Erfahrungsbericht von Realjackass
Manchmal ist der Tod besser..
Pro:
Genialer Film
Kontra:
Der Hauptdarsteller, einigen wird sicherlich der Splatter fehlen, fast nicht vorhandene Logik
Empfehlung:
Ja
Es kommt nicht oft vor, dass ich mich nach einem Film nichtmehr traue, dass Zimmer zu verlassen. Das alleine schon der Gedanke an den Film beklemmende Gefühle erzeugt. Das man erst etwas vollkommen falsches erwartet und der Film dann wie ein Vorschlaghammer einschlägt. ``Friedhof der Kuscheltiere´´ war so ein Fall.. Natürlich MUSS ich euch jetzt einfach davon Berichten.
Story
-----------------
Der Arzt Louis Creed zieht mit seiner Familie - Frau Rachel, Sohn Gage und Tochter Ellie - in ein Haus, dass in einer von Trucks stark befahrenen Gegend liegt. Knapp 10 Meter neben ihrem neuen Heim ist die Straße und auf der anderen Seite wohnt der nette alte Mann Jud Crandall, der ein Geheimniss zu haben scheint, wie Louis bald klar wird. Als sich Louis bei ihm nach einem Weg erkundigt, der in einen Wald zu führen scheint, bekommt er folgendes zu hören: Der Weg bringt einen zu einem Friedhof, bei dem die Kinder der Gegend ihre toten Tiere beerdigen. Aufgrund der stark befahrenen Straße kommt es nämlich nicht selten zu Todesfällen. Neben dem Tierfriedhof liegt ein großer Gestrüpphaufen und irgend etwas unheimliches scheint von ihm auszugehen.
Ein paar Tage später: Nach einem Streit fährt Rachel mit den Kindern zu ihren Eltern und Louis bleibt allein in dem neuen Zuhause. Wie es das Schicksal so will wird die Katze der Familie überfahren. Louis ist ratlos, wie er das seinem Sohn beibringen soll. Da hat der alte Jud einen Ratschlag: Ganz in der Nähe liegt eine alte, Indianische Begräbnisstätte. Wenn man die toten dort begräbt, kehren sie ins Leben zurück. Natürlich probiert Louis das als einzigen Ausweg aus. Ein schwerer Fehler! Denn die Katze, welche tatsächlich wiederkommt, ist nicht mehr die selbe wie zuvor.. Sie ist seltsam aggressiv und verstört.
Als Rachel und die Kinder ein paar Tage später wiederkommen, geschieht etwas schreckliches: Bei einem gemeinsamen Picknick mit Jud läuft der 12 Monate alte Gage auf die Straße und wird von einem LKW überrollt. Für die Familie bricht eine Welt zusammen und Louis sieht nur noch einen Ausweg: Er will dem Indianerfriedhof nochmal einen Besuch abstatten...
Schauspieler
----------------------------
Der Hauptdarsteller Louis Creed wird gespielt von Dale Midkiff. Da hätten wir auch schon das Problem des Films: Er wird von einem Hauptdarsteller getragen, der die Schauspielschule lieber etwas länger hätte besuchen sollen. Er konnte mich nicht wirklich überzeugen in den Szenen in der er ein Mensch verliert den er liebt und auch dann nicht, wenn er Hass rüberbringen muss. Alles wirkt gekünstelt und unprofessionell.
Viel besser da schon Ehefrau Rachel, gespielt von Denise Crosby oder Nachbar Jud, gespielt von Fred Gwynne. Eben genannter hat die typische, wenn auch klischeehafte Ausstrahlung des lieben, neuen Nachbars. Also mir hat seine Darstellungsweise gut gefallen.
Wie sieht es mit den Kindern aus? Klar, hier kann man keine Oscarleistung erwarten und an der Leistung selbst liegts auch nicht. Woran es hapert ist die deutsche Synchro des Sohnes Gage. Es hört sich ganz so an, als habe eine erwachsene Frau krampfhaft versucht so hoch wie möglich zu sprechen... Da können wir von Glück reden, dass Gage im Film nicht viel Dialog hat!
Splatter
-----------------
Wie sieht´s mit dem Gewaltfaktor im Film aus? Dieser ist ja, vor allem im Horrorbereich, immer wieder wichtig zu erwähnen. Manche Leute haben eben keinen so robusten Magen und so wäre es für die ziemlich hilfreich zu wissen, auf was sie sich da einlassen.
Wie steht es nun mit dem Blut in Friedhof der Kuscheltiere? Zur Information: Der Film war eine Zeit lang Indiziert, das heißt, er darf nicht öffentlich angeboten und verkauft werden. Ganz harmlos kann er da ja auch nicht sein.. Und es stimmt: Man sieht im Film mehrere male eine sehr blutige und detaillierte Kopfwunde, sowie ein verstümmelter Mund und eine aufgeschnittene Verse. Im großen und ganzen wars das aber. Splatterfans, die wirklich nur auf Gewalt aus sind, kommen also NICHT auf ihre Kosten. Dafür geizt der Film mit einem nicht: Atmosphäre. Dazu jedoch gleich mehr...
