Titanic (1997) (DVD) Testbericht
ab 4,86 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 04/2010
Auf yopi.de gelistet seit 04/2010
Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Zwergi333
oskars verdient
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einleitung
Gestern hab ich mir den absoluten Kinohit 1997 angeschaut. Hatte mal wieder Lust auf etwas romatisches ;) So jetzt möcht ich euch den Film vorstellen. Zum Inhalt
Inhalt
Am 15. April 1912 sinkt die Titanic mit über 2200 Menschen an Bord. Nur knapp 700 überleben, das Wrack des Luxusdampfers wird erst 1985 in über 3000 Meter Tiefe am Grund der Atlantik gefunden.
Brock Lovett (Bill Paxton) ist ein moderner Schatzsucher. Angeblich soll mit dem Dampfer ein Riesendiamant untergegangen sein - den will Lovett finden. Etliche Tauchgänge mit einem Mini U-Boot zum Wrack bringen aber nicht besonders viel zu Tage, außer ein paar Zeichnungen und eigentlich wertlosen Gegenständen. Doch eines der Bilder ist mehr als interessant für Lovett und sein Team: zu sehen ist eine junge Frau, die um ihren Hals den besagten Diamanten trägt. In der rechten unteren Ecke ist 14. April 1912 zu sehen.....
Wie es der Zufall will, wird im Rahmen einer Berichterstattung über Lovett auch dieses Bild im Fernsehen gezeigt - die 101 Jahre alte Rose (Gloria Stuart) erkennt sich wieder am Bild und fliegt auf die Einladung von Lovett auf dessen Forschungsschiff, das am Atlantik genau über den Überresten der Titanic positioniert ist. Da erzählt Rose ihre geheime Geschichte, die sich vor 85 Jahren ereignet hat.
Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet), 17 Jahre junge Dame der oberen Gesellschaft, geht mit ihrer Mutter Ruth (Frances Fisher) und ihrem Verlobten, dem amerikanischen Großindustriellensohn Cal Hockley (Billy Zane), an Bord der Titanic. Die Überfahrt nach Amerika soll eine neue Ära in Roses Leben einläuten - sie soll in Boston wider Willen Cal heiraten, nicht zuletzt, um ihre eigene Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten.
Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) ist ein mittelloser Weltreisender, der nur ein paar Minuten vor der Abfahrt ein Ticket nach Amerika beim Pokern gewinnt - so stürzt er sich voller Freude an Bord, da ahnt er noch nicht, was ihn alles erwarten wird.
Wie könnte es auch anders sein - Rose sieht keinen Sinn mehr in ihrem unglücklichen Leben, Jack kann sie noch in letzter Minute vom schlimmsten abhalten, die beiden kommen sich näher, was weder Cal, noch Roses Mutter gefällt. Letztere versuchen Jack immer wieder, vor den vornehmen Herrschaften zu blamieren, Rose wird bald der Umgang mit Jack untersagt. Doch nichts und niemand kann die beiden trennen. Eine Freundin unter den Passagieren der ersten Klasse kann Jack in der Person von Molly Brown (Kathy Bates) gewinnen, eine neureiche Amerikanerin, die sich zwar gerne in der Oberklasse bewegt, doch nichts von der dort herrschenden Oberflächlichkeit hält.
Jack und Rose können nicht voneinander lassen, sie beschließt, Cal zu verlassen und in Amerika mit Jack von Bord zu gehen. Und scheinbar können weder Roses Mutter, noch Cal und seine rechte Hand Spicer Lovejoy (David Warner) etwas dagegen unternehmen. Aber dann kommt der Eisberg.....
Die Titanic kollidiert am 15. April 1912 kurz nach Mitternacht mit einem Eisberg, das Schiff wird praktisch aufgeschlitzt und die Tragödie beginnt langsam ihren Lauf zu nehmen. Captain Smith (Bernhard Hill), und die Schaffer der Titanic Thomas Andrews (Victor Garber) und Bruce Ismay (Jonathan Hyde) müssen bald erkennen, dass das für unsinkbar geglaubte Schiff in knapp 2 Stunden am Grund des Atlantiks liegen wird. Es mangelt an Rettungsboten, Panik bricht bald aus, alle wollen gerettet werden.
