Roter Drache (VHS) Testbericht

Roter-drache-vhs-thriller
ab 16,66
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Erfahrungsbericht von seehuhn

Wenn die Zahnfee nicht mehr lieb ist

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser,

am 31.10.2002 (genau richtig zu Halloween) startete der erste Teil der Trilogie um Hannibal Lector. Richtig gelesen – der „Rote Drache“ stellt den ersten Teil da und ist somit der Film vor „Das Schweigen der Lämmer“. Ich war schon ein wenig irritiert, eigentlich ja Nachfolger von „Hannibal“, dann doch wieder der erste Film vor „Das Schweigen der Lämmer“.

Nachdem der „Rote Drache“ bereits 1986 von Michael Mann mit dem Namen „Manhunter“ verfilmt wurde und da richtig floppte, wurde es nun erneut versucht. Mit Hilfe von Sir Anthony Hopkins in der Rolle des Hannibal Lector konnte da eigentlich nicht viel falsch laufen.

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Story
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Will Graham (Edward Norton) ist FBI-Agent und einem Serienkiller auf der Spur. Dabei hilft ihm der Psychiater Hannibal Lector (Sir Anthony Hopkins) ein wenig und gibt ihm nützliche Hinweise. Als Will jedoch hinter das Geheimnis von Hannibal Lector kommt, indem er ein Kochbuch für menschliche Rezepte findet, scheint es schon zu spät zu sein.

Hannibal hat ihn von hinten mit einem Messer attackiert und ihm in den Bauch gestochen. Mit letzter Kraft kann Will sich retten und bringt somit Hannibal Lector ins Gefängnis.

Nach diesem Ereignis kehrt Will dem FBI den Rücken zu und lebt mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn am Meer. Er konnte die Geschichte nie richtig verarbeiten und lebt seitdem ein wenig abgeschieden.

Jahre später taucht sein alter Chef Jack Crawford (Harvey Keitel) bei ihm auf und bittet ihm um seine Hilfe. Ein Mörder hat bereits zwei Familien bestialisch ermordet – immer an Vollmond. Sie haben nicht mehr viel Zeit und Jack Crawford hofft auf die Hilfe von Will, da dieser die Gabe hat, sich in den Killer hineinzuversetzen und seine Vorgehensweise zu analysieren.

Nach langem hin und her entscheidet sich Will zu helfen – jedoch möchte er im Hintergrund bleiben. Nach einigen Ermittlungserfolgen stecken sie fest und kommen nicht weiter. Jack Crawford hat nun eine Idee, die Will eigentlich überhaupt nicht gefällt. Will soll mit Hannibal Lector sprechen, da der eine ähnliche Gabe besitzt. Und auch wirklich Hannibal kann Will weiterhelfen, nicht jedoch ohne ihn ein wenig zappeln zu lassen. Auch verfolgt er mit seiner Hilfe einen Plan, er will den Serienkiller Francis Dolarhyde (Ralph Fiennes) auf seine Seite ziehen und sich so an Will rächen…

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Der Täter
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Francis Dolarhyde ist ein Mann mittleren Alters. Im Gesicht ist er ein wenig entstellt, was aber nicht schlimm auffällt. Im Kindesalter wurde er von seiner Großmutter misshandelt, was letztendlich dazu führte, dass er das ist was er ist – ein Psychopath.

Sein Rücken ist eine einzige Tätowierung. Er ist vernarrt in den Gedanken, sich in den roten Drachen zu verwandeln. Um dies zu schaffen, muss er Frauen opfern, die seiner Großmutter ähnlich sehen. Seine menschliche Seite sucht aber auch nach Zuneigung, die er bei der blinden Reba (Emily Watson) findet.

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Die anderen Personen
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Sir Anthony Hopkins spielt den Psychopathen Hannibal Lector. Eine Rolle, in die er im Laufe der Jahre richtig reingewachsen ist. In diesem Film ist er zwar mehr in den Hintergrund gedrängt, doch auch er hat seine Auftritte, die einen hin und wieder schön zusammenzucken lassen. Hannibal hilft Will nicht aus Nächstenliebe. Er hat noch eine Rechnung mit Will offen, schließlich ist er schuld, dass Hannibal nun in Sicherheitsverwahrung steckt und wohl nie wieder Tageslicht sieht. Auch wäre es nicht die Art von Hannibal Lector, so einfache Hinweise zu geben. Er gibt nur kniffelige Tipps, die es heißt zu entschlüsseln.

