Ice Age (DVD) Testbericht

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ab 3,23
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Filmfreund

IAAAHHHHHRG

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort:
*******
Ich musste einfach wieder einen Filmbericht schreiben. Nach so langer Zeit meldet sich kleineslicht zurück und möchte nun über (s.E.) einen gelungenen Film berichten, den er auch sein Eigen nennen darf...
Kommt also mit in eine Zeit, die wir alle schon als ausgestorben betrachtet haben.


Inhalt:
*****
Vor 20.000 Jahren hat die „neue“ Eiszeit den nordamerikanischen Kontinent fest im Griff.
Alle Tiere mach sich in Richtung Süden auf, um der Kälte zu entkommen. Bis auf Sid, das mehr wirklich sehr faule Faultier, daß den Aufbruch seiner Familie verpasst. Kurz darauf begegnet es dem Mammut Manfred – das daraufhin zu seinem unfreiwilligen Beschützer wird. Diese 2 unterschiedlichen Persönlichkeiten finden kurz danach auch schon ein kleines Menschenkind und beschließen, es zu seiner Familie zurück zu bringen.
Begleitet werden die beiden von Diego - einem Säbelzahntiger, der das Kind insgeheim aber nur als leckeres Geschenk für seinen Boss Soto sieht, bei dem Diego in Ungnade gefallen ist.
Was nun folgt, ist eine Familie der besonderen, liebevollen und komischen Art, die den Gefahren trotzend, einen Weg zu den Menschen finden will. Das Abenteuer kann beginnen.


Darsteller / Stimmen / Dialoge:
*************************
Darsteller in der herkömmlichen menschlichen Form gibt es hier natürlich nicht. Sinnbild sind bei den Figuren dann vielmehr die Synchronstimmen, die ihren Zeichentrickfiguren das Leben einhauchen. Hier möchte ich aber auch nicht mehr als auf die Hauptpersonen eingehen.

Zu aller erst kommt da ganz klar Sid (Otto Waalkes) zum Zuge. Die Stimme wurde gut gewählt, wenngleich die übertriebende Art eines Otto Waalkes oftmals (IMHO) zuviel ist. Das Faultier könnte ich mir nun im nachhinein aber nicht besser mit dieser Stimme vorstellen. Da hat Otto doch sehr gute Arbeit geleistet, mal ganz abgesehen von dem perfekten lispeln der Figur. Auch hat er darauf geachtet, seine sonst so Ottifantenartige Stimme nicht so schlimm mit einfliessen zu lassen.

Bei Manfred (Arne Elsholtz) – dem extrem anmutigen Mammut – hat man sich eine der bekanntesten Synchronstimmen Deutschlands bedient. Unter anderem lieh er seine Stimme Personen wie Tom Hanks in „Forrest Gump“ oder auch Jeff Goldblum „Jurassic Park“.
Ansonsten kennt man die Stimme wohl am besten von Bill Murray.

Die Stimme von Diego – dem Säbelzahntiger – ist von Thomas. Er synchronisierte schon Russel Crowe in „A Beautiful Mind oder auch William Hurt in „Lost in Space“

„IAAAHHHHHRG!“... dies ist mit Abstand das verständlichste Wort, daß man von Scrat überhaupt zu hören bekommt. Immer dabei bedacht, seine Eichel einzubuddeln oder wiederzufinden. Ansonsten erhellt sein ständiges Quieken, Japsen, Ächzen, Stöhnen und Kreischen die Boxen. Besonders dabei hervorzuheben ist auch, daß Regisseur Chris Wedge in Person Scrat die Stimme (oder soll ich besser Laute sagen) lieh. Da es auch keinerlei Worte von sich gibt, versteht es sich von selbst, daß man auf eine Synchronstimme verzichtet hat.

Bei den Dialogen selbst hat man das Augenmerk auf den Witz zwischen Manfred und Sid gelegt. Anders als zum Beispiel bei „Shrek“ fallen hier die Dialoge allerdings nicht ganz so spitzfindig aus. Ist aber nicht weiter schlimm. Und dennoch hatte ich den Eindruck, dass man gewisse Dialoge aus „Shrek“ 1 zu 1 übernommen hat.


Animation / Optik:
***************
Mit viel Liebe zum Detail wurde trotz der Computeranimation noch Wert auf zeichnerische Arbeit gelegt. So erkennt man die feinen Striche um die Figuren herum. Einzig und allein die Kulissen sind komplett computeranimiert. Fällt dem Laien zwar nicht ganz so auf, ist aber auch nicht weiter schlimm. Dem Filmgenuss tut es keinen Abbruch. Die Farben sind gut gewählt und auch die Fellzeichnungen sind genau getroffen worden.
Vielleicht werden sich auch einige später wundern (oder gewundert haben), daß man – trotz der Epoche, in der der Film spielt – keinen einzigen Dinosaurier sieht. Dies beruht einzig und allein auf der Tatsache, daß die Macher das ganz ganz junge Publikum ansprechen wollten und somit auf diese „Urviecher“ verzichtet haben.


