Die Truman Show (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Erfahrungsbericht von scenic24
So weit weg und doch so nahe?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
I. Vorwort
*********
Jim Carrey kannten wir wohl lange nur als Komiker durch Filme wie Ace Ventura oder Die Maske. Im 1998 erschienenen Film ?Die Truman Show? des Regisseurs Peter Weir (Club der toten Dichter) beweißt Jim Carrey an der Seite von Ed Harris, dass er zu mehr als nur Komik fähig ist.
II.. Filmhandlung und eigene Meinung
********************************
Der Film vermittelt auf hervorragende Weise von Anfang an die Handlung und vertieft durch verschiedene Einblendungen dem Kinozuschauer die Materie. Der Kinozuschauer sieht alles: Einmal die Welt aus Trumans Perspektive, einmal die Welt aus der Sicht der Produzenten und einmal die Welt aus der Sicht der Zuschauer im Film. Trumans kompletter Werdegang wird vorhergeschrieben und bis in kleinste Detail geplant. Er bekommt richtige Filmeltern, Filmfreunde und sogar eine Filmliebe und er fällt ahnungslos darauf rein.
Er wird aus einer Gruppe von Babys ausgesucht und wird mehr oder minder unfreiwillig somit zum Star des Projektes. Man bekleidet als ihn von Beginn an.
Trumans Umwelt wird durch ein gigantisches Studio erzeugt. So groß, dass man es vom Mond aus sehen kann. Es beherbergt eine eigene Stadt, ein Meer und sogar einen Himmel. Die Produzenten sind sogar in der Lage das Wetter x-beliebig zu verändern. Überall sind Tausende von Kameras und Mikrophonen die Truman auf jeden seiner Schritte begleiten.
Sein Alltag beginnt wie jeden Tag. Er wäscht sich, spricht mit seiner Frau, spricht mit den Nachbarn und sein berühmter Satz: ?Und falls wir uns nicht mehr sehen sollten, Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend und Gute Nacht? wird zu seinem ?Markenzeichen?. Er fährt wie immer auf die Arbeit und da passiert das Unerwartete. Ein Scheinwerfer fällt vom Himmel runter vor Trumans Füße. Er schaut zwar irritiert aber käme nie auf die Idee, was hier wirklich sich abspielen könnte. Dieser Fehler wird natürlich gleich im manipulierten Radiosender auf dem Weg zur Arbeit ausgemergelt indem man ihm erzählt, ein Flugzeug hätte Teile verloren. Auf dem Weg zur Arbeit trifft er immer die gleichen Personen, kauft die gleiche Zeitschrift - der Alltagstrott hat ihn schon lange erreicht.
Während des Projekts unterläuft den Machern wieder ein Fehler, den wohl niemand richtig planen konnte. Man sieht eine Rückblende wie Truman in der High School ist und sich in ein Mädchen verliebt. Doch sie ist nicht die, die das Studio für ihn herausgesucht hat. Truman entwickelt Gefühle für sie, verabredet sich mit ihr und trifft sie am Strand. Sie nimmt sich ein Herz und will Truman einweihen, doch das Studio greift ein und schickt einen fingierten Vater, der sie abholt und der Truman erzählt, sie wäre verrückt und müsste wieder ins Heim. Sie ruft Truman zu, er solle sie auf den Fidschi Inseln finden, denn das liegt am weitesten weg von hier und soll Truman locken die ?Insel? zu verlassen. Truman versteht in dem Moment aber immer noch nicht den Sinn. Aber seine Liebe für sie bleibt immer erhalten. In Film wird er dann zwar trotzdem mit dem gewünschten Partnerin vermählt, aber in seinen Träumen denkt er immer an die Andere. Aus Zeitungsschnipsel bastelt er ihr Gesicht zusammen und sie schließlich wird zum treibenden Motor für ihn, die Stadt verlassen zu wollen.
Der Film treibt an die Spitze wie skrupellos die Macher mit Truman doch wirklich umgehen, obwohl sie nach außen so tun, als würden sie nur das Beste für ihn wollen. Die größte Gefahr ist nämlich, dass Truman mal etwas anderes sehen will und durch geschickte Handlungen bringt man Truman dazu in der Stadt zu bleiben. So schreibt die Tageszeitung es gäbe keinen schöneren Ort zu wohnen wie diesen oder in seiner fingierten Lieblingssendung im TV rät man dem ?Zuschauer? (also ihm), dass man nicht weit fahren müsste, um Glück und Freunde zu finden. Jeglicher Ausweg ist genau durchdacht. So verliert Truman bei einer Bootsfahrt durch ein Unwetter fingiert seinen Vater, weil er trotz dessen Warnung nicht nach Hause will. Truman hat somit Angst vor dem Wasser und diese Angst wird regelmäßig überprüft, damit Truman nicht auf die Idee kommt ein Schiff zu nutzen.
