GTA Grand Theft Auto III (Action PC Spiel) Testbericht



ab 40,23 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
Erfahrungsbericht von Kain_Graveholder
> Groß, Toll, Anders <
Pro:
Abwechslung, große Stadt, massig Autos und Missionen
Kontra:
nicht so gut wie GTA Vice City ;)
Empfehlung:
Ja
Hallo ihr Yopis!
Vor einigen Tagen wurde es mir mal wieder langweilig. Ich schaute in meinen Spieleschrank und kramte ein Spiel hervor, das ich seit langem nicht mehr gezockt habe. Es handelt sich um
+++ GTA 3 +++
und dessen Test lest ihr jetzt.
+++ Die Story +++
Die Story ist schnell erzählt: man spielt einen namenlosen Kriminellen, der von seiner Freundin während eines gemeinsamen Banküberfalls niedergeschossen wird. Beim Gefangenentransport findet jedoch ein Attentat auf den Konvoi statt, bei dem auch unser Held mitfährt. Die Verantwortlichen sind Kumpels von 8-Ball, einem Mithäftling. Zusammen fliehen die beiden in einen Unterschlupf um die Klamotten zu wechseln. Danach wird man von 8-Ball gebeten, ihn zu einem \"Club\" zu fahren, der sich als Bordell herausstellt. Auf Rache an seiner ehemaligen Partnerin Catalina sinnend, nimmt der Namenlose nun die ersten Aufträge von Luigi, dem Besitzer des Clubs an. Im weiteren Spielverlauf wechseln die Auftraggeber häufig, aber dazu später mehr. Die gesamte Handlung wird übrigens in gut gemachten Cutscenes in Spielegrafik erzählt.
+++ Das Spiel +++
Man beginnt das Spiel bei gesagtem Club mit anfangs noch recht einfachen Aufträgen wie Luigis Freundin umherkutschieren oder genug Nutten für einen Polizeiball einzusammeln. Im Polizeiball-Beispiel gibt es zusätzlich ein Zeitlimit, welches in späteren Missionen zur Last werden kann, aber auch sehr viel Spannung schafft.
Anfangs sieht es noch recht traurig aus, das Gangsterleben: keine Kohle, keine Knarren, keine heißen Kisten. Aber hier kann Abhilfe geschaffen werden. Man bekommt Kohle für jede erledigte Mission, und je weiter man kommt, desto mehr Kohle gibt es logischerweise. Aber auch zwischen den Missionen lässt sich gut Knete machen und zwar mit witzigen Minispielen, auf die ich später komme. Auch das Bleispritzenproblem hat sich schnell erledigt, bereits nach ein paar Missionen bekommt man eine Pistole, die man auch käuflich erwerben kann, später eine Uzi. Alternativ kann man auch Gangmitglieder überfahren, die dann ihre Waffe fallenlassen. Habe ich gerade überfahren geschrieben? Genau, die Autos, davon gibt es eine ganze Menge verschiedener Typen in Liberty City, also sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auch zu den Autos gleich mehr. Nur soviel: ihre Beschaffung ist kinderleicht. Dazu hält man einfach ein Auto an und zerrt dessen Fahrer vom Sitz.
Das Leben eines Gangsters ist aber nicht immer so einfach, wie eingangs erwähnt und so kommt es öfter als man denkt zum plötzlichen Tod des Helden. Aber halb so schlimm, wacht er doch um 1.000 Dollar erleichtert in einem Krankenhaus auf. Erleichtert wurde er allerdings auch um alle Waffen, die er bei sich trug, was ganz schön ärgerlich sein kann. Um besagtem Tod vorzubeugen sollte man ein Auge auf die Lebensenergie haben, die sich per Herzsymbol auffrischen lässt, Diese Symbole sind überall in der Stadt zu finden, also sollte es kein Problem sein auch eine etwas wildere Schießerei zu überleben. Zusätzlichen Schutz bietet eine Weste, die einem nocheinmal 100 \"Lebenspunkte\" verschafft.
