfahrbar galt und schnell wieder von den Pisten verschwand.
Der echte Graham Hill indes als Rennfahrer ist ein nettes Beiwerk, aber auch Hill kann diesen Film nicht retten. Erstaunlich, dass er sich für diesen Unfug überreden ließ...
@@@ DIE DVD - DER SUPERGROSSE REINFALL @@@
Ton und Bildqualität sind Mittelmaß. Das Dolby Digital 5.1 klingt eher wie Doppel-Mono. Bereits das Intro, Rennbilder aus Monaco, lässt Übles ahnen, denn diese Bilder sind schlicht unscharf. Jawohl, unscharf !
Der bessert sich zwar nach wenigen Minuten, aber die nächste böse Überraschung wartet auf den Käufer dieser DVD: das angegebene Format 16:9 füllt zwar meinen Widescreen-Fernseher aus, aber es werden Teile des Bilder abgeschnitten. Auch das wäre minimal erträglich, aber wer den Film Fullscreen in 16:9 betrachten will, hat ein vertikal gestauchtes Bild. Gesichter sehen aus, als hätten sie in eine saure Zitrone gebissen, Rennwagen sehen aus wie gequetschte Tomaten !!!
Einzig eine Breitbild-Einstellung schafft Abhilfe. Wer aber über ein einfaches TV-Gerät verfügt und diese Funktion nicht hat, darf sich 83 Minuten Zitronengesichter uns gestauchte Rennwagen anschauen. Das ist einfach unverschämt, einen Film in dieser Weise auf den Markt zu platzieren.
@@@ FAZIT @@@
Miese Story, miese DVD und gequetschte Bilder... da hätte ich mir die knappen 10 Euro besser gespart. Es gibt Kultfilme, die sogar deutlich günstiger sind und dafür ein perfektes Bild abliefern und auch noch ein Booklet haben.
Diese DVD aber ist schlichte und miese Geldabzocke, denn der Betreiber setzt vermutlich auf diese Vielzahl von Formel 1- oder Schumi-Fans, die den Film kaufen. Alias Nepper, Schlepper, Bauernfänger...
Mir fällt kein DVD-Kauf ein, der mich auch nur ansatzweise so geärgert hätte wie in diesem Fall.
Mein Tipp: FINGER WEG !!!
JL (für yopi und ciao)
14 Bewertungen, 1 Kommentar
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25.04.2006, 09:42 Uhr von Vamada
Bewertung: sehr hilfreichPrima geschrieben, lg Michaela
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