Daten zum Film
--------------------------
Originaltitel: Pet Sematary
Alternativtitel: Cimitero Vivente
Land: USA ( 1989 )
Regie: Mary Lambert
Länge: 98:28 Min ( uncut )
Freigabe: SPIO/JK
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die richtige Fassung
------------------------------------
Wie immer gehe ich auch kurz auf diesen Punkt ein, obwohl es sich hier nicht um einen DVD Bericht handelt.
Die einzige deutsche DVD Fassung ist von Paramount und UNGESCHNITTEN. Also, wenn das mal nichts ist. Wenn ich mich recht erinnere, haben die auch schon Freitag der 13. rausgebracht. Aber egal, zurück zum egentlichen: Neben der uncut Fassung hat uns der Silberling nichts zu bieten: Extras gibt es garkeine, nicht einmal einen Trailer. Dafür ist Bild & Ton ganz annehmbar.
Wenn man nicht die Möglichkeit hat, an die DVD zu kommen gibt es noch die Gelegenheit einer ungeschnittenen VHS: Diese stammt von CIC und auch hier bekommt man ganz annehmbare Qualität.
Kritik
---------------
Oftmals gibt es Filme, bei denen man sich schon beim Namen was vollkommen falsches denkt. Dieser Streifen hier ist das beste Beispiel. Wer sich den Film anschaut in dem Gedanken, wandelnde Plüschteddys zu sehen hat danach sicherlich den Schock fürs Leben. Neben der ein oder anderen durchaus blutigen Wunde geizt der Film nämlich mit einem nicht: Atmosphäre und dem absoluten Grauen. Es ist der Wahnsinn wie der Film sich immer mehr in sein krankes Ende hineinentwickelt und den Zuschaur dann verstört in den Abspann lässt, der von fröhlicher Popmusik unterlegt ist. Vielleicht habe ich den Film zu ernst genommen, das kann sein. Es sei jedoch zu erwähnen, dass ich viele Horrorfilme schaue und mich nur wenige in letzter Zeit so gegruselt haben wie dieser hier.
Am Anfang geht es ja ruhig und behaglich los. Eine hübsche kleine Familie, ein Umzug und der nette, neue Nachbar. Mit der Zeit entwickelt sich die Geschichte aber immer mehr in einen Albträum. Erst wird die Katze, dann sogar der kleine Sohn der Familie überfahren. Das Hausmädchen der Creed´s begeht im Keller Selbstmord durch erhängen, da sie die Schmerzen, hervorgerufen durch Krebs, nichtmehr aushält. Hinzu kommen noch die ziemlich heftigen Rückblenden eines wandelnden Toten, der dann von einem aufgebrachten Mob einschließlich Vater verbrannt wird. Mindestens genauso bitter ist die Kindheit von Ehefrau Rachel. Ihre ältere Schwester litt an einer seltenen Krankheit, durch die die Haut einfällt und der Mensch schrecklich verunstaltet wird.
Dies alles zehrt an den Nerven des Zuschauers und ist von demher nicht für Leute mit schwachen Nerven zu empfehlen.
Leider, leider muss ich sagen, habe ich auch etwas Negatives zu Berichten: Das wäre die altbekannte Logik, die Horrorfans oftmals ein Dorn im Auge ist. Ab und zu hält sich das ja in grenzen und ein kleines bisschen Unlogisch ist jeder Horrorfilm - aber hier ist es doch extrem. Haben sich die Creed´s zB nicht über das Haus informiert, in das sie ziehen? Sie wissen nichts von dem Tierfriedhof in der Nähe und auch nicht, dass die Straße von Trucks stark befahren ist.
Und warum holt Louis am Ende seinen Sohn zurück ins Leben, wo er doch an der Katze gesehen hat, was schreckliches passiert? Ein kleines bisschen gönnt man ihm ja, dass es gegen Ende hin aus den Fugen gerät, möchte ich fast meinen.
Fazit
-------------
``Friedhof der Kuscheltiere´´ ist ein Film, den man nicht abtun sollte, bevor man ihn gesehen hat! Die, die den Streifen unterschätzen werden ihr blaues Wunder erleben.
