paypal.com Testbericht

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ab 46,85
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Summe aller Bewertungen
  • Aufmachung:  gut
  • Übersichtlichkeit:  gut
  • Benutzerfreundlichkeit:  durchschnittlich
  • Navigation:  gut
  • Funktionsvielfalt:  groß
  • Platzierung von Werbung:  sehr wenig

Erfahrungsbericht von theConsultant

Wer braucht PayPal ?

Pro:

schnelle Abwicklung von Zahlungen an private Adressen außerhalb der EU

Kontra:

Langwierige Anmeldung bzw. Wiederanmeldung, einiges an versteckten Gebühren

Empfehlung:

Ja

In Internetauktionsplattformen wie eBay kann man häufig Waren viel billiger erstehen als im regulären Handel. Dieser Spareffekt lässt sich nochmal fast verdoppeln, wenn man nicht nur nach Anbietern in Deutschland sucht („erhältlich bei eBay Deutschland“) sondern über die „Powersuche“ die Option „erhältlich in Deutschland“ wählt. Dann findet man eine recht große Zahl britischer und amerikanischer Anbieter, die bereit sind, ihre Ware nach Deutschland zu schicken. Handelt es sich bei dem Objekt der Begierde um eine CD oder auch um ein Buch, sind die Portokosten erträglich.

Nur wie bezahlen? Geldüberweisungen ins Ausland, gerade bei kleineren Beträgen, haben unverhältnismäßig hohe Gebühren. Ist der ausländische Handelspartner eine Privatperson, dann wird eine direkte Kreditkartenzahlung nicht möglich sein. Hier bietet PayPal eine interessante Alternative.

PayPal, ursprünglich ein amerikanisches System, ist inzwischen in über 40 Ländern verfügbar, davon unterliegt in etwa 20 Ländern das Geld senden und empfangen keinerlei Beschränkungen. Ich selber habe bislang aus Neuseeland Geld empfangen und an Privatleute in den USA und Großbritannien Geld verschickt.

Für Überweisungen nach England brauche ich jetzt aber kein Paypal mehr – seit Ende 2003 dürfen Überweisungen innerhalb der EU nicht mehr kosten als innerhalb eines Landes. EU wohlgemerkt, nicht nur Euroblock. Für mich als Postbankkunden heißt das: die Überweisungen sind kostenfrei.

DIE ANMELDUNG

Bezahlen übers Internet, ist das denn sicher? Nun, es gibt recht verlässliche Methoden, mit denen verhindert werden kann, dass jemand meine Daten anzapft und anschließend mein Konto leerräumt. Viel kritischer ist die Frage, ob meine Handelspartner verlässlich sind oder vielmehr böses im Schilde führen. Deshalb betreibt Paypal mittlerweise einigen Aufwand, bis ein Konto freigeschaltet ist, und man Geld überweisen und selber welches empfangen kann. Dies gilt auch für bestehende Kunden. Ich hatte neulich meine Kreditkartenummer geändert und eine zusätzliche Empfangsadresse hinzugefügt – dafür durfte ich erst einmal eine aktuellen Kontoauszug meiner Bank sowie einen Kreditkartenauszug nach Amerika an PayPal faxen. Die Prüfung dauerte dann noch mehrere Tage, erst kann konnte ich mein Konto wieder unbehindert nutzen.

Kreditkarte UND Bankkonto? Ja, beides ist erforderlich. Meine Kreditkarte wird belastet, wenn ich Zahlungen durchführe. Und ein Bankkonto brauche ich, wenn ich Zahlungseingänge hatte und nun an das Geld heran kommen will – eine Einzahlung auf mein Kreditkartenkonto ist leider nicht möglich.