Die Fehler häufen sich nach und nach. Einmal geht die Regenmaschine nicht richtig und erzeugt eine ?unfreiwillige - freiwillige? Komik im Film und als Truman durch eine Radiostörung den Sendeverkehr des Studios hört, die sich unterhalten wo er gerade hinfährt, hegt Truman erstes Misstrauen. Aber in die falsche Richtung, denn er meint, er würde verfolgt werden. Er sucht seinen besten Freund auf, welcher gleich versucht ihm von solchen Schnapsgedanken wegzubekommen und sogar sein angeblich bester Freund lügt ihm ins Gesicht. Oder Truman schaut sich Hochzeitsbilder an und sieht, wie seine Frau die Finger überkreuz hat und er ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt.
Das Studio lässt seinen Vater immer wieder kurz erscheinen und Truman wird somit immer verwirrter. Er hält seinen Vater für tot und in einer Nacht und Nebelaktion, während er mit seinem besten Freund am Wasser sitzt und ihm sagt, dass er hier mal weg will, leitet sein angeblich bester Freund die ?Wiedergeburt? des Vaters ein und Truman wieder auf den rechten Kurs zu bringen. Mit Trumans Gefühlen wird gespielt wie mit einem Ball. Man lässt Nebel aufkommen und seinen Vater nur in Umrissen erkennen. Sein Verschwinden wird mit einem Gedächtnisverlust begründet. Die Einblendung der Produzenten, die bewusst Musik und Nebel steuern für ihre Zuschauer verdeutlicht noch einmal ihr wahres Gesicht.
Truman durchblickt nach einiger Zeit trotzdem langsam, dass etwas hier nicht stimmt. Er nimmt sich vor die Stadt zu verlassen. Im Flugbüro ist kein Flug frei (das Studio will so was ja auch erst mal planen), der betretene Bus bleibt wegen eines Kupplungsschadens liegen usw. Truman erkennt langsam, dass er ein Gefangener ist. Er findet raus, dass sich alles um ihn dreht. Zum Beispiel wenn er extra fahrlässig die Straße betritt - alles stoppt für ihn. Truman versteht noch immer nicht so ganz, was dahinter steckt. Dieses Vorhaben wirft beim Kinozuschauer Spannung auf, ob Truman mal im Stande sein wird, das Komplott zu durchschauen und seiner Gefangenschaft zu entfliehen. Truman entdeckt ein Haus mit falschen Innenwänden, er will seine Frau auf der Arbeit besuchen und darf nicht richtig zu ihr (sie arbeit als Ärztin und ist doch nur eine Schauspielerin) und er wundert sich immer mehr.
Daheim fängt er sie mit dem Auto ab und beschließt auf eigener Faust zu fliehen. Er will seine wahre Liebe wieder finden. Seine Frau will ihn im Auto abhalten und wieder aussteigen, doch er lässt sie nicht raus. Er fährt auf den Zubringer zur Schnellstraße und plötzlich ist alles verstaut. Truman dreht um und tut so als wolle er doch wieder heim doch er schlägt noch mal die Weg ein und plötzlich ist die Straße total frei. Er will seiner Frau erklären, dass hier doch was nicht stimmt, aber weiß ja nicht, dass auch sie mit drin steckt. Sie kommen an eine Brücke die über das Wasser fährt und man glaubt er würde daran scheitern. Aber in der Hektik nimmt er die Hände der Frau ans Steuer und lässt sie darüber lenken, während er Angst aber auch erwartungserfüllt die Augen schließt. Endlich drüber hält ihn auch ein fingierter Waldbrand nicht auf und erst ein atomarer Unfall bringt ihm zu halten. Die Ideen im Film sind meiner Meinung wirklich gut. Doch dem Polizeibeamten unterläuft auch hier ein Fehler. Er spricht den an sich völlig unbekannten Truman mit seinen Namen an. Truman flieht aus dem Wagen und wird gestellt und zur Stadt zurückgebracht.. Seine Frau erzählt ihm dummes Zeugs, er rastet aus und geht wütend auf sie zu. Sie verliert die Beherrschung und schreit zum Studio im Himmel, warum keiner was tut und begeht somit den nächsten Fehler. Wieder greift sein bester Freund ein und beruhigt in.
Währenddessen sieht man Ausschnitte wie sich der Regisseur mit Talkshow Leuten unterhält. Man erfährt wie die Welt Tag für Tag 24 Stunden lang am Bildschirm sitzt und sein Leben verfolgt. Der Produzent (gespielt von Ed Harris) stellt sein Projekt als ein gutes Werk da, Truman ein sorgenfreies Leben zu geben. Truman gehört für die Zuschauer längst zum Alltag. Egal ob in der Badewanne oder in welchem Land, Truman läuft überall. Marketing Produkte gibt es überall, es gibt sogar richtige Truman Bars. Auf indirekten Weg wird vermittelt wie der Zuschauer Trumans Leidensweg gar nicht erkennt. Die Geschichte mit der wahren Liebe wird gerne immer mal wieder gezeigt und man unterhält sich darüber, dass man das ja schon auf der Best-of-Serie hat.
