Roter Drache (VHS) Testbericht

Roter-drache-vhs-thriller
ab 16,66
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Erfahrungsbericht von brainbug1602

Kommt leider nicht an das Original heran.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Roter Drache


Zur Story:
FBI-Agent Will Graham schaffte es den legendären Kannibalen Dr. Hannibal Lektor zu schnappen. Dieser schmachtet nun hinter dicken Gefängnismauern in einem Hochsicherheitstrakt. Graham hat sich nie ganz von dieser Begegnung erholt und schied aus dem aktiven Polizeidienst aus und lebt nun mit seiner Frau und seinem Sohn am Meer. Bis er eines Tages von seinem früheren Vorgesetzten besucht wird. Dieser bittet ihn um die Mithilfe bei einer brisanten Mordserie. Ein Killer, der von den Medien und den Polizisten die Zahnfee genannt wird, löscht bei Vollmond ein komplette Familie aus, wobei er es dabei aber besonders auf die Hausherrin abgesehen hat. Graham erklärt sich bereit zu helfen. Dabei bittet er auch Dr. Lektor um Mithilfe, da der Killer diesen wohl als eine Art Vorbild betrachtet. Mit Dr. Lektors Hilfe kommen sie ihm tatsächlich langsam auf Fährte des Killers, aber die ist wie tief Dr. Lektor in diese Mordserie verwickelt ist. Auch breitet sich die Gefahr langsam auf die Familie von Graham aus…


Meinung:
Remakes sollte man immer etwas kritisch gegenüberstehen. Und mit genau diesem Kritischen Blick hab ich mir Roter Drache angeschaut. Und was soll ich sagen? Das Original ist besser.
Das Original Manhunter bzw. Blutmond (gedreht von dem Genie Michael Mann, der auch Regie bei Heat führte) hat als erster einen Roman von Thomas Harris verfilmt, danach kam „Das Schweigen der Lämmer“, dann „Hannibal“ und schließlich „Roter Drache“.

Weil das Schweigen der Lämmer und Hannibal große Erfolge wahren und dementsprechend für fette Umsätze sorgten, den vor allem Anthony Hopkins in der Rolle der Dr. Hannibal Lektor verdankten, war klar dass da noch ein Film hermusste. Und weil Thomas Harris nicht jeden Monat ein neues Buch schreibt, macht man einfach ein Remake von einer früheren Verfilmung und bing, schon klingeln die Kassen.

Ein weiter Grund weil dieser Film gedreht wurde könnte sein, dass man Anthony Hopkins in der ganzen „Schweigen der Lämmer“-Trilogie als Dr. Hannibal Lektor sehen wollte. Was nicht heißen soll, dass er die Rolle schlecht, nein, ganz im Gegenteil, denn er ist geradezu Perfekt für diese Rolle.

Es ärgert mich nur, dass Szenen die in Manhunter wirklich genial waren, bei Roter Drache nur schnell abgehackt werden:

Die Szenen mit dem Rollstuhl: Bei Manhunter beginnt die Szene ganz ruhig, nur ein Nachtwächter, der Zeitung liest. Plötzlich hört man ein leises Geräusch, das immer lauter wird und der Betrachter fragt sich, was das wohl sein mag. Dann sieht man wie dieser brennende Rollstuhl mit gefesseltem Zeitungsreporter reinrast. Bei Roter Drache sieht man nur rasch den brennenden Rollstuhl und das verdutzte Gesicht des Nachtwächters.

Die Szene mit dem Telefon: Bei Manhunter spielt er noch alle Tricks aus, geht bei Roter Drache alle ratz fatz, ohne wirklich große Tricks.Schade.

Das Finale wurde allerdings geändert, erreicht aber nicht die Qualität des Originals. Gab’s beim Original noch geniale Musik, unsere Zahnfee mit Shotgun und unseren Helden der schießend durchs Fenster fliegt. Das hat was her gemacht, aber wirklich. Bei Roter Drache find ich das Finale ein bisschen komisch. Am Schluss hab ich mich echt gefragt woher er den jetzt wieder auftaucht um nicht zuviel zu verraten.

Ralph Fiennes, als die Zahnfee macht echt eine gute Figur. Die Angst und die Ideen die in dieser Figur stecken kann man wirklich fühlen.
Muss ich noch erwähnen, dass Anthony Hopkins seine Sache mehr als perfekt macht?

Auch interessant. Der Film ist ja der Vorläufer zu das Schweigen der Lämmer und deswegen wurden einige Details im Vergleich zum Original verändert.
Dr. Lektors Zelle: Bei Manhunter alles wunderbar weiß gehalten, ist sie hier in dem verlies angesiedelt.
Am Schluss findet sich auch gleich der Verweis zuwischen der Begegnung mit Agent Starling.


Fazit:
Schaut euch lieber noch mal Manhunter an.

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