Übrigens gibt es verschiedene Stufen von PayPal, z.B. für Händler und für „Gelegenheitsdealer“ wie mich. Ich habe den Type „German Premier Account“ mit Währung in Euro gewählt. Der Währungstyp ist nicht unwichtig, da bei jeder Währungsumrechnung Gebühren entstehen – so wie man bei einer Bank ja auch nicht den offiziellen Wechselkurs bekommt, wenn man Geld in einer fremden Währung umtauscht.

GELD SENDEN UND EMPFANGEN

Ist mein PayPal Konto erst einmal voll aktiviert, dann ist der Rest recht einfach. Für den Verkauf eines Werkzeugs nach Neuseeland brauchte ich dem Käufer nur meine email mitzuteilen, unter der ich mich bei PayPal angemeldet hatte. Sowie der Käufer die Zahlung durchgeführt hatte, erhielt ich eine Mail von PayPal, und brauchte nur noch den Zahlungeingang bestätigen. Man hat auch die Option, die Annahme zu verweigern. Das ist dann sinnvoll, wenn man die versprochene Ware nicht mehr hat oder mit der Höhe der Zahlung nicht einverstanden ist.

Meine Bezahlungen nach gewonnener ebay Auktion waren noch einfacher. Hat der Verkäufer bereits die Option „Zahlung per PayPal“ vorbereitet, brauche ich nicht einmal mehr den Empfäger und den Kaufbetrag eingeben - ich muss nur noch ein bisschen rumklicken und lediglich mein Paypal Passwort eingeben. Ich habe aber dennoch die Möglichkeit, die Angaben zu korrigieren.

WAS KOSTET DAS ?

Natürlich ist die Dienstleitung von PayPal nicht umsonst. Es entstehen aber keine Grundgebühren, sondern vielerlei mehrere umsatzabhängige Kosten, vergleichbar mit den diversen kleinen Gebühren, die ebay vom Verkäufer für das Einstellen und den Verkauf verlangt. Bei PayPal sind dies:

  • Gebühren die der Verkäufer zahlt (die lässt er sich dann gerne vom Käufer erstatten, ich hatte jedenfalls einen Aufschlag von 4%).
  • Wechselgebühren (auch so in der Größenordung banküblicher 4 - 5%)
  • Ein Pauschalbetrag von 1.75 Euro für die Überweisung von meinem PayPal-Konto auf mein Bankkonto. Das ist teuer? Nein, teuer sind die 23 Euro, die PayPal mir berechnen würde, wenn aufgrund falscher Bankleitzahl oder Kontonummer das Geld wieder an PayPal zurückginge !

Also: wenn man das Geld nicht so dringend braucht, lieber auf dem PayPal-Konto ruhen lassen. Beim nächsten Einkauf wird automatisch zuerst das PayPal-Konto geleert, bevor die Kreditkarte belastet wird.

ÜBERSICHTLICHKEIT DER WEBSEITE

Die Webseite ist klar und übersichtlich strukturiert, und englischsprachige Benutzer dürften keinerlei Probleme haben. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, sollte besser die Finger von PayPal lassen. Die umfangreichen juristischen Belehrungen (das bekannte Kleingedruckte) dürften freilich auch für die meisten „native speakers“ unverständlich sein. Die dienen wohl auch weniger zur Aufklärung des Kunden all vielmehr zur juristischen Absicherung des Dienstleistungsunternehmens.

KUNDENFREUNDLICHKEIT ?

Innerhalb eines halben Jahres, nachdem ich meine beiden Überweisungen in die USA bzw. nach England durchgeführt habe, bin ich schon wieder zweimal bei PayPay in den „eingeschränkten Status“ gesetzt worden. Meine Internetzugänge nicht aus dem heimischen Deutschland sondern aus dem Nahen Osten oder dem Balkan verdächtigen mich vermutlich als Terrorist, Geldschieber oder sonstigen Feind Amerikas.

Dieses übertriebene Sicherheitsgebahren empfinde ich als unfreundlich. Ich empfehle PayPal nur für die Situationen, wo es wirklich keine andere Option zum Geldüberweisen gibt.

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