Sir Anthony Hopkins – ein brillanter Schauspieler, der einem mit seinen eisblauen Augen schon einen Schauer über den Rücken jagt. Meiner Meinung ist er perfekt für diese Rolle, was nicht heißen soll, dass er ein Psychopath ist.

Edward Norton spielt den FBI-Agent Will Graham. Auch er spielt seine Rolle sehr gut, ist doch auch er bereits ein bekanntes Gesicht im Filmgeschäft. In Filmen wie „American History X“ oder „Fight Club“ konnte man ihn schon bewundert. Er agiert authentisch und nicht gekünstelt.

Francis Dolarhyde hätte ich anfangs nicht erkannt, doch auch er hat bereits in mehreren Filmen mitgewirkt. Auf seiner Liste stehen Filme wie „Schindlers Liste“, „Der englische Patient“ oder „Mit Schirm, Charme und Melone“. Auch er spielt seine Rolle gut. Wenn nicht sogar sehr gut.

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Sonstige Angaben
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Genre: Horror-Thriller

Regie: Brett Ratner
Drehbuch: Ted Tally

FSK: frei ab 16 Jahre
Filmlänge: 123 Minuten

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Meine Meinung
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Den ersten / zweiten Teil (Das Schweigen der Lämmer) hab ich leider bisher noch nicht gesehen – bisher kam ich nur in den „Genuss“ von „Hannibal“ von dem ich eigentlich nicht überzeugt war. Nur auf gutes Zureden von meinem Freund, schaute ich mir den Film an. Dennoch bin ich nun froh den Film gesehen zu haben.

Die Geschichte an sich ist schon einmal sehr gut und wird auch gut umgesetzt. Manchmal ist der Film vielleicht ein wenig langatmig, aber das ist nur in einigen kurzen Abschnitten so. Die spannenden Stellen sind wirklich kaum auszuhalten, da die musikalische Untermalung einen fast zum Wahnsinn treibt. Kommt man einer spannenden Stelle entgegen, fängt ein Streichorchester langsam und leise zu spielen an. Schon da klebt man in seinem Sitz und hat schon fast die Augen vor dem Gesicht. (Frauen halt). Doch die Musik wird immer härter, immer lauter – bis die Stelle erreicht ist.

Die Schauspielerische Leistung von allen Schauspielern war sehr gut und sie haben alle in den Film gepasst. Früher mochte ich Sir Anthony Hopkins nicht, ich weiß nicht warum, doch nach diesen Filmen, mag ich ihn doch sehr gerne. Vielleicht ist es der Ausdruck in seinen Augen, bei dem es einem die Nackenhaare aufstellt.

Das einzige was mich an diesem Film ein wenig gestört hat, war, dass ich immer wieder verwirrt war. Man sieht den dritten Teil einer Filmfolge, welche eigentlich der erste ist. So war ich anfangs doch recht schockiert, dass Hannibal frei rumläuft, hat er doch etliche Menschen getötet. Erst als mein Freund mich aufklärte wurde mir einiges klar.

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Fazit
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Ein echt sehenswerter Film. Leute die „Das Schweigen der Lämmer“ und „Hannibal“ nicht kennen, können sich einmal einen schönen Abend mit allen Teilen machen und danach lecker Essen gehen (vielleicht ein wenig Leber oder Niere ;)

Ich kann den Film empfehlen und deshalb erhält er auch die volle Sternzahl.

ZUM TITEL
Der Täter wird von den Ermittlern liebevoll \"Die Zahnfee\" genannt, da er einen einzigartigen, entstellten Zahnabdruck auf einer Toten hinterlassen hat.
Kindern erzählt man doch immer, dass die Zahnfee die Zähne holt und dafür ein Geschenk hinterlässt. Doch in diesem Film ist die Zahnfree nicht gerade freundlich gesinnt.

26 Bewertungen