Tage des Donners (DVD) Testbericht

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ab 6,98
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Erfahrungsbericht von DukeNukem

Toller Film auf miserabler DVD

Pro:

sehr gute Schauspieler, tolle Action, englischer Ton in Dolby Digital 5.1

Kontra:

Schlechte Bildqualität, nur ein Trailer als Extra

Empfehlung:

Nein

Bei dem Film „Tage des Donners“ (engl. Titel, welcher natürlich viel cooler klingt ist „Days of Thunder) dreht sich alles um die NASCAR-Rennserie. Ich bin selbst ein großer Fan des Autorennsports und zu meinen absoluten Favoriten zählen Rallye und NASCAR, deshalb war ich ganz gespannt auf die filmische Umsetzung einer Rennserie, die zudem auch noch eine Liebesgeschichte beinhaltet.
Normalerweise geht der Versuch, eine Sportart filmisch umzusetzen, eher schief, so wie ich es gestern bei dem Renny Harlin Film „Driven“ gesehen habe. Andererseits kann es auch gut gehen, wie es zum Beispiel bei Oliver Stone’s „An jedem verdammten Sonntag“ der Fall war.
Nun, verglichen mit den beiden vorhergenannten Filmen, hat dieser hier einen besonderen Nachteil, und zwar ist dies das Alter. Während Stone und Harlin ihre Filme im Jahr 1999 bzw. 2000 drehten, entstand „Tage des Donners“ in den 80er Jahren.
Eigentlich sollte man jetzt denken, dass in dieser Zeit noch nicht so viel Action möglich zu drehen war. Wer dies jetzt denkt, der irrt hier ganz gewaltig. Wer sich zum Beispiel Filme wie „Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ oder „Beverly Hills Cop 1 und 2“ ansieht, der weiß, dass es doch möglich war.
Es hat jetzt auch einen ganz besonderen Grund, dass ich ausgerechnet diese zwei Filme erwähnt habe, denn „Top Gun“ und „Beverly Hills Cop 2“ haben eines gemeinsam und zwar ist dies der Regisseur und die Produzenten.

Wie bei den vorher genannten Filmen ist auch hier der Regisseur diesmal Tony Scott, der jüngere Bruder von Ridley Scott. Bei den Produzenten handelt es sich um den leider zu früh verstorbenen Don Simpson und seinen Kollegen Jerry Bruckheimer, der ja jetzt zu den meistverdientesten Männern Hollywoods zählt.

Bevor ich aber weiter über Cast & Crew rede, hier noch Informationen zur Story. Also, wie schon im ersten Absatz erwähnt, handelt es sich bei diesem Film um eine Liebesgeschichte in der NASCAR-Rennserie.
Ein sehr erfolgreicher Manager, gespielt von Randy Quaid, hat seit einigen Seasons nämlich seinen besten Fahrer gefunden, der niemals verlieren kann. Sein Name ist Rowdy Burns, gespielt von Michael Rooker.
Rowdy ist sehr beliebt und verliert vor so viel Geld fast noch den Überblick. Er hat wirklich Glück als einer der besten Fahrer zu gelten. Doch wie es aussieht, verlässt ihn in dieser Saison das Glück, denn der Manager hat nämlich einen ehemaligen Mechaniker namens Harry wieder eingestellt, der einen jungen, noch unerfahrenen, Fahrer namens Cole Trickle ausbildet. Harry wird gespielt von Robert Duvall und Cole Trickle wird gespielt von Tom Cruise, der in diesem Film sein Schauspieldebüt gab, welches meiner Meinung nach absolut gelungen ist.
Wie dem auch sei, nach einigen Startschwierigkeiten, welche absolut witzig sind, wird Cole sogar noch besser als Rowdy und stößt ihn vom Podest des besten Fahrers aller Zeiten. Rowdy ist sehr verärgert darüber, kann aber leider während der Rennen nichts gegen Cole ausrichten. Eines Tages jedoch geschieht auf der Rennstrecke ein schlimmer Unfall und Cole und Rowdy werden sofort ins Krankenhaus gefahren. Während des Krankenhausaufenthalts lernt Cole eine hübsche Ärztin kennen, welche von Nicole Kidman gespielt wird.
Nach diesem Aufenthalt stellt sich heraus, dass Cole zwar nichts hat, dafür aber Rowdy, was ihn dadurch fahruntauglich macht und er in kein NASCAR mehr einstiegen darf. An seiner Stelle tritt ein neuer Rennfahrer, welche von Cary Elwes gespielt wird (echt cool, diesen Schauspieler kennt man aus Mel Brooks „Robin Hood – Helden in Strumpfhosen). Dieser neue Rennfahrer ist ein echter Idiot, denn er hält sich nämlich nach dem ersten Treffen mit Cole schon für den Größten.
Und deshalb ist Cole gezwungen, dass letzte Rennen für sich selbst und Rowdy zu fahren, um es diesem Mistkerl ein für alle Mal heimzuzahlen.
Wie ich vor der Story schon erwähnte, führte bei diesem Film Tony Scott Regie. Tony Scott zählt zu meinen drei Lieblingsregisseuren (der andere von diesen dreien ist übrigens sein Bruder Ridley) und ich finde, er hat schon in seinen Anfängen gezeigt, dass er sich zu einem echt genialen Regisseur entwickelt. So ist es auch bei diesem Film. Hier merkt man seinen absolut genialen visuellen Stil, seine Kameraführung und auch sein Gespür für eine gut funktionierende Story und auch seine tolle Schauspielerwahl.

