Roter Drache (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von tom.112
Du bekommst sie nicht!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Eigentlich war ich bisher nicht der allergrößte Fan der Hannibal Lecter-Geschichten von Thomas Harris. \"Das Schweigen der Lämmer\" habe ich zwar ein paar mal gesehen und fand ihn auch wirklich gut, \"Hannibal\" dagegen konnte mich nicht ins Kino locken. Eigentlich hätte ich mir \"Roter Drache\" auch nicht gegeben, aber was soll man tun, wenn die Mehrheit vor dem Kinobesuch anders entscheidet?
Die Handlung:
Will Graham (Edward Norton, \"American History X\") ist beim FBI einer der besten Spezialisten für Serienmörder. Unterstützung bei seiner Arbeit erhält er von dem Psychologen Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins, \"Die Maske des Zorro\"). Nachdem er bei einer Mordserie nicht weiterkam, entdeckt er die grausige Wahrheit, was hinter den Taten steckt: der Mörder tötet, um seine Opfer zu verspeisen. Während er diese Erkenntnis mit Lecter bespricht, dämmert ihm nach einem zufälligen Blättern in einem Kochbuch, dass tatsächlich der hochkultivierte Hanibal \"The Cannibal\" Lecter der Täter ist. Obwohl dieser ihm ein Stillet in den Bauch rammt, kann Graham den psychopathischen Dr. Lecter niederschießen und so verhindern, dass er selbst auf dessen Speisekarte landet.
Einige Jahre Später: Lecter sitzt längst in seinem Verlies, das wir ja aus \"Das Schweigen der Lämmer kennen\". Graham dagegen hat die Geschichte nicht verkraftet und den Dienst beim FBI quittiert. Zusammen mit seiner Frau Molly (Mary-Louise Parker, \"Grüne Tomaten\") und Sohn Josh (Tyler Patrick Jones, \"Minority Report\") hat er sich in die Abgeschiedenheit Floridas zurückgezogen. Doch nachdem in Atlanta und Birmingham zwei Familien auf bestialische Weise abgeschlachtet wurden, versucht sein früherer Chef Jack Crawford (Harvey Keitel, \"From dusk till dawn\") in zu reaktivieren, um einen weiteren Mord zu verhindern.
Markenzeichen des Täters sind Bisse, weshalb er den Namen \"Zahnfee\" bekommt, und die Verstümmelung der Augen seiner Opfer mit Spiegelscherben. Tatsächlich macht Graham sich auf den Weg, um bei der Jagd auf den Mörder zu helfen. Zwar findet er einige Hinweise, aber richtige Fortschritte bringen die auch nicht mit sich. Zwangsweise besucht Graham deshalb Lector, um ihn um Hilfe zu bitten. Dieser hilft ihm sogar weiter, natürlich nicht ohne Gegenleistungen.
Unterdessen kämpft Francis Dolarhyde (Ralph Fiennes, \"Schindlers Liste\") gegen seinen Wahn an: er glaubt, sich nach und nach in einen roten Drachen verwandeln zu können - wenn er genügend Menschen \"verwandelt\". Deshalb treibt der im Gesicht entstellte und am ganzen Körper tätowierte Dolarhyde als \"Zahnfee\" sein Unwesen. Als Kind wurde er von seiner Großmutter misshandelt und lebt nun in einem Wahn, sich der Gestalt eines Drachens auf einem Gemälde von William Blake anzunähern.
Während Graham ermittelt und ihm immer mehr auf die Schliche kommt, gerät Dolarhyde an die blinde Reba McClane (Emily Watson, \"Equilibrium\") und verliebt sich in sie. Er gerät in den Konflikt zwischen seinen Empfindungen und seinen Wahn, weshalb er kurzerhand in ein Museum eindringt und dort das Original des Gemäldes auffuttert - allerdings befreit ihn das auch nicht von seinen Zwängen.
Nachdem der Sensationsreporter Freddy Lounds (Philip Seymour Hoffman, \"Der talentierte Mr. Ripley\"), der das FBI zwangsweise bei den Ermittlungen unterstützt hatte, dem Begriff Feuerstuhl eine ganz neue Bedeutung gegeben hat, scheint es Graham und Crawford tatsächlich zu gelingen, die \"Zahnfee\" zur Strecke zu bringen....