Der Tod kann aber nicht nur durch Schießereien oder den unsachgemäßen Gebrauch eines Autos kommen, sondern auch durch die hart durchgreifenden Gesetzeshüter. Rechts oben sieht man 6 Sheriff-Sterne, die anfangs leer sind. Begeht man jedoch verschiedene Straftaten, füllen sie sich. Ist nur einer gefüllt genügt es abzuwarten, bis er wieder verschwindet. Ab zwei Sternen verschwinden sie nicht mehr und man wird von Polizeiautos gejagt. Aber der dritten Stufe kommen zusätzlich Helikopter zum Einsatz, ab der vierten Stufe wird man zusätzlich von SWAT-Teams gejagt. Ab der fünften Stufe hat man das schwerbewaffnete und mit pfeilschnellen Kisten ausgestattete FBI am Hals und wer es geschafft hat, bis zur 6. Stufe zu überleben, der darf sich mit dem Militär samt Panzern messen.
+++ Die Stadt +++
Liberty City ist eine Metropole, wie man sie aus unserer Zeit kennt, mit Highways, Wolkenkratzern, Straßengangs... Die Stadt ist recht düster angehaucht, aber sehr florierend. Ständig flanieren Passanten auf den Bürgersteigen und Autos tingeln umher. Auch kann man das Glück (oder Pech) haben in eine Straßenschlacht zwischen rivalisierenden Banden zu gelangen und kräftig mitmischen. Außer mit dem Auto oder zu Fuß lässt es sich in Liberty City auch noch recht bequem per Zug oder U-Bahn reisen. Die U-Bahn verbindet übrigens die drei Stadtteile Portland, Staunton Island und Shoreside Vale miteinander. Deren Besichtigung ist jedoch erst im späteren Spielverlauf möglich, nämlich dann, wenn man bestimmte Missionen eines Stadtteils erfolgreich erledigt hat. Tolle Idee der Entwickler: sobald sich ein Unfall ereignet, stürmen Massen von Leuten hinzu um zu gaffen.
+++ Die Autos +++
Das schönste an Spielen der GTA-Reihe: die Autos. Rund 60 verschiedene Boliden gibt es, von der spießigen Familienkutsche über schnittige Sportwagen bis zum Müllauto und Panzer ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dabei unterscheiden sich die Karren nicht sehr stark (ok, der Sportwagen fährt sich schon anders als der Panzer) aber im Großen und Ganzen sind die Unterschiede nicht so groß wie z.B. bei Mafia (auch darüber habe ich einen Test geschrieben). Physikalisch ist alles was in GTA 3 passiert völliger Nonsens. Die Autos beschleunigen sehr stark und kommen auf wahnwitzige Geschwindigkeiten. Ein Schadensmodell gibt es leider nicht. Man sieht zwar Schäden an den Boliden, wie abgerissene Türen etc. aber diese haben keinen Einfluss auf das Fahrverhalten. Fängt der Motor nach ein paar gehörigen Crashs an zu brennen, sollte man seine Kiste schnellstens verlassen, außer man wollte schon immer mal ein explodierendes Auto von innen sehen.
+++ Die Waffen +++
Mit 12 verschiedenen Waffen bietet GTA 3 abwechslungsreiche Kost, bei der für jeden Geschmack etwas dabei ist. Angefangen beim eher lächerlichen Baseballschläger oder der blanken Faust, geht man schnell zu Pistole und Uzi über. Außerdem erhält man eine Schrotflinte sowie einen M16- und einen AK47-Verschnitt mit auf den Weg. Wer auf schweres Gerät steht, der ist mit dem Raketenwerfer und dem Flammenwerfer beglückt. Für Leisetreter und Perfektionisten gibt es außerdem ein Präzisionsgewehr. Für eine Streuwirkung lassen sich außerdem Granaten und Molotovcocktails einsetzen.
+++ Die Minispiele +++
Kommen wir nun zu den lustigen Minispielen, die sich optional abseits des Haupthandlungsstrangs verfolgen lassen.
Per Taxi beispielsweise lässt es sich vortrefflich Gäste gegen Bares befördern. Schafft man dies einhundertmal insgesamt erhält man ein neues Taxi-Modell. Schafft man es einhunertmal am Stück (!), so verdient man zusätzlich 500.000 Dollar.
Auch die Bürgerwehr-Missionen haben was. Dazu besorgt man sich ersteinmal ein Polizei-/FBI-Auto oder einen SWAT-Truck. Nun geht es auf Gangsterjagd, Ziel ist es, den Verbrecher zu Klump zu rammen, zu schießen oder was auch immer. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass das Auto des Kriminellen explodiert.
