The Blair Witch Project (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von zettikonfetti
Eine Nummer größer als Bibi Blocksberg
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Film handelt von drei Filmstudenten die auf die Namen Heather, Michael und Joshua hören.
Die drei, und hier besonders Heather wollen eine Dokumentation über die Hexe von Blair drehen. Aus diesem Grunde machen sie sich auf in den Wald namens Blackhill Forest, denn dort soll einer Legende nach die Hexe ihr schwarzes Treiben vollziehen und der Welt das Fürchten lehren. Besonders auf Kinder soll sich die Hexe "spezialisiert" haben.
So machen sich die drei also auf den Weg. Mit im Gepäck sind zwei Kameras, mit denen die drei ihre Dokumentation festhalten. Diese Aufnahmen werden auch das letzte sein, was man von ihnen findet, denn zurückkehren werden sie nicht. Das Filmmaterial wird das einzige sein, was man von ihnen findet. Und genau dieses Filmmaterial macht den gesamten Film aus.
Denn einmal im Wald angekommen verlaufen und verirren sich die drei und finden sich alsbald wieder in einer Gegend, wo ein Baum aussieht wie der andere. Zudem hören sie des Nachts zuerst komische Schreie. Die Nächte darauf werden diese Schreie abgelöst von Angriffen auf das Zelt, von ominösen Zeichen und durch komische Steinanordnungen direkt vor dem zum Nachtlager auserkorenen Zelt.
Die Schlinge zieht sich immer enger bis auf einmal einer der Studenten weg ist und nur noch Heather und ein Begleiter da sind. So versuchen die beiden, als sie ihrer Meinung nach die Stimme ihres verlorenen Freundes hören diesen wiederzufinden.
So kommen sie mitten im Wald an ein Verlassenes Haus, aus welchem die Schreie des Freundes zu hören sind. Jedenfalls glauben dass die beiden und gehen hinein, aber nicht mehr hinaus.
[[[[[[[[[[ Zur Geschichte des Films ]]]]]]]]]]
Dieser Film ist war ein Experiment der Regisseure Daniel Myrick und Eduardo Sanchez, die mit geringstem finanziellen Aufwand (das Budget betrug gerade einmal $ 40.000) das vollbrachten, was viele Hollywoodgrößen oft versuchen, aber selten erreichen. Einen Film von großer Reichweite und Zustimmung sowohl auf Seiten der Kritiker, als auch auf Seiten der Zuschauer.
Dabei besteht der Film nur aus Aufnahmen der beiden Handkameras. Einer High-8-Videokamero und eine 16-Millimeterkamera waren die einzigen Hilfsmittel, denen sich die Darsteller bedienten und somit ein realistisches Bild erreichten.
[[[[[[[[[[ Die Filmbewertung ]]]]]]]]]]
Gerade die Art und Weise der Kameraführung und der -aufnahmen verleihen dem Film seine Atmosphäre.
Diese ist durch und durch erschreckend düster und dunkel.
Vor allem durch die 16-Millimeter-Kamera, die in schwarz-weiß filmt wird dieser Effekt noch unterstützt.
Die ruckeligen Aufnahmen der High-8-Kamera unterstreichen das Chaotische und verwirrende Aspekt des Films. Niemals ist man sich sicher was passiert oder passieren wird. So ist auch das Ende dementsprechend kurz und unerwachtet. Ohne wirklichen Höhepunkt zum Ende bricht der Film aprubt ab und lässt den Zuschauer in seiner Ängstlichkeit zurück ohne ihn über die filmische Realität aufzuklären.
Da der Film mit handelsüblichen Kameras gedreht wurde sind manche Bilder, vor allem die Szenen während der Nachtzeit manchmal gar nicht zu erkennen, was vielleicht der Optik nicht gut tut, aber der Spannung und einer Realitätsnähe unheimlichen Auftrieb gibt.
Die Hexe von Blair tauch kein einziges Mal auf und auch am Ende des Films ist nicht gewiss was wirklich mit den drei Studenten geschehen ist.
