Vidocq (DVD) Testbericht
D
ab 5,59 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
Erfahrungsbericht von winterspiegel
Gerard Depardieu und das Phantom von Paris
Pro:
Gute und spannende Drehbuchvorlage, faszinierende Optik, DVD-Extras
Kontra:
Gewöhnungsbedürftige Optik
Empfehlung:
Ja
Es ist noch nicht lange her, da beeindruckte mich eine französische Filmproduktion, die so gar nichts mit dem französischen Kino zu tun hatte, wie ich es mir meist immer bisher immer vorstellte. Kein dümmlicher Luis de Funes Klamauk und auch keine tiefsinnige Truffaut-Problem-Film Eskapade.
Christophe Ganz inszenierte mit „Pakt der Wölfe“ einen sehenswerten Mix aus Horror, Kung Fu und Abenteuerfilm auf historischer Basis, dem trotz einiger leichter Schwächen meine volle Anerkennung galt.
„Vidocq“ mit dem französischen Vorzeigemimen Gerard Depardieu in der Hauptrolle, scheint in eine ähnliche fantastische Richtung zu gehen. Diesmal allerdings ist die markante Film-Bestie aber eher eine Art Phantom. Jedenfalls war mein Interesse geweckt, da auch die Doppel-DVD auf die der Film gebannt wurde, jede Menge Extras rund um die aufwendige Herstellung versprach.
Filmhandlung
Alles beginnt mit dem Tod vom bedeutenden Kriminalisten Vidocq (Gerard Depardieu), als er das geisterartige Wesen mit der Spiegelmaske endlich in der Glasbläserei stellt und es praktisch zu einem verfrühten Showdown der beiden Kontrahenten kommt. Gegen Ende dieses erbitterten Kampfes stürzt der Meisterdetektive überraschend in einen tiefen Feuerschlund.
Kurz danach: Vidocqs Geschäftspartner sitzt in der gemeinsamen Detektei und lässt sich vollaufen, als der Journalist Guillaume Canet den Raum betritt. Der Reporter erklärt, dass er die Biografie von Vidocq schreibt, aber er müsse unbedingt noch herausbekommen wer oder was hinter dem Tod des Detektivs steckt, um der Lebensbeschreibung noch den würdigen Abschluss zu verleihen.
So kommt es, dass Vidocqs Kompagnon nach anfänglichem zögern, dem staunenden Schreiberling Guillaume die unglaubliche Geschichte von den beiden Industrieellen erzählt, die eine florierende Kriegswaffenfabrik betreiben und eines Tages beide kurz nacheinander vom Blitz erschlagen werden. Ihre vom Schwarzpulver durchdrungene Kleidung brennt wie eine makabere Fackel, als sie vom gierigen Feuer verzehrt werden. Vidocq glaubt bei dieser grauenhaften Angelegenheit nicht an einen Zufall und nimmt vom Polizeichef Lautrennes (Andre Dussollier) angewiesen, die umfangreichen Ermittlungen auf.
Die Kurtisane und exotische Tänzerin Preah (Ines Sastre) schien in die geheimnisvollen Vorfälle verstrickt zu sein, stellte sich aber an die Seite des Meisterdetektivs, wie Guillaume nach und nach herausfindet. Vidocqs Biograf nimmt diese Spur wieder auf und ist fasziniert wie der ums Leben gekommene Ermittler immer dichter sich an die Fersen von einem unerklärlichen Individuum heftete, dass von den meisten wohl eher ins Land von Mythen und Märchen verwiesen wird. Der Schreiberling gelangt im Fahrwasser von Vidocqs Fährte in einen undurchdringlichen Sumpf aus Intrigen und ungeheuerlichen Machenschaften, die einem den Atem stocken lässt.
Wer ist der undurchsichtige Fremde in der schaurigen gläsernen Maske, der wie ein Gespenst auftaucht und seine Gegner kaltblütig umbringt. Wer ist diese scheinbar nicht zu fassende Spukgestalt, hinter der sich ein düsteres Rätsel verbirgt, dass sich letzten Endes als wahrlich Alptraumhaft herauszustellen beginnt...?
Kritik
Regisseur Pitof, der unter Jean-Pierre Jeunet schon an dem vierten Teil von „Alien“ beteiligt war, legt mit seinem Erstling eine wirklich sehenswerte Inszenierung vor, die im ersten Moment vor allem durch ihre eigenwillige und ungewöhnliche Optik auffällt.
