insel-monarchie.de Testbericht

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Erfahrungsbericht von trampastheo

Inselmonarchie

Pro:

Großer Spielspass, Aufbau- und Strategiesinn wird getestet, geringe Zeitanforderung, Langzeitspaß, immer neue entwickelte Features, gute Übersicht

Kontra:

Mangelnde Marktplatzfunktion - Einwohner- und Soldatenproduktion findet nicht statt, wenn Rohstoffe nicht für alle geforderten Einheiten zur Verfügung stehen

Empfehlung:

Ja

Die Inselmonarchie ähnelt vielen anderen Onlinespielen, die sich mit der Organisation und dem Aufbau beschäftigten (also Strategie). Man ist Eigentümer einer Insel, irgendwo in einem Ozean. Die Insel erhält eine Nummer (vierstellig), die später für den Handel von Waren sehr wichtig ist. Das Ziel liegt eindeutig darin, seine Insel wirtschaftlich aufblühen zu lassen, aber auch sie so zu organisieren, dass sie sich von Angreifern gut verteidigen kann. Das erreicht man natürlich nicht am ersten Tag, sondern erst bei mehrmaliger täglicher Aktivität, die Gebäudeherstellung, Einwohner-, Schiffs- und Soldatenproduktion, Forschung uvm. beinhalten sollte.

Gameplay
Als Neuling im Spiel wird man als erstes mit der Errichtung von Gebäuden konfrontiert, die für das Leben auf der Insel von großer Bedeutung sind. Dazu zählen Goldminen, Holzfällerhütten und Steinmetze. Für das Errichten der ersten Gebäude stehen einem genügend Rohstoffe zur Verfügung. Später jedoch muss man selbst den Produktionsvorgang so ankurbeln, dass man täglich genug Rohstoffe herstellt. Die Gebäude kann man stufenweise ausbauen (Levelerhöhung), was jedoch auch eine gewisse Zeit benötigt. Das Haupthaus bzw. Rathaus der Insel ist ausschlaggebend, für den Bau aller anderen Gebäude. Je höher der Ausbaulevel des Rathauses ist, desto schneller werden auch die restlichen Gebäude gebaut. Ebenfalls bekommt man nach einem hohen Levelstand des Rathauses neue Features angeboten. Dazu gehören z.B. die Kaserne oder das Forschungszentrum.

Das Forschungszentrum ist von enormer Wichtigkeit im Spiel. Hier kann man mit der Zeit im verschiedenen Bereichen forschen, wie z.B. seine Abwehr stärken, einen Bogen entwickeln oder eine Angel für seine Fischer erforschen. Auch hier wird in Leveln erforscht, die meistens bis zur 10. Stufe ausgebaut werden können. In die Forschung muss schnellstens investiert werden, denn ohne gute Waffen für seine Soldaten, wird man schnell Probleme mit Angreifern haben. Ich wurde bis zu diesem Zeitpunkt, nach mehr als 8 Wochen im Spiel, noch nicht angegriffen. Das kann sich aber von Tag zu Tag ändern. Eine gut ausgebaute Steinmauer, eine große Anzahl an Soldaten und Schiffen, ist sehr wichtig, damit man im Spiel überlebt. Ich persönlich schließe es sowieso aus jemanden anzugreifen, da ich der friedliche Spieler bin, der seine Insel so richtig aufblühen lassen will. Aber nicht jeder Spieler ist so friedlich.

Um nicht als Inseleigentümer alleine dazustehen, sollte man schnellstens im Spiel einer Allianz beitreten. Ich bin einer Gruppe von drei Schweizern beigetreten, denn wer mich kennt weiß, dass ich die Neutralität in allen Bereichen des Lebens liebe, aber auch die Schweiz als Land sehr mag! Es gibt dutzende Allianzen, denen man beitreten kann. Viele davon nerven einen in den ersten Tagen mit Nachrichten im Postfach, in dem sie einen bitten ihre Allianz auszuwählen. Fast schon Spaming könnte man das nennen. Der Beitritt in eine Allianz ist wichtig, um stärker gegenüber anderen Spielern zu sein (wenn man angegriffen wird). Wer wiederum seine eigene Allianz gründen will, kann das ohne Probleme tun. Man muss sich nur einen intelligenten Namen aussuchen (damit man neue Spieler in die Allianz locken kann) und schon ist man der Boss einer neuen Allianz.