Rose und Jack müssen auch vor Cal flüchten, der seine Verlobte mit allen Mitteln bei sich zu halten versucht - natürlich ohne Erfolg. Letztendlich kann sich Cal mit Geld und List einen Platz auf einem Rettungsboot sichern, Rose und Jack - wie viele andere auch - müssen bis zuletzt um das Überleben kämpfen. Die Titanic sinkt sehr schnell, bricht letztendlich entzwei, bevor sie endgültig untergeht - mit Rose und Jack an Bord, die sich jedoch noch retten können und verzweifelt im eiskalten Atlantik auf Hilfe warten.
Kritik
Titanic - ein Spektakel von über 3 Stunden, das eigentlich nur während der letzten 80 Minuten wirklich spektakulär wird. Der Film wurde von Regisseur Cameron in zwei Teile geteilt - die Liebesgeschichte von Jack und Rose, auf die sicherlich viele Cineasten verzichtet hätten können - ganz im Gegensatz zu Tausenden von Teenagern - und der eigentlichen Katastrophe, dem Untergang der Titanic. Obwohl, als Filmkritiker sollte man eigentlich die Liebesgesichte als Katastrophe bezeichnen und den Untergang als großartiges Werk.
Ganz am Anfang des Films werden die Zuschauer gleich mit einigen wahrlich spektakulären Aufnahmen des Original Titanic Wracks beeindruckt, diese Sequenzen, die an einen Dokumentarfilm erinnern, schaffen es zum Teil auch, den Zuseher auf die folgenden 190 Minuten einzustimmen. Die ersten Bilder, die uns die Titanic vorstellen sollen, die opulente Ausstattung, mögen noch überzeugen, doch dieser Zauber ist auch schnell verflogen und der Zuseher wird mit einer mehr als kitschigen Liebesgeschichte konfrontiert - um nicht zu sagen: gequält - die eigentlich nur Teenager wirklich interessieren kann.
Die Charaktere sind zu sehr nach Stereotypen gebaut, alle Passagiere der ersten Klasse - bis auf die wie immer großartige Kathy Bates - sind arrogant, böse, eingebildet, unsensibel und natürlich absolut ohne jegliches Gefühl für Liebe. Den Reichen entgegen stehen alle Passagiere der dritten Klasse, die zwar kein Geld, doch sonst all die positiven Eigenschaften haben, die eben den First Class Passagieren fehlen. Wirkliche Spannung, ob der mittellose Jack seine Rose nun bekommt oder nicht, kommt eigentlich nie auf, dafür ist die ganze Story zu einfach gestrickt, zu vorhersehbar.
Erst in der Szene, in der Jack Rose porträtieren darf, kommt etwas Spannung und Erotik auf, die jedoch durch einen missglückten Off Kommentar durch die eigentliche Erzählerin, die alte Rose, gestört, aber zum Glück nicht ganz zerstört wird. Hier beginnt die Geschichte endlich an Tempo, Spannung und Spektakel zuzunehmen. Bald rammt die Titanic den Eisberg (was einige Zuseher nach 100 Minuten Edelschnulze wohl kaum noch abwarten haben können) - hier noch ein kleiner Kitsch-Ausrutscher, als irgendwie alle ihre Augen auf die sich küssenden Jack und Rose werfen, anstatt nach Eisbergen Ausschau zu halten, aber dann geht es endlich wirklich in den wesentlich besseren zweiten Teil des Films über.
Die Titanic beginnt langsam zu sinken, Panik bricht nach und nach aus, die in wirklich gut gemachten Massenszenen festgehalten werden. Zwar verzichtet Cameron hie und da auch nicht ganz auf kitschige Einlagen, doch hier fällt das ganze schon viel weniger auf, es stört nicht mehr so eklatant. Viele kleine Einzelheiten werden wirkungsvoll in das Geschehen eingebaut, die für noch mehr Authentizität sorgen. Auch Jack und Roses Odyssee am Schiff wirk spannend und kurzweilig, die Szenenwechsel zwischen dem um das Überleben kämpfende Liebespaar unter Deck und Tumult bei den Rettungsboten lassen die ganze Katastrophe noch tragischer wirken.