Doch es gibt eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern, angeführt von der einstigen wahren Liebe von Truman, die jedoch kaum Erfolg hat. Das Ganze lässt den Film so realistisch erscheinen. Gedruckte Plakate mit Menschenrechtsverletzungen hängen hinter ihr auf. Zuschauer auf der ganzen Welt unterhalten sich über ihn. Die Welt kennt Truman und ist so fasziniert, dass manche versuchen gewaltsam in den Film reinzukommen.
Der Film zeigt den Film im Film. Wie die Filmgesellschaft gezielt Werbung macht durch Produktplacement, als wäre alles echt. Wer den Film ein 2tes mal anschaut, wird immer wieder darauf stoßen. Man erkennt, wie Truman immer direkt auf Plakate gestoßen wird oder während er einen Kakao trinkt kommt eine Laufzeile:? Truman trinkt den und den Kakao...? und erkennt so erst die vielen Details im Film.
Der Produzent jedoch kennt keine Skrupel und entschließt seine Frau auszutauschen und will die erste Empfängnis im TV zeigen. Jegliche ethnische Grundsätze erkennt er nicht an und man bekommt mit, wie immer mehr das Wertebewusstsein verloren geht.
Truman dreht für die Filmmacher den Spieß um. Er gibt sich als normal und obwohl er ein Zeichen gibt verstehen dies die Filmmacher nicht. Im Bad macht er wieder eine kindische Show und beendet dies mit den Worten: ?Das war umsonst.?. Und keiner merkt es.
Während einer Nacht fällt dem Produzenten auf, dass Truman sich lange nicht bewegt. Man ruft ihn an - er geht nicht ran, also schickt man seinen besten Freund vorbei und Truman ist weg. Die Hektik steigt im Film dramatisch. Truman ist weg.
Überlegungen die Sendung abzubrechen werden vereitelt, noch nie war die Zuschauerzahl so hoch. Gekonnt wird gezeigt wofür das Studio alles in der Lage ist. Man lässt auf Knopfdruck die Nacht zum Tag werden und sucht in Gruppen Truman. Kein denkt an Trumans Bewegpunkte, wie er sich fühlen könnte und was ihm zu weglaufen treibt.
Truman wird schließlich auf dem Meer entdeckt. Den Ort, auf dem man ihn nie gesucht hätte. Er gerät ziemlich nahe an den Rand des immensen Studios und der Produzent beschließt durch ein Unwetter Truman zum Wenden zu bekommen. Selbst hier wird durch eine Heldeneinstellung von Truman durch die Kameras versucht Geld zu machen und Zuschauer zu locken. Aber Truman fordert nur die unbekannten Mächte heraus. Der Produzent beschließt ihn zum kentern zu bringen, gegen den Widerstand der Geldgeber und riskiert damit auch Trumans Tod. Das Schiff dreht sich wie wild und kippt um, aber Truman bleibt hart bis er an den Rand der Hülle anstößt. Man sieht die Zuschauer gebannt vor den Fernseher sitzen, seine wahre Liebe am TV zittern und alle Zuschauer drücken Ihrem Held plötzlich die Daumen, dem Ganzen zu entfliehen. Als Truman eine Tür erreicht, spricht ihn über das Mikro der Produzent an. Er will Truman zeigen, dass er es hier gut hat und draußen nur Krieg, Zerstörung und Aggressionen herrscht gegenüber für ihn hier gesorgt wird. Und Truman muss eine Entscheidung fällen...
Die Schauspielerische Leistung von Jim Carrey als Truman ist sehr überzeugend. Jim Carrey bekam aber keinen Oskar für seine Leistungen trotz Nominierung. Er vermittelt auf sehr guter Weise im Film sowohl Komik als auch Betroffenheit und Trauer. Es fällt manchmal vielleicht schwer anfangs, Jim Carrey nicht uals Komiker zu betrachten. Doch er spielt seine Rolle so überzeugend, dass er einen auch richtig zum nachdenken anregt. Jim Carrey eilt eben leider der Ruf voraus, ein Komiker zu sein. Es kann sein, dass die Rolle an sich Jim Carreys Leistungen in meinen Augen hoch hebt.
Ed Harris spielt ebenfalls seine Rolle als Produzent und Leiter im Film sehr gut. Man hat richtig das Gefühl, er fühlt sich wie der Vater von Truman. Seine Gestik und Verhalten unterstreichen seine Rolle richtig. Alleine die Szene am Schluss, als ihm seine Brille entgleitet spricht für sich. Meiner Meinung nach wäre er mindestens eine Nominierung zum Oskar wert gewesen.
Ein fesselnder Soundtrack passt wunderbar zum geschehen. Besonders klassische Instrumente kommen oft zum Zug. Für die Szene mit Truman wahrer Liebe darf Chopin mit seiner Romanze-Larghetto (Klavierkonzert No.1) selbst herhalten. Ansonsten durchziehen typisches Themen den Film immer wieder und stehen verständlich für Dramatik, Liebe oder Betroffenheit. Je spannender eine Szene wird, desto mehr treten die Streichinstrumente in den Hintergrund und elektronische Geräte kommen gepaart mit Trommeln zum Einsatz.
