Neverwinter Nights (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von PaulTiede
Manchmal ist auch das Gute böse und das Böse gut
Pro:
gute 3D-Grafik und Kampfeffekte, gute Story
Kontra:
„endlose“ Dialoge
Empfehlung:
Ja
Lang ist es her, seit dem ich das letzte AD&D-Rollenspiel gespielt habe. Die Eye of the Beholder Trilogie gehörte damals zu meinen Lieblingsrollenspielen. Schauen wir mal, ob Neverwinter Nights zu überzeugen vermag.
Der Charakter
Am Anfang des Spiels kann sich der Spieler eine Spielfigur erstellen, dabei kann man entweder auf vordefinierte zurückgreifen, oder aber auch eine eigene kreieren.
Dazu stehen dem Spieler verschiedene Rassen (Menschen, Elfen, Halblinge, …) und Klassen (Paladin, Zauberer, Dieb, …) zur Auswahl sowie diverse Fähigkeiten und Fertigkeiten. Für die letzten müssen Punkte vergeben werden, die man pro Erfahrungsstufe bekommt.
Der Spieler kann im Spielverlauf entscheiden, wie gut bzw. böse seine Spielfigur ist. So kann er z.B. beim meistern von Hilfsquests auf seine Belohnung verzichten bzw. versuchen mehr zu bekommen (entweder durch feilschen oder durch Waffengewalt).
Die höchste Erfahrungsstufe, die ein Charakter erreichen kann, ist 20. Ob man im Mehrspielermodus höhere Stufen erreichen kann, kann ich leider nicht sagen.
Die Quests
Das Spiel ist in vier Kapitel unterteilt. Um jedes dieser Kapitel abschließen zu können, muss ein Hauptquest gemeistert werden.
Neben dem Hauptquest kann der Spieler weitere Hilfsquests meistern. Um diese zu erhalten, muss der Spieler sich mit diversen Personen unterhalten, hauptsächlich mit denen, die diese Quests vergeben.
Diese Hilfsquest sind für den weiteren Spielverlauf jedoch von geringerer Bedeutung. Sie helfen dem Spieler einfach Erfahrungspunkte und Wertgegenstände zu sammeln.
Das Kampfsystem
Die Kämpfe finden bei NWN in Echtzeit statt. Dabei reicht es den Gegner, den man angreifen will, einmal anzuklicken. Die eigene Spielfigur attackiert den Gegner dann so lange, bis man entweder einen neuen Befehl erteilt hat (z.B. Zaubern, Weglaufen, …) oder dieser oder man selber tot ist.
Hier spielen die eigenen und die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Gegners eine sehr wichtige Rolle.
Kämpft man gegen eine Gruppe von Gegnern, so ist die eigene Spielfigur öfters mit dem Blocken der gegnerischen Schläge als mit dem Austeilen von Hieben beschäftigt.
Interessant dabei ist vielleicht, dass man dabei auf Klickorgien a la Diablo verzichten kann.
Die Systemvoraussetzungen
Genre: Rollenspiel
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Prozessor: mind. Pentium II oder AMD K6 450 MHz
Betriebssystem: Windows 98/ME/2000SP2/XP
RAM: mind. 96 MB (Windows 98/ME) bzw. mind. 128 MB (Windows 2000/XP)
HD-Platz: mind. 1.2 GB
Grafikkarte: mind. 16 MB, DirectX 8.1
Multiplayer: Netzwerk- bzw. Internetanschluss
Das Spielgeschehen
Die einzelnen Karten sind detailvoll und abwechslungsreich gezeichnet. Darstellungsfehler treten sehr selten auf und beziehen sich entweder auf höher bzw. tiefer gelegene Objekte (wie z.B. Wände).
Überall findet man diversere Objekte, die Wertgegenstände wie Gold, Waffen, Rüstungen, usw. enthalten können. Verschlossene Objekte wie Truhen oder Kisten lassen sich auf verschiedene Wege öffnen, entweder durch einen Zauber, mit Hilfe eines Dietrichs oder mit Waffengewalt (einschlagen).
Auf die vorhandenen Lichtverhältnisse wurde ebenso viel Wert gelegt. So sieht man z.B. in Höllen und Kellergewölben nichts, sofern man entweder keine Fackel angezündet hat bzw. einen magischen Gegenstand benutzt, der die Umgebung erhellen kann. Doch dies heißt aber nicht, dass man dann automatisch alles sieht, sondern nur in einem bestimmten Radius.