Wirklich opulent und beeindruckend sind die Aufnahmen des Schiffes in der Totalen - die Special Effects sind den Computerspezialisten wirklich toll gelungen, besonders die Szenen, in der die Titanic entzwei bricht und der Bug in die Höhe ragt, überzeugen. Cameron war übrigens der erste Regisseur, der in seinem Film die Titanic in zwei Teile zerbersten ließ, was jedoch bei seiner Genauigkeit kein Wunder sein kann - in all den vorhergehenden Verfilmungen musste das Schiff in einem Stück versinken.
Titanic verdankt seinen Erfolg wohl auch bis zu einem gewissen Teil seinen Hauptdarstellern Kate Winslet und Leonardo DiCaprio, die etliche Teenager mehr als nur einmal in die Kinos lockten. Besonders DiCaprio profitierte durch den Film. Es brach eine regelrechte Leomanie um den jungen Star aus, der jedoch in Titanic nie die Chance bekam, an seine Darbietung aus \"Gilbert Grape\" ranzukommen - dafür ist die Rolle des Jack Dawson zu wenig tiefgehend. Doch hier kann DiCaprio wohl mit Jugendcharme bei den Girls punkten - es sei ihm gegönnt.
Die kürzliche Ausstrahlung des Films im Fernsehen hat eines gezeigt: Wer Titanic nicht auf der großen Leinwand gesehen hat, hat ihn gar nicht gesehen, durch das kleine Format verliert der Film zu viel an Opulenz und visuellen Highlights.
1912 versunken, 1985 am Grund der Atlantik wiederentdeckt: White Star Lines 7,5 Millionen Dollar R.M.S. Titanic. Regisseur James Cameron begann 1987, nachdem er Robert Ballards National Geographic-Dokumentation über den Luxusliner sah, davon zu träumen, die Geschichte der Titanic zu verfilmen. Doch er konnte erst 8 Jahre später die Studios 20th Century Fox und Paramount für sein - wie Cameron es nannte - \"Romeo und Julia Unterwasserspektakel\" begeistern. Im Herbst 1995 verbrachte Cameron 3 Wochen an Bord der russischen Academik Keldysh, von wo er 20 Tauchgänge mit dem Mini U-Boot Mir1 zum Wrack des Titanic unternahm, um mit einer in eine Titanschachtel eingehüllten 35mm Kamera Aufnahmen von dem in 3000m Tiefe liegenden Wrack der Titanic machen zu können. Dabei wurde die Kamera auch in das Innere des Schiffes gesteuert - einige dieser Aufnahmen sind am Anfang des Filmes zu sehen.
20th Century Fox und Paramount ließen für Cameron in Mexiko in einem 70 Millionen Liter Becken ein 236 Meter langes Titanic Modell bauen - dies war nur um 33 Meter kürzer, als das Original! Perfektionist Cameron überließ nichts dem Zufall, er studierte die Geschichte der Titanic, ließ alles originalgetreu nachbauen, er legte auf Präzision größten Wert - was seine Crew nicht selten zur Verzweiflung brachte. Bis Mai 1996 hat Cameron bereits 50 Millionen Dollar ausgegeben, dennoch war noch keine einzige Szene im Kasten. Gerüchte besagten immer wieder, dass der Regisseur praktisch eine Art Diktatur am Set errichtet hatte, von seinen Mitarbeitern in 18-stündigen Arbeitstagen alles abverlangte. Das geplante Budget von 110 Millionen Dollar war schnell überschritten, genauso der Fertigstellungstermin.