IV. Aufwerfende Kritik und Wirkung
*******************************
Ich denke kaum ein Film verleitet den Zuschauer danach so zum nachdenken wie die Truman Show. Mir selbst bannte sich der Gedanke auf wie es wohl wäre, wenn man laufend beobachtet wäre? Der Film zieht einen richtig in den Bann - man ist in der Lage sich in Truman zu versetzen. Das komplette Geschehen wird von allen Seite gezeigt. Jeder rechtfertigt dort sein Handeln für sich. Am Schluss fühlt sich der Produzent fast wie Gott, um über Trumans Leben entscheiden zu können und steht somit am Schluss als ?Buhmann? da, obwohl er jahrelang zuvor uns unterhalten hat. Als der Produzent wahrlich mit den Gefühlen von Truman spielt, als der Vater wieder ins Spiel kommt und durch Nebel und Musik für den Zuschauer die Spannung steigert, schütteln wir vielleicht den Kopf darüber wie skrupellos er sich verhält. Und trotzdem ergötzen wir uns Tag für Tag an Ähnlichem.
Die an sich offensichtliche Wirkung tragen eigentlich die Filmemacher. Gerade in Zeiten, als Big Brother durch unserer Wohnzimmer flimmerte, vermittelt der Film diese Kritik hervorragend. Ein Mensch wird richtig ausgebeutet und mit seinen Gefühlen gespielt. Er behält überhaupt nichts Privates mehr und seine Freude, Trauer und sogar seine Liebe wird manipuliert und uns zum Abendessen auf dem Tisch serviert. Unsere Werte wie Freundschaft, Ehrlichkeit, Anstand und Respekt werden auf die Schippe genommen. Dem Film ist kein Thema zu heilig und als 1998 der Produzent meinte, er wolle die erste Live Empfängnis eines Babys im TV bringen und man dies als herabwürdigend wohl irgendwie betrachtet, so sieht man doch schon jetzt bei uns im TV auf RTL2 teilweise eine Live Empfängnis.
Ich glaube wir verkaufen irgendwie Schritt für Schritt immer mehr unserem privaten Lebensraums. In Talk Shows stellen wir uns zur Schau und die Menschen dort unterhalten sich über Themen, bei denen man nur den Kopf schütteln könnte. Es gibt fast kein Thema mehr das nicht im TV gezeigt wird und RTL selbst hat ja schon überlegt Big Brother ein ganzes Jahr lang laufen zu lassen. Erinnern wir uns nur mal zurück, wie Sexszenen bei Big Brother die Runde in unserer Gesellschaft machten. Keiner schaut es angeblich an - aber jeder lästert, nicht wahr? Betrachtet man all dies, ist der im Film an sich große Schritt zum völlig beobachteten und geplanten Leben gar nicht mehr so groß jetzt.
Die wahre Kritik tragen wir als Zuschauer selbst und indirekt wird dies durch Spitzen im Film immer wieder rübergebracht. Wir selbst, die über die Zuschauer im Film den Kopf schütteln, tun fast nichts anderes. ?Voyeurismus? zieht immer! Zum Beispiel als sich der Zuschauer darüber aufregt, dass bei Sex die Kamera zum Fenster sich bewegt. Auf den Punkt mit der Kritik an uns bringt dies das letzte Kommentar eines Zuschauers. 2 Wachmänner schauen der Truman Show immer zu und fiebern richtig mit, als Truman seinem Gefängnis entkommt. Nachdem er es geschafft hat und die Show abgeschaltet wird, schließt der Film mit den Worten des Wachmanns: ?Was kommt sonst nicht im Fernsehen? Gib mal die Fernsehzeitschrift her?. (!)...
V. Fazit
*******
Die Truman Show vereint Komik, Dramatik und Tragödie in einem. Man fiebert mit dem jungen Truman mit, bemitleidet ihn, feiert mit ihm, lacht mit ihm und jubelt mit ihm. Man bekommt knallhart gezeigt wo alles mal enden kann und wovor wir steht. Hervorragende schauspielerische Leistungen gepaart mit passenden Soundtrack und tiefgründiger Story regen zum Nachdenken an. Meiner Meinung lohnt er sich ein 2tes Mal anzusehen. Achten Sie mal auf die Details, wie zB die Idee des Product Placements umgesetzt wird und schauen Sie bei heutigen Kinofilmen mal genauer hin. Man bemerkt richtig, wie ein Handlungsfaden den Film durchzieht und durchdacht ist. Die Trumanshow ist vielleicht keine leichte Kost, trotz ihrer vielen Scherze. Wer eine Komödie erwartet wird wohl enttäuscht werden. Aber schon alleine die Thematik um die sich der Film dreht, machen ihn sehenswert!
Vielen Dank fürs Lesen- Scenic24 :o)
Frei ab 12 Jahren
1998 Paramount Pictures
99 Minuten
*********
Jim Carrey kannten wir wohl lange nur als Komiker durch Filme wie Ace Ventura oder Die Maske. Im 1998 erschienenen Film ?Die Truman Show? des Regisseurs Peter Weir (Club der toten Dichter) beweißt Jim Carrey an der Seite von Ed Harris, dass er zu mehr als nur Komik fähig ist.
