Save the Last Dance (DVD) Testbericht

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Save-the-last-dance-dvd-drama
ab 4,24
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Erfahrungsbericht von Abana1

Fusion von Ballett und Hip-Hop

Pro:

ganz pasables Bonusmaterial, unterhaltsamer Film, flotte Rhythmen

Kontra:

die Themen hätten etwas intensiver behandelt werden können

Empfehlung:

Ja

Die DVD zum Film \"Save the Last Dance\" liegt schon eine Zeit bei mir im Regal rum, aber irgendwie hatte ich nie die Zeit mir den Film anzuschauen. Letztes Wochenende war es nun doch so weit, und deshalb folgt jetzt die DVD-Kritik.


HANDLUNG
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Während Sara (Julia Stiles) für ein Ballett vortanzt, stirbt ihre Mutter bei einem Autounfall. Nun muß Sara bei ihrem Vater (Terry Kinney) leben, den sie nicht ausstehen kann, da er sich nie um sie gekümmert hat. Dies ist auch ein Wechsel von der behüteten Kleinstadt zur South Side von Chicago. In der Highschool hat sie hauptsächlich schwarze Klassenkameraden, unter denen sie aber bald eine Freundin in Chenille (Kerry Washington) findet. Deren Bruder Derek (Sean Patrick Thoams) ist Sara anfangs ein Dorn im Auge, aber bald findet sie Gefallen an ihm. Ihre Beziehung wird enger, als Derek ihr das Hip-Hop Tanzen beibringt, und damit bekommt auch Sara ihre Lust am Tanzen zurück. Doch nicht alle freuen sich über die Freundschaft von Sara und Derek, sogar Sara´s Freudin Chenille findet es nicht gut, das sich ihr Bruder mit einer Weißen trifft...


MEINE MEINUNG
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Der Filmtitel \"Save the Last Dance\" hat mir nichts weiter gesagt, als ich die DVD im Kaufhaus gesehen hatte. Aber ein Blick auf die Kurzzusammenfassung und das Bonusmaterial hatten mich zu einem Kauf \"überredet\". Und von dem Film war ich dann auch nicht enttäuscht.

Es handelt sich hier eher um einen beschaulichen Film, der zwar in einer rauhen Gegend spielt, wo sich aber nicht alles unbedingt um Schießereien dreht. Im Mittelpunkt steht Sara, die am liebsten Balletttänzerin werden würde. Wer jetzt allerdings Film erwartet, der sich um den klassischen Balletttanz dreht, ist bei \"Save the last dance\" ganz falsch. Man sieht zwar ab und zu ein paar klassische Tanzeinlagen von Sara, aber hauptsächlich gibt es Hip-Hop Musik zu hören. Normalerweise kann ich Hip-Hop gar nicht austehen, aber hier gab es ganau die richtige Dosis und außerdem sahen die Tänze schon gut aus.

Natürlich gibt es auch ein paar sozialkritische Töne in dem Film, aber das konnte man bei einer schwarz/weiß Paarung auch erwarten. In den Nebencharakteren werden noch zusätzlich ein paar Aspekte des Lebens in ärmeren Viertel beleuchtet, wie z.B. der Gang-Krieg und jugendliche Mütter. Der Regisseur hat mit diesen Themen auch nicht gerade etwas Neues gewagt, aber trotzdem entstand ein guter Film. Und das Ballett und der Hip-Hop könnten hier auch für die zwei Welten stehen, die im Film aufeinanderprallen - und wie auch die beiden Tanzstile verschmelzen, vereinigen sich auch beide Welten und führen zu einem Happy-End.

Und irgendwie lebt der Film massiv von seinen sympathischen Charakteren. Sara wird von Julia Stiles gespielt, einer Schauspielerin, die mir eher unbekannt war. Aber die Sara hat sie wirklich gut gespielt, und ihr Zusammenspiel mit Sean Patrick Thomas als Derek war ebenfalls gut und hat bestimmt viel zu der Sympathie der beiden Hauptcharaktere beigtragen. Und wem Derek bekannt vorkommt, Sean Patrick Thomas hat schon in \"Eiskalte Engel\" mitgespielt.

Auch wenn das Thema etwas anderes verspricht, es handelt sich hier nicht um einen anspruchsvollen Film. Dafür werden die einzelnen Themen einfach zu kurz abgehandelt bzw. nur angekratzt. Wer aber einen netten Unterhaltungsfilm sucht, der mal nicht auf dem untersten Niveau spielt, kann an \"Save the last dance\" viel Freude haben.


DIE DVD
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Die DVD (Paramount Home Entertainment) ist eigentlich ganz gut mit Bonusmaterial ausgestattet, zumindest wird es dem Film gerecht. Bei einem großen Blockbuster hätte ich wahrscheinlich mehr Bonusmaterial erwartet, aber für \"Save the last dance\" ist ides genau das richtige Zusatzmaterial. Es gibt einem Audiokommentar, der wirklich sehr ausführlich auf den Film und dessen Entstehung eingeht. Das Making Of ist eher uninteressant, aber die Interviews mit Cast und Crew geben einen Einblick in die Charaktere. Somit möchte ich also ein recht positives Urteil zum Bonusmaterial abgeben.