Somit ein Open-end. Vorahnung und Kalkül auf einen weiteren Teil?
Zudem bestechen vor allem die Kommentare, die sicherlich in keinem Drehbuch standen sondern eher aus der Situation geboren wurden. Dies verdeutlicht den realen Charakter des Films noch zunehmend.
[[[[[[[[[[ Die Schauspieler ]]]]]]]]]]
Heather Donahue:
Spielt sich, wie die anderen beiden Akteure selber.
Heather verkörpert die in die Dokumentation vernarrte Studentin, die auf Gedeih und Verderb den Film fertig stellen möchte. Dass sie dabei die Gruppe in Gefahr bringt mag ihr zu Beginn noch nicht einmal wirklich bewusst sein, doch nach und nach sieht sie ihr Fehlverhalten der Gruppe gegenüber mehr und mehr ein. So erkennt sie, dass es falsch war den beiden Kommilitonen zu verheimlichen, dass man sich unter ihrer Aufsicht verlaufen hat.
Vor allem die gefühlsbetonten Szenen sind ihre stärke und herausragend ist ihr Fazit in die High-8-Kamera kurz vor Schluss, in welchem sie unter Tränen die Familienangehörigen der beiden anderen um Entschuldigung für ihr Verhalten bitte. Schon hier äußert sie die richtige Vermutung, dass sie alle nicht mehr nach Hause kommen werden.
Michael Williams:
Er ist für den Ton verantwortlich und schleppt das Mikro mit sich rum.
Mir kommt es so vor als verkörpere er den leicht instabilen und irren Part des Films. Sein Verhalten lässt darauf schließen, dass er zu Beginn des Films mit der Situation völlig überfordert ist und sich nur noch schwerlich unter Kontrolle halten kann. Jederzeit hat man das Gefühl, als würde er als erster ausrasten und Amok laufen. Viel verwunderlicher ist es, dass gerade er nach dem Verlust von Josh derjenige ist, der die Situation nüchtern betrachtet. Zum Schluss jedoch stürmt, wiedereinmal ohne zu überlegen in das gefundene Haus und fällt als zweites Opfer des Films.
Mit einer guten Darstellung eines psychopathisch veranlagten Menschen bringt er viel Spannung und Konflikte in den Film. Für sein Wegschmeißen der einzigen Wegkarte möchte man ihn am liebsten verprügeln.
Joshua Leonard:
Als Student im Film für die Führung der 16-Millimeter Kamera verantwortlich. Kommt als ruhiger und besonnener Typ rüber. Er ist der erste der die Segel streichen muss. Sein Verlust tut dem Zuschauer weh, denn ich hatte das Gefühl, dass er der einzige sei, der die Truppe vielleicht heil aus dem Wald führen könnte.
Seine Figur zieht dem Film ein wenig die Mystik und den Zauber des Fluches, da er immer versucht durch Nüchternheit und Objektivität die Truppe beisammen zu halten. Nach seinem Verschwinden fallen die übrigen beiden in einen Zustand voll Hoffnungslosigkeit, der sie aber dazu zwingt die Situation ebenso nüchtern und sachlich zu betrachten, wie es zuvor Joshua tat.
Gesamte Schauspielerleistung:
Das Zusammenspiel der drei Akteure ist wirklich gut mit anzusehen. Erkennt man zu Beginn noch den harmonischen Umgang miteinander, so entwickeln sich nach und nach einige Barrikaden zwischen den Drei, so dass man zwischenzeitlich total zerstritten ist und es anscheinend kein freundschaftliches Verhältnis mehr geben wird.
Doch nach dem Verschwinden von Josh kommen sich Michael und Heather menschlich noch einmal näher. Was wohl mehr die Realisation um dass Wissen des Sterbens vollzieht, als ihr freier Wille.