Kniffliger sind da schon die Krankenwagen-Missionen, bei denen es Ziel ist mithilfe eines Krankenwagens Verletzte ins Krankenhaus zu bringen. Doch Vorsicht, wer allzu oft Unfälle baut, dem stirbt der Patient.
Und wofür mag wohl das Feuerwehrauto gut sein? Hmm??? Na klar, brennende Autos löschen. Hierbei kann man auch aussteigen und das soeben gelöschte Fahrzeug übernehmen, es sind einige Raritäten darunter, die man sonst kaum bekommen kann.
Witzig ist eine Karriere als Stuntman. Manche Absätze oder Schanzen (natürlich auch alles was sich als Schanze benutzen lässt) führen einen sogenannten Monstersunt herbei. Dabei fliegt man meist besonders hoch und weit. 20 Stück davon gibt es, der erste bringt 5.000 Dollar, für jeden weiteren gibt es nochmal 5.000 obendrauf.
+++ Grafik +++
Die Grafik ist zwar nicht mehr die aktuellste, rangiert aber immernoch im oberen Drittel. Die Texturen sind düster, verleihen der Stadt ihre Gangster-Athmosphäre, wirken aber von nahem etwas verwaschen. Die Weitsicht ist enorm, kaum ein Spiel bietet diesen Detailgrad auf solche Entfernungen. Die Autos sind recht detailliert geraten, einzig die Figuren wirken etwas kantig und polygonarm.
+++ Sound +++
Am Sound gibt es nichts auszusetzen, außer dass die Sprachausgabe nicht synchronisiert wurde. Untertitel schaffen da jedoch Abhilfe. Wer jedoch des Englischen mächtig ist, dessen Ohr wird mit professionellen Sprechern verwöhnt. An der Musik gibt es nichts auszusetzen, 9 Radiosender spielen Hip Hop, Techno, Rock, Klassik und noch so einiges. Mit dabei ist auch der Sender Chatterbox 109, der herrlich hirnrissige Interviews, gepaart mit witzigen Telefonanrufen verlauten lässt. Wer Englisch kann: unbedingt ein ruhiges Plätzchen suchen und anhören, es lohnt sich. Auszusetzten habe ich nur am Waffensound etwas. Die M16 klingt nicht nach einem MG, sondern eher nach einem Heckentrimmer. Auch Explosionen wummern nicht gerade druckvoll aus den Brüllwürfeln.
+++ Steuerung +++
Obwohl es eine Konsolenumsetzung ist, wurde dieser Part nicht, wie so oft in Konsolenumsetzungen, vermurkst, sondern mit einer ordentlichen Tastatur-Maus-Kombi gelöst. Die Autos steuern sich nach kurzer Eingewöhnung präzise, auch das Zielen mit der Maus geht gut von der Hand.
+++ Der Kopierschutz +++
Ich denke, der hat eine Erwähnung verdient. Bei vielen Spielern (bei mir Gott sei dank nicht) wurde die CD nicht erkannt, obwohl sie im Laufwerk lag und alles korrekt installiert wurde. Der Grund: aus Angst vor Raubkopieren war Take 2 etwas übereifrig mit dem Kopierschutz, was letztendlich dazu führte,dass manche CD-/DVD-Laufwerke die CD partout nicht als solche erkennen wollten. Ärgerlich für den ehrlichen Käufer, wird er so doch ins Warez-Lager getrieben. Ich möchte mir in Zukunft nicht für jedes Spiel einen NOCD-Patch runterladen müssen, nur weil der Publisher meint, beim Kopierschutz freidrehen zu müssen.
+++ Fazit +++
GTA 3 bietet tolle Unterhaltung für viele lange Tage, Abende und Nächte, es gibt vieles zu entdecken, viel mehr, als ich in meinem Bericht aufschreiben konnte. Hat man mit der Hauptmission rund 40 Stunden zugebracht warten noch die unzähligen Nebenmissionen, wie Straßenrennen, Autoklau gegen Bezahlung etc. pp. Das Spielprinzip und vor allem die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob man jetzt den Gangsterboss umlegt oder eine Oma zum Restaurant kutschiert, macht für mich die Faszination an diesem Spiel aus.
