Halloween: Resurrection (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von loppo

Stech mir bitte nicht ins Herz!

Pro:

ein wenig Schauer, ein paar brauchbare Effekte

Kontra:

Wo bleibt die Story? leider kaum Anspruch, ein öder Versuch einer Kopie besserer Streifen

Empfehlung:

Ja

So scheint es zumindest zu sein, da viele Leute die letzten Horrorfilme nicht mehr so gern sehen wie noch vor einigen Jahren z.B. Scream oder noch vor viel längerer Zeit einst die Freitag der 13. Filme oder Halloween. Da komme ich dann auch schon auf mein heutiges Thema zu sprechen. Der neue "Halloween" Film, mitlerweile schon der 8., trägt den Namen "Resurrection". Ich habe mir den Film mal angeschaut und das mit halbswegs standartgemäßen Erwartungen für einen Horrorfilm. Was letzten Endes dabei rausgekommen ist, das erfahrt ihr im Folgenden! Viel Spaß beim Lesen ...


Story


Der Film beginnt düster in einer Psychatrie, in der derzeit Laura Strode (Jamie Lee Curits) sitzt, weil sie unter totalen Paranoia leidet, oder auch nicht?! Einst wurde sie mehrfach von Michael Myers gejagd, einen Psychopathen, der krankhaft versucht hat, sie zu töten. Wir sehen nun eine kleine Rückblende auf das Ende ds 7. Teils, wo Laura versuchte Michael zu töten und ihm anscheinend enthauptete. Aber der Enthauptete war nicht wirklich Michael Myers, der war schon längst geflohen. Mitlwerweile weiß Laura das jetzt und sie weiß auch, dass Michael wieder kommen wird und sie ein weiteres Mal mit einem schaurigen Messer heimsuchen wird.

Es vergehen kaum ein paar Minuten, da taucht er schon auf und metztelt ein paar Unschuldige nieder. Er fällt nicht auf und ist schnell bei Laura, die ihn schon "herzlich" erwartet. Sier versteckt sich und greift Michael von hinten an. Leider ist Michael etwas hartnäckig und ersticht Laura... Nun scheint er es also endlich geschafft zu haben, oder nicht?!

...

Hier beginnt jetzt der Film.

31. Oktober 2001, Haddonfield: Halloween steht wieder kurz bevor und wieder beginnt es direkt in einer High School, wie schon so viele andere zuvor auch. 6 Teenies wollen an einer Reality Show teilnehmen, die live übers Internet und TV ausgestrahlt werden soll. Die Show trägt den Namen "DangerTainment" und die 6 sollen eine Nacht (gerade die zu Halloween) im alten Haus von dem berüchtigten Mörder Michael Myers verbringen, wo er aufgewachsen ist und wo er psychisch krank geworden ist. Sie werden dabei verkabelt und in jedem Zimmer befinden sich Kameras, an denen man live übers Internet alles verfolgen kann. Producer und Organistor ist Busta Rhymes, der auch eigenhändig dafür sorgt, dass das Haus verschlossen ist und niemand für diese besagte Nacht herauskommt!

Die Teenies sind vom Charakter her natürlich wieder völlig unterschiedlich. Sie setzten sich aus dem Schüchteren über den Arroganten bis hin zum Egostischen zusammen. Dafür sollte wieder gesorgt werden, dass in der Gruppe einzelne Auseinandersetzungen untereinander gesichert sind. Die arrogante Blonde zum Beispiel stellt sich gern in den Mittelpunkt und erhofft sich eine riesen Karriere durch den Auftritt. Einen riesen Auftritt wird sie mit Sicherheit noch haben ...

Es ist also so weit: Die Teilnehmer werden verkabelt, mit Kameras ausgestattet und ins Haus geschickt, wo sie die Zimmer und die Umstände von Michael untersuchen sollen, unter denen er so krank geworden ist. Dabei trifft man auf wirklich perverse, ja sogar sadistische Zimmer und Dinge. Dabei wechselt die Kamera immer von der normalen Perspektive über zur "Wackel"Egoperspektive, wie man sie sich am besten aus Blair Witch Projekt vorstellen kann.

Es dauert nicht lange, da machen die Teenies Bekanntschaft mit dem alten Bewohner dieses Hauses, Myers höchst persönlich. Er ist hinter jeden von ihnen her und schlitzt jeden, der ihm über den Weg läuft auf. Natürlich will die Gruppe das Anfangs nicht wahrhaben, aber sie werden schnell wissen, wie ernst es wirklich um sie steht.

Ob Myers wiedermal alle meuchelt und ob es beim 8. Teil endlich belassen wird, dass werdet ihr wohl nur erfahren, wenn ihr euch den Film anschaut! ...


