Titanic (1997) (DVD) Testbericht

Titanic-1997-dvd-drama
ab 4,86
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 04/2010
5 Sterne
(18)
4 Sterne
(7)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von schneeweisschen

Schneeweisschen braucht ein Taschentuch-Abo

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am 31. März 1909 begann der Bau des Schiffes, dass trotz oder vielleicht auch gerade wegen seiner einzigen (und nicht einmal vollendeten) Fahrt in die Geschichte einging wie kein anderes – die „TITANIC“. Insgesamt waren mehr als 14000 Arbeiter daran beteiligt. Der leitende Architekt Thomas Andrews hatte die Vision, ein unsinkbares Schiff zu bauen.
Am 10. April 1912 war es dann soweit. Die Jungfernfahrt von Southhampton nach New York.
An Bord: 2200 Passagiere aller Gesellschaftsschichten (danke RickBoehm für den Kommentar).
Für die meisten wird es das letzte Mal in ihrem Leben gewesen sein, dass sie festen Boden unter den Füssen hatten. Nur 705 Personen wurden gerettet.

Die Handlung
ooooooooooooo

Der Film (Regisseur James Cameron) lässt eine Rahmenhandlung um den Film entstehen, die in der Gegenwart spielt. Forscher erkunden mit speziell entwickelten U-Booten in einer Tiefe von 3821 Metern das Wrack der Titanic. Die meisten Aufnahmen in diesen Szenen sind Originalaufnahmen, die mit Hilfe eines russischen Forschungsteams gemacht wurden.
Der Leiter der Expedition Brock Lovett (Bill Paxton) ist allerdings weniger an diesem atemberaubenden Zeugnis der Geschichte interessiert, sondern vielmehr an dem „Herz des Ozeans“, einem blauen Diamanten im Wert von 30 Millionen Dollar. Dieser wird in einem Safe im Wrack vermutet. Der Safe wird gefunden, allerdings befinden sich darin nur ein paar wertlose Papiere und eine Zeichnung. Diese zeigt eine wunderschöne junge Frau, die nackt, nur mit einem Diamanten „bekleidet“ gemalt wurde.

Als dieses Bild im Fernsehen gezeigt wird, erkennt sich die 101 Jahre alte Rose Caldret Gloria Stuart) wieder, die damals auch an Bord war. Sie fliegt zusammen mit ihrer Tochter