Lilo & Stitch (VHS) Testbericht

Lilo-stitch-vhs-zeichentrickfilm
ab 9,65
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 05/2008

5 Sterne
(15)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Potame

Warum uns Mücken das Leben retten!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hi Ihr!

Vor ein paar Wochen hatte ich es, nach einigem hin und her, und gewissen organisatorischen Problemen, geschafft ins Kino zu gehen und mir \"Lilo & Stitch\" anzuschauen.
Ich machte mich also mit ein paar Freunden & Bekannten auf den Weg und wurde doch angenehm überrascht.
Ich hatte bisher nur einen Ausschnitt aus dem Film bei Harald Schmidt gesehen, als Lilos Synchronstimme zu Gast war. Diese Szene fand ich schon süß und lustig und hat mich im Endeffekt auch veranlanlasst, mir diesen Film anzusehen.
Dann gingen irgendwann die Lichter aus und nach ein paar Filmvorschauen begann Walt Disneys neuester Film...

--- Story ---

...Zu Beginn spielt der Film in der Hauptzentrale der intergalaktischen Föderation. Wir werden zeuge einer Gerichtsverhandlung. Ein Professor mit vier Augen ist wegen seinem Experiment 626 in Verruf geraten. Ihm wird vorgeworfen, dass seine Kreatur und böses Monster sei. Der Vorwurf bewahrheitet sich. Die Präsidentin der Föderation verurteilt den Professor und verfügt, dass 626 ins All geschafft werden soll, um es zu vernichten.
Gesagt, getan. 626 wird in ein Raumschiff verladen und unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen festgekettet. Nichtsdestotrotz gelingt 626 sich kurz nach dem Start zu befreien und es landet auf der Erde.
Die Präsidentin reagiert recht ungehalten auf den Vorfall und schickt den Professor und einen Mückenexperten zur Erde um Experiment 626 zur Strecke zu bringen.

Szenenwechsel

Wir sehen die tauchende Lilo, die gerade damit beschäftigt ist, einen Fisch mit einem Sandwich zu füttern, weil der, ihrer Meinung nach, für das Wetter verantwortlich. Nach erledigter Mision eilt sie in die Schule wo sie in der Tanzstunde fehlt. Während die anderen schon sanft die Hüften schwingen erreicht auch die durchnässte Lilo die Schule und nimmt ihre Position ein. Allerdings bringt sie alles durcheinander, weil sie Pfützen auf dem Boden verteilt hat, auf denen die schließlich ausrutschen.
Ab hier erfahren wir, dass Lilo von den anderen Kindern ausgegrenzt wird und sehr einsam ist. Nachdem Lilo dann auch noch eine Mitschülerin beißt ruft der Lehrer ihre Schwester an, die für Lilo verantwortlich ist, weil die Eltern gestorben sind.
Als nächstes erfahren wir, dass Lilos Schwester Nanni eigentlich ganz andere Probleme hat, als ihrer Schwester von der Schule abzuholen, denn das Jugendamt hat einen Besuch angekündigt.
Während Nanni zur Schule eilt, ist Lilo längst auf dem Weg nach Hause und hat die Tür verrammelt, so dass Nanni nicht mehr hineinkommt als sie von ihrem unnützen Ausflug von der Schule zurückkehrt. Gerade in dem Moment in dem Nanni versucht, durch die Hundetür die eigentliche Tür zu öffen, erscheint der Mann vom Jugendamt. Mr. Bobo. Der ist gar nicht so nett wie sein Name vermuten lässt, und in der Folgezeit haben Lilo und vor allem Nanni noch die ein oder andere unangenehme Begegnung mit ihm...

Nach einem kurzen Zwist mit Lilo realisiert Nanni, dass Lilo sich einsam fühlt und daher begeben die beiden sich am nächsten Tag ins Tierheim, um Lilo einen tierischen Freund zu holen. Einen Hund. Im Tierheim hat unterdessen 626 die Kontrolle an sich gerissen, die anderen Hunde haben Angst vor ihm. Lilo hingegen ist von dem robusten Wesen begeistert und dieses gerissene Wesen zeigt sich von seiner Besten Seite. Zieht zwei der vier Arme und die Stacheln auf dem Rücken ein und schwänzelt um Lilos Bein herum. Lilo entscheidet sich für 626 und will genau diesen \"Hund\" haben, zur allgemeinen Irritation. Sie tauft ihn auf den Namen Stitch, kauft ihn und sie gehen nach Hause...