Wie schon George Lucas „Episode 2“, wurde diese französische Großproduktion gänzlich unter Verwendung digitaler Aufnahmetechnik abgedreht. Mit diesem noch in den Kinderschuhen steckenden Verfahren, ist es in der Nachproduktion denkbar einfacher die ganzen Hintergründe einzufügen, die dann im Endergebnis diese gemäldeartigen Bildkompositionen ergeben, die einen dann im Film schließlich in das Paris des 19.Jarhunderts eintauchen lassen.
So ist auf den ersten Blick das visuelle Erlebnis überwältigend und lässt den Zuschauer erstaunt in kunstvollen Bildkombinationen schwelgen. Doch nach einer Weile stellt sich dann aber spürbar leichte Ernüchterung ein, ob dieser Farbenpracht und permanenten Reitzüberflutung. Denn eine auffällige Künstlichkeit der Bilder in vielen Szenen lassen vermuten, dass der vehemente Einsatz des Rechners in manchen Bereichen sicher ein wenig übertrieben wurde.
Auch die \"penetrante\" Kamera, die förmlich in den meisten Einstellungen auf den Schauspielern zu kleben scheint, und mit der Spielleiter Pitof wohl den Begriff Großaufnahme völlig neu definieren wollte, war auch nicht unbedingt so ganz nach meinem optischen Geschmack. Den Alchimisten und dessen gläserne Maske, die zusammengenommen ohne Zweifel eine der Hauptattraktionen und greifbaren Spannungselemente des Films ausmachen, hat die Computerabteilung aber ohne Frage hervorragend in Szene setzen können.
Die Schauspieler, die meist in beeindruckender Kostümierung der damaligen Epoche daherkommen, hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Hervorheben will ich neben Gerard Depardieu, der die Hauptfigur Vidocq mit seiner voluminösen Leinwandpräsens eindrucksvoll verkörpert, vor allen Andre Dussollier, der Lautrennes den Chef der Pariser Polizei mit einer jederzeit präsenten Mimik versieht, aber auch die zwiespältige Seite seiner Figur, die er versteht außerordentlich gut darzustellen.
Resümee des Films
Insgesamt gesehen ist der vom Drehbuchautoren Jean Christophe Grange (Die purpurnen Flüsse) mit einer fesselnden und auch ganz sicher überraschenden Handlung ausgestattetem Film, gewiss mehr als nur einen Blick wert. Irgendwo zwischen dem „Das Phantom der Oper“, “Jack the Ripper“, „Frankenstein“ und dem schon erwähnten „Pakt der Wölfe“ angesiedelt, dürfte er eine willkommene Abwechslung auf Thrillerebene bieten.
Sieht man von dem eigenwilligen Inszenierungsstil und den künstlich wirkenden Computer–Bildern einmal ab, zeigt sich hier ein faszinierender Mistery-Streifen, der mit den großen Hollywood-Produktionen ohne Frage nicht nur locker mithalten kann, sondern nicht wenigen davon, ihr eher erbärmliches Spiegelbild vorhält.
DVD 1
Auf der ersten DVD ist der Film selber in einer Qualität enthalten, wie sie nur entstehen kann, wenn dieser digital aufgenommen, digital geschnitten und schließlich auf digitalen Datenträger gebannt wurde. So entsteht ein fast schon eigenständiges visuelles Erlebnis, dass einen schlichtweg beeindrucken muss, auch wenn man die Handlung einfach mal ganz beiseite lässt.
Der Ton ist entweder in Dolby Digital, oder sogar bei der deutschen Tonspur auf DTS abgemischt. Ein wirklich vorzügliches Erlebnis in dieser Disziplin ist also garantiert. Unterstützend greift hier die Filmmusik ein, die mal klassisch mal etwas rockiger die Silberscheibe auch in diesem Bereich auf einen hohen Sockel hebt.
Weiterhin auf der Scheibe enthalten: zwei Trailer von „Vidocq“ in deutsch und französisch. Des weiteren noch ein sehenswerter Videoclip von „Apocalyptica“. Außerdem gibt es noch Ausschnitte von 3 weiteren DVDs in allerdings miserabler Auflösung.
Noch ein kleiner Wermutstropfen: Eine Audiospur mit einem Kommentar zum Beispiel der Macher suchte, ich vergeblich.
Filmdaten
Tonformat: Deutsch / Französisch Dolby Digital 5.1 / Deutsch DTS
Bildformat: 2.35:1
Untertitel: Deutsch
DVD 2
Auf der zweiten Scheibe sind die umfangreicheren Extras enthalten. Zuerst „Making of Vidocq” eine Zusammenfassung der Dreharbeiten in der üblichen, werbewirksamen Weise. Danach folgt noch eine ausführliche Betrachtung der Computereffekte - „Making of the Mask“ nennt sich das Ganze. Hier wird am speziellen Beispiel des phantomartigen Alchimisten und seiner Maske verdeutlicht, wie diese imposanten Sequenzen im Rechner entstanden sind. Außerdem können noch zwei Teaser des Films angewählt werden.