Kritiker sagten schon Monate vor der Fertigstellung des Films den erneuten Untergang der Titanic voraus. Die Crew ließ sich nichtsdestotrotz nicht beirren, auch eine Lebensmittelvergiftung (durch Fischsuppe[!]) und Unterkühlung etlicher Mitarbeiter, die Tag für Tag Stunden in dem mit 12 Grad kalten Wasser gefüllten Becken verbracht hatten, konnte das Projekt nicht mehr gefährden. Nach Abschluss der Dreharbeiten machten sich etliche Special Effects Firmen an die postproduktionale Bearbeitung des Filmes - es wurden insgesamt über 550 computeranimierte Effekte eingefügt (zum Vergleich: Jurassic Park hatte gerade mal 80). Am 1. November 1997 hatte dann die bis dato teuerste Filmproduktion - sie verschlang knapp 200 Millionen Dollar - ihre Weltpremiere bei den 10. Internationalen Filmfestspielen von Tokio.
Damit begann auch der Siegeszug der Titanic, entgegen der vorschnellen Meinungen der Kritiker strömten die Menschen in die Kinos, der Film konnte über 3 Monate lang die Spitzenposition der US-Boxoffice-Charts halten. Vor allem dank der jugendlichen Besucher, die den Film nicht nur einmal, sondern manche bis zu unglaublichen 40 - 50 Mal sahen (nicht zuletzt wegen der Hauptakteure Leonardo DiCaprio und Kate Winslet). Zum endgültigen \"König der Welt\" (welchen Ausspruch ihm jedoch viele übel nahmen) wurde Cameron, als er am 23. März 1998 mit seiner Crew 11 Academy Awards (womit der Oscarrekord von Ben Hur aus dem Jahr 1959 eingestellt war) aus 14 Nominierungen (genauso viele hatte der bis dahin einsame Spitzenreiter \"All About Eve\" ) entgegennehmen durfte. Neben der Anerkennung der Academy und etlichen anderen Auszeichnungen, darunter 3 Emmys, wurde Titanic auch zum bis dato finanziell erfolgreichsten Film, mit Einspielergebnissen von über 1,7 Milliarden Dollar.
Eine abschließende Bewertung des Films ist durch die Zweiteilung definitiv nicht einfach - doch ich denke, dass es genügend Faktoren, wie zum Beispiel Kamera, Ausstattung, Regie, gibt, die trotz der überlangen, wenig spannenden ersten Hälfte eine gute Beurteilung rechtfertigen
lg Sandy
Gestern hab ich mir den absoluten Kinohit 1997 angeschaut. Hatte mal wieder Lust auf etwas romatisches ;) So jetzt möcht ich euch den Film vorstellen. Zum Inhalt
Inhalt
Am 15. April 1912 sinkt die Titanic mit über 2200 Menschen an Bord. Nur knapp 700 überleben, das Wrack des Luxusdampfers wird erst 1985 in über 3000 Meter Tiefe am Grund der Atlantik gefunden.
Brock Lovett (Bill Paxton) ist ein moderner Schatzsucher. Angeblich soll mit dem Dampfer ein Riesendiamant untergegangen sein - den will Lovett finden. Etliche Tauchgänge mit einem Mini U-Boot zum Wrack bringen aber nicht besonders viel zu Tage, außer ein paar Zeichnungen und eigentlich wertlosen Gegenständen. Doch eines der Bilder ist mehr als interessant für Lovett und sein Team: zu sehen ist eine junge Frau, die um ihren Hals den besagten Diamanten trägt. In der rechten unteren Ecke ist 14. April 1912 zu sehen.....
Wie es der Zufall will, wird im Rahmen einer Berichterstattung über Lovett auch dieses Bild im Fernsehen gezeigt - die 101 Jahre alte Rose (Gloria Stuart) erkennt sich wieder am Bild und fliegt auf die Einladung von Lovett auf dessen Forschungsschiff, das am Atlantik genau über den Überresten der Titanic positioniert ist. Da erzählt Rose ihre geheime Geschichte, die sich vor 85 Jahren ereignet hat.
Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet), 17 Jahre junge Dame der oberen Gesellschaft, geht mit ihrer Mutter Ruth (Frances Fisher) und ihrem Verlobten, dem amerikanischen Großindustriellensohn Cal Hockley (Billy Zane), an Bord der Titanic. Die Überfahrt nach Amerika soll eine neue Ära in Roses Leben einläuten - sie soll in Boston wider Willen Cal heiraten, nicht zuletzt, um ihre eigene Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten.
Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) ist ein mittelloser Weltreisender, der nur ein paar Minuten vor der Abfahrt ein Ticket nach Amerika beim Pokern gewinnt - so stürzt er sich voller Freude an Bord, da ahnt er noch nicht, was ihn alles erwarten wird.
Wie könnte es auch anders sein - Rose sieht keinen Sinn mehr in ihrem unglücklichen Leben, Jack kann sie noch in letzter Minute vom schlimmsten abhalten, die beiden kommen sich näher, was weder Cal, noch Roses Mutter gefällt. Letztere versuchen Jack immer wieder, vor den vornehmen Herrschaften zu blamieren, Rose wird bald der Umgang mit Jack untersagt. Doch nichts und niemand kann die beiden trennen. Eine Freundin unter den Passagieren der ersten Klasse kann Jack in der Person von Molly Brown (Kathy Bates) gewinnen, eine neureiche Amerikanerin, die sich zwar gerne in der Oberklasse bewegt, doch nichts von der dort herrschenden Oberflächlichkeit hält.
Jack und Rose können nicht voneinander lassen, sie beschließt, Cal zu verlassen und in Amerika mit Jack von Bord zu gehen. Und scheinbar können weder Roses Mutter, noch Cal und seine rechte Hand Spicer Lovejoy (David Warner) etwas dagegen unternehmen. Aber dann kommt der Eisberg.....
Die Titanic kollidiert am 15. April 1912 kurz nach Mitternacht mit einem Eisberg, das Schiff wird praktisch aufgeschlitzt und die Tragödie beginnt langsam ihren Lauf zu nehmen. Captain Smith (Bernhard Hill), und die Schaffer der Titanic Thomas Andrews (Victor Garber) und Bruce Ismay (Jonathan Hyde) müssen bald erkennen, dass das für unsinkbar geglaubte Schiff in knapp 2 Stunden am Grund des Atlantiks liegen wird. Es mangelt an Rettungsboten, Panik bricht bald aus, alle wollen gerettet werden.
Rose und Jack müssen auch vor Cal flüchten, der seine Verlobte mit allen Mitteln bei sich zu halten versucht - natürlich ohne Erfolg. Letztendlich kann sich Cal mit Geld und List einen Platz auf einem Rettungsboot sichern, Rose und Jack - wie viele andere auch - müssen bis zuletzt um das Überleben kämpfen. Die Titanic sinkt sehr schnell, bricht letztendlich entzwei, bevor sie endgültig untergeht - mit Rose und Jack an Bord, die sich jedoch noch retten können und verzweifelt im eiskalten Atlantik auf Hilfe warten.
Kritik
Titanic - ein Spektakel von über 3 Stunden, das eigentlich nur während der letzten 80 Minuten wirklich spektakulär wird. Der Film wurde von Regisseur Cameron in zwei Teile geteilt - die Liebesgeschichte von Jack und Rose, auf die sicherlich viele Cineasten verzichtet hätten können - ganz im Gegensatz zu Tausenden von Teenagern - und der eigentlichen Katastrophe, dem Untergang der Titanic. Obwohl, als Filmkritiker sollte man eigentlich die Liebesgesichte als Katastrophe bezeichnen und den Untergang als großartiges Werk.
Ganz am Anfang des Films werden die Zuschauer gleich mit einigen wahrlich spektakulären Aufnahmen des Original Titanic Wracks beeindruckt, diese Sequenzen, die an einen Dokumentarfilm erinnern, schaffen es zum Teil auch, den Zuseher auf die folgenden 190 Minuten einzustimmen. Die ersten Bilder, die uns die Titanic vorstellen sollen, die opulente Ausstattung, mögen noch überzeugen, doch dieser Zauber ist auch schnell verflogen und der Zuseher wird mit einer mehr als kitschigen Liebesgeschichte konfrontiert - um nicht zu sagen: gequält - die eigentlich nur Teenager wirklich interessieren kann.