Nachteile des Spiels
Wenn man sich mit einem Onlinespiel lange auseinandersetzt, wird man sicherlich auch Makel vortreffen. Bei der Inselmonarchie ist das nicht anders. So kann man von einem recht großen Nachteil im Spiel sprechen: die Handelsfunktion. Immer wieder kommt es vor, dass man für das Errichten eines Gebäudes Rohstoffe braucht, die nicht vorhanden sind. Vor allem Stein und Holz sind bei mir meistens zu wenig da. Wenn man sich nun auf den Marktplatz begibt, um Material mit seinem Gold zu kaufen, wird man keinen einfachen Handelsplatz vortreffen, bei dem man einfach sein Gold rüberreicht und die Ware zugesandt bekommt. Nein – hier werden von anderen Spielern Waren angeboten. Meistens handelt es sich da um Nahrung und wenn man mal Holz oder Stein vorfindet, dann wird zu viel Gold oder Soldaten als Gegenleistung verlangt. Was ist jetzt der große Nachteil an diesem Marktplatz? Nun, man muss – und das weiß man als Neuling sicherlich nicht – Schiffe gebaut haben, die ausschließlich die gekaufte Ware zur Insel des anderen Spielers bringen, indem man im Hafen die vierstellige Ziffer der Insel (der Käufers) eingibt (dauert meistens mehr als zwei Stunden). Danach muss man warten, bis der Spieler diese Ware durch einen Posteingang bestätigt bekommt und selbst die Ware an mich versendet. Und was ist, wenn er es nicht tut? Hier entsteht dann ein großes Problem im Spiel, welches auch bis heute noch nicht vom Betreiber der Seite gelöst wurde. Der ganze Handel sollte geändert und im Motiv von anderen Onlinespielen aufgebaut werden (wie z.B. beim Epochenkampf, wo man innerhalb von 15 Minuten Ware gegen Gold in einem unabhängigen Marktplatz eintauschen kann).

Ein weiterer Nachteil des Spiels liegt darin, dass man bei der „Produktion“ von Einwohnern oder Soldaten vorher genau auf die Rohstoffe achten muss, die man dafür zur Verfügung hat. Will man z.B. 10 Einwohner produzieren, dann wird man keinen einzigen produziert bekommen, wenn man 10 Einheiten Gold oder Nahrung weniger in seinem Lager hat. Man muss also vorher rechnen, für wie viele Einwohner die Rohstoffe reichen. Bei anderen Spielen werden Soldaten oder Einwohner produziert, bis zur Anzahl der verfügbaren Rohstoffe. Danach wird angezeigt, dass für die Produktion weitere Inselbewohner mehr Rohstoffe gebraucht werden.

Übersicht
Das Spiel mag grafisch keine besonderen Features anbieten, ist jedoch ein sehr übersichtliches Onlinegame. Auf der linken Seite der Homepage hat man einen einwandfreien Einblick auf die Aktionen, die man starten kann (Gebäude, Einwohner, Forschung, Kaserne etc.). Die Messagefunktion ist ebenfalls gut ersichtlich und bietet eine vorbildliche Übersicht für neu eingegangene Nachrichten andere Spieler oder der Allianz. Hier hat man auch einen Einblick auf seine persönliche Platzierung in der Rangliste aller Spiele der Inselmonarchie. Der Ansporn täglich besser zu werden, ist natürlich immer vorhanden! Der Seitenaufbau ist bei meiner einfachen ISDN-Verbindung übrigens auch mehr als zufriedenstellend. Von Werbung wird man leider auf der Seite nicht verschont. Bereits beim Einloggen, öffnet sich immer ein Fenster mit Werbung!

Fazit
Die Inselmonarchie hat mich schon seit Wochen als Stammspieler gewonnen und ich sehe auch keinen Grund dafür, irgendwann dort aufzuhören. Das Spiel bietet einen Langzeitspaß, da man dort jeden Tag etwas neues tun kann. Das kann vom Errichten eines einfachen Gebäudes bis hin zur Produktion einer ganzen Armee sein. Der unglaubliche Spielspass, in Kombination mit der Herausforderung, der man als Inselbesitzer gewachsen sein muss, macht die Inselmonarchie zu einem täglichen Anlaufpunkt für mich. Mehr als 2-3 Minuten pro Login werden nicht benötigt, um seine Aktionen auf der Insel zu starten. Leider hat www.insel-monarchie.de die bereits genannten Makel aufzuweisen, so dass kein perfektes Gesamturteil entstehen kann.

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