Danke für\'s Lesen und noch viel Spaß beim Bewerten und Kommentieren!
Vor einigen Tagen wurde es mir mal wieder langweilig. Ich schaute in meinen Spieleschrank und kramte ein Spiel hervor, das ich seit langem nicht mehr gezockt habe. Es handelt sich um
+++ GTA 3 +++
und dessen Test lest ihr jetzt.
+++ Die Story +++
Die Story ist schnell erzählt: man spielt einen namenlosen Kriminellen, der von seiner Freundin während eines gemeinsamen Banküberfalls niedergeschossen wird. Beim Gefangenentransport findet jedoch ein Attentat auf den Konvoi statt, bei dem auch unser Held mitfährt. Die Verantwortlichen sind Kumpels von 8-Ball, einem Mithäftling. Zusammen fliehen die beiden in einen Unterschlupf um die Klamotten zu wechseln. Danach wird man von 8-Ball gebeten, ihn zu einem \"Club\" zu fahren, der sich als Bordell herausstellt. Auf Rache an seiner ehemaligen Partnerin Catalina sinnend, nimmt der Namenlose nun die ersten Aufträge von Luigi, dem Besitzer des Clubs an. Im weiteren Spielverlauf wechseln die Auftraggeber häufig, aber dazu später mehr. Die gesamte Handlung wird übrigens in gut gemachten Cutscenes in Spielegrafik erzählt.
+++ Das Spiel +++
Man beginnt das Spiel bei gesagtem Club mit anfangs noch recht einfachen Aufträgen wie Luigis Freundin umherkutschieren oder genug Nutten für einen Polizeiball einzusammeln. Im Polizeiball-Beispiel gibt es zusätzlich ein Zeitlimit, welches in späteren Missionen zur Last werden kann, aber auch sehr viel Spannung schafft.
Anfangs sieht es noch recht traurig aus, das Gangsterleben: keine Kohle, keine Knarren, keine heißen Kisten. Aber hier kann Abhilfe geschaffen werden. Man bekommt Kohle für jede erledigte Mission, und je weiter man kommt, desto mehr Kohle gibt es logischerweise. Aber auch zwischen den Missionen lässt sich gut Knete machen und zwar mit witzigen Minispielen, auf die ich später komme. Auch das Bleispritzenproblem hat sich schnell erledigt, bereits nach ein paar Missionen bekommt man eine Pistole, die man auch käuflich erwerben kann, später eine Uzi. Alternativ kann man auch Gangmitglieder überfahren, die dann ihre Waffe fallenlassen. Habe ich gerade überfahren geschrieben? Genau, die Autos, davon gibt es eine ganze Menge verschiedener Typen in Liberty City, also sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auch zu den Autos gleich mehr. Nur soviel: ihre Beschaffung ist kinderleicht. Dazu hält man einfach ein Auto an und zerrt dessen Fahrer vom Sitz.
Das Leben eines Gangsters ist aber nicht immer so einfach, wie eingangs erwähnt und so kommt es öfter als man denkt zum plötzlichen Tod des Helden. Aber halb so schlimm, wacht er doch um 1.000 Dollar erleichtert in einem Krankenhaus auf. Erleichtert wurde er allerdings auch um alle Waffen, die er bei sich trug, was ganz schön ärgerlich sein kann. Um besagtem Tod vorzubeugen sollte man ein Auge auf die Lebensenergie haben, die sich per Herzsymbol auffrischen lässt, Diese Symbole sind überall in der Stadt zu finden, also sollte es kein Problem sein auch eine etwas wildere Schießerei zu überleben. Zusätzlichen Schutz bietet eine Weste, die einem nocheinmal 100 \"Lebenspunkte\" verschafft.
Der Tod kann aber nicht nur durch Schießereien oder den unsachgemäßen Gebrauch eines Autos kommen, sondern auch durch die hart durchgreifenden Gesetzeshüter. Rechts oben sieht man 6 Sheriff-Sterne, die anfangs leer sind. Begeht man jedoch verschiedene Straftaten, füllen sie sich. Ist nur einer gefüllt genügt es abzuwarten, bis er wieder verschwindet. Ab zwei Sternen verschwinden sie nicht mehr und man wird von Polizeiautos gejagt. Aber der dritten Stufe kommen zusätzlich Helikopter zum Einsatz, ab der vierten Stufe wird man zusätzlich von SWAT-Teams gejagt. Ab der fünften Stufe hat man das schwerbewaffnete und mit pfeilschnellen Kisten ausgestattete FBI am Hals und wer es geschafft hat, bis zur 6. Stufe zu überleben, der darf sich mit dem Militär samt Panzern messen.
