GTA Grand Theft Auto III (Action PC Spiel) Testbericht

ab 40,23
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Erfahrungsbericht von Raven

Siend sie zu stark, bist du zu schwach!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gta 3






Liberty City besteht aus drei Stadtteilen, die nach und nach freigeschaltet werden. Jedes davon bildet eine riesige, eigenständige Welt mit unterschiedlichen Charakterzügen. Auf den Bürgersteigen tummeln sich unzählige Menschen, die untereinander interagieren, sich streiten oder prügeln. Mindestens genauso viel ist auf den Straßen los, meistens geht es zu wie im allwöchentlichen Berufsverkehr. Bis sie in einem Stadtteil alle Straßen und Gebäude kennen, vergehen bereits einige Spielstunden.




---------STORY--------

Da helfen auch keine comichaften Ladebilder bei GTA geht es um die raue Wirklichkeit, zumindest so, wie sie in Filmen und Serien immer dargestellt wird. Die Hauptfigur ist frisch aus dem Gefängnis entlassen worden und möchte sich bei den Verantwortlichen der Einbuchtung rächen, braucht aber dazu noch jede Menge Kleingeld und vor allem den richtigen Status. So fängt man mit Laufburschenjobs für die Gangsterbosse an, um nach und nach in der Hierarchie aufzusteigen, bis man später selbst einen Mob befehligen kann. Während dieses Spielprinzip fast Eins -zu- Eins von den Vorgängern übernommen wurde, fand im grafischen Bereich eine kleine Revolution statt. Die vorher zweidimensionalen Großstädte erblickt man nun in feinster, wenn auch nicht ganz ruckelfreier 3D-Grafik, die in ihrem Detailreichtum ihresgleichen sucht. Als erstes schnappt man sich also einen Wagen und holt eine Prostituierte vom Krankenhaus ab und bekommt dafür das erste Bargeld. Schon nach kurzer Zeit übernimmt man dann schon die härteren Aufträge und kann auch bei anderen Bossen anfangen, wodurch sich das Ansehen bei den unterschiedlichen Gangs verändert. Neben den recht linearen Aufträgen ist man aber die meiste Zeit damit beschäftigt die vielen Extra-Missionen und Verstecke ausfindig zu machen, die bei GTA 3 einen großen Teil der Atmosphäre ausmachen.


----- Das Spiel -----

Nicht nur eingefleischte Fans der GTA-Reihe werden mit einem Blick die auffälligste Veränderung gegenüber den ersten beiden Teilen feststellen können: GTA3 spielt sich nicht mehr aus der Vogelperspektive. Die Entwickler aus dem Hause Rockstar haben das Spiel komplett in die 3D Perspektive umgesetzt. Ähnlich wie in MP (indiziert) blicken sie ihrer Figur nun über den Rücken, auch die Steuerung ist ähnlich. Mit der Maus dirigieren sie das Fadenkreuz, mit der Tastatur bestimmen sie die Lauf-, bzw. Fahrtrichtung. Wem das nicht gefällt der kann wahlweise auch einen Gamepad benutzten, Lenkräder werden nicht unterstützt. Das ist aber auch gar nicht nötig, die Fahrzeuge steuern sich ausgezeichnet und präzise, die Fahrphysik braucht sich vor Top-Rennspielen wie der alt-ehrwürdigen Need for Speed -Serie nicht versteckten. Neben den recht linearen Aufträgen ist man aber die meiste Zeit damit beschäftigt die vielen Extra-Missionen und Verstecke ausfindig zu machen, die bei GTA 3 einen großen Teil der Atmosphäre ausmachen. All diese Punkte würden GTA3 schon zu einem sehr guten Spiel machen. Doch das soll noch nicht alles gewesen sein. Kennen sie die Spiele in denen sie Verbrecher jagen müssen und gleichzeitig Feuerwehrmann spielen? Das gleiche können sie auch in GTA3 machen. Laufen Sie einfach zur nächsten Feuerwehrstation, klauen sie einen Einsatzfahrzeug und schon geht’s los. Auf Tastendruck bekommen sie angezeigt wo’s hingeht, schaffen sie es das Ziel in der vorgegebenen Zeit zu erreichen, bekommen sie Geld zugeschrieben, dass sie dann in neue und bessere Waffen investieren können.


Leider beherbergt das Spiel auch einige unschöne Details, die in Australien schon zu einem Verbot geführt haben. Nicht nur das Straßenbanden immer wieder auch unbeteiligte Leute zusammenschlagen, nein man bekommt sogar einen Bonus wenn man nach dem Geschlechtsverkehr eine Prostituierte umbringt. Welch kranken Gehirn das entsprungen ist, will man eigentlich gar nicht so genau wissen, wer also schon Probleme mit Waffen hat, sollte sich ganz sicher ein anderes Spiel suchen, GTA 3 ist wirklich harter Tobak. Und wenn Sie einmal nichts zu tun haben sollten, dann lohnt es sich einfach mal auf Sightseeing-Tour zu gehen, die Straßen unsicher zu machen, sich von der Polizei und FBI jagen zu lassen und den Radiosendern zu lauschen. Deren sieben sind im Spiel enthalten, die Musikstile reichen von Klassik bis Techno und die leider englischsprachigen Moderatoren und Werbeslogans sind ein absolutes Highlight des Spiels. Und wem die Musik nicht gefällt der kann seine eigenen MP3s einbinden, genauso besteht die Möglichkeit das Aussehen der Spielfigur zu ändern.

-------Fazit-----

Trotz dieser recht derben Ideen bleibt GTA 3 unterm Strich ein wirklich erstklassiges Game, das in punkto Präsentation und Gameplay momentan kaum Konkurrenz auf der Playstation 2 zu befürchten hat. Für viele Fans dürfte GTA 3 sogar der wichtigste Kaufgrund für die PS 2 sein, schließlich wird man auf eine Umsetzung auf ein anderes System wohl noch eine Weile warten müssen. Selten ist es Game-Designern wie hier so perfekt gelungen auf der einen Seite globale Zusammenhänge einzufangen, während auf der anderen Seite kleine Details, wie herumfliegende Zeitungen das Spielerauge erfreuen. Das Spiel bietet durch das riesige Areal und die vielen versteckten Bonusfahrzeuge genug Stoff für monatelangen Spielspaß, sodass man, falls man einmal damit angefangen hat, so schnell nicht wieder aufhören wird. Nur der gelegentlich etwas träge Bildaufbau stört die sonst perfekte Gangsterwelt, die mit ihren feinen Texturen und fabelhaften Modellen bis vor kurzem auf der PS 2 kaum vorstellbar war. Fans der ersten beiden Teile dürfen sofort zugreifen, nur wer mit übertriebener Gewalt Probleme hat, sollte einen großen Bogen um GTA 3 machen. Der Rest wird jede Menge Spaß mit dieser Chaos-Simulation haben – Hauptsache man nimmt das Spiel nicht ganz so ernst wie die Behörden.

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