audiogalaxy.com Testbericht

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Erfahrungsbericht von blokk

Napster ist tot – es lebe Audiogalaxy.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als begeisteter Musikhörer aller möglichen Stilrichtungen habe ich in den seeligen Napsterzeiten genabstert, was das Zeug hielt. Dann kam der große Knatsch mit der ach so leidenden Musikindustrie und aus war’s.

Ersatz musste her. Bei meiner Suche nach gleichwertigen Programmen stieß ich auf Audiogalaxy und dachte mir, ein Versuch kann nicht schaden. Ich ließ mich registrieren und lud mir das Programm herunter.

Beim Installieren fragt das Programm, wo die heruntergeladenen Dateien abgelegt werden sollen. Hier sollte ein Ordner angegeben werden, der innerhalb des Ordners liegt, der zum Upload freigegeben werden soll. Das Programm legt die heruntergeladenen Titel nämlich gleich auf der Festplatte ab und andere User werden sich freuen, wenn sie darauf zugreifen dürfen.

Seid jenem Tag schaue ich mit mitleidigem Blick zurück auf Napster. Was dieses Programm zu bieten hat, ist nur von der Idee her mit Napster zu vergleichen.

Außer der hauseigenen Musikdatei meist unbekannter Interpreten, die sich durch das kostenlose Bereitstellen ihrer Stücke einen Bekanntheitsgrad verschaffen wollen, kann ich mich in alle Computer der anderen User einloggen und deren mp3-Dateien herunterladen.

Im Gegensatz zu Napster, der nur die Computer im Erfassungsbereich des nächstgelegenen Servers nach Files durchsuchte, lassen sich weltweit alle registrierten Computer ansteuern, die zur Zeit online sind.

Bei der Suche nach einem bestimmten Titel, eines Interpreten oder einer Stilrichtung zeigt mir das Programm alle vorhandenen Files, die dieses Wort enthalten. Es ist die Regel, das die gleichen Stücke mehrfach aufgelistet sind, weil das Programm nur die Namen der Files auflistet und nicht die Filetags.

Das ist auch gut so. Auch Audiogalaxy muss sich an die Copyrights halten und darf keine Downloads anbieten, die ausdrücklich auf dem Index stehen. Nun gibt es aber gewitzte User, die den Filenamen leicht verändern. So kann man Madonna auch als Madoona oder Madrona suchen oder der Titel des Stückes wird etwas abgeändert und schon ist die Sperre umgangen.

Das führt natürlich dazu, das es auf einmal Tausende Titel eines Interpreten gibt. Im Zweifelsfall lade ich mir einfach alles herunter, was auf den ersten zwei bis drei Seiten angeboten wird. Mit DSL ist das kein Problem. 30 Titel, also ca. 90 Minuten Musik, liegen spätestens nach einer halben Stunde auf meiner Festplatte zum Probehören. Was mir nicht gefällt, wird gleich wieder gelöscht.

Sollte es meinem unbekannten Spender einfallen, seinem Computer den Saft abzudrehen, bevor ich das Stück auf der Festplatte habe, ist das auch kein Beinbruch. Das Programm nimmt den Download später wieder an der Stelle auf, an der der Abbruch stattgefunden hat. Anders als bei Napster geht nichts verloren, was sich besonders bei sehr langen Files als Segen herausstellt.

Die angezeigte Liste ist nach der Häufigkeit der Files sortiert. Sie kann aber auch alphabetisch angezeigt werden. Ein kleines Sattelitensymbol neben dem Text zeigt die Verfügbarkeit des Titels an. Ein vollständig mit grünen Balken versehenes Symbol bedeutet hohe Verfügbarkeit, sind keine grünen Balken vorhanden, ist zur Zeit niemand online, der diesen Song auf seinem Computer hat. Bei Copyright geschützten Titel erscheint ein Kreuz im Feld des Satteliten.

Um das Programm zum Download zu bewegen, klicke ich den Titel auf der rechten Seite an und werde danach gefragt, in welcher Qualität ich es denn gerne hätte. Ich wähle die übliche Bitrate von 128 B/sec. Und erfahre auf der sich öffnenden Seite, welche Titel ich bereits angefordert habe, welche zur Zeit heruntergeladen werden und welche in den letzten 24 Stunden bereits heruntergeladen wurden.

