Vanilla Sky (VHS) Testbericht

Vanilla-sky-vhs-thriller
ab 21,60
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
(21)
4 Sterne
(11)
3 Sterne
(7)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(2)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Ughha

Chance vertan

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Informationen:
##############
Stab:
-----
Regie:Cameron Crowe
Produktion:Cameron Crowe, Tom Cruise, Paul Wagner
Kamera:John Toll
Musik:Nancy Wilson
Vorlage / Drehbuch:Alejandro Amenábar, Mateo Gil, Cameron Crowe

Besetzung:
----------
David Aames:Tom Cruise
Sofia Serrano:Penélope Cruz
Julie Gianni:Cameron Diaz
Brian Shelby:Jason Lee
McCabe:Kurt Russell

Story:
######
David Ames(Tom Cruise)führt ein erfolgreichen Leben. Er ist Geschäftsmann und Geldprobleme kennt er nicht. Auch Frauenprobleme liegen ihm fern denn er führt eine "lockere" Beziehung mit der ansehnlichen Julie (Cameron Diaz).

Doch wie kann es anders sein, eine weiter Frau Sofia (Penélope Cruz) tritt in das Leben des Mannes. David verliebt sich in sie und sieht die Liebe seines Lebens vor sich. Doch Julie gibt sich nicht so leicht geschlagen und fährt mit David kurzerhand gegen einen Baum, was er mit einem völlig entstellten Gesicht bezahlen muß. Seine perfekte Welt gerät ins Wanken doch er erhofft sich durch eine Gesichtsoperation eine neue Chance.

Ab hier beginnen sich mehrere Handlungsstränge zu schneiden und erzeugen ein komplexes System aus verschiedenen Sichten und Realitäten.

Rezension:
##########
Mutwillig und künstlich erzeugte Komplexität bzw. Anspruch kann nicht das sein, was viele Leute sehen wollen, und als das was es nach außen sein soll, bedingungslos hinnehmen. Komplexität muss sich ergeben, aus Ideen, Vorstellungen und Fantasien des Regisseurs und der Drehbuchautoren. Die Kreativität muss fließen und von selbst den Film erzeugen. Wenn das Endprodukt komplex ist, ist das ok und zu akzeptieren und wird vielleicht sogar als gut empfunden. Doch manche Menschen scheinen zu glauben man könnte das alles erzwingen oder künstlich erzeugen und glauben dann auch noch der Zuschauer merkt das nicht oder ist gar begeistert.

Ich empfand den Film als absichtlich verdreht, ohne echten Grund komplex und mutwillig verwirrend. Umso plumper kommt die fast schon unverschämte Auflösung daher die absolut nicht in die guten Ansätze des Filmes hineinpasst und wie ein Fremdkörper wirkt.

Es tat sich schwer der Eindruck auf als würde hier versucht, den Film doch noch Massenkompatibel zu machen. Damit ja keiner den Film nicht versteht, wird alles haarklein erklärt, denn der Zuschauer soll nach dem Film bloß ein gutes Gefühl haben und nicht zu viel nachdenken müssen.

Doch genau das finde ich problematisch. Der Film wird so ein Massenprodukt, von vielen Menschen als ganz nett abgehakt und vergessen. Hätte man mehr mut bewiesen, wäre vielleicht ein überdurchschnittlicher Film entstanden den man sich auch noch mal ansieht um neue Feinheiten zu entdecken.

Der Film birgt sehr gute Ansätze. Diese werden jedoch durch das Ende und viele Kleinigkeiten zunichte gemacht.

Die Botschaft des Films soll wohl lauten "Stelle Dich der Realität und fliehe nicht vor ihr". Ganz nette Aussage, aber auch dies wird ungeschickt und plump verpackt und verkommt zum Hohn, wenn der Film selbst letztlich diesem Grundsatz nicht gerecht wird.

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • martinius

    19.03.2002, 12:14 Uhr von martinius
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein toller Bericht! sehr viel eingene Meinung!