Bei einem so Musik-lastigen Film ist die Tonqualität natürlich immens wichtig. Und hier kann die DVD auch nicht enttäuschen. Die Music-Score ist hervorragend abgemischt, und auch die Dialoge gehen in der Musik nicht unter. Auch beim Bild gibt es nicht viel rumzumeckern. In den vielen dunklen Szenen kann man alles deutlich erkennen, und die Bildschärfe ist ebenfalls ok. Die Farbgebung ist eher dezent, aber der Film sollte ja wohl auch eher \"grau wirken\".

Ein richtiges Booklet gibt es nicht, sondern nur ein Blatt mit dem Titelbild und der Kapitelliste. Das Hauptmenü ist anmiert und mit Musik unterlegt, während alle Untermenüs nur mit statischen Bildern ausgerüstet sind.


Bonusmaterial
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# Audiokommentar von Regisseur Thomas Carter
Dieser Regiekommentar ist das eigentliche Kernstück des Bonusmaterials, denn wenn man etwas mehr über den Film erfahren will, ist man hier genau richtig. Während das restliche Bonusmaterial nur etwas am Rand kratzt, geht hier der Regisseur auf viele Details ein. Manchmal wird nur das Geschehen auf dem Bildschirm beschrieben, aber meistens hat der Regie viel Interessantes zu erzählen. Es gibt auch kaum Schweigeminuten, was bei der Länge des Films etwas überraschend ist. Der Regisseur erzählt viel über die ursprüngliche Fassung des Films (der war mal über 3h lang) bzw. der Szenen, was ich sehr interessant fand. Den Kommentar kann man übrigens auch als deutsche bzw. englische Untertitel einblenden.

# Entfallene Szenen
Bei allen Szenen fehlt ein Regiekommentar, da man ansonsten überhaupt nicht weiß, warum die Szenen aus dem entgültigen Film entfernt wurden bzw. wo man die Szenen einordnen soll. Meiner Meinung nach hätte man alle vier Szenen noch in den Film einbauen können, denn dadurch werden die Nebencharaktere noch etwas besser beleuchtet.
- Record Store (~2min): In dieser Szene treffen sich Derek und Sara in einem CD-Laden, und Derek lädt Sara zum Tanzen üben ein.
- Jazz Club (~3min): Sara besucht ihren Vater im Jazzclub. Eigentlich eine recht wichtige Szene, denn das Leben ihres Vaters wird hier etwas näher vorgestellt.
- Chenille´s Appartment (~3min): Hier gibt es eine zusätzliche Szene zwischen Chenille und dem Vater ihres Kindes zu sehen, welche ebenfalls besser die Beziehung zwischen den beiden erklärt, als es der Film tut.
- Spielplatz (~2min): Ebenfalls eine Szene zwischen Chenille und dem Vater ihres Sohnes.

# The Making Of Save the last Dance (~20min)
Hier handelt es sich um ein recht kurzes Making Of, welches aber einen guten Überblick zum Film gibt. Natürlich wird auch hier zuerst die Handlung vorgestellt, was etwas langweilig ist, wenn man den Film schon gesehen hat. Ein wenig wird dann auch die Vorbereitungen für die Dreharbeiten eingegangen, z.B. auf das Tanztraining von Julia Stiles und die Choreographie. Am Ende des Making Ofs wird dann auch noch auf das Musikvideo eingegangen, was man ebenfalls im Bonusmaterial sehen kann. Im Großen und Ganzen ist dies aber ein Promo-Clip, der die Zuschauer ins Kino locken sollte, und deshalb bekommt man auch nicht gerade viele Informationen.

# Original-Kinotrailer (~2min)
Der obligatorischen Trailer zum Film.

# Interviews mit Stab und Besetzung (~13min)
Dies ist eigentlich eine Fortsetzung des Making Ofs, welches besser die einzelnen Charaktere beleuchtet. Der Regisseur und die Darsteller äußern sich zu verschiedenen Themen, die im Film angesprochen werden, und es gibt auch Bilder von den Dreharbeiten und dem Training zu sehen. Dieser Clip ist auf jeden Fall interessanter als das eigentliche Making Of.

# Musikvideo: \"Crazy\" von K-Ci und Jo Jo (~4min)
Dies ist das schon oben erwähnte Musikvideo, welches ich persönlich noch nicht kannte. Eigentlich hatte ich einen Hip-Hop Song erwartet, aber es handelt sich hier eher um eine Ballade, die sich ganz gut anhört. Im Video gibt es natürlich viele Szenen aus dem Film zu sehen.


Weitere Daten
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Sprachen : Deutsch, Englisch, Tschechisch
Untertitel : Deutsch, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Holländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

Bildformat : 1,85:1 (anamorph)
Audiokanäle : Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch), Dolby Digital 2.0 (Tschechisch)

Spielzeit : 108 min
FSK : ab 12 Jahre


FAZIT
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Zusammenfassend kann man sagen, daß \"Save the Last Dance\" ein durchaus unterhaltsamer und interessanter Film ist. Der Film ist nicht ultra-anspruchsvoll, so daß man ihn zum Entspannen nutzen kann. Die DVD bietet dem Film angemessen durchaus gutes Bonusmaterial, wobei ich wirklich den Audiokommentar empfehlen kann.

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    28.01.2007, 01:25 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe den Film auch gesehen, mochte ihn aber nicht wirklich. Viele Grüße