Um wieder auf die Seite zu gelangen, von der ich den Titel ausgesucht habe, klicke ich zweimal auf zurück und das Spiel kann von vorn beginnen. Manchmal finde ich bei den Querverweisen auf andere Interpreten oder Musikstile einen interessanten Eintrag. Ein Klick darauf und neue Welten gehen auf. Längst vergessene Songs aus den 70gern sind auf einmal wieder da oder auch experimentelle Neufassungen alter Vorlagen.

Die Seite, die beim Aufrufen von Audiogalaxy erscheint, ist leider nicht die Seite, auf der die persönlichen Dinge eingestellt werden können. Sie erscheint erst beim Klick auf den User-Namen, der sehr klein oben rechts erscheint.

Dort lassen sich die Anzahl der simultan herunterzuladenen Dateien einstellen. Bei analogen bzw. ISDN- Verbindungen sollten es nicht mehr als drei sein, bei DSL bzw. Satteliten Anschluss können unbesorgt zehn Dateien angefordert werden.

Des weiteren können Chats aufgebaut werden, Mails an andere User versendet werden, eine Liste der beliebtesten Stilrichtungen und Interpreten angelegt werden, nach bestimmten Usern weltweit gesucht werden und und und.
Update Anfang
Einen kleine Haken hat das Programm allerdings doch. Bei meinen monatlichen Aufräumarbeiten auf der Festplatte habe ich neulich eine Datei entdeckt, die sich zu einem wahren Giganten aufgebläht hat. Stolze 600 MB groß, versteckte sie sich im Folder –Audiogalaxy Satellite- und hat den Namen – logv0.608W - . In diese Datei schreibt das Programm alle Befehle, die in die Suchmaske von Audiogalaxy geschrieben werden, sowie getätigte Down- und Uploads.

Ich bin mir sicher, dass es sich nicht um einen sogenannten Spider handelt, der unbefugt Daten von der Festplatte sammelt. Um auf solch eine gigantische Größe anzuwachsen, bedarf es auch einer fleißigen Surftätigkeit. Bei mir waren es ca. 10 GB Daten, die ich mir heruntergeladen habe sowie ca. 8 GB Daten, die von meinem Computer kopiert worden sind.

Ich bin dazu übergegangen, diese Datei in regelmäßigen Abständen zu löschen. Offensichtlich hat die Entfernung der Datei auch keinen Einfluss auf das Funktionieren des Programms, weil beim ersten Aufruf des Satteliten die Datei wieder neu angelegt wird. Um die Datei löschen zu können, ist es erforderlich, das Programm mit dem Äffchengriff (Strg+Alt+Entf) zu schließen, weil sonst der Zugriff verweigert wird.
Update Ende



Sollte jetzt noch jemand das Bedürfnis verspüren, in meiner Plattensammlung wühlen zu wollen, bitte sehr: ich bin unter dem Usernamen blokk2000 zu finden.

Dann bis demnächst!

22 Bewertungen, 5 Kommentare

  • dani___

    10.05.2002, 00:52 Uhr von dani___
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich bin auch bei AG und finde es total gut da

  • Gabri

    09.05.2002, 20:54 Uhr von Gabri
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gefällt mir, Sie können ja auch mal meinen Bericht zu audiogalaxy.com lesen. Gruss Gabri

  • DuncanMcCloud

    16.02.2002, 14:28 Uhr von DuncanMcCloud
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich kann auch satelite empfehlen ... ist in Prinzip sehr ähnlich .. gruss, duncan

  • The_Wishmaster

    16.02.2002, 13:08 Uhr von The_Wishmaster
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann ich auch nur empfehlen!

  • TheGreatMaster

    16.02.2002, 13:08 Uhr von TheGreatMaster
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich nutze Audiogalaxy auch recht gern. Man findet dort einfach mehr Musiktiteln, wie beispielsweise bei Morpheus. Gruß TheGreatMaster.