Die Charaktere sind zu sehr nach Stereotypen gebaut, alle Passagiere der ersten Klasse - bis auf die wie immer großartige Kathy Bates - sind arrogant, böse, eingebildet, unsensibel und natürlich absolut ohne jegliches Gefühl für Liebe. Den Reichen entgegen stehen alle Passagiere der dritten Klasse, die zwar kein Geld, doch sonst all die positiven Eigenschaften haben, die eben den First Class Passagieren fehlen. Wirkliche Spannung, ob der mittellose Jack seine Rose nun bekommt oder nicht, kommt eigentlich nie auf, dafür ist die ganze Story zu einfach gestrickt, zu vorhersehbar.
Erst in der Szene, in der Jack Rose porträtieren darf, kommt etwas Spannung und Erotik auf, die jedoch durch einen missglückten Off Kommentar durch die eigentliche Erzählerin, die alte Rose, gestört, aber zum Glück nicht ganz zerstört wird. Hier beginnt die Geschichte endlich an Tempo, Spannung und Spektakel zuzunehmen. Bald rammt die Titanic den Eisberg (was einige Zuseher nach 100 Minuten Edelschnulze wohl kaum noch abwarten haben können) - hier noch ein kleiner Kitsch-Ausrutscher, als irgendwie alle ihre Augen auf die sich küssenden Jack und Rose werfen, anstatt nach Eisbergen Ausschau zu halten, aber dann geht es endlich wirklich in den wesentlich besseren zweiten Teil des Films über.
Die Titanic beginnt langsam zu sinken, Panik bricht nach und nach aus, die in wirklich gut gemachten Massenszenen festgehalten werden. Zwar verzichtet Cameron hie und da auch nicht ganz auf kitschige Einlagen, doch hier fällt das ganze schon viel weniger auf, es stört nicht mehr so eklatant. Viele kleine Einzelheiten werden wirkungsvoll in das Geschehen eingebaut, die für noch mehr Authentizität sorgen. Auch Jack und Roses Odyssee am Schiff wirk spannend und kurzweilig, die Szenenwechsel zwischen dem um das Überleben kämpfende Liebespaar unter Deck und Tumult bei den Rettungsboten lassen die ganze Katastrophe noch tragischer wirken.
Wirklich opulent und beeindruckend sind die Aufnahmen des Schiffes in der Totalen - die Special Effects sind den Computerspezialisten wirklich toll gelungen, besonders die Szenen, in der die Titanic entzwei bricht und der Bug in die Höhe ragt, überzeugen. Cameron war übrigens der erste Regisseur, der in seinem Film die Titanic in zwei Teile zerbersten ließ, was jedoch bei seiner Genauigkeit kein Wunder sein kann - in all den vorhergehenden Verfilmungen musste das Schiff in einem Stück versinken.
Titanic verdankt seinen Erfolg wohl auch bis zu einem gewissen Teil seinen Hauptdarstellern Kate Winslet und Leonardo DiCaprio, die etliche Teenager mehr als nur einmal in die Kinos lockten. Besonders DiCaprio profitierte durch den Film. Es brach eine regelrechte Leomanie um den jungen Star aus, der jedoch in Titanic nie die Chance bekam, an seine Darbietung aus \"Gilbert Grape\" ranzukommen - dafür ist die Rolle des Jack Dawson zu wenig tiefgehend. Doch hier kann DiCaprio wohl mit Jugendcharme bei den Girls punkten - es sei ihm gegönnt.
Die kürzliche Ausstrahlung des Films im Fernsehen hat eines gezeigt: Wer Titanic nicht auf der großen Leinwand gesehen hat, hat ihn gar nicht gesehen, durch das kleine Format verliert der Film zu viel an Opulenz und visuellen Highlights.