Ich zu meinem Teil war mitgerissen von der schockierenden Handlung, auch wenn sie teilweise extreme Logiklöcher hat. Da stören auch die teilweise schlechten Darsteller nicht. Der Film ist nur was für die ganz hartgesottenen, auch wenn er nicht all zu viel Splatter bietet - da hat Teil 2 mehr. Also: Seht ihn euch an, oder lasst es bleiben. Aber sagt danach nicht, ich hätte euch nicht gewarnt ;-)
Mfg
Realjackass
PS: Ich habe extra einige Dinge bezüglich der Handlung ausgelassen, da dass ein bisschen die Spannung nehmen würde und das wäre sehr schade.
Story
-----------------
Der Arzt Louis Creed zieht mit seiner Familie - Frau Rachel, Sohn Gage und Tochter Ellie - in ein Haus, dass in einer von Trucks stark befahrenen Gegend liegt. Knapp 10 Meter neben ihrem neuen Heim ist die Straße und auf der anderen Seite wohnt der nette alte Mann Jud Crandall, der ein Geheimniss zu haben scheint, wie Louis bald klar wird. Als sich Louis bei ihm nach einem Weg erkundigt, der in einen Wald zu führen scheint, bekommt er folgendes zu hören: Der Weg bringt einen zu einem Friedhof, bei dem die Kinder der Gegend ihre toten Tiere beerdigen. Aufgrund der stark befahrenen Straße kommt es nämlich nicht selten zu Todesfällen. Neben dem Tierfriedhof liegt ein großer Gestrüpphaufen und irgend etwas unheimliches scheint von ihm auszugehen.
Ein paar Tage später: Nach einem Streit fährt Rachel mit den Kindern zu ihren Eltern und Louis bleibt allein in dem neuen Zuhause. Wie es das Schicksal so will wird die Katze der Familie überfahren. Louis ist ratlos, wie er das seinem Sohn beibringen soll. Da hat der alte Jud einen Ratschlag: Ganz in der Nähe liegt eine alte, Indianische Begräbnisstätte. Wenn man die toten dort begräbt, kehren sie ins Leben zurück. Natürlich probiert Louis das als einzigen Ausweg aus. Ein schwerer Fehler! Denn die Katze, welche tatsächlich wiederkommt, ist nicht mehr die selbe wie zuvor.. Sie ist seltsam aggressiv und verstört.
Als Rachel und die Kinder ein paar Tage später wiederkommen, geschieht etwas schreckliches: Bei einem gemeinsamen Picknick mit Jud läuft der 12 Monate alte Gage auf die Straße und wird von einem LKW überrollt. Für die Familie bricht eine Welt zusammen und Louis sieht nur noch einen Ausweg: Er will dem Indianerfriedhof nochmal einen Besuch abstatten...
Schauspieler
----------------------------
Der Hauptdarsteller Louis Creed wird gespielt von Dale Midkiff. Da hätten wir auch schon das Problem des Films: Er wird von einem Hauptdarsteller getragen, der die Schauspielschule lieber etwas länger hätte besuchen sollen. Er konnte mich nicht wirklich überzeugen in den Szenen in der er ein Mensch verliert den er liebt und auch dann nicht, wenn er Hass rüberbringen muss. Alles wirkt gekünstelt und unprofessionell.
Viel besser da schon Ehefrau Rachel, gespielt von Denise Crosby oder Nachbar Jud, gespielt von Fred Gwynne. Eben genannter hat die typische, wenn auch klischeehafte Ausstrahlung des lieben, neuen Nachbars. Also mir hat seine Darstellungsweise gut gefallen.
Wie sieht es mit den Kindern aus? Klar, hier kann man keine Oscarleistung erwarten und an der Leistung selbst liegts auch nicht. Woran es hapert ist die deutsche Synchro des Sohnes Gage. Es hört sich ganz so an, als habe eine erwachsene Frau krampfhaft versucht so hoch wie möglich zu sprechen... Da können wir von Glück reden, dass Gage im Film nicht viel Dialog hat!
Splatter
-----------------
Wie sieht´s mit dem Gewaltfaktor im Film aus? Dieser ist ja, vor allem im Horrorbereich, immer wieder wichtig zu erwähnen. Manche Leute haben eben keinen so robusten Magen und so wäre es für die ziemlich hilfreich zu wissen, auf was sie sich da einlassen.
Wie steht es nun mit dem Blut in Friedhof der Kuscheltiere? Zur Information: Der Film war eine Zeit lang Indiziert, das heißt, er darf nicht öffentlich angeboten und verkauft werden. Ganz harmlos kann er da ja auch nicht sein.. Und es stimmt: Man sieht im Film mehrere male eine sehr blutige und detaillierte Kopfwunde, sowie ein verstümmelter Mund und eine aufgeschnittene Verse. Im großen und ganzen wars das aber. Splatterfans, die wirklich nur auf Gewalt aus sind, kommen also NICHT auf ihre Kosten. Dafür geizt der Film mit einem nicht: Atmosphäre. Dazu jedoch gleich mehr...
