Vanilla Sky (VHS) Testbericht

Vanilla-sky-vhs-thriller
ab 21,60
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5 Sterne
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Erfahrungsbericht von DieEine

Ein Film, der Falten verursacht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Rheinland sind ja momentan die Jecken los und da ich absolut kein Karnevalsfreak bin, hab ich mich Donnerstag spontan entschlossen mit einer Freundin ins Kino zu gehen.
Weil ich Tom Cruise sehr gerne mag und mich das Filmplakat mit seinem Gesicht total angesprochen hat, hab ich gestern einen der coolsten Filme des Jahres gesehen: Vanilla Sky.

Die Story:
********

David Aames ist das , was man einen typischen Sonnyboy nennt. Er ist jung, sieht gut aus und Erbe eines großen Verlangsimperiums. Außerdem reißen sich die attraktivsten Frauen um ihn. Mit Julie Gianni führt David eine Beziehung, die sich ausschließlich im Bett abspielt. Als diese mehr will, versucht David sie loszuwerden. Auf seiner Geburtstagsparty lernt er die schöne Tänzerin Sofia Serrano kennen und flirtet hemmungslos mit ihr, da David dies für die beste Methode hält Julie zu vergraulen.
Er verbringt eine wunderschöne Nacht mit Sofia und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Als David morgens das Appartment verläßt, wartet Julie auf ihn und überredet ihn mit ihr im Auto zu fahren, da sie Dinge ihrer Beziehung klären müßten.
Im Laufe des Gesprächs, in dem Julie klar wird, daß David sie nie geliebt hat und nie lieben wird, dreht sie total durch und rast mit dem Wagen in voller Geschwindigkeit durch ein Brückengeländer. Julie stirbt bei diesem Vorfall, David überlebt, aber sein Gesicht ist fortan entstellt.
Nur langsam gewöhnt David sich an seinen neuen Zustand und nimmt nach einiger Zeit wieder Kontakt zu Sofia auf. Sofia ist bereit sich auf David einzulassen und vereinbart ein Treffen in einer Disco. Dort nimmt David sich total daneben und verletzt Sofias Gefühle und die seines besten Freundes. Allein trottet er nach Hause und bricht auf einer einsamen Straße zusammen. Am nächsten morgen wird er dort von Sofia gefunden und geweckt und alles wendet sich zum Guten: sein Gesicht kann plötzlich wieder völlig hergestellt werden, in seiner Firma läuft alles Bestens und Sofia ist die Frau seines Lebens. Aber ist wirklich alles so perfekt? David wird von Alpträumen geplagt, immer wieder sieht er Julia anstatt Sofia vor sich. Sein Wahn geht soweit, daß er an einen Komplott des Firmenvorstands gegen ihn glaubt, das ihn wahnsinnig machen soll. In einer seiner Wahnvorstellungen bringt er Sofia um, weil er glaubte, sie wäre Julia.
In Untersuchungshaft klärt er nun mit dem Psychiater Curtis McCabe, ob es wirklich eine Intrige gab oder ob David wirklich wahnsinnig ist.

Den überraschend wie auch sehr verwirrenden Schluß werde ich hier nicht verraten, denn sonst wäre ja die Spannung für diejenigen, die sich den Film noch ansehen wollen, weg. Wer unbedingt wissen möchte, wie der Film ausgeht, kann mich ja gerne im GB danach fragen.

Die Schauspieler:
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Tom Cruise überzeugt als David Aames in jeder Hinsicht. Man nimmt ihn sowohl den Sunnyboy als auch durch die Narben im Gesicht sehr verletzbaren sehr gut ab. In vielen Szenen des Film trägt er eine starre Siliconmaske und selbst ohne seine direkte Mimik spielt er hervorragend.
Penélope Cruz spielt Sofia Serrano, die Unschuld vom Lande. Auch sie macht ihre Sache sehr gut. Sie sieht gut aus und glaubt an die wahre Liebe, Aussehen ist ihr dabei völlig egal. Dieser Umstand ist zwar bei einer Frau sehr unwahrscheinlich, aber Frau Cruz glaubt man es einfach.
Cameron Diaz ist die einzige Person, die mich nicht so ganz vom Hocker gehauen hat. Es liegt aber vielmehr an einer Fehlbesetzung als an ihr. So eine schäöne Frau hat es doch gar nicht nötig hinter einem Mann her zu rennen. Julia Gianni wird von David sehr verletzt, aber irgendwie kommen diese Gefühle nicht so ganz rüber.
Überraschend fand ich, daß Kurt Russell sich mit der eher kleinen Rolle des Psychiaters McCabe zufrieden gegeben hat. Er spielt wie erwartet sehr gut und sehr einfühlsam, eine richtige Vaterfigur.

Freigabe und Laufzeit:
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Dieser Thriller, der ein wenig auf die Psyche geht, ist ab 16 Jahren freigegeben und garantiert 134 spannende Minuten.

Meine Meinung:
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Ich hab bei diesem Film wirklich meine Stirn in Falten gezogen wie bei keinem anderen Film vorher. Man läßt sich von der eigentlich hinplätschernden Story unterhalten, aber immer wieder gibt es Szenen, die man einfach nicht kapiert, weil sie scheinbar nicht in die Handlung und das Konzept passen. Der unheimliche, Unbekannte in der Bar beispielsweise paßt so gar nicht in das Geschehen und doch spielt er eine elementare Rolle.
Zuerst wird auch gar nicht klar, warum David im Gefängnis sitzt und warum er diese Maske trägt.
Ganz am Ende dieses Film werden alle Geheimnisse und alle Fragen sehr schön geklärt. Der Zuschauer wird erst mehr als 100 Minuten im Ungewissen gelassen und kann sich am Spiel der gutaussehenden Schaupieler erfreuen, sich erschrecken und sich fürchten und man muß fast befürchten, daß man mit einem großen Fragezeichen im Gehirn nach Hause gelassen wird. Dem ist aber nicht so. Der Schluß ruft wirklich nach Showdown. Das Ende und die Auflösung sind zwar meiner Meinung nach etwas weit hergeholt und konnte so gar nicht von mir erahnt werden, aber die Geschichte ist in sich wirklich schlüssig.
Ein großes "Hä" ist mir trotzdem entwichen als im Kino wieder das Licht anging, aber das war eher überraschend, weil ich von diesem Film etwas ganz anderes erwartet hab.
Vanilla Sky ist wieder ein Film, der erstens beweist, daß Tom Cruise ein großartiger Schauspieler ist und zweitens jede Menge Diskussionsstoff bietet, sei es darüber, warum Mr. Cruise auch entstellt noch sehr gut aussieht oder eben über das futuristische Ende.

21 Bewertungen, 2 Kommentare

  • ET2000

    16.01.2003, 12:55 Uhr von ET2000
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film hat was. Ja der hat was. Ich fand ihn sehr erotisch irgendwie

  • MichaelW97614

    12.02.2002, 17:16 Uhr von MichaelW97614
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den Film muss ich auch noch sehen. man liest sich! Bye, Michaelw97614