Der ausführlichste Teil der Sonderausstattung auf der zweiten Scheibe bezieht sich ganz eindeutig auf die sehr erschöpfenden Interviews von Regisseur und Drehbuchautor. Regisseur Pitof gibt hier Antworten den Film betreffend, die die ganze Bandbreite von der Vorbereitung bis schließlich zur entgültigen Realisation des Streifens zeigt. Auch viele kleinere Anekdoten werden erzählt, aber auch mit seiner persönlichen Meinung über das Filmgeschäft ganz allgemein hält der Filmemacher nicht hinterm Berg.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem ausführlichen Interview von Drehbuchautoren und bekannten Schriftsteller Jean Christophe Grange, dessen Roman „Die purpurnen Flüsse“ ja schon erfolgreich verfilmt wurde. Zwar lässt sich der Erfolgsautor an manchen Stellen schon fast die Würmer einzeln aus der Nase ziehen, die Antworten auf die Fragen sind aber dann doch noch äußerst interessant ausgefallen.
Zum Abschluss dieses Blocks kann man sich noch einen etwas kürzeren Interview-Mix mit Machern und Schauspielern anschauen.
Es folgen noch eine selbst ablaufende und sehr schön gestaltete Artwork- und Dia-Show. Eine nicht minder ansehnliche Kostümgalerie mit klasse Zeichnungen, Biografien und Filmografien der vier Hauptdarsteller, sowie ein DVD-Rom Part bilden den Abschluss.
Alle Extras wurden mit optionalen deutschen Untertiteln versehen.
Mein Fazit
Zusammenfassend bleibt mir noch zu sagen, dass in der Hauptsache die von mir schon erwähnte eigenwillige Optik beim Film selber, und der von mir vermisste Audiokommentar zu bemängeln sind. Ansonsten ist die Doppel-DVD aber ganz außer Frage ein eindeutiger Tipp meinerseits.
(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
Christophe Ganz inszenierte mit „Pakt der Wölfe“ einen sehenswerten Mix aus Horror, Kung Fu und Abenteuerfilm auf historischer Basis, dem trotz einiger leichter Schwächen meine volle Anerkennung galt.
„Vidocq“ mit dem französischen Vorzeigemimen Gerard Depardieu in der Hauptrolle, scheint in eine ähnliche fantastische Richtung zu gehen. Diesmal allerdings ist die markante Film-Bestie aber eher eine Art Phantom. Jedenfalls war mein Interesse geweckt, da auch die Doppel-DVD auf die der Film gebannt wurde, jede Menge Extras rund um die aufwendige Herstellung versprach.
Filmhandlung
Alles beginnt mit dem Tod vom bedeutenden Kriminalisten Vidocq (Gerard Depardieu), als er das geisterartige Wesen mit der Spiegelmaske endlich in der Glasbläserei stellt und es praktisch zu einem verfrühten Showdown der beiden Kontrahenten kommt. Gegen Ende dieses erbitterten Kampfes stürzt der Meisterdetektive überraschend in einen tiefen Feuerschlund.
Kurz danach: Vidocqs Geschäftspartner sitzt in der gemeinsamen Detektei und lässt sich vollaufen, als der Journalist Guillaume Canet den Raum betritt. Der Reporter erklärt, dass er die Biografie von Vidocq schreibt, aber er müsse unbedingt noch herausbekommen wer oder was hinter dem Tod des Detektivs steckt, um der Lebensbeschreibung noch den würdigen Abschluss zu verleihen.
So kommt es, dass Vidocqs Kompagnon nach anfänglichem zögern, dem staunenden Schreiberling Guillaume die unglaubliche Geschichte von den beiden Industrieellen erzählt, die eine florierende Kriegswaffenfabrik betreiben und eines Tages beide kurz nacheinander vom Blitz erschlagen werden. Ihre vom Schwarzpulver durchdrungene Kleidung brennt wie eine makabere Fackel, als sie vom gierigen Feuer verzehrt werden. Vidocq glaubt bei dieser grauenhaften Angelegenheit nicht an einen Zufall und nimmt vom Polizeichef Lautrennes (Andre Dussollier) angewiesen, die umfangreichen Ermittlungen auf.