Die Umsetzung:
Regisseur Brett Ratner (\"Rush Hour\") hat einen passablen Thriller hingelegt. Ob er sich dabei an die Roman-Vorlage von Thomas Harris gehalten hat, kann ich leider nicht beurteilen, da ich das Buch nicht gelesen habe. Allerdings waren die etwas über 120 Minuten auch nicht besonders umwerfend. An die Qualität des Oscar-nominierten Streifens \"Das Schweigen der Lämmer\" kommt er mit seinem Werk bei weitem nicht ran.
Ich hatte von dem Film eigentlich wesentlich mehr erwartet. Gerade zu Beginn zieht er sich doch ziemlich und man wartet, dass endlich was passiert. Dieses Gefühl hatte ich während des ganzen Filmes immer wieder. Es sind zwar einige ganz gute Szenen dabei, bei denen man tatsächlich mitfiebert und mitgerissen wird, aber alles in allem war der Film doch eher durchschnittliche Kost. Die Spannung dümpelt einfach viel zu lange vor sich hin und die wenigen Schockeffekte wirken auch nicht besonders gut. So bleiben die Opfer eigentlich während des ganzen Streifen vollkommen unbekannt, während man in \"Das Schweigen der Lämmer\" mitfiebert, ob denn die Senatorentochter gerettet wird oder nicht. Von einem Psychothriller ist man jedenfalls weit entfernt geblieben. Außerdem fehlen dem Film auch einfach die Wendungen und Überraschungen. Siw Stroy wirkt ziemlich geradlinig.
Dafür gibt es in dem Streifen auch einige ganz gute Gags. Gerade wie Lecter den Anstaltsleiter Dr. Frederick Chilton (Anthony Heald, \"Proof of life\") mobbt, ist recht witzig. Was auch recht nett war: in der letzten Szene taucht eine FBI-Agentin in Lecters Verlies auf - wer das wohl ist?
Interessant wird das Ganze dadurch, dass man relativ früh den Täter kennenlernt und der Streifen neben Graham und Lecter mit Dolarhyde eigentlich drei Protagonisten hat. Man erfährt, was beide Seiten unternehmen und wie die Spuren die beiden zusammenführen. Das Wettrennen zwischen Gut und Böse bis zur nächsten Tat ist eigentlich auch das einzige, was für Spannung sorgt.
Ich hätte mir gewünscht, dass man etwas mehr von der Vorgeschichte von Dolarhyde erfährt. Zwar gibt es einige Andeutungen, dass er von seiner Großmutter misshandelt wurde und er lebt in in einem verlassen Heim, aber dieser Part und die Hintergründe für seinen Wahn kommen einfach zu kurz. So wäre es bestimmt interessant gewesen, wie er überhaupt ausgerechnet auf dieses Bild kam.
Tricks und Kamera:
Über Tricks braucht man hier nicht all zu viel schreiben, da so gut wie keine benutzt wurden. Die Maskenbildner haben allerdings gut gearbeitet. Die Entstellung von Dolarhyde wirkt sehr realistisch - allerdings habe ich von dem Begriff \"Entstellung\" auch eine etwas andere Vorstellung als das was im Film gezeigt wird.
Die Kameraführung von Dante Spinotti (\"Hudson Hawk\") ist recht gut und hätte mehr Wirkung, wenn etwas zum zeigen da wäre. Bei den kurzen Szenen der beiden Morde hätte man sicher mehr machen können.
Musik:
Der Soundtrack von Danny Elfman, der beispielsweise auch die Musik zu \"Mission Impossible\" machte, ist wie der gesamte Film: gut, aber auch nicht mehr. Mit einer guten Filmmusik kann man zwar viel an einem Film hervorheben, aber besonders umwerfend hat sie auf mich nicht gewirkt.
