Titanic (1997) (DVD) Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von DieEine
James Cameron ist der König der Welt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es ist fast schon Tradition, daß ich mich zum Ende des Winters hin richtig erkälte. Ich bin aber von Natur aus zäh und deshalb geht es mir nicht wirklich schlecht. Trotzdem hab ich den heutigen Tag vorsichtshalber mal im Bett verbracht. Heute Nachmittag kam ich dann auf die Idee, daß wenn ich eh schon schniefend im mit Taschentüchern überbevölkerten Bett liege, kann ich ebenso gut in die Taschentücher reinheulen und so hab ich aus meiner Hausvideothek mal wieder "Titanic" in den Videorekorder geschoben.
Der Mythos Titanic hat mich schon als kleines Kind fasziniert als mein Vater damals aufgeregt mit einer Zeitung nach Hause kam, in der erste Abbildungen von geborgenen Gegenständen zu sehen waren. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich an einem 15. April geboren wurde und mir natürlich aus dieses Datum etwas bedeutet.
Am 15. April 1912 ist nämlich die Titanic, das bis dato als unsinkbar geltende Schiff, mit mehr als 1500 Menschen an Bord untergegangen.
Regisseur James Cameron, der mit Filmen wie Abyss und Terminator zu Ruhm gelangte, machte sich mit dem Film Titanic meiner Meinung nach unsterblich. Die ganze Katastrophe und die große Tragödie, bei der die über 1500 Toten heute nur noch eine schreckliche Zahl sind, verdeutlicht James Cameron an einer "Romeo und Julia"-Geschichte innerhalb der Rahmenhandlung um den Untergang der Titanic.
Rose deWitt Bukater ist ein hübsches, junges Mädchen, das gegen seinen Willen mit dem reichen und arroganten Caldon Hockley verlobt wurde. Sie reist mit ihm, ihrer bevormundenden Mutter und jeder Menge Personal in der ersten Klasse der Titanic.
Als sie aus diesem Leben ausbrechen und sich das Leben nehmen will, wird sie von dem Dritte Klasse-Passagier Jack Dawson, einem Lebemann und Künstler, gerettet. Klar, daß Rose sich in den gutaussehenden, unbeschwerten Jack verliebt und sich entschließt ihr bisheriges Leben für ihn aufzugeben und das Leben fortan in vollen Zügen zu genießen.
Hockley und Miss Ruth deWitt Bukater versuchen alles um diese Beziehung zu unterbinden, doch Roses und Jacks Liebe scheint stärker zu sein. Stärker auch als der Eisberg, den die Titanic rammt. Bis zum bitteren Untergang der Titanic kämpfen die beiden um ihre Liebe, die es eigentlich nicht geben dürfte. Tragisch wird der Film natürlich nach dem Untergang, denn einer von beiden ereilt das Schicksal für immer Teil des Ozeans zu sein...
Diese Liebesgeschichte ist das einzigst fiktive an dem ganzen Film. Cameron ließ die Kulissen der Titanic bis ins kleinste Detail nachbauen. Selbst der Teppich mußte das gleiche Muster haben wie 1912.
Insgesamt hat dieser Film 285 Millionen Dollar gekostet, wobei die Gagen für die grandiosen Schauspieler wohl noch der geringere Posten gewesen sein müssen, denn Leonardo DiCaprio, der Jack Dawson spielt, war damals noch recht unbekannt, aber dafür sehr begabt. Er verleiht der Rolle des Jack Dawson die nötige Sensibilität aber auch eine große Portion Zähheit, die einer, der sich durchs Leben schlägt braucht.
Kate Winslet glänzte vor ihrem Erfolg mit der Rolle der Rose DeWitt Bukater in kleinen Independent Filmen. Sie verleiht der Rose die nötige Arroganz einer erste Klasse Dame sowie eine große Portion Naiivität, aber auch sehr viel Kampfgeist.
Billy Zane, der den arroganten und großkotzigen Caldon Hockley spielt, ist ebenfalls ein eher unbekannter, aber keinesfalls schlechter Schauspieler. Der Charakter des Hockley scheint ihm wie auf den Leib geschrieben. Hockley kann es nicht ertragen sein Objekt der Begierde, Rose, zu verlieren und kämpft verbittert mit allen Mitteln.