II.. Filmhandlung und eigene Meinung
********************************
Der Film vermittelt auf hervorragende Weise von Anfang an die Handlung und vertieft durch verschiedene Einblendungen dem Kinozuschauer die Materie. Der Kinozuschauer sieht alles: Einmal die Welt aus Trumans Perspektive, einmal die Welt aus der Sicht der Produzenten und einmal die Welt aus der Sicht der Zuschauer im Film. Trumans kompletter Werdegang wird vorhergeschrieben und bis in kleinste Detail geplant. Er bekommt richtige Filmeltern, Filmfreunde und sogar eine Filmliebe und er fällt ahnungslos darauf rein.
Er wird aus einer Gruppe von Babys ausgesucht und wird mehr oder minder unfreiwillig somit zum Star des Projektes. Man bekleidet als ihn von Beginn an.
Trumans Umwelt wird durch ein gigantisches Studio erzeugt. So groß, dass man es vom Mond aus sehen kann. Es beherbergt eine eigene Stadt, ein Meer und sogar einen Himmel. Die Produzenten sind sogar in der Lage das Wetter x-beliebig zu verändern. Überall sind Tausende von Kameras und Mikrophonen die Truman auf jeden seiner Schritte begleiten.
Sein Alltag beginnt wie jeden Tag. Er wäscht sich, spricht mit seiner Frau, spricht mit den Nachbarn und sein berühmter Satz: ?Und falls wir uns nicht mehr sehen sollten, Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend und Gute Nacht? wird zu seinem ?Markenzeichen?. Er fährt wie immer auf die Arbeit und da passiert das Unerwartete. Ein Scheinwerfer fällt vom Himmel runter vor Trumans Füße. Er schaut zwar irritiert aber käme nie auf die Idee, was hier wirklich sich abspielen könnte. Dieser Fehler wird natürlich gleich im manipulierten Radiosender auf dem Weg zur Arbeit ausgemergelt indem man ihm erzählt, ein Flugzeug hätte Teile verloren. Auf dem Weg zur Arbeit trifft er immer die gleichen Personen, kauft die gleiche Zeitschrift - der Alltagstrott hat ihn schon lange erreicht.
Während des Projekts unterläuft den Machern wieder ein Fehler, den wohl niemand richtig planen konnte. Man sieht eine Rückblende wie Truman in der High School ist und sich in ein Mädchen verliebt. Doch sie ist nicht die, die das Studio für ihn herausgesucht hat. Truman entwickelt Gefühle für sie, verabredet sich mit ihr und trifft sie am Strand. Sie nimmt sich ein Herz und will Truman einweihen, doch das Studio greift ein und schickt einen fingierten Vater, der sie abholt und der Truman erzählt, sie wäre verrückt und müsste wieder ins Heim. Sie ruft Truman zu, er solle sie auf den Fidschi Inseln finden, denn das liegt am weitesten weg von hier und soll Truman locken die ?Insel? zu verlassen. Truman versteht in dem Moment aber immer noch nicht den Sinn. Aber seine Liebe für sie bleibt immer erhalten. In Film wird er dann zwar trotzdem mit dem gewünschten Partnerin vermählt, aber in seinen Träumen denkt er immer an die Andere. Aus Zeitungsschnipsel bastelt er ihr Gesicht zusammen und sie schließlich wird zum treibenden Motor für ihn, die Stadt verlassen zu wollen.
Der Film treibt an die Spitze wie skrupellos die Macher mit Truman doch wirklich umgehen, obwohl sie nach außen so tun, als würden sie nur das Beste für ihn wollen. Die größte Gefahr ist nämlich, dass Truman mal etwas anderes sehen will und durch geschickte Handlungen bringt man Truman dazu in der Stadt zu bleiben. So schreibt die Tageszeitung es gäbe keinen schöneren Ort zu wohnen wie diesen oder in seiner fingierten Lieblingssendung im TV rät man dem ?Zuschauer? (also ihm), dass man nicht weit fahren müsste, um Glück und Freunde zu finden. Jeglicher Ausweg ist genau durchdacht. So verliert Truman bei einer Bootsfahrt durch ein Unwetter fingiert seinen Vater, weil er trotz dessen Warnung nicht nach Hause will. Truman hat somit Angst vor dem Wasser und diese Angst wird regelmäßig überprüft, damit Truman nicht auf die Idee kommt ein Schiff zu nutzen.
Die Fehler häufen sich nach und nach. Einmal geht die Regenmaschine nicht richtig und erzeugt eine ?unfreiwillige - freiwillige? Komik im Film und als Truman durch eine Radiostörung den Sendeverkehr des Studios hört, die sich unterhalten wo er gerade hinfährt, hegt Truman erstes Misstrauen. Aber in die falsche Richtung, denn er meint, er würde verfolgt werden. Er sucht seinen besten Freund auf, welcher gleich versucht ihm von solchen Schnapsgedanken wegzubekommen und sogar sein angeblich bester Freund lügt ihm ins Gesicht. Oder Truman schaut sich Hochzeitsbilder an und sieht, wie seine Frau die Finger überkreuz hat und er ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt.
