Samba in Mettmann (VHS) Testbericht

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ab 21,13
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Erfahrungsbericht von mmm000

SAMBA IN METTMANN- EIN KULTIGER KINOFILM

Pro:

siehe text

Kontra:

siehe text

Empfehlung:

Ja

Dienstag ist bei uns Kinotag bei uns und so verschlug es uns gestern in den Film „Samba in Mettmann“. Ich war ja sehr skeptisch, denn Hape Kerkeling mag ich nicht wirklich, aber mir wurde versprochen: der Film ist gut. Also gut, überredet ;-)

Der Film ist am 29.1. angelaufen, Regie führte Angelo Colagrossi, das Drehbuch stammt ebenfalls von ihm, aber auch Hape Kerkeling selbst mischte beim Drehbuch mit.

Hape Kerkeling spielt auch die Hauptrolle, nämlich den Olaf, der in der Wäscherei „Fleck Weg“ von seinem Vater (gespielt von Sky Dumont)arbeitet. Er wohnt in Mettmann mit seinem Vater und schwerhöringen und kiffenden Großvater (Rolf Nagel) in einer generationsübergreifenden WG und möchte demnächst seine Freundin Vera (Alexandra Neldel), meist „Schnurzel“ genannt, heiraten. Leider hat sie sich aber dazu entschlossen, das von ihrem amerikanischen Guru empfohlene, „Tantra des Wartens“ bis zur Hochzeit durchzuziehen, was bedeutet, dass es für 3 Monate Äpfel statt Sex gibt. Olaf ist frustriert, lässt sich dies aber nicht anmerken, er würde auch nie auf die Idee kommen, sein Schnurzelchen zu betrügen.
Und es sind in Mettmann noch mehr Hochzeiten geplant, so will auch Vera´s Kollegin heiraten, hält aber vom Tantra des Wartens nichts und zieht eher das Gegenteil vor. Auch in der „High Society“ von Mettmann steht eine Hochzeit an, der Sohn aus der Familie Pfeffer, die das Monopol auf das berühmte „Pfefferbier“ inne hat, will heiraten. Plötzlich wird diese Hochzeit abgesagt, durch „Mama Pfeffer“, also der Mutter des Bräutigams, einem Muttersöhnchen wie er im Buche steht. Warum erfahren der Zuschauer zunächst nicht.
Zeitgleich purzeln Olaf 3 Brasilianerinnen direkt aus einer hochzeitsmäßig geschmückten Limousine vor die Füsse. Schon bald stellt sich heraus, dass es sich um die Braut der abgesagten Pfeffer-Hochzeit handelt, gemeinsam mit 2 brasilianischen Verwandten.
Er quartiert sie bei sich in der WG ein, zu Opas großer Freude, aber wirklich nur, um ihnen zu helfen, ihre Koffer und Pässe aus dem Hause Pfeffer zurückzubekommen.
Aber wie verbirgt man die feurigen Frauen vor der Verlobten sowie dem Klatsch & Tratsch im kleinen Ort Mettmann? Es fällt schwer und klappt natürlich nicht, da hilft es auch nicht, die im Nachthemd in der Wäscherei stehende Brasilianerin Alegra als „neue Auszubildende“ den Leuten vorzustellen. Und es bekommt auch Vera schnell mit, dass 3 Brasilianerinnen bei ihrem Olaf leben. Sie beschließt auf sehr lustige Art und Weise ihr Warte-Tantra bleiben zu lassen, um ihn „zurückzugewinnen“ und überrascht ihn mehrfach in wirklich heißen Klamotten und der Bitte, Sex haben zu wollen, was aber Olaf dann nicht mehr interessiert. Er ist damit beschäftigt, den Brasilianerinnen zu helfen, ihre Koffer und Pässe aus dem Hause Pfeffer zu bekommen, damit sie nach Hause fliegen können. Dabei schreckt Olaf nicht einmal vor kriminellen Taten zurück und Alegra versuchtmit Voodoo dem bösen Herrn Pfeffer zuzusetzen (man sollte sich halt nicht mit Brasilianerinnen anlegen *g *).
Zum, doch recht überraschenden, Ende wird aber alles gut, auch wenn es noch einen Toten gibt, aber mehr wird nicht verraten.

===Meine Meinung===

Der Film ist wirklich lustig, auch wenn vieles recht vorraussehbar und „typisch Komödie“ ist, denn es ist beispielsweise nunmal immer so, dass die Verlobte dazu kommt, wenn grade die vermeintliche Geliebte zum Verlobten ins Badezimmer huscht.

Einige Gags werden auch im Film etwas zu oft wiederholt, so ist Alegras „ich Pipi“ wenn sie mal wieders auf Klo muss, erst ja noch ganz lustig, vor allem als jemand denkt, dass sie demnach „Pipi“ heißt, aber irgendwie muss sie in dem Film etwas zu oft ;-).

Viele andere Gags sind aber wirklich köstlich. Oft sind sie verbunden mit den Sprachschwierigkeiten, so wird aus „Schweinehund“ ein „Schweinehuhn“, aus „Schweinfurt“ ein „Schweinfurz“ und ein Hühnchen wird aus unerfindlichen Gründen zu einem „Chickenhuhn“.

Die Pluralbildung, eigentlich ja nix wirklich witziges, wird auch einige Male aufs Korn genommen, so wird sich beschwert über das Fußgängerzonen-Plakat des Dorf-Gurus „Friede für den Planet“ und als dann ein Kind in die Wäscherei kommt und auch noch „Wir sammeln für eine alten Zirkuslöwe“ sagt, wird so ein fehlendes „n“ doch richtig witzig ;-).

Überhaupt ist recht lustig, was für ein Völkchen in Mettmann wohnt, etwas altmodisch sieht alles in dem Ort aus, der Ort scheint es auf den ersten Blick auch zu sein, auf den zweiten Blick merkt man aber, nicht mal ein Transvestit kann die Mettmänner aus der Ruhe bringen, auch ist der Guru eine völlig akzeptierte Person und immerhin gibt es eine Sushi-Bar, wo man mittags auch den Notarzt trifft. Alles eher untypisch für eine klassische Kleinstadt.

===Fazit===

Der Film hat keinen Tiefgang und wirklich spannend ist er auch nicht, dafür aber sehr lustig. Die Schauspieler sind keine „richtigen“ Promis, aber dennoch kennt man viele aus dem Fernsehen, so hat man Alexandra Neldel doch schon bei GZSZ gesehen, der Handwerker ist Tyron Ricketts, der mal bei Viva war, viele andere kamen mir auch sehr bekannt vor. Hape Kerkeling und Sky Dumont kennt man sowieso und alle spielen ihre Rolle witzig und überzeugend. Es wird einem zu keiner der 90 Minuten langweilig und die Freigabe ab 6 Jahren ist auch völlig in Ordnung.

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