Frances Fischer war mir vorher nur aus amerikanischen Seifenopern bekannt. Ich wußte nicht, daß sie eine ernstzunehmende Schauspielerin ist. Auch, wenn ihre Rolle als Roses Mutter Ruth DeWitt Bekater verhältnismäßig klein ist, zeigt sie sehr viel Talent bei der Umsetzung der dominanten Mutter, die nicht zulassen will, daß ihrer Tochter ihr Leben in Reichtum für eine Affaire opfert.
Ich hab während der 187 Minuten Laufzeit des Films ca. ein Paket Taschentücher für meine Schnupfennase und ein Paket für meine sensiblen Augen verbraucht. Da ich den Film und besonders den Schluß ja schon kenne, hab ich bei ziemlich vielen Szenen geheult wie ein Schloßhund. Im Kino damals war das nicht so extrem, das weiß ich noch.
James Cameron ist für mich der absolut Größte. Wie er den Film umgesetzt hat, ist einfach erstaunlich. Allein der Anfang mit Originalsequenzen des Wracks, gemischt mit den Nachbauten, ist einfach nur beeindruckend. Daß er selbst zur Titanic getaucht ist und dort gefilmt hat, spricht für Perfektionismus höchster Stufe. Die Tragödie der Titanic mit dieser Liebesgeschichte zu verbinden und diese Geschichte widerrum von einer alten, liebenswürdigen Dame in Rückschau erzählen zu lassen, ist auch sehr gut gelöst worden.
Ich hab viel über den Film und seine Entstehung gelesen und war immer wieder erstaunt, auf was Cameron alles geachtet hat. Dem Zuschauer wird bestimmt nicht auffallen, daß beim Dinner auf dem First Class Deck die Menüfolge von 1912 nachgekocht wurde oder, daß der Teppich das gleiche Muster hat, ebenso das Geschirr, aber alle diese Feinheiten sind für den Erfolg des Films mitverantwortlich. Als Zuschauer fühlt man sich schnell als Teil der Titanic.
Auch, wenn viele den Film als große Hollywood-Produktion abtun, was er ja zweifelsohne ist, bietet dieser Film einfach mehr als eine drittklassige Liebesgeschichte mit Happy End. Dieser Film ist ein Zeitdokument von 1912, gedreht im Jahre 1996.
Der Mythos Titanic hat mich schon als kleines Kind fasziniert als mein Vater damals aufgeregt mit einer Zeitung nach Hause kam, in der erste Abbildungen von geborgenen Gegenständen zu sehen waren. Vielleicht liegt es aber auch daran, daß ich an einem 15. April geboren wurde und mir natürlich aus dieses Datum etwas bedeutet.
Am 15. April 1912 ist nämlich die Titanic, das bis dato als unsinkbar geltende Schiff, mit mehr als 1500 Menschen an Bord untergegangen.
Regisseur James Cameron, der mit Filmen wie Abyss und Terminator zu Ruhm gelangte, machte sich mit dem Film Titanic meiner Meinung nach unsterblich. Die ganze Katastrophe und die große Tragödie, bei der die über 1500 Toten heute nur noch eine schreckliche Zahl sind, verdeutlicht James Cameron an einer "Romeo und Julia"-Geschichte innerhalb der Rahmenhandlung um den Untergang der Titanic.
Rose deWitt Bukater ist ein hübsches, junges Mädchen, das gegen seinen Willen mit dem reichen und arroganten Caldon Hockley verlobt wurde. Sie reist mit ihm, ihrer bevormundenden Mutter und jeder Menge Personal in der ersten Klasse der Titanic.
Als sie aus diesem Leben ausbrechen und sich das Leben nehmen will, wird sie von dem Dritte Klasse-Passagier Jack Dawson, einem Lebemann und Künstler, gerettet. Klar, daß Rose sich in den gutaussehenden, unbeschwerten Jack verliebt und sich entschließt ihr bisheriges Leben für ihn aufzugeben und das Leben fortan in vollen Zügen zu genießen.