+++ Die Stadt +++
Liberty City ist eine Metropole, wie man sie aus unserer Zeit kennt, mit Highways, Wolkenkratzern, Straßengangs... Die Stadt ist recht düster angehaucht, aber sehr florierend. Ständig flanieren Passanten auf den Bürgersteigen und Autos tingeln umher. Auch kann man das Glück (oder Pech) haben in eine Straßenschlacht zwischen rivalisierenden Banden zu gelangen und kräftig mitmischen. Außer mit dem Auto oder zu Fuß lässt es sich in Liberty City auch noch recht bequem per Zug oder U-Bahn reisen. Die U-Bahn verbindet übrigens die drei Stadtteile Portland, Staunton Island und Shoreside Vale miteinander. Deren Besichtigung ist jedoch erst im späteren Spielverlauf möglich, nämlich dann, wenn man bestimmte Missionen eines Stadtteils erfolgreich erledigt hat. Tolle Idee der Entwickler: sobald sich ein Unfall ereignet, stürmen Massen von Leuten hinzu um zu gaffen.
+++ Die Autos +++
Das schönste an Spielen der GTA-Reihe: die Autos. Rund 60 verschiedene Boliden gibt es, von der spießigen Familienkutsche über schnittige Sportwagen bis zum Müllauto und Panzer ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dabei unterscheiden sich die Karren nicht sehr stark (ok, der Sportwagen fährt sich schon anders als der Panzer) aber im Großen und Ganzen sind die Unterschiede nicht so groß wie z.B. bei Mafia (auch darüber habe ich einen Test geschrieben). Physikalisch ist alles was in GTA 3 passiert völliger Nonsens. Die Autos beschleunigen sehr stark und kommen auf wahnwitzige Geschwindigkeiten. Ein Schadensmodell gibt es leider nicht. Man sieht zwar Schäden an den Boliden, wie abgerissene Türen etc. aber diese haben keinen Einfluss auf das Fahrverhalten. Fängt der Motor nach ein paar gehörigen Crashs an zu brennen, sollte man seine Kiste schnellstens verlassen, außer man wollte schon immer mal ein explodierendes Auto von innen sehen.
+++ Die Waffen +++
Mit 12 verschiedenen Waffen bietet GTA 3 abwechslungsreiche Kost, bei der für jeden Geschmack etwas dabei ist. Angefangen beim eher lächerlichen Baseballschläger oder der blanken Faust, geht man schnell zu Pistole und Uzi über. Außerdem erhält man eine Schrotflinte sowie einen M16- und einen AK47-Verschnitt mit auf den Weg. Wer auf schweres Gerät steht, der ist mit dem Raketenwerfer und dem Flammenwerfer beglückt. Für Leisetreter und Perfektionisten gibt es außerdem ein Präzisionsgewehr. Für eine Streuwirkung lassen sich außerdem Granaten und Molotovcocktails einsetzen.
+++ Die Minispiele +++
Kommen wir nun zu den lustigen Minispielen, die sich optional abseits des Haupthandlungsstrangs verfolgen lassen.
Per Taxi beispielsweise lässt es sich vortrefflich Gäste gegen Bares befördern. Schafft man dies einhundertmal insgesamt erhält man ein neues Taxi-Modell. Schafft man es einhunertmal am Stück (!), so verdient man zusätzlich 500.000 Dollar.
Auch die Bürgerwehr-Missionen haben was. Dazu besorgt man sich ersteinmal ein Polizei-/FBI-Auto oder einen SWAT-Truck. Nun geht es auf Gangsterjagd, Ziel ist es, den Verbrecher zu Klump zu rammen, zu schießen oder was auch immer. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass das Auto des Kriminellen explodiert.
Kniffliger sind da schon die Krankenwagen-Missionen, bei denen es Ziel ist mithilfe eines Krankenwagens Verletzte ins Krankenhaus zu bringen. Doch Vorsicht, wer allzu oft Unfälle baut, dem stirbt der Patient.