Die Kurtisane und exotische Tänzerin Preah (Ines Sastre) schien in die geheimnisvollen Vorfälle verstrickt zu sein, stellte sich aber an die Seite des Meisterdetektivs, wie Guillaume nach und nach herausfindet. Vidocqs Biograf nimmt diese Spur wieder auf und ist fasziniert wie der ums Leben gekommene Ermittler immer dichter sich an die Fersen von einem unerklärlichen Individuum heftete, dass von den meisten wohl eher ins Land von Mythen und Märchen verwiesen wird. Der Schreiberling gelangt im Fahrwasser von Vidocqs Fährte in einen undurchdringlichen Sumpf aus Intrigen und ungeheuerlichen Machenschaften, die einem den Atem stocken lässt.
Wer ist der undurchsichtige Fremde in der schaurigen gläsernen Maske, der wie ein Gespenst auftaucht und seine Gegner kaltblütig umbringt. Wer ist diese scheinbar nicht zu fassende Spukgestalt, hinter der sich ein düsteres Rätsel verbirgt, dass sich letzten Endes als wahrlich Alptraumhaft herauszustellen beginnt...?
Kritik
Regisseur Pitof, der unter Jean-Pierre Jeunet schon an dem vierten Teil von „Alien“ beteiligt war, legt mit seinem Erstling eine wirklich sehenswerte Inszenierung vor, die im ersten Moment vor allem durch ihre eigenwillige und ungewöhnliche Optik auffällt.
Wie schon George Lucas „Episode 2“, wurde diese französische Großproduktion gänzlich unter Verwendung digitaler Aufnahmetechnik abgedreht. Mit diesem noch in den Kinderschuhen steckenden Verfahren, ist es in der Nachproduktion denkbar einfacher die ganzen Hintergründe einzufügen, die dann im Endergebnis diese gemäldeartigen Bildkompositionen ergeben, die einen dann im Film schließlich in das Paris des 19.Jarhunderts eintauchen lassen.
So ist auf den ersten Blick das visuelle Erlebnis überwältigend und lässt den Zuschauer erstaunt in kunstvollen Bildkombinationen schwelgen. Doch nach einer Weile stellt sich dann aber spürbar leichte Ernüchterung ein, ob dieser Farbenpracht und permanenten Reitzüberflutung. Denn eine auffällige Künstlichkeit der Bilder in vielen Szenen lassen vermuten, dass der vehemente Einsatz des Rechners in manchen Bereichen sicher ein wenig übertrieben wurde.
Auch die \"penetrante\" Kamera, die förmlich in den meisten Einstellungen auf den Schauspielern zu kleben scheint, und mit der Spielleiter Pitof wohl den Begriff Großaufnahme völlig neu definieren wollte, war auch nicht unbedingt so ganz nach meinem optischen Geschmack. Den Alchimisten und dessen gläserne Maske, die zusammengenommen ohne Zweifel eine der Hauptattraktionen und greifbaren Spannungselemente des Films ausmachen, hat die Computerabteilung aber ohne Frage hervorragend in Szene setzen können.
Die Schauspieler, die meist in beeindruckender Kostümierung der damaligen Epoche daherkommen, hinterlassen einen hervorragenden Eindruck. Hervorheben will ich neben Gerard Depardieu, der die Hauptfigur Vidocq mit seiner voluminösen Leinwandpräsens eindrucksvoll verkörpert, vor allen Andre Dussollier, der Lautrennes den Chef der Pariser Polizei mit einer jederzeit präsenten Mimik versieht, aber auch die zwiespältige Seite seiner Figur, die er versteht außerordentlich gut darzustellen.
Resümee des Films
Insgesamt gesehen ist der vom Drehbuchautoren Jean Christophe Grange (Die purpurnen Flüsse) mit einer fesselnden und auch ganz sicher überraschenden Handlung ausgestattetem Film, gewiss mehr als nur einen Blick wert. Irgendwo zwischen dem „Das Phantom der Oper“, “Jack the Ripper“, „Frankenstein“ und dem schon erwähnten „Pakt der Wölfe“ angesiedelt, dürfte er eine willkommene Abwechslung auf Thrillerebene bieten.
Sieht man von dem eigenwilligen Inszenierungsstil und den künstlich wirkenden Computer–Bildern einmal ab, zeigt sich hier ein faszinierender Mistery-Streifen, der mit den großen Hollywood-Produktionen ohne Frage nicht nur locker mithalten kann, sondern nicht wenigen davon, ihr eher erbärmliches Spiegelbild vorhält.