Die Spielansicht verläuft aus der Vogelperspektive (also schräg von oben). Die Gegner sind ebenso wie die Spielwelt detailvoll gezeichnet und besitzen einige Vor- und Nachteile (langsam, schnell, immun gegen Krankheiten bzw. Zauber, usw.).
Dabei findet man diverse Unterarten einer Gegnerrasse wieder. D.h. Skelette z.B. findet man als Magier, Krieger, Priester, usw. vor.
Der Spieler kann so gut wie mit jeder anderen Gespräche führen. Diese sind jedoch meistens sehr lang. Die erhaltenen Antworten bringen im Verhältnis zu den gestellten Fragen wenig nutzen.
Am Anfang des ersten Kapitels jedoch wird dem Spieler der Umgang mit dem Spiel durch die Dialoge sehr verständlich und leicht beigebracht, so dass man auf das Handbuch komplett verzichten kann.
Fazit
Als einziges Manko findet man bei diesem Spiel die fast endlosen Dialoge vor. Diese ziehen das Spiel unnötig in die Länge. So könnte man z.B. das erste Kapitel in ca. 15 Minuten durchspielen, würde man auf alle Dialoge mit den Spielfiguren verzichten. Leider wird man mit ein paar „Mussgesprächen“ konfrontiert, die sich nicht vermeiden lassen und selten kurz sind.
Negativ fällt vielleicht noch die Wiederherstellung der Zaubersprüche auf, so ist ein benutzter Zauberspruch erst nach einer Ruhephase wieder nutzbar, und der Verzicht auf Nahrung. Die Spielfigur muss im Verlauf des Spieles nie etwas essen. Dies ist zwar unrealistisch, man kann aber damit leben.
Ansonsten ist dieses Spiel für jeden Rollenspieler eine Empfehlung wert.
Es wurde überall viel Wert auf Detail gelegt. So findet man auch beim Umgang mit Pfeil und Boden nicht nur verschiedene Bogen- sondern auch Pfeilarten wieder.
Die Kämpfe sind sehr realistisch, die Kampfgegner weichen zur Seite aus, ducken sich, parieren oder brechen zusammen (beim Tod).
Wer noch ca. 30,- € übrig hat und auf der Suche nach einem „neuen“ Rollenspiel ist, der sollte sie in dieses Spiel investieren.
Weitere Informationen bzw. eine spielbare Demoversion findet man unter http://nwn.bioware.com/.
Der Charakter
Am Anfang des Spiels kann sich der Spieler eine Spielfigur erstellen, dabei kann man entweder auf vordefinierte zurückgreifen, oder aber auch eine eigene kreieren.
Dazu stehen dem Spieler verschiedene Rassen (Menschen, Elfen, Halblinge, …) und Klassen (Paladin, Zauberer, Dieb, …) zur Auswahl sowie diverse Fähigkeiten und Fertigkeiten. Für die letzten müssen Punkte vergeben werden, die man pro Erfahrungsstufe bekommt.
Der Spieler kann im Spielverlauf entscheiden, wie gut bzw. böse seine Spielfigur ist. So kann er z.B. beim meistern von Hilfsquests auf seine Belohnung verzichten bzw. versuchen mehr zu bekommen (entweder durch feilschen oder durch Waffengewalt).
Die höchste Erfahrungsstufe, die ein Charakter erreichen kann, ist 20. Ob man im Mehrspielermodus höhere Stufen erreichen kann, kann ich leider nicht sagen.
Die Quests
Das Spiel ist in vier Kapitel unterteilt. Um jedes dieser Kapitel abschließen zu können, muss ein Hauptquest gemeistert werden.
Neben dem Hauptquest kann der Spieler weitere Hilfsquests meistern. Um diese zu erhalten, muss der Spieler sich mit diversen Personen unterhalten, hauptsächlich mit denen, die diese Quests vergeben.
Diese Hilfsquest sind für den weiteren Spielverlauf jedoch von geringerer Bedeutung. Sie helfen dem Spieler einfach Erfahrungspunkte und Wertgegenstände zu sammeln.
Das Kampfsystem
Die Kämpfe finden bei NWN in Echtzeit statt. Dabei reicht es den Gegner, den man angreifen will, einmal anzuklicken. Die eigene Spielfigur attackiert den Gegner dann so lange, bis man entweder einen neuen Befehl erteilt hat (z.B. Zaubern, Weglaufen, …) oder dieser oder man selber tot ist.