Mein Eindruck


Story:

Bei einer 8. Fortsetzung kann man nicht erwarten, dass die Story noch irgendwie Sinn haben sollte. Genau so kommt es auch bei Resurrection. Die Story ergibt an vielen Stellen kaum Sinn und wirkt einfach nur abgedreht ohne mal darüber nachzudenken, was man da eigentlich gemacht hat. Einige Teile, die man dem Trailer entnehmen konnte, machten den Film sogar richtig sehenswert. Wäre das der erste Teil der Reihe gewesen, so wäre man ganz anders in den Film gegangen und wenigstens von der Idee her wäre er gut gewesen. Die Idee finde ich gut, auch wenn sie vielleicht nicht bei einem 8. Teil so angebracht ist (aber ok!). Was wir bis jetzt bei kaum einen Halloween Teil vorgefunden haben, ist der Anspruch. Der wird zu unserer Zeit immer wichtiger und man legt darauf immer mehr Wert. Früher hat man seine Filme nur der Effekte willen abgedreht und hoffte, damit möglichst viele Leute in die Kinos zu locken. *lol*, das ist heute ja noch bei vielen Produzenten genauso!
Ehrlich gesagt habe ich Anspruch und eine wirklich brauchbare Story nicht erwartet, als ich im Kinositz saß und darauf wartete, dass es losging, aber was für mich wirklich wichtig ist und keinesfalls fehlen darf ist eine gewisse, schaurige Atmosphäre, die mich an dem Film und an dem Leid der Personen teilhaben lässt. Das macht den Film spannend und ihn ungemein interessanter für das Publikum.
Das musste mir der Film also auf jeden Fall bieten, Splatter sei so dahin gestellt, dass muss ein Film nicht unbedingt beinhalten.
Resurrection versucht mit den klassischen Mitteln Spannung zu erzeugen, das Publikum zu erschrecken und sich so groß aufzuspielen. Leider ging das bei mir nicht wirklich oft genug auf. Man hat einiges einfach schon zu oft gesehen und es wirkte lau, veraltet! mir war nach dem Film klar, dass heutige Horrorfilme einfach nicht originell genug sind, da der Zuschauer einfach schon zu viel gesehen hat. Etwas neues zu kreieren ist fast nicht mehr möglich und deswegen sage ich auch, dass solche "Schlitzer" Filme nicht mehr modern sind!

Ich gebe zu, dass mich die ein oder andere Szenen hat aufzucken lassen, und es zum Teil doch recht schaurig war. Leider entdet der Film dann in einem Disaster, wo man ihn nicht mehr genießen kann und somit versaut das den Rest.

Schauspieler:

Können wir denn wenigstens eine gute schauspielerische Leistung erwarten, wenn schon keine gescheite Story?! - Nein! Leider nicht. Ob Altrapper Busta Rhymes (der wohl noch die beste Figur von allen macht), Tyra Banks oder gar Jamie "Scream Queen" Lee Curtis wirken alles andere als überzeugend. Mit Curtis geht es langsam aber sicher zu Ende, sie hat kaum noch etwas in Hollywood zu bieten und nutzt diesen Streifen für ein jämmerliches Comeback. Das gelingt ihr leider in keinster Weise, da alle ihre Dialoge so plump wie möglich runtersprechen und kaum ein bisschen Emotionen zeigen, die man ihnen noch ansatzweise abkaufen könnte. Schade, schade. Die Schauspieler sind leider nur noch als potenzielle Mordopfer zu gebrauchen.
Wenn nicht sogar den besten Ausdruck hat wohl noch Michael Myers selbst, der seine Emotionen immernoch richtig schön in seinem Blick ausdrückt. Da kommen die Schauspieler lächerlicher Weise nicht heran!

Kamera:

Die Kameraperspektive hätte für einen Halloweenfilm mal etwas neues bringen können. Wie ich schon erwähnte, ist der Film zum Teil aus der Eogperspektive á la "Blair Witch Projekt". Das schafft ein Flair, leider wurde es einerseits zu wenig angewendet und andereseits schon sehr flach.
Wir sehen ständig die selbe Umgebung. Also das Haus des Myers steht im Vordergrund und wir haben keine Abwechslung im Bild. Das ist zu monoton!

Um aber auch einmal etwas Positives über den Film zu verlieren: Die Kamerafahrten finde ich so gar nicht mal so schlecht. In einiges Szenen fährt das Bild so gelungen herum durch die sehr düsteren Räume, dass dies für kurze Spannung sorgt. Also schaurig ist er ansatzweise schon!


Fazit


Wie ihr wisst, mag ich Horrorfilme und toleriere vieles, was vielleicht nicht gerade durch gute Story brilliert, deswegen halte ich Halloween: Resurrection sogar noch für unterhaltend. Man sollte aber sein Gehirn am besten an der Kasse abgeben. Soviel rate ich euch dann doch noch. Einige Szenen sorgten meines Erachens noch für gute Spannung, auch wenn die schnell wieder weg war. Schockeffekte hat man versucht einzubauen, obwohl das bei einem Halloween reine Nebensache ist ;-). Rick Rosental, der Regie führte, hat es sich nicht so gut gemacht, wie in dem 2. Teil damals. Der war in Sachen Spannung und Niveau dem Teil hier um Längen überlegen!

Einige Szenen werden recht hart dargestellt. Das macht den Film wenigstens fürs Auge attraktiv. Man kann eine schöne Enthauptung und andere Stecherszenen genießen, die aber nicht so brutal in einem Splatterfilm enden. Der Film hat aber nichts desto trotz ein FSK 18! Leute, die die Halloweenfilme mögen, müssen sich den Film natürlich auf jeden Fall anschauen, andere, die ein wenig schaurige Atmosphäre suchen, sind hier sicherlich auch richtig.

Ein Renner ist es nicht, auch wenn ich ihn vielleicht an einigen Stellen in meinem Bericht hart kritisiert habe, gebe ich ihn 3 Sterne, weil Unterhaltung vorhanden ist.


Filmdaten


USA 2002

FSK: ab 18 Jahren

Filmlänge: rund 86 Minuten

Regie: Rick Rosenthal

Cast: Jamie Lee Curtis, Busta Rhymes, Tyra Banks ...

Url: http://www.halloweenresurrection.de



bis dann


euer Marcel

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