The Hole (VHS) Testbericht

The-hole-vhs-thriller
ab 3,07
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Erfahrungsbericht von DieEine

Wenn Liebe zur Besessenheit wird

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das Semester ist zu Ende und glücklicherweise damit auch das Seminar über die Filmkritiken. Jetzt darf ich nur noch ab und zu Filme schauen, die ich mir vielleicht sonst nicht angucken würde, denn bei dem Online-Mag, für das ich tätig bin, bauen wir gerade eine Filmsektion auf.
So durfte ich mir am Wochenende „The Hole“ angucken. Ich hatte den Film damals im Kino gesehen und fand ihn so gut, dass ich gequängelt habe, damit ich eine Review drüber schreiben darf. Hat auch geklappt!

*Die Story*
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Ein junges Mädchen rennt durch den Wald. An den Bäumen hängen überall die Vermißtenanzeigen von vier Jugendlichen. Das Mädchen trägt keine Schuhe, ist blutverschmiert, sieht verwahrlost aus macht einen verwirrten Eindruck. Sie läuft in ein grosses, altes Schulgebäude, rennt zum Telefon und wählt die Nummer der Notrufzentrale, dann schreit sie laut in den Hörer.

Das Mädchen, Liz, ist eine von den vier Vermissten und bei einem Gespräch mit dem verwirrten Mädchen, erfährt die Polizeipsychologin Dr. Horwood, dass Liz sich mit ihren drei Schulkameraden Mike, Geoff und Frankie von ihrem besten Freund Martin in einen alten Bunker einschliessen liess, um nicht an einem Schulausflug teilnehmen zu müssen und, um ihrem Schwarm Mike näher zu sein.
Martin habe die Vier aber nicht wie vereinbart nach 3 Tagen rausgelassen sondern sei einfach nicht gekommen und habe sie, Mike, Geoff und Frankie zwei Wochen ihrem Schicksal überlassen. Liz schwört, dass Martin Rache an ihr üben wollte, weil sie sich mehr für Mike als für ihn interessierte.
Dr. Horwood glaubt Liz, aber sagt das Mädchen wirklich die Wahrheit?
Im Laufe des Films leidet Liz immer wieder unter Erinnerungsfetzen, die wie böse Träume über sie kommen. Sie zwingt Dr. Horwood mit ihr zum Bunker zu gehen, um dort nach der Wahrheit zu suchen und die Wahrheit ist schlimmer als all das , was man sich vorstellen kann.

*Die Schauspieler*
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Thora Birch ist als Liz eine ideale Besetzung, denn man nimmt ihr die verschiedenen Versionen der Geschehnisse im Bunker ab. Man glaubt ihr das kleine schüchterne Mädchen zu sein, aber auch die wilde Partymaus. Ausserdem hat sie etwas mysteriöses, unheimliches an sich, was in diesem Film sehr gut kommt.

Desmond Harrington ist Mike, der Schwarm aller Mädchen, der wirklich das Special Something hat und mal nicht, wie es sich für Traumtypen im Film gehört, blond und blauäugig ist.

Daniel Brocklebank ist als undurchschaubarer Martin auch sehr überzeugend, denn er hat auch irgend etwas an sich, was einem Angst macht, aber gleichzeitig auch ein positives Gefühl vermittelt.

*Länge und Freigabe*
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Ab 16 Jahren darf man sich diesen 102 minütigen Schocker ansehen.

*Meine Meinung*
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„The Hole“ reiht sich in die Erfolge der Teen-Slasher Movies wie „Scream“ und „Ich weiss, was Du letzten Sommer getan hast“ und ist doch irgendwie anders als diese Filme, denn Regisseur Nick Hamm legt weniger Wert auf Effekthascherei und es läuft auch kein Killer rum, der wahllos Leute umbringt.
Vielmehr ist „The Hole!“ ein Psychothriller, in dem es um die menschliche Psyche und deren Abgründe geht.
Die vier Teenager sind in einer Extremsituation und deren Entwicklung in dieser Zeit und das Handeln, wenn es ums pure Überleben geht, wird in diesem Genre angemessenen Bildern und mit der nötigen Spannung erzählt.

Ich musste im Kino einige Male meine Hände vors Gesicht schlagen, was bei mir mittlerweile ein Bewertungskriterium für einen spannenden Film ist. Je öfter die Hände vorm Gesicht, desto besser der Film. Auch jetzt als ich den Film auf Video gesehen habe, fand ich ihn immer noch spannend, weil man ja doch ein paar Details vergisst.
Bei vielen Filmen des Genres ist die Story ja nach den ersten Minuten klar, bei „The Hole“ ist das ganz anders, was wohl auch daran liegt, dass es im Prinzip zwei Geschichten gibt.

„The Hole“ ist ein Psychothriller, den sich durchaus auch Menschen mit schwachen Nerven ansehen können. Ich war im Kino mit einer Freundin, die eigentlich alle Filme solcher Art meidet, ich konnte sie aber doch überreden, mit mir reinzugehen und sie fand den Film im Nachhinein auch gut.

21 Bewertungen