Besonderheiten:
*************
- Blue Sky´s erster computeranimierte Spielfilm (Chris Wedge ist Begründer der Firma)


Meinung:
*******
4 verschiedene Persönlichkeiten (Sid, Manfred, Diego und das Menschenkind) – eigentlich ja 5, aber dazu später mehr – treffen wir hier an. Und die Idee ist auch simpel – verfehlt aber das Ziel des Filmes nicht.
Wenn man sich die einzelnen Charaktere anschaut, dann ist jeder für sich nicht überlebensfähig. Nur als Gesamtheit bilden sie die Atmosphäre, die den Film so spannend und witzig am leben hält. Sie formen sich im Laufe des Films zu einer Art Familie, in der jeder seine ganz besondere Aufgabe hat.

Im Film selbst geht es wohl aber vielmehr um Liebe, Freundschaft und Verrat. Auffallend ist hier aber auch, dass die Figuren – anders als bei „Shrek“ oder „Monster AG“ – viel viel mehr vermenschlicht worden sind. Dies wird aber zum Glück nicht so weit getrieben, dass der Film unglaubwürdig wird bzw. seine Wirkung verliert.

Alle Figuren (zumindest die Hauptfiguren) überraschen durch eine ausgereifte Persönlichkeit mit starken Vorlieben und Abneigungen, Erwartungen und Entwicklungen. Es macht Spass, ihnen zuzuschauen. Besonders bei Diego – vom Fiesling zum Freund – kann man diese Entwicklung beobachten. Auch wenn sich diese Wendung im Film sehr schnell herausstellt, macht es einfach Spass, die Entwicklung von Diego und den anderen zu beobachten. Und auch das kleine Menschenkind wächst einem ans Herz, wenn es zunächst von Manfred getragen wird, bis es schließlich seine ersten eigenen Schritte unternimmt – vorher muss es natürlich auch mal frisch gewickelt werden :-).

Im direkten Vergleich zu „Monster AG“ oder gar „Shrek“ kann „Ice Age“ nicht punkten. Die wenig originelle Geschichte des Films und ihre absehbare Entwicklung lassen es einfach nicht zu. Und auch die „guter Charakter – schlechter Charakter“ ist zu offensichtlich, als das man einen Ah(a)-Effekt bekommt. Die Formel für dieses Gut-Böse-Spiel wird schon seit Jahren angewandt – allen voran bei Disney-Filmen.

Zum Schluss möchte ich dann aber auch auf die fünfte Person noch eingehen. Das Eichhörnchen Scrat.
Es ist eigentlich nicht ein bedeutender Bestandteil des Films. Dennoch erhält „Ice Age“ durch Scrat eine gewisse Note. Man lacht sich schlapp, wenn es – immer wieder in kurzen Momenten auftauchend – versucht, seine Eichel im gefrorenen Boden zu vergraben. Es hüpft also als Running Gag durch den gesamten Film. Sehr zur Freude des zuschauenden Publikums.



Filminformationen:
*************
Land: USA
Jahr: 2001
Originaltitel: Ice Age
Laufzeit: ca. 83 min
Darsteller:
Regie: Chris Wedge
Ko-Regie: Carlos Saldanha
Buch: Michael Berg
Produktion: Twentieth Century Fox
Musik: David Newman
Schnitt: John Carnochan

Offizielle Seite:
in Deutschland : http://www.foxkids.de/iceage
in den USA : http://www.iceagemovie.com

Für alle, die schon nach den Stimmen gesucht und diese nicht gefunden haben:
Originalstimmen / Deutsche Stimmen
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Manfred: Ray Romano / Arne Elsholtz
Sid: John Leguizamo / Otto Waalkes
Diego: Denis Leary / Thomas Fritsch
Soto: Goran Visnjic / Christian Brückner
Zeke: Jack Black
Roshan: Tara Strong
Rhinos: Cedric »The Entertainer«
Stephen Root
Saber-Tooth Tigers: Diedrich Bader
Alan Tudyk
Female Sloths: Lorri Bagley
Jane Krakowski
Dodos: Peter Ackerman
P. J. Benjamin
Josh Hamilton
Alan Tudyk
Chris Wedge
Freaky Mammals: Peter Ackerman
Alan Tudyk
Glyptos: Denny Dillon
Josh Hamilton
Mitzi McCall
Starts: Stephen Root
Tara Strong
Scrat: Chris Wedge



Fazit:
****
Ein gelungener Film, der so anders allerdings dann auch nicht ist, um ihn immer und wieder anzuschauen – wie z.Bsp. „Shrek“. Ein schöner Unterhaltungsfilm für die ganze Familie (oder zu zweit oder in der Gruppe) ist er dann aber doch schon. Ein guter Trickfilm, bei dem man sehen kann, dass auch andere Firmen wie Disney, Pixar oder Dreamworks gute Animationsfilme drehen können. „Ice Age“ ist für jung als auch alt, und nur manchmal etwas langweilig. Und ohne die Stimme von Otto wäre der Film dann auch nur halb so komisch und witzig.

4 Sterne und Prädikat „Empfehlenswert“....



so long Euer kleineslicht

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