Daten zum Film
--------------------------
Originaltitel: Pet Sematary
Alternativtitel: Cimitero Vivente
Land: USA ( 1989 )
Regie: Mary Lambert
Länge: 98:28 Min ( uncut )
Freigabe: SPIO/JK
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die richtige Fassung
------------------------------------
Wie immer gehe ich auch kurz auf diesen Punkt ein, obwohl es sich hier nicht um einen DVD Bericht handelt.
Die einzige deutsche DVD Fassung ist von Paramount und UNGESCHNITTEN. Also, wenn das mal nichts ist. Wenn ich mich recht erinnere, haben die auch schon Freitag der 13. rausgebracht. Aber egal, zurück zum egentlichen: Neben der uncut Fassung hat uns der Silberling nichts zu bieten: Extras gibt es garkeine, nicht einmal einen Trailer. Dafür ist Bild & Ton ganz annehmbar.
Wenn man nicht die Möglichkeit hat, an die DVD zu kommen gibt es noch die Gelegenheit einer ungeschnittenen VHS: Diese stammt von CIC und auch hier bekommt man ganz annehmbare Qualität.
Kritik
---------------
Oftmals gibt es Filme, bei denen man sich schon beim Namen was vollkommen falsches denkt. Dieser Streifen hier ist das beste Beispiel. Wer sich den Film anschaut in dem Gedanken, wandelnde Plüschteddys zu sehen hat danach sicherlich den Schock fürs Leben. Neben der ein oder anderen durchaus blutigen Wunde geizt der Film nämlich mit einem nicht: Atmosphäre und dem absoluten Grauen. Es ist der Wahnsinn wie der Film sich immer mehr in sein krankes Ende hineinentwickelt und den Zuschaur dann verstört in den Abspann lässt, der von fröhlicher Popmusik unterlegt ist. Vielleicht habe ich den Film zu ernst genommen, das kann sein. Es sei jedoch zu erwähnen, dass ich viele Horrorfilme schaue und mich nur wenige in letzter Zeit so gegruselt haben wie dieser hier.
Am Anfang geht es ja ruhig und behaglich los. Eine hübsche kleine Familie, ein Umzug und der nette, neue Nachbar. Mit der Zeit entwickelt sich die Geschichte aber immer mehr in einen Albträum. Erst wird die Katze, dann sogar der kleine Sohn der Familie überfahren. Das Hausmädchen der Creed´s begeht im Keller Selbstmord durch erhängen, da sie die Schmerzen, hervorgerufen durch Krebs, nichtmehr aushält. Hinzu kommen noch die ziemlich heftigen Rückblenden eines wandelnden Toten, der dann von einem aufgebrachten Mob einschließlich Vater verbrannt wird. Mindestens genauso bitter ist die Kindheit von Ehefrau Rachel. Ihre ältere Schwester litt an einer seltenen Krankheit, durch die die Haut einfällt und der Mensch schrecklich verunstaltet wird.
Dies alles zehrt an den Nerven des Zuschauers und ist von demher nicht für Leute mit schwachen Nerven zu empfehlen.
Leider, leider muss ich sagen, habe ich auch etwas Negatives zu Berichten: Das wäre die altbekannte Logik, die Horrorfans oftmals ein Dorn im Auge ist. Ab und zu hält sich das ja in grenzen und ein kleines bisschen Unlogisch ist jeder Horrorfilm - aber hier ist es doch extrem. Haben sich die Creed´s zB nicht über das Haus informiert, in das sie ziehen? Sie wissen nichts von dem Tierfriedhof in der Nähe und auch nicht, dass die Straße von Trucks stark befahren ist.
Und warum holt Louis am Ende seinen Sohn zurück ins Leben, wo er doch an der Katze gesehen hat, was schreckliches passiert? Ein kleines bisschen gönnt man ihm ja, dass es gegen Ende hin aus den Fugen gerät, möchte ich fast meinen.
Fazit
-------------
``Friedhof der Kuscheltiere´´ ist ein Film, den man nicht abtun sollte, bevor man ihn gesehen hat! Die, die den Streifen unterschätzen werden ihr blaues Wunder erleben.
Ich zu meinem Teil war mitgerissen von der schockierenden Handlung, auch wenn sie teilweise extreme Logiklöcher hat. Da stören auch die teilweise schlechten Darsteller nicht. Der Film ist nur was für die ganz hartgesottenen, auch wenn er nicht all zu viel Splatter bietet - da hat Teil 2 mehr. Also: Seht ihn euch an, oder lasst es bleiben. Aber sagt danach nicht, ich hätte euch nicht gewarnt ;-)
Mfg
Realjackass
PS: Ich habe extra einige Dinge bezüglich der Handlung ausgelassen, da dass ein bisschen die Spannung nehmen würde und das wäre sehr schade.
Bewerten / Kommentar schreiben