Hockley und Miss Ruth deWitt Bukater versuchen alles um diese Beziehung zu unterbinden, doch Roses und Jacks Liebe scheint stärker zu sein. Stärker auch als der Eisberg, den die Titanic rammt. Bis zum bitteren Untergang der Titanic kämpfen die beiden um ihre Liebe, die es eigentlich nicht geben dürfte. Tragisch wird der Film natürlich nach dem Untergang, denn einer von beiden ereilt das Schicksal für immer Teil des Ozeans zu sein...
Diese Liebesgeschichte ist das einzigst fiktive an dem ganzen Film. Cameron ließ die Kulissen der Titanic bis ins kleinste Detail nachbauen. Selbst der Teppich mußte das gleiche Muster haben wie 1912.
Insgesamt hat dieser Film 285 Millionen Dollar gekostet, wobei die Gagen für die grandiosen Schauspieler wohl noch der geringere Posten gewesen sein müssen, denn Leonardo DiCaprio, der Jack Dawson spielt, war damals noch recht unbekannt, aber dafür sehr begabt. Er verleiht der Rolle des Jack Dawson die nötige Sensibilität aber auch eine große Portion Zähheit, die einer, der sich durchs Leben schlägt braucht.
Kate Winslet glänzte vor ihrem Erfolg mit der Rolle der Rose DeWitt Bukater in kleinen Independent Filmen. Sie verleiht der Rose die nötige Arroganz einer erste Klasse Dame sowie eine große Portion Naiivität, aber auch sehr viel Kampfgeist.
Billy Zane, der den arroganten und großkotzigen Caldon Hockley spielt, ist ebenfalls ein eher unbekannter, aber keinesfalls schlechter Schauspieler. Der Charakter des Hockley scheint ihm wie auf den Leib geschrieben. Hockley kann es nicht ertragen sein Objekt der Begierde, Rose, zu verlieren und kämpft verbittert mit allen Mitteln.
Frances Fischer war mir vorher nur aus amerikanischen Seifenopern bekannt. Ich wußte nicht, daß sie eine ernstzunehmende Schauspielerin ist. Auch, wenn ihre Rolle als Roses Mutter Ruth DeWitt Bekater verhältnismäßig klein ist, zeigt sie sehr viel Talent bei der Umsetzung der dominanten Mutter, die nicht zulassen will, daß ihrer Tochter ihr Leben in Reichtum für eine Affaire opfert.
Ich hab während der 187 Minuten Laufzeit des Films ca. ein Paket Taschentücher für meine Schnupfennase und ein Paket für meine sensiblen Augen verbraucht. Da ich den Film und besonders den Schluß ja schon kenne, hab ich bei ziemlich vielen Szenen geheult wie ein Schloßhund. Im Kino damals war das nicht so extrem, das weiß ich noch.
James Cameron ist für mich der absolut Größte. Wie er den Film umgesetzt hat, ist einfach erstaunlich. Allein der Anfang mit Originalsequenzen des Wracks, gemischt mit den Nachbauten, ist einfach nur beeindruckend. Daß er selbst zur Titanic getaucht ist und dort gefilmt hat, spricht für Perfektionismus höchster Stufe. Die Tragödie der Titanic mit dieser Liebesgeschichte zu verbinden und diese Geschichte widerrum von einer alten, liebenswürdigen Dame in Rückschau erzählen zu lassen, ist auch sehr gut gelöst worden.
Ich hab viel über den Film und seine Entstehung gelesen und war immer wieder erstaunt, auf was Cameron alles geachtet hat. Dem Zuschauer wird bestimmt nicht auffallen, daß beim Dinner auf dem First Class Deck die Menüfolge von 1912 nachgekocht wurde oder, daß der Teppich das gleiche Muster hat, ebenso das Geschirr, aber alle diese Feinheiten sind für den Erfolg des Films mitverantwortlich. Als Zuschauer fühlt man sich schnell als Teil der Titanic.
Auch, wenn viele den Film als große Hollywood-Produktion abtun, was er ja zweifelsohne ist, bietet dieser Film einfach mehr als eine drittklassige Liebesgeschichte mit Happy End. Dieser Film ist ein Zeitdokument von 1912, gedreht im Jahre 1996.
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