Das Studio lässt seinen Vater immer wieder kurz erscheinen und Truman wird somit immer verwirrter. Er hält seinen Vater für tot und in einer Nacht und Nebelaktion, während er mit seinem besten Freund am Wasser sitzt und ihm sagt, dass er hier mal weg will, leitet sein angeblich bester Freund die ?Wiedergeburt? des Vaters ein und Truman wieder auf den rechten Kurs zu bringen. Mit Trumans Gefühlen wird gespielt wie mit einem Ball. Man lässt Nebel aufkommen und seinen Vater nur in Umrissen erkennen. Sein Verschwinden wird mit einem Gedächtnisverlust begründet. Die Einblendung der Produzenten, die bewusst Musik und Nebel steuern für ihre Zuschauer verdeutlicht noch einmal ihr wahres Gesicht.
Truman durchblickt nach einiger Zeit trotzdem langsam, dass etwas hier nicht stimmt. Er nimmt sich vor die Stadt zu verlassen. Im Flugbüro ist kein Flug frei (das Studio will so was ja auch erst mal planen), der betretene Bus bleibt wegen eines Kupplungsschadens liegen usw. Truman erkennt langsam, dass er ein Gefangener ist. Er findet raus, dass sich alles um ihn dreht. Zum Beispiel wenn er extra fahrlässig die Straße betritt - alles stoppt für ihn. Truman versteht noch immer nicht so ganz, was dahinter steckt. Dieses Vorhaben wirft beim Kinozuschauer Spannung auf, ob Truman mal im Stande sein wird, das Komplott zu durchschauen und seiner Gefangenschaft zu entfliehen. Truman entdeckt ein Haus mit falschen Innenwänden, er will seine Frau auf der Arbeit besuchen und darf nicht richtig zu ihr (sie arbeit als Ärztin und ist doch nur eine Schauspielerin) und er wundert sich immer mehr.
Daheim fängt er sie mit dem Auto ab und beschließt auf eigener Faust zu fliehen. Er will seine wahre Liebe wieder finden. Seine Frau will ihn im Auto abhalten und wieder aussteigen, doch er lässt sie nicht raus. Er fährt auf den Zubringer zur Schnellstraße und plötzlich ist alles verstaut. Truman dreht um und tut so als wolle er doch wieder heim doch er schlägt noch mal die Weg ein und plötzlich ist die Straße total frei. Er will seiner Frau erklären, dass hier doch was nicht stimmt, aber weiß ja nicht, dass auch sie mit drin steckt. Sie kommen an eine Brücke die über das Wasser fährt und man glaubt er würde daran scheitern. Aber in der Hektik nimmt er die Hände der Frau ans Steuer und lässt sie darüber lenken, während er Angst aber auch erwartungserfüllt die Augen schließt. Endlich drüber hält ihn auch ein fingierter Waldbrand nicht auf und erst ein atomarer Unfall bringt ihm zu halten. Die Ideen im Film sind meiner Meinung wirklich gut. Doch dem Polizeibeamten unterläuft auch hier ein Fehler. Er spricht den an sich völlig unbekannten Truman mit seinen Namen an. Truman flieht aus dem Wagen und wird gestellt und zur Stadt zurückgebracht.. Seine Frau erzählt ihm dummes Zeugs, er rastet aus und geht wütend auf sie zu. Sie verliert die Beherrschung und schreit zum Studio im Himmel, warum keiner was tut und begeht somit den nächsten Fehler. Wieder greift sein bester Freund ein und beruhigt in.
Währenddessen sieht man Ausschnitte wie sich der Regisseur mit Talkshow Leuten unterhält. Man erfährt wie die Welt Tag für Tag 24 Stunden lang am Bildschirm sitzt und sein Leben verfolgt. Der Produzent (gespielt von Ed Harris) stellt sein Projekt als ein gutes Werk da, Truman ein sorgenfreies Leben zu geben. Truman gehört für die Zuschauer längst zum Alltag. Egal ob in der Badewanne oder in welchem Land, Truman läuft überall. Marketing Produkte gibt es überall, es gibt sogar richtige Truman Bars. Auf indirekten Weg wird vermittelt wie der Zuschauer Trumans Leidensweg gar nicht erkennt. Die Geschichte mit der wahren Liebe wird gerne immer mal wieder gezeigt und man unterhält sich darüber, dass man das ja schon auf der Best-of-Serie hat.
Doch es gibt eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern, angeführt von der einstigen wahren Liebe von Truman, die jedoch kaum Erfolg hat. Das Ganze lässt den Film so realistisch erscheinen. Gedruckte Plakate mit Menschenrechtsverletzungen hängen hinter ihr auf. Zuschauer auf der ganzen Welt unterhalten sich über ihn. Die Welt kennt Truman und ist so fasziniert, dass manche versuchen gewaltsam in den Film reinzukommen.