Die Schauspieler:
Über Anthony Hopkins braucht man eigentlich nicht viel zu schreiben. Der Mann ist in der Rolle des Psychopathen Lecter einfach perfekt und die ideale Besetzung. Man nimmt ihm die Geschichte und seine Spielereien mit der Umwelt sofort und ohne Einschränkung ab. Ebenso wirkt Ralph Fiennes, der schon in \"Schindlers Liste\" mit der Rolle des Amon Goeth einen Wahnsinnigen spielte, sehr gut und macht seine Sache klasse.
Nicht ganz so gut dagegen fand ich Edward Norton. Irgendwie nimmt man ihm die Rolle des Experten für Serienmörder nicht so ganz ab. Dafür wirkt er einfach zu sehr wie der nette Mann von neben an. Zwar kommen hin und wieder Erinnerungen in ihm hoch, aber besonders beeindruckt scheint er von den Massakern nicht zu sein. Dafür wirkt er dann aber wieder zu wenig abgebrüht.
Gut gefallen hat mir wiederum Emily Watson als die blinde Reba. In ihren Leistungen liegt sie für mich klar vor Norton. Ich habe zwar nicht viel Erfahrung mit blinden Menschen, aber für mich sah das wirklich realistisch aus.
Fazit:
Wie sieht jetzt mein Fazit aus? Das ist gar nicht mal so leicht zu sagen. Im Prinzip fand ich den Film nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Ich bereue es auf jeden Fall nicht, dass ich ihn mir im Kino angeschaut habe. Aber den Weg in meine DVD-Sammlung wird er mit Sicherheit - trotz meines Kaufwahnes - nicht finden.
Man kann sich den Streifen anschauen und gut ist. Vom Hocker reißt er mit Sicherheit nicht, aber als schlecht kann man wiederum auch nicht bezeichnen. Er liegt im guten Mittelfeld, weshalb ich ihn auch als durchschnittlich bewertet habe.
Vielleicht ist auch die Romanvorlage nicht so einfach zu verfilmen. Immerhin wurde \"Roter Drachen\", der die erste Folge der Hannibal-Trilogie ist, unter dem Titel \"Manhunter\" im Jahr 1986 schon einmal verfilmt und hat damals gnadenlos gefloppt.
Wer sich mit einem Thriller den Abend verschönern will und dabei nicht all zu viel erwartet, wird mit \"Roter Drachen\" gut bedient sein.
Die FSK-Freigabe von 16 ist übrigens auch okay, da 12 defintiv zu jung für die blutigen Szenen wäre.
Und wie immer: Danke fürs Lesen, Wegklicken oder Kopieren!
Die Handlung:
Will Graham (Edward Norton, \"American History X\") ist beim FBI einer der besten Spezialisten für Serienmörder. Unterstützung bei seiner Arbeit erhält er von dem Psychologen Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins, \"Die Maske des Zorro\"). Nachdem er bei einer Mordserie nicht weiterkam, entdeckt er die grausige Wahrheit, was hinter den Taten steckt: der Mörder tötet, um seine Opfer zu verspeisen. Während er diese Erkenntnis mit Lecter bespricht, dämmert ihm nach einem zufälligen Blättern in einem Kochbuch, dass tatsächlich der hochkultivierte Hanibal \"The Cannibal\" Lecter der Täter ist. Obwohl dieser ihm ein Stillet in den Bauch rammt, kann Graham den psychopathischen Dr. Lecter niederschießen und so verhindern, dass er selbst auf dessen Speisekarte landet.
Einige Jahre Später: Lecter sitzt längst in seinem Verlies, das wir ja aus \"Das Schweigen der Lämmer kennen\". Graham dagegen hat die Geschichte nicht verkraftet und den Dienst beim FBI quittiert. Zusammen mit seiner Frau Molly (Mary-Louise Parker, \"Grüne Tomaten\") und Sohn Josh (Tyler Patrick Jones, \"Minority Report\") hat er sich in die Abgeschiedenheit Floridas zurückgezogen. Doch nachdem in Atlanta und Birmingham zwei Familien auf bestialische Weise abgeschlachtet wurden, versucht sein früherer Chef Jack Crawford (Harvey Keitel, \"From dusk till dawn\") in zu reaktivieren, um einen weiteren Mord zu verhindern.
