The Green Mile (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Danczak
Geht bis unter die Haut...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dieses, insgesamt 4 mal für den Oscar nominiertes, Gefängnisdrama ist nach "Die Verurteilten" eine weitere gelungene Produktion des Regisseurs und Drehbuchautoren Frank Darabont.
Das in Rückblenden erzählte Drama basiert auf den gleichnamigen Roman von Steven King. Der Roman erschien innerhalb eines halben Jahres als
Fortsetzungsroman in 6 Bänden auf dem Markt und zumindest in den USA waren alle Bände
gleichzeitig auf der Bestseller Liste zu finden.
Aber nun zur Story des Filmes:
Der mittlerweile sehr alt gewordene Paul Edgecomb (Tom Hanks) erzählt einer Freundin von seiner Tätigkeit als Gefängniswärter und von einem dabei
erlebten besonderen Ereignis:
Er leitet den Todeszellenblock des Cold Mountain Gefängnisses im Süden der USA. Dort begleitet er die zu Tode Verurteilten, entlang der Green Mile, auf ihrem letzten Weg, dem Weg zum elektrischen Stuhl...
Green Mile wird dieser Trakt von den Gefangenen und Wärtern deshalb genannt, da der gesamte Flur mit grünem Linolium ausgelegt ist und deshalb grün schimmert.
Sein Leben dort verläuft im großen und ganzen ruhig und in geordneten Bahnen, bis...
...ja bis der zu Tode Verurteilte John Coffey (Michael Clarke Duncan), der 2 kleine Mädchen vergewaltigt und getötet haben soll, eingeliefert wird.
Allein Coffeys Erscheinung läßt Edgecomb und dessen Mitarbeiter schaudern, denn der um 2 Köpfe größere und von hühnenhafter Gestalt gewachsene Schwarze, stellt die Wärter aufgrund seiner pompösen Erscheinung vor eine scheinbar schier unlösbaren Aufgabe.
Allerdings stellt sich bald heraus, daß Coffey entgegen seiner Erscheinung freundlich, schüchtern - ja sogar kindlich naiv ist und außer seinen enormen physischen Kräften auch noch übernatürliche besitzt.
Das gesamte Auftreten des neuen Gefangenen und seine "heilenden Taten", die er vor den Augen der anderen vollbringt, lassen Edgecomb an der Schuld des Hühnen zweifeln und so versucht er neben seiner Tätigkeit, die Unschuld Coffeys zu beweisen. Damit muß er sich jedoch beeilen, denn die Vollstreckung des Todesurteils rückt immer näher...
Ob Coffey schuldig oder nichtschuldig ist, laßt Euch überraschen...
Dies ist, sagen wir mal die Hauptgeschichte des Films. Da es sich aber um eine King Verfilmung handelt, weiß man eigentlich schon, daß es noch nicht alles sein kann.
Neben diesen Hauptcharakteren und der Entwicklung der Geschichte, bishin zur Auflösung, weißt Regisseur Darabont während des Films gekonnt auf die Probleme hin, die sich aufgrund des brisanten Themas "Todeszelle" ergeben können. So spielen im Verlauf des Filmes Zwischenmenschliche Beziehungen von Gefangenen und Wärtern, aber auch zwischen den Wärtern, eine große Rolle.
FAZIT
The Green Mile ist ein vollkommen gelungenes Gefängnisdrama, mit einem Schuß Übernatürlichkeit. Auf der Basis eines Romans geschrieben, haben wir endlich einen Film, der dem Roman (bzw. den Romanen) in nichts nachsteht.
Die gesamte Geschichte wird sehr gut dargestellt und genau so konzentriert und gefesselt, wie King Fans dessen Romane lesen, bleibt der Zuschauer vor dem Fernseher sitzen und ergibt sich vollkommen und gebannt den Geschehnissen.
Hanks verkörpert in seiner gewohnten "freundlichen" Art den Gefängniswärter Edgecomb. Ohne diesmal den absoluten Hero spielen zu müssen ist die schauspielerische Leistung bemerkenswert. Einfühlsam und bewegend spielen Hanks aber auch M.C.Duncan mit einer solchen Intensität, daß man vergißt, das es sich hier um einen Film handelt.
Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Charakteren, vermischt mit dem heiklen Thema Todesstrafe und der Einfügung des Besonderen ala King ( im Film spielt eine kleine Maus eine wesentliche Rolle), gelang es dem Regisseur auf beeindruckender Weise dieses Thema zu behandeln.
Sehr positiv habe ich empfunden, daß hier fast gänzlich, mit Ausnahme des übernatürlichen Handels Coffey, welches sich jedoch in Grenzen hält, auf irgendwelche Special Effects verzichtet wurde, so kommt der Film vollkommen natürlich rüber.
Außerdem hält sich die für King typische Grausamkeit in Grenzen. Wenig Horror, eigentlich gar keinen. Unschön ist nur die Szene einer "misslungenen" Hinrichtung anzuschauen, aber selbst die paßt in den Film, da sie die Auswirkungen bzw. das Resultat zwischenmenschlicher Probleme beschreibt.
Also, wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt anschauen. Wer ihn kennt, wird ihn sich nochmal anschauen (er läuft zur Zeit auf Premiere). Freigegeben ist er ab 12 und dauert satte 181 Minuten. Obwohl ab 12 freigegeben, halte ich ihn jedoch nicht für einen netten Familienfilm. Ich denke hier wird mal wieder untertrieben. Die 181 Minuten allerdings vergehen wie im Flug - also ein sehr gutes Zeichen.
Ich wünsche viel Spaß, Spannung und Mitgefühl bei diesem, mit tollen Schauspielern besetzten, Meisterwerk von Frank Darabont.
50 Bewertungen, 5 Kommentare
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06.03.2002, 16:41 Uhr von Juliaroberts13
Bewertung: sehr hilfreichIch weiß, dass das peinlich ist, aber ich habe danach fast 20 min. lang geheult. Bye
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19.02.2002, 15:52 Uhr von roma1
Bewertung: sehr hilfreichIch habe noch nicht gesehen :-(
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18.02.2002, 15:02 Uhr von Sellina
Bewertung: sehr hilfreich.......wie immer super Bericht, so kenne ich dich ;-))). LG Sellina (hier ohneOH)
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18.02.2002, 13:08 Uhr von Filmfreund
Bewertung: sehr hilfreichIch finde, bei Einbau weniger Absätze wäre der Text viel besser zu lesen. Ansonsten gut.. Gruß Filmfreund
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18.02.2002, 11:49 Uhr von denjuandemarco
Bewertung: sehr hilfreichCorrectomundo, ist auch TOP!!
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