Und wofür mag wohl das Feuerwehrauto gut sein? Hmm??? Na klar, brennende Autos löschen. Hierbei kann man auch aussteigen und das soeben gelöschte Fahrzeug übernehmen, es sind einige Raritäten darunter, die man sonst kaum bekommen kann.
Witzig ist eine Karriere als Stuntman. Manche Absätze oder Schanzen (natürlich auch alles was sich als Schanze benutzen lässt) führen einen sogenannten Monstersunt herbei. Dabei fliegt man meist besonders hoch und weit. 20 Stück davon gibt es, der erste bringt 5.000 Dollar, für jeden weiteren gibt es nochmal 5.000 obendrauf.
+++ Grafik +++
Die Grafik ist zwar nicht mehr die aktuellste, rangiert aber immernoch im oberen Drittel. Die Texturen sind düster, verleihen der Stadt ihre Gangster-Athmosphäre, wirken aber von nahem etwas verwaschen. Die Weitsicht ist enorm, kaum ein Spiel bietet diesen Detailgrad auf solche Entfernungen. Die Autos sind recht detailliert geraten, einzig die Figuren wirken etwas kantig und polygonarm.
+++ Sound +++
Am Sound gibt es nichts auszusetzen, außer dass die Sprachausgabe nicht synchronisiert wurde. Untertitel schaffen da jedoch Abhilfe. Wer jedoch des Englischen mächtig ist, dessen Ohr wird mit professionellen Sprechern verwöhnt. An der Musik gibt es nichts auszusetzen, 9 Radiosender spielen Hip Hop, Techno, Rock, Klassik und noch so einiges. Mit dabei ist auch der Sender Chatterbox 109, der herrlich hirnrissige Interviews, gepaart mit witzigen Telefonanrufen verlauten lässt. Wer Englisch kann: unbedingt ein ruhiges Plätzchen suchen und anhören, es lohnt sich. Auszusetzten habe ich nur am Waffensound etwas. Die M16 klingt nicht nach einem MG, sondern eher nach einem Heckentrimmer. Auch Explosionen wummern nicht gerade druckvoll aus den Brüllwürfeln.
+++ Steuerung +++
Obwohl es eine Konsolenumsetzung ist, wurde dieser Part nicht, wie so oft in Konsolenumsetzungen, vermurkst, sondern mit einer ordentlichen Tastatur-Maus-Kombi gelöst. Die Autos steuern sich nach kurzer Eingewöhnung präzise, auch das Zielen mit der Maus geht gut von der Hand.
+++ Der Kopierschutz +++
Ich denke, der hat eine Erwähnung verdient. Bei vielen Spielern (bei mir Gott sei dank nicht) wurde die CD nicht erkannt, obwohl sie im Laufwerk lag und alles korrekt installiert wurde. Der Grund: aus Angst vor Raubkopieren war Take 2 etwas übereifrig mit dem Kopierschutz, was letztendlich dazu führte,dass manche CD-/DVD-Laufwerke die CD partout nicht als solche erkennen wollten. Ärgerlich für den ehrlichen Käufer, wird er so doch ins Warez-Lager getrieben. Ich möchte mir in Zukunft nicht für jedes Spiel einen NOCD-Patch runterladen müssen, nur weil der Publisher meint, beim Kopierschutz freidrehen zu müssen.
+++ Fazit +++
GTA 3 bietet tolle Unterhaltung für viele lange Tage, Abende und Nächte, es gibt vieles zu entdecken, viel mehr, als ich in meinem Bericht aufschreiben konnte. Hat man mit der Hauptmission rund 40 Stunden zugebracht warten noch die unzähligen Nebenmissionen, wie Straßenrennen, Autoklau gegen Bezahlung etc. pp. Das Spielprinzip und vor allem die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob man jetzt den Gangsterboss umlegt oder eine Oma zum Restaurant kutschiert, macht für mich die Faszination an diesem Spiel aus.
Danke für\'s Lesen und noch viel Spaß beim Bewerten und Kommentieren!
23 Bewertungen, 1 Kommentar
-
16.03.2006, 09:14 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreichGruß Naffy
Bewerten / Kommentar schreiben