Mission: Impossible (VHS) Testbericht

Mission-impossible-vhs-thriller
ab 12,25
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von myra-belle

Zu cool, um noch glaubwürdig zu wirken

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

USA 2000
Regie: John Woo. Mit Tom Cruise, Dougray Scott, Thandie Newton

Tja, fangen wir mal mit dem erstgenannten an. Es handelt sich um Actionman John Woo, der anscheinend immerzu versucht, das Actionfeuerwerk des jeweilig letzten Filmes mit dem neuen Stoff um locker 50% zu toppen. Es sieht dann so aus, dass Hauptcharakter Ethan Hunt (Tom Cruise) alles, aber auch alles so ausführen muß, als ob er ohne Zirkuskunststückchen keine Tätigkeit mehr ausüben kann. Sei es laufen, rennen, autofahren, motorradfahren, seinen Job allgemein ausüben oder gar sein neuestes Betthäschen zu bearbeiten. Ja, selbst die sogenannten Liebesszenen strotzen nur so vor Dynamik. Und einen Sprung ausführen, das geht nur in Verbindung mit einem Salto. Keine Ahnung, wie ein normaler Mensch im Lauf 2 m in die Luft springen kann, einen Salto vorwärts springt und dann doch zielgenau auf den Gegner springen kann, der zu Anfang des Sprintes gerade mal 3m weit weg steht. Die Kunststückchen mit dem schicken Auto (äh, ich glaube, es ist ein Porsche), um der Dame zu impornieren, sind auch nicht ohne. Runden um Runden schlittern beide am Abhang herum und kommen so zu stehen, dass die Diebin Nya (Thandie Newton) aus ihrem Auto fällt und von Ethan mit einem Arm locker wieder hochgezogen wird. Und schon fällt sie auf Mr. Strahlemann herein und beide wälzen sich im Bett. Erst danach fällt dem Typen ein, dass er sie ja für den nächsten Job rekrutieren soll. (Nebenbei bemerkt wurde ihm dieser Job von keinem Geringeren als Sir Anthony Hopkins zugetragen, der aber wirklich nur eine Winzrolle hat und sonst nicht viel zur Story beiträgt.) Man glaubt es kaum, doch anscheinend hat sich Ethan wirklich und wahrhaftig in das fesche, kaffeebraune Mädel verliebt und leidet bereits bei der Vorstellung, dass Nya ihren Ex-Lover Sean (Dougray Scott) wieder in die Arme fallen soll, um dem ehemaligen Kollegen von Ethan auszuspionieren. Der Schurke hat nämlich einen gemeingefährlichen Grippevirus namens Chimera geklaut, um es mitsamt dem Gegenmittel an den meistbietenden zu verkaufen. Keine Frage, das auch Nya Ethan zugetan ist und einwilligt, sich zu prostituieren. Es ist nämlich von vorneherein klar, dass Sean zu seinen \"2-3 Ritten\" kommen wird. Er kann sich an einer Hand ausrechnen, dass das Timing einfach zu perfekt ist, als dass ihr plötzliches Auftauchen nichts mit Ethan zu tuen haben könnte. Er geht das Risiko aber ein, da er sie immer noch liebt und es ihn wirklich verletzt hat, dass sie ihn vor einiger Zeit verlassen hat.

Zurück zu den Actionszenen : Das Ende zieht sich elend lang hin. Ethan schwingt sich auf ein Motorrad und letzten Endes auch Sean auf ein anderes. Es kommt zu einer wilden Fahrt querfeldein. (Habe ich schon erwähnt, dass die Geschichte in Australien spielt?) An einem Strand kommt es dann endlich zum großen Showddown, der doch wahrhaftig mit den Fäusten ausgetragen wird. Seltsamerweise erinnert mich der Schlagabtausch eher an eine dreckingen Kampf auf dem Schulhof zwischen zwei Halbstarken, die noch nicht das raffinierte Kämpfen erlernt haben. Besonders Ethan macht da eine schlechte Figur. Dabei schrie bis dahin jede Action von ihm gerade zu \"Material Arts!\", d. h. seine Bewegungen erinnerten stark an Kung Fu für Angeber.

Ganz am Schluß möchte ich noch mitteilen, warum der Film erst ab 16 freigegeben wird. Die Grippeinfektion verläuft nämlich tödlich, wenn man nicht innerhalb von 20 Stunden das Gegenmittel gespritzt bekommt. Und es existieren Bilder von einem Wissenschaftler, der der Krankheit erlegen ist. Kein schöner Anblick, das kann ich euch sagen.

FAZIT

Mir hat der Film nicht so gut gefallen. Ich halte ihn für derart überzogen, dass die Actionszenen schon surrealistisch wirken. Das ganze Getue von wegen Liebesqualen fand ich lächerlich. Für einen Filmabend bei Chips und Popcorn ohne höhere Ansprüche an das Niveau des Filmes langt es alle mal.

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