Auch wenn Tony Scott nichts anderes übrig blieb, war er dennoch sehr mutig, sich für Newcomer in der Schauspielerwahl zu entscheiden. Für Tom Cruise war es ja einer seiner ersten Filme. Ich finde, er zeigt in diesem Film, dass er ein sehr guter Schauspieler ist und sich sehr gut in Dramen und Liebesfilmen behaupten kann. Leider hatte er seinen dämlichen Grinser damals schon parat, dass einzige was ich an ihm nicht so mag.
Gelesen hab ich es zwar nicht, aber ich denke, dass es auch für Nicole Kidman eine ihrer ersten Rollen war. Auch sie zeigte damals, dass sie das Zeug zu einer klasse Schauspielerin hat. Ach ja, und dass man den beiden die Liebesszenen in diesem Film glaubt hat einen sehr guten Grund, denn während der Dreharbeiten haben sich die beiden ineinander verliebt und wurden damals zu Hollywoods Traumpaar. Leider trennten sie sich, weil Tom Cruise plötzlich mit Penelope Cruz liiert war, wobei ich aber nicht verstehen kann, was der an ihr findet.
Nicht nur, dass diese zwei schauspielerische Glanzleistungen vollführen, auch die anderen Schauspieler können sehr gut mit den beiden Hauptrollen mithalten, ausser Randy Quaid, der den Manager spielt. Dies hat aber auch einen Grund, denn der kommt in diesem Film nicht sehr oft zum Vorschein, was aus ihm eine Art Gastrolle macht.
Wer aber bei dem Team Kidman und Cruise nicht fehlen darf, sind Michael Rooker, der Rowdy Burns spielt und Robert Duvall, der den Mechaniker Harry verkörpert.
Michael Rooker kann in diesem Film leider auch nicht so viel von seinem schauspielerischen Können zeigen, denn er hat nämlich die Rolle des harten Kerls, des Machos bekommen und das zu spielen, sollte eigentlich nicht schwer sein.
Anders hingegen sieht es da aber bei Robert Duvall aus. Das ist einfach ein Spitzen-Schauspieler. Er kann eigentlich nicht mehr überboten werden. Robert Duvall ist vielen bekannt aus der Pate-Trilogie und aus dem Joel Schumacher Film „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“.

Was ich normalerweise nicht mache, hier aber schon, ist die Erwähnung der Produzenten. Damals waren es ja noch zwei, da Don Simpson leider an einer Überdosis starb. Spätestens seit CSI, Fluch der Karibik, Armageddon uvm. ist der Name Jerry Bruckheimer jedem ein Begriff. Jerry Bruckheimer ist einfach der EXPERTE, wenn es darum geht, Action sehr gut und bombastisch in Szene zu setzen. In der heutigen Zeit geht es ja durch Computer und verbesserte Special Effects viel besser und auch leichter, aber damals in den 80er Jahren hat es auch sehr gut funktioniert. Bei diesem Film merkt man das ganz besonders durch die Rennsequenzen und die ganzen Crashs. Hier haben die Produzenten damals schon gezeigt, wie richtige Action aussehen soll.

Und jetzt gibt es diesen tollen Film endlich auch auf DVD zum immer und immer wieder ansehen. Leider kann man sich hier nur den Film und auch nicht mehr angucken.
Ich bin, wie wahrscheinlich viele von euch, auf DVD umgestiegen, wegen der exzellenten Bild- und Tonqualität und natürlich ganz besonders wegen der Extras.
Wenn ich aber sehe, dass die meisten DVDs, wie auch diese hier, neben verschiedenen Sprachen und Untertitel nur einen Trailer als Extra zu bieten haben, dann wünschte ich mir, ich wäre bei der guten alten VHS geblieben, welche ja jetzt billiger ist.
Die Tonqualität ist sehr gut und die englische Sprachfassung ist sogar in Dolby Digital 5.1. Die Bildqualität ist eher mittelmäßig, was mich aber bei so einem alten Film nicht wundert, obwohl es ja DVDs älterer Filme gibt, die eine viel bessere Bildqualität aufweisen können.

Fazit: Den Film muss man gesehen haben, die DVD aber nicht. Entweder ihr kauft euch die VHS oder nehmt euch den Film im Fernsehen auf.

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Tris.

    31.05.2004, 12:22 Uhr von Tris.
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nicht so ganz mein Film.