Markenzeichen des Täters sind Bisse, weshalb er den Namen \"Zahnfee\" bekommt, und die Verstümmelung der Augen seiner Opfer mit Spiegelscherben. Tatsächlich macht Graham sich auf den Weg, um bei der Jagd auf den Mörder zu helfen. Zwar findet er einige Hinweise, aber richtige Fortschritte bringen die auch nicht mit sich. Zwangsweise besucht Graham deshalb Lector, um ihn um Hilfe zu bitten. Dieser hilft ihm sogar weiter, natürlich nicht ohne Gegenleistungen.
Unterdessen kämpft Francis Dolarhyde (Ralph Fiennes, \"Schindlers Liste\") gegen seinen Wahn an: er glaubt, sich nach und nach in einen roten Drachen verwandeln zu können - wenn er genügend Menschen \"verwandelt\". Deshalb treibt der im Gesicht entstellte und am ganzen Körper tätowierte Dolarhyde als \"Zahnfee\" sein Unwesen. Als Kind wurde er von seiner Großmutter misshandelt und lebt nun in einem Wahn, sich der Gestalt eines Drachens auf einem Gemälde von William Blake anzunähern.
Während Graham ermittelt und ihm immer mehr auf die Schliche kommt, gerät Dolarhyde an die blinde Reba McClane (Emily Watson, \"Equilibrium\") und verliebt sich in sie. Er gerät in den Konflikt zwischen seinen Empfindungen und seinen Wahn, weshalb er kurzerhand in ein Museum eindringt und dort das Original des Gemäldes auffuttert - allerdings befreit ihn das auch nicht von seinen Zwängen.
Nachdem der Sensationsreporter Freddy Lounds (Philip Seymour Hoffman, \"Der talentierte Mr. Ripley\"), der das FBI zwangsweise bei den Ermittlungen unterstützt hatte, dem Begriff Feuerstuhl eine ganz neue Bedeutung gegeben hat, scheint es Graham und Crawford tatsächlich zu gelingen, die \"Zahnfee\" zur Strecke zu bringen....
Die Umsetzung:
Regisseur Brett Ratner (\"Rush Hour\") hat einen passablen Thriller hingelegt. Ob er sich dabei an die Roman-Vorlage von Thomas Harris gehalten hat, kann ich leider nicht beurteilen, da ich das Buch nicht gelesen habe. Allerdings waren die etwas über 120 Minuten auch nicht besonders umwerfend. An die Qualität des Oscar-nominierten Streifens \"Das Schweigen der Lämmer\" kommt er mit seinem Werk bei weitem nicht ran.
Ich hatte von dem Film eigentlich wesentlich mehr erwartet. Gerade zu Beginn zieht er sich doch ziemlich und man wartet, dass endlich was passiert. Dieses Gefühl hatte ich während des ganzen Filmes immer wieder. Es sind zwar einige ganz gute Szenen dabei, bei denen man tatsächlich mitfiebert und mitgerissen wird, aber alles in allem war der Film doch eher durchschnittliche Kost. Die Spannung dümpelt einfach viel zu lange vor sich hin und die wenigen Schockeffekte wirken auch nicht besonders gut. So bleiben die Opfer eigentlich während des ganzen Streifen vollkommen unbekannt, während man in \"Das Schweigen der Lämmer\" mitfiebert, ob denn die Senatorentochter gerettet wird oder nicht. Von einem Psychothriller ist man jedenfalls weit entfernt geblieben. Außerdem fehlen dem Film auch einfach die Wendungen und Überraschungen. Siw Stroy wirkt ziemlich geradlinig.
Dafür gibt es in dem Streifen auch einige ganz gute Gags. Gerade wie Lecter den Anstaltsleiter Dr. Frederick Chilton (Anthony Heald, \"Proof of life\") mobbt, ist recht witzig. Was auch recht nett war: in der letzten Szene taucht eine FBI-Agentin in Lecters Verlies auf - wer das wohl ist?
Interessant wird das Ganze dadurch, dass man relativ früh den Täter kennenlernt und der Streifen neben Graham und Lecter mit Dolarhyde eigentlich drei Protagonisten hat. Man erfährt, was beide Seiten unternehmen und wie die Spuren die beiden zusammenführen. Das Wettrennen zwischen Gut und Böse bis zur nächsten Tat ist eigentlich auch das einzige, was für Spannung sorgt.