In weiteren Verlauf des Filmes kommt es zu einer Jagd auf Stitch, von seinen Verfolgern, zu reichlich von Stitch verursachtem Chaos und schließlich zu Stitchs Bekehrung durch Lilo.


--- Beobachtungen ---

Der Film wird von den Hauptcharakteren getragen. Lilo ist ein leicht introvertiertes, kleines Mädchen, das sehr einsam ist und daher ihrem unfeld reichlich auf die Nerven geht. Sie besticht aber teilweise durch Dinge, die für Kinder ihres Alters reichlich untypisch sind. Zum Beispiel malt sie Gemälde (hatte bereits ihre \"Blaue Phase\") oder lauscht der Musik von Elvis.

Noch viel wichtiger für den Film ist allerdings der kleine Stitch. Er verwandelt sich, durch Lilos Einfluss, von einem zerstörungswütigen Monster in Lilos treuen, handzahmen Freund. Besonders amüsant ist es. als Lilo versucht Stitch in Elvis zu verwandeln um aus ihm einen \"Musterhund\" zu machen.

Aber auch die anderen Charaktere sind liebevoll und gut gezeichnet und passen zumeist gut zum Film. Das einzige, was ein wenig missmutig stimmt, sind die Aliens. Sie wirken ein wenig einfallslos und wenig innovativ. Nach Filmen wie Star Wars und MIB erwartet man mehr von Aliens.

Die Musik plätschert auch im Üblichen Disneystyle vor sich hin. Sie wrikt ebenfalls, weitestgehend unspektakulär ist aber passend. Die einzige Ausnahme on den seichten, soften Tönen sind die unzähligen Songs von Elvis, die hier und da in die Handlung eingstreut werden. Hervorragend.

Die weiteren Disney-Film Eigenschaften fehlen natürlich auch \"Lilo & Stitch\" nicht. Neben besagter Musik, sind wie üblich knuddelige Charakter zu sehen, den Zuschauern wird eine Lehre vermittelt (in diesem Fall: Ohana heißt Familie, Familie heißt, dass alle zusammenhalten) und ein Happy End ist ebenfalls vorhanden. Disneyherz was willst du mehr.


--- Fazit ---

Man kann sagen, dass \"Lilo & Stitch\" ein absolut lohnenswertes Kinoerlebnis ist. Die Tatsache, dass es sich um einen Zeichentrickfilm handelt ist wenig störend. Der Film hat mindestens soviel Tiefe wie bspw. ICE AGE. Er setzt zwar rein optisch keine neuen Masstäbe ist aber sehr ansehnlich. Zudem sind die beiden Hauptcharaktere total knuddelig.
Was mich auch sehr positiv gestimmt hat, ist die Tatsache, dass \"Lilo & Stitch\" neben Gags zum wegschmeißen auch ein sehr hohes Niveau aufweist. Ich bezweifle zwar ob die vielen versteckten Witze von kleineren Kindern verstanden werden, werden können. Aber genau das ist es wahrscheinlich, was den Film zum großen Kino für jung und alt macht.
Auch die Seitenhiebe in Richtung anderer Filme gefallen mir gut (z.B. Mr.Bobo - MIB).
Des Weiteren überzeugt es, dass der Film trotz aller Disneycharakteristika, sich von den anderen Disney-Filmen abhebt. Dieser Film hebt sich nämlich von der üblichen Märchenstory ab, und bedient sich lieber einer modernen, für einen Zeichentrickfilm leicht gewagten, Story.
Ich kann nur sagen, dass ich es nicht bereut habe mir diesen Film angesehen zu haben und kann es nur jedem empfehlen. Von mir gibt es 5 Sterne.
Viel Spaß beim Ansehen!


Jetzt bleibt mir nur noch Danke zu sagen; Danke fürs Lesen!!! Bewertet doch bitte meinen Bericht und kommentiert, wenn euch der Sinn danach steht!

Bis dann dann

9 Bewertungen