1912 versunken, 1985 am Grund der Atlantik wiederentdeckt: White Star Lines 7,5 Millionen Dollar R.M.S. Titanic. Regisseur James Cameron begann 1987, nachdem er Robert Ballards National Geographic-Dokumentation über den Luxusliner sah, davon zu träumen, die Geschichte der Titanic zu verfilmen. Doch er konnte erst 8 Jahre später die Studios 20th Century Fox und Paramount für sein - wie Cameron es nannte - \"Romeo und Julia Unterwasserspektakel\" begeistern. Im Herbst 1995 verbrachte Cameron 3 Wochen an Bord der russischen Academik Keldysh, von wo er 20 Tauchgänge mit dem Mini U-Boot Mir1 zum Wrack des Titanic unternahm, um mit einer in eine Titanschachtel eingehüllten 35mm Kamera Aufnahmen von dem in 3000m Tiefe liegenden Wrack der Titanic machen zu können. Dabei wurde die Kamera auch in das Innere des Schiffes gesteuert - einige dieser Aufnahmen sind am Anfang des Filmes zu sehen.
20th Century Fox und Paramount ließen für Cameron in Mexiko in einem 70 Millionen Liter Becken ein 236 Meter langes Titanic Modell bauen - dies war nur um 33 Meter kürzer, als das Original! Perfektionist Cameron überließ nichts dem Zufall, er studierte die Geschichte der Titanic, ließ alles originalgetreu nachbauen, er legte auf Präzision größten Wert - was seine Crew nicht selten zur Verzweiflung brachte. Bis Mai 1996 hat Cameron bereits 50 Millionen Dollar ausgegeben, dennoch war noch keine einzige Szene im Kasten. Gerüchte besagten immer wieder, dass der Regisseur praktisch eine Art Diktatur am Set errichtet hatte, von seinen Mitarbeitern in 18-stündigen Arbeitstagen alles abverlangte. Das geplante Budget von 110 Millionen Dollar war schnell überschritten, genauso der Fertigstellungstermin.
Kritiker sagten schon Monate vor der Fertigstellung des Films den erneuten Untergang der Titanic voraus. Die Crew ließ sich nichtsdestotrotz nicht beirren, auch eine Lebensmittelvergiftung (durch Fischsuppe[!]) und Unterkühlung etlicher Mitarbeiter, die Tag für Tag Stunden in dem mit 12 Grad kalten Wasser gefüllten Becken verbracht hatten, konnte das Projekt nicht mehr gefährden. Nach Abschluss der Dreharbeiten machten sich etliche Special Effects Firmen an die postproduktionale Bearbeitung des Filmes - es wurden insgesamt über 550 computeranimierte Effekte eingefügt (zum Vergleich: Jurassic Park hatte gerade mal 80). Am 1. November 1997 hatte dann die bis dato teuerste Filmproduktion - sie verschlang knapp 200 Millionen Dollar - ihre Weltpremiere bei den 10. Internationalen Filmfestspielen von Tokio.
Damit begann auch der Siegeszug der Titanic, entgegen der vorschnellen Meinungen der Kritiker strömten die Menschen in die Kinos, der Film konnte über 3 Monate lang die Spitzenposition der US-Boxoffice-Charts halten. Vor allem dank der jugendlichen Besucher, die den Film nicht nur einmal, sondern manche bis zu unglaublichen 40 - 50 Mal sahen (nicht zuletzt wegen der Hauptakteure Leonardo DiCaprio und Kate Winslet). Zum endgültigen \"König der Welt\" (welchen Ausspruch ihm jedoch viele übel nahmen) wurde Cameron, als er am 23. März 1998 mit seiner Crew 11 Academy Awards (womit der Oscarrekord von Ben Hur aus dem Jahr 1959 eingestellt war) aus 14 Nominierungen (genauso viele hatte der bis dahin einsame Spitzenreiter \"All About Eve\" ) entgegennehmen durfte. Neben der Anerkennung der Academy und etlichen anderen Auszeichnungen, darunter 3 Emmys, wurde Titanic auch zum bis dato finanziell erfolgreichsten Film, mit Einspielergebnissen von über 1,7 Milliarden Dollar.
Eine abschließende Bewertung des Films ist durch die Zweiteilung definitiv nicht einfach - doch ich denke, dass es genügend Faktoren, wie zum Beispiel Kamera, Ausstattung, Regie, gibt, die trotz der überlangen, wenig spannenden ersten Hälfte eine gute Beurteilung rechtfertigen
lg Sandy
Bewerten / Kommentar schreiben