Ich hätte mir gewünscht, dass man etwas mehr von der Vorgeschichte von Dolarhyde erfährt. Zwar gibt es einige Andeutungen, dass er von seiner Großmutter misshandelt wurde und er lebt in in einem verlassen Heim, aber dieser Part und die Hintergründe für seinen Wahn kommen einfach zu kurz. So wäre es bestimmt interessant gewesen, wie er überhaupt ausgerechnet auf dieses Bild kam.
Tricks und Kamera:
Über Tricks braucht man hier nicht all zu viel schreiben, da so gut wie keine benutzt wurden. Die Maskenbildner haben allerdings gut gearbeitet. Die Entstellung von Dolarhyde wirkt sehr realistisch - allerdings habe ich von dem Begriff \"Entstellung\" auch eine etwas andere Vorstellung als das was im Film gezeigt wird.
Die Kameraführung von Dante Spinotti (\"Hudson Hawk\") ist recht gut und hätte mehr Wirkung, wenn etwas zum zeigen da wäre. Bei den kurzen Szenen der beiden Morde hätte man sicher mehr machen können.
Musik:
Der Soundtrack von Danny Elfman, der beispielsweise auch die Musik zu \"Mission Impossible\" machte, ist wie der gesamte Film: gut, aber auch nicht mehr. Mit einer guten Filmmusik kann man zwar viel an einem Film hervorheben, aber besonders umwerfend hat sie auf mich nicht gewirkt.
Die Schauspieler:
Über Anthony Hopkins braucht man eigentlich nicht viel zu schreiben. Der Mann ist in der Rolle des Psychopathen Lecter einfach perfekt und die ideale Besetzung. Man nimmt ihm die Geschichte und seine Spielereien mit der Umwelt sofort und ohne Einschränkung ab. Ebenso wirkt Ralph Fiennes, der schon in \"Schindlers Liste\" mit der Rolle des Amon Goeth einen Wahnsinnigen spielte, sehr gut und macht seine Sache klasse.
Nicht ganz so gut dagegen fand ich Edward Norton. Irgendwie nimmt man ihm die Rolle des Experten für Serienmörder nicht so ganz ab. Dafür wirkt er einfach zu sehr wie der nette Mann von neben an. Zwar kommen hin und wieder Erinnerungen in ihm hoch, aber besonders beeindruckt scheint er von den Massakern nicht zu sein. Dafür wirkt er dann aber wieder zu wenig abgebrüht.
Gut gefallen hat mir wiederum Emily Watson als die blinde Reba. In ihren Leistungen liegt sie für mich klar vor Norton. Ich habe zwar nicht viel Erfahrung mit blinden Menschen, aber für mich sah das wirklich realistisch aus.
Fazit:
Wie sieht jetzt mein Fazit aus? Das ist gar nicht mal so leicht zu sagen. Im Prinzip fand ich den Film nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Ich bereue es auf jeden Fall nicht, dass ich ihn mir im Kino angeschaut habe. Aber den Weg in meine DVD-Sammlung wird er mit Sicherheit - trotz meines Kaufwahnes - nicht finden.
Man kann sich den Streifen anschauen und gut ist. Vom Hocker reißt er mit Sicherheit nicht, aber als schlecht kann man wiederum auch nicht bezeichnen. Er liegt im guten Mittelfeld, weshalb ich ihn auch als durchschnittlich bewertet habe.
Vielleicht ist auch die Romanvorlage nicht so einfach zu verfilmen. Immerhin wurde \"Roter Drachen\", der die erste Folge der Hannibal-Trilogie ist, unter dem Titel \"Manhunter\" im Jahr 1986 schon einmal verfilmt und hat damals gnadenlos gefloppt.
Wer sich mit einem Thriller den Abend verschönern will und dabei nicht all zu viel erwartet, wird mit \"Roter Drachen\" gut bedient sein.
Die FSK-Freigabe von 16 ist übrigens auch okay, da 12 defintiv zu jung für die blutigen Szenen wäre.
Und wie immer: Danke fürs Lesen, Wegklicken oder Kopieren!
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