DVD 1
Auf der ersten DVD ist der Film selber in einer Qualität enthalten, wie sie nur entstehen kann, wenn dieser digital aufgenommen, digital geschnitten und schließlich auf digitalen Datenträger gebannt wurde. So entsteht ein fast schon eigenständiges visuelles Erlebnis, dass einen schlichtweg beeindrucken muss, auch wenn man die Handlung einfach mal ganz beiseite lässt.
Der Ton ist entweder in Dolby Digital, oder sogar bei der deutschen Tonspur auf DTS abgemischt. Ein wirklich vorzügliches Erlebnis in dieser Disziplin ist also garantiert. Unterstützend greift hier die Filmmusik ein, die mal klassisch mal etwas rockiger die Silberscheibe auch in diesem Bereich auf einen hohen Sockel hebt.
Weiterhin auf der Scheibe enthalten: zwei Trailer von „Vidocq“ in deutsch und französisch. Des weiteren noch ein sehenswerter Videoclip von „Apocalyptica“. Außerdem gibt es noch Ausschnitte von 3 weiteren DVDs in allerdings miserabler Auflösung.
Noch ein kleiner Wermutstropfen: Eine Audiospur mit einem Kommentar zum Beispiel der Macher suchte, ich vergeblich.
Filmdaten
Tonformat: Deutsch / Französisch Dolby Digital 5.1 / Deutsch DTS
Bildformat: 2.35:1
Untertitel: Deutsch
DVD 2
Auf der zweiten Scheibe sind die umfangreicheren Extras enthalten. Zuerst „Making of Vidocq” eine Zusammenfassung der Dreharbeiten in der üblichen, werbewirksamen Weise. Danach folgt noch eine ausführliche Betrachtung der Computereffekte - „Making of the Mask“ nennt sich das Ganze. Hier wird am speziellen Beispiel des phantomartigen Alchimisten und seiner Maske verdeutlicht, wie diese imposanten Sequenzen im Rechner entstanden sind. Außerdem können noch zwei Teaser des Films angewählt werden.
Der ausführlichste Teil der Sonderausstattung auf der zweiten Scheibe bezieht sich ganz eindeutig auf die sehr erschöpfenden Interviews von Regisseur und Drehbuchautor. Regisseur Pitof gibt hier Antworten den Film betreffend, die die ganze Bandbreite von der Vorbereitung bis schließlich zur entgültigen Realisation des Streifens zeigt. Auch viele kleinere Anekdoten werden erzählt, aber auch mit seiner persönlichen Meinung über das Filmgeschäft ganz allgemein hält der Filmemacher nicht hinterm Berg.
Ganz ähnlich verhält es sich mit dem ausführlichen Interview von Drehbuchautoren und bekannten Schriftsteller Jean Christophe Grange, dessen Roman „Die purpurnen Flüsse“ ja schon erfolgreich verfilmt wurde. Zwar lässt sich der Erfolgsautor an manchen Stellen schon fast die Würmer einzeln aus der Nase ziehen, die Antworten auf die Fragen sind aber dann doch noch äußerst interessant ausgefallen.
Zum Abschluss dieses Blocks kann man sich noch einen etwas kürzeren Interview-Mix mit Machern und Schauspielern anschauen.
Es folgen noch eine selbst ablaufende und sehr schön gestaltete Artwork- und Dia-Show. Eine nicht minder ansehnliche Kostümgalerie mit klasse Zeichnungen, Biografien und Filmografien der vier Hauptdarsteller, sowie ein DVD-Rom Part bilden den Abschluss.
Alle Extras wurden mit optionalen deutschen Untertiteln versehen.
Mein Fazit
Zusammenfassend bleibt mir noch zu sagen, dass in der Hauptsache die von mir schon erwähnte eigenwillige Optik beim Film selber, und der von mir vermisste Audiokommentar zu bemängeln sind. Ansonsten ist die Doppel-DVD aber ganz außer Frage ein eindeutiger Tipp meinerseits.
(c) winterspiegel für Ciao & Yopi
26 Bewertungen, 2 Kommentare
-
30.06.2004, 19:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHi Thomas, diese DVD hatte ich in der Videothek gesehen, gedacht, ist Horrorschrott als Low Budget, aber ist ja sogar Depardieu dabei :) ... Gruß, Sven (Zoobremia)
-
30.06.2004, 18:57 Uhr von derdasser
Bewertung: sehr hilfreichWas mir nciht gefallen hat waren die schnellen Schnitte, die wohl ganz offensichtlich dazu gedacht sind den etwas trägen Gerard schnittiger wirken zu lassen. ;) Ciao Alex
Bewerten / Kommentar schreiben