Der Film zeigt den Film im Film. Wie die Filmgesellschaft gezielt Werbung macht durch Produktplacement, als wäre alles echt. Wer den Film ein 2tes mal anschaut, wird immer wieder darauf stoßen. Man erkennt, wie Truman immer direkt auf Plakate gestoßen wird oder während er einen Kakao trinkt kommt eine Laufzeile:? Truman trinkt den und den Kakao...? und erkennt so erst die vielen Details im Film.
Der Produzent jedoch kennt keine Skrupel und entschließt seine Frau auszutauschen und will die erste Empfängnis im TV zeigen. Jegliche ethnische Grundsätze erkennt er nicht an und man bekommt mit, wie immer mehr das Wertebewusstsein verloren geht.
Truman dreht für die Filmmacher den Spieß um. Er gibt sich als normal und obwohl er ein Zeichen gibt verstehen dies die Filmmacher nicht. Im Bad macht er wieder eine kindische Show und beendet dies mit den Worten: ?Das war umsonst.?. Und keiner merkt es.
Während einer Nacht fällt dem Produzenten auf, dass Truman sich lange nicht bewegt. Man ruft ihn an - er geht nicht ran, also schickt man seinen besten Freund vorbei und Truman ist weg. Die Hektik steigt im Film dramatisch. Truman ist weg.
Überlegungen die Sendung abzubrechen werden vereitelt, noch nie war die Zuschauerzahl so hoch. Gekonnt wird gezeigt wofür das Studio alles in der Lage ist. Man lässt auf Knopfdruck die Nacht zum Tag werden und sucht in Gruppen Truman. Kein denkt an Trumans Bewegpunkte, wie er sich fühlen könnte und was ihm zu weglaufen treibt.
Truman wird schließlich auf dem Meer entdeckt. Den Ort, auf dem man ihn nie gesucht hätte. Er gerät ziemlich nahe an den Rand des immensen Studios und der Produzent beschließt durch ein Unwetter Truman zum Wenden zu bekommen. Selbst hier wird durch eine Heldeneinstellung von Truman durch die Kameras versucht Geld zu machen und Zuschauer zu locken. Aber Truman fordert nur die unbekannten Mächte heraus. Der Produzent beschließt ihn zum kentern zu bringen, gegen den Widerstand der Geldgeber und riskiert damit auch Trumans Tod. Das Schiff dreht sich wie wild und kippt um, aber Truman bleibt hart bis er an den Rand der Hülle anstößt. Man sieht die Zuschauer gebannt vor den Fernseher sitzen, seine wahre Liebe am TV zittern und alle Zuschauer drücken Ihrem Held plötzlich die Daumen, dem Ganzen zu entfliehen. Als Truman eine Tür erreicht, spricht ihn über das Mikro der Produzent an. Er will Truman zeigen, dass er es hier gut hat und draußen nur Krieg, Zerstörung und Aggressionen herrscht gegenüber für ihn hier gesorgt wird. Und Truman muss eine Entscheidung fällen...
Die Schauspielerische Leistung von Jim Carrey als Truman ist sehr überzeugend. Jim Carrey bekam aber keinen Oskar für seine Leistungen trotz Nominierung. Er vermittelt auf sehr guter Weise im Film sowohl Komik als auch Betroffenheit und Trauer. Es fällt manchmal vielleicht schwer anfangs, Jim Carrey nicht uals Komiker zu betrachten. Doch er spielt seine Rolle so überzeugend, dass er einen auch richtig zum nachdenken anregt. Jim Carrey eilt eben leider der Ruf voraus, ein Komiker zu sein. Es kann sein, dass die Rolle an sich Jim Carreys Leistungen in meinen Augen hoch hebt.
Ed Harris spielt ebenfalls seine Rolle als Produzent und Leiter im Film sehr gut. Man hat richtig das Gefühl, er fühlt sich wie der Vater von Truman. Seine Gestik und Verhalten unterstreichen seine Rolle richtig. Alleine die Szene am Schluss, als ihm seine Brille entgleitet spricht für sich. Meiner Meinung nach wäre er mindestens eine Nominierung zum Oskar wert gewesen.
Ein fesselnder Soundtrack passt wunderbar zum geschehen. Besonders klassische Instrumente kommen oft zum Zug. Für die Szene mit Truman wahrer Liebe darf Chopin mit seiner Romanze-Larghetto (Klavierkonzert No.1) selbst herhalten. Ansonsten durchziehen typisches Themen den Film immer wieder und stehen verständlich für Dramatik, Liebe oder Betroffenheit. Je spannender eine Szene wird, desto mehr treten die Streichinstrumente in den Hintergrund und elektronische Geräte kommen gepaart mit Trommeln zum Einsatz.
IV. Aufwerfende Kritik und Wirkung
*******************************
Ich denke kaum ein Film verleitet den Zuschauer danach so zum nachdenken wie die Truman Show. Mir selbst bannte sich der Gedanke auf wie es wohl wäre, wenn man laufend beobachtet wäre? Der Film zieht einen richtig in den Bann - man ist in der Lage sich in Truman zu versetzen. Das komplette Geschehen wird von allen Seite gezeigt. Jeder rechtfertigt dort sein Handeln für sich. Am Schluss fühlt sich der Produzent fast wie Gott, um über Trumans Leben entscheiden zu können und steht somit am Schluss als ?Buhmann? da, obwohl er jahrelang zuvor uns unterhalten hat. Als der Produzent wahrlich mit den Gefühlen von Truman spielt, als der Vater wieder ins Spiel kommt und durch Nebel und Musik für den Zuschauer die Spannung steigert, schütteln wir vielleicht den Kopf darüber wie skrupellos er sich verhält. Und trotzdem ergötzen wir uns Tag für Tag an Ähnlichem.
Die an sich offensichtliche Wirkung tragen eigentlich die Filmemacher. Gerade in Zeiten, als Big Brother durch unserer Wohnzimmer flimmerte, vermittelt der Film diese Kritik hervorragend. Ein Mensch wird richtig ausgebeutet und mit seinen Gefühlen gespielt. Er behält überhaupt nichts Privates mehr und seine Freude, Trauer und sogar seine Liebe wird manipuliert und uns zum Abendessen auf dem Tisch serviert. Unsere Werte wie Freundschaft, Ehrlichkeit, Anstand und Respekt werden auf die Schippe genommen. Dem Film ist kein Thema zu heilig und als 1998 der Produzent meinte, er wolle die erste Live Empfängnis eines Babys im TV bringen und man dies als herabwürdigend wohl irgendwie betrachtet, so sieht man doch schon jetzt bei uns im TV auf RTL2 teilweise eine Live Empfängnis.
Ich glaube wir verkaufen irgendwie Schritt für Schritt immer mehr unserem privaten Lebensraums. In Talk Shows stellen wir uns zur Schau und die Menschen dort unterhalten sich über Themen, bei denen man nur den Kopf schütteln könnte. Es gibt fast kein Thema mehr das nicht im TV gezeigt wird und RTL selbst hat ja schon überlegt Big Brother ein ganzes Jahr lang laufen zu lassen. Erinnern wir uns nur mal zurück, wie Sexszenen bei Big Brother die Runde in unserer Gesellschaft machten. Keiner schaut es angeblich an - aber jeder lästert, nicht wahr? Betrachtet man all dies, ist der im Film an sich große Schritt zum völlig beobachteten und geplanten Leben gar nicht mehr so groß jetzt.
Die wahre Kritik tragen wir als Zuschauer selbst und indirekt wird dies durch Spitzen im Film immer wieder rübergebracht. Wir selbst, die über die Zuschauer im Film den Kopf schütteln, tun fast nichts anderes. ?Voyeurismus? zieht immer! Zum Beispiel als sich der Zuschauer darüber aufregt, dass bei Sex die Kamera zum Fenster sich bewegt. Auf den Punkt mit der Kritik an uns bringt dies das letzte Kommentar eines Zuschauers. 2 Wachmänner schauen der Truman Show immer zu und fiebern richtig mit, als Truman seinem Gefängnis entkommt. Nachdem er es geschafft hat und die Show abgeschaltet wird, schließt der Film mit den Worten des Wachmanns: ?Was kommt sonst nicht im Fernsehen? Gib mal die Fernsehzeitschrift her?. (!)...
V. Fazit
*******
Die Truman Show vereint Komik, Dramatik und Tragödie in einem. Man fiebert mit dem jungen Truman mit, bemitleidet ihn, feiert mit ihm, lacht mit ihm und jubelt mit ihm. Man bekommt knallhart gezeigt wo alles mal enden kann und wovor wir steht. Hervorragende schauspielerische Leistungen gepaart mit passenden Soundtrack und tiefgründiger Story regen zum Nachdenken an. Meiner Meinung lohnt er sich ein 2tes Mal anzusehen. Achten Sie mal auf die Details, wie zB die Idee des Product Placements umgesetzt wird und schauen Sie bei heutigen Kinofilmen mal genauer hin. Man bemerkt richtig, wie ein Handlungsfaden den Film durchzieht und durchdacht ist. Die Trumanshow ist vielleicht keine leichte Kost, trotz ihrer vielen Scherze. Wer eine Komödie erwartet wird wohl enttäuscht werden. Aber schon alleine die Thematik um die sich der Film dreht, machen ihn sehenswert!
Vielen Dank fürs Lesen- Scenic24 :o)
Frei ab 12 Jahren
1998 Paramount Pictures
99 Minuten
27 Bewertungen, 4 Kommentare
-
14.11.2007, 19:11 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichprima Bericht
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17.10.2002, 03:29 Uhr von HelgeTeuscher
Bewertung: sehr hilfreichEine sehr umfangreiche und informative Darstellung!
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17.02.2002, 19:08 Uhr von DuncanMcCloud
Bewertung: sehr hilfreicheine Meinung genausolang wie der Film ... aber gut durchgehalten ;) .. gruss, duncan
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17.02.2002, 19:02 Uhr von Zerchi
Bewertung: sehr hilfreichCiao grüßt! :)
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