Hier spielen die eigenen und die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Gegners eine sehr wichtige Rolle.
Kämpft man gegen eine Gruppe von Gegnern, so ist die eigene Spielfigur öfters mit dem Blocken der gegnerischen Schläge als mit dem Austeilen von Hieben beschäftigt.
Interessant dabei ist vielleicht, dass man dabei auf Klickorgien a la Diablo verzichten kann.
Die Systemvoraussetzungen
Genre: Rollenspiel
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Prozessor: mind. Pentium II oder AMD K6 450 MHz
Betriebssystem: Windows 98/ME/2000SP2/XP
RAM: mind. 96 MB (Windows 98/ME) bzw. mind. 128 MB (Windows 2000/XP)
HD-Platz: mind. 1.2 GB
Grafikkarte: mind. 16 MB, DirectX 8.1
Multiplayer: Netzwerk- bzw. Internetanschluss
Das Spielgeschehen
Die einzelnen Karten sind detailvoll und abwechslungsreich gezeichnet. Darstellungsfehler treten sehr selten auf und beziehen sich entweder auf höher bzw. tiefer gelegene Objekte (wie z.B. Wände).
Überall findet man diversere Objekte, die Wertgegenstände wie Gold, Waffen, Rüstungen, usw. enthalten können. Verschlossene Objekte wie Truhen oder Kisten lassen sich auf verschiedene Wege öffnen, entweder durch einen Zauber, mit Hilfe eines Dietrichs oder mit Waffengewalt (einschlagen).
Auf die vorhandenen Lichtverhältnisse wurde ebenso viel Wert gelegt. So sieht man z.B. in Höllen und Kellergewölben nichts, sofern man entweder keine Fackel angezündet hat bzw. einen magischen Gegenstand benutzt, der die Umgebung erhellen kann. Doch dies heißt aber nicht, dass man dann automatisch alles sieht, sondern nur in einem bestimmten Radius.
Die Spielansicht verläuft aus der Vogelperspektive (also schräg von oben). Die Gegner sind ebenso wie die Spielwelt detailvoll gezeichnet und besitzen einige Vor- und Nachteile (langsam, schnell, immun gegen Krankheiten bzw. Zauber, usw.).
Dabei findet man diverse Unterarten einer Gegnerrasse wieder. D.h. Skelette z.B. findet man als Magier, Krieger, Priester, usw. vor.
Der Spieler kann so gut wie mit jeder anderen Gespräche führen. Diese sind jedoch meistens sehr lang. Die erhaltenen Antworten bringen im Verhältnis zu den gestellten Fragen wenig nutzen.
Am Anfang des ersten Kapitels jedoch wird dem Spieler der Umgang mit dem Spiel durch die Dialoge sehr verständlich und leicht beigebracht, so dass man auf das Handbuch komplett verzichten kann.
Fazit
Als einziges Manko findet man bei diesem Spiel die fast endlosen Dialoge vor. Diese ziehen das Spiel unnötig in die Länge. So könnte man z.B. das erste Kapitel in ca. 15 Minuten durchspielen, würde man auf alle Dialoge mit den Spielfiguren verzichten. Leider wird man mit ein paar „Mussgesprächen“ konfrontiert, die sich nicht vermeiden lassen und selten kurz sind.
Negativ fällt vielleicht noch die Wiederherstellung der Zaubersprüche auf, so ist ein benutzter Zauberspruch erst nach einer Ruhephase wieder nutzbar, und der Verzicht auf Nahrung. Die Spielfigur muss im Verlauf des Spieles nie etwas essen. Dies ist zwar unrealistisch, man kann aber damit leben.
Ansonsten ist dieses Spiel für jeden Rollenspieler eine Empfehlung wert.
Es wurde überall viel Wert auf Detail gelegt. So findet man auch beim Umgang mit Pfeil und Boden nicht nur verschiedene Bogen- sondern auch Pfeilarten wieder.
Die Kämpfe sind sehr realistisch, die Kampfgegner weichen zur Seite aus, ducken sich, parieren oder brechen zusammen (beim Tod).
Wer noch ca. 30,- € übrig hat und auf der Suche nach einem „neuen“ Rollenspiel ist, der sollte sie in dieses Spiel investieren.
Weitere Informationen bzw. eine spielbare Demoversion findet man unter http://nwn.bioware.com/.
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