Eine sehr gute Schauspielerleistung von drei Nobodys, auf deren weiteren Werdegang man sicherlich erfreut sein dürfte. Mal schauen womit sie uns demnächst überraschen.
[[[[[[[[[[ Fazit ]]]]]]]]]]
zettikonfetti fand diesen Film sehr sehr gelungen. Ich war sehr beeindruckt in welcher Konsequenz die Regisseure den Gebrauch von 16-Millimeter und High-8 Kamera durchzogen. Die Authentiziät und Glaubwürdigkeit ist in keinem bisher von mir gesehenen Film so stark wie hier.
Auch das Ende ist nach meinem Geschmack. So bleibt offen, wie oder warum, durch wen die drei ihren Tod fanden. Das sie den Tod fanden bleibt übrigens offen, denn weder im Vorspann, der da lautet:
"Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten spurlos im Wald von Burkittsville, Maryland, während der Dreharbeiten zu ihrem Dokumentarfilm BLAIR WITCH PROJECT.
Ein Jahr später fand man dieses Filmmaterial",
noch im Film selber kann man erkenne, dass die drei sterben. Lediglich erahnen. Aber letzten Endes wissen kann man es nicht. Somit bleibt viel Platz für Spekulationen und Vermutungen.
Schaut ihn euch an, ihr werdet begeistert sein, wenn ihr immer nur die 0 8 15 Filme gewohnt seit, denn Blair Witch Project springt ein wenig aus dem Rahmen und tat der Filmbranche sicherlich sehr gut.
© zetttikonfetti
117 Bewertungen, 12 Kommentare
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27.08.2002, 20:51 Uhr von diewicca
Bewertung: sehr hilfreichfand ich auch...
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19.07.2002, 20:58 Uhr von wuestenrose
Bewertung: sehr hilfreichMir hat der Film auch sehr gut gefallen. Den zweiten Teil schau ich mir gleich gar nicht an. Last Broadcast (in der Doppeldvd dabei) ist auch ganz nett, kommt aber nicht an BWP dran. Dein Bericht hat mir übrigends auch gefallen :-). Gruß Julia
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30.05.2002, 01:49 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichTrotz einiger Horrorgewöhnung seit Dario Argento hatte ich bei u. nach diesem Film ANGST.
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26.04.2002, 17:19 Uhr von leser@tte
Bewertung: sehr hilfreichHat mir dennoch nicht gefallen! (der Film / nicht der Bericht)
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26.04.2002, 13:36 Uhr von Mr_Jingels
Bewertung: sehr hilfreichWie bitte bekommt man soooo viele lesungen*mal fragt* ;) VG Mr_J
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24.03.2002, 18:45 Uhr von bianca24
Bewertung: sehr hilfreichIch hab ängstlich auf der Couch gesessen ;)! Gruß, Bianca
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23.03.2002, 16:36 Uhr von naddanix
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht!!!
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23.03.2002, 14:55 Uhr von Lieselotte5
Bewertung: sehr hilfreichSehr schön beschrieben! Ich habe mich bei dem Film richtig gegruselt, obwohl eigentilch nichts schlimmes passiert, aber es scheint so.
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09.03.2002, 15:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht, vielleicht liest man sich ja mal 8-)
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05.03.2002, 19:06 Uhr von PrinceofLies
Bewertung: sehr hilfreichaus deinen alten Beiträgen wußte ich ja,daß wir einer Meinung sowohl über diesen als auch über den Nachfolgefilm sind. Die Besonderheit der Kameraführung hast Du sehr gut beschrieben und der Schauspielerkritik kann ich nur
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25.02.2002, 14:52 Uhr von BLAUES_WUNDER_74
Bewertung: sehr hilfreichToller Film, wirklich! Die Fortsetzung fand ich persönlich aber auch gar nicht so schlecht! Lieben gruß, BW
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24.02.2002, 18:11 Uhr von Sternschnuckel
Bewertung: sehr hilfreichHuhu Zetti *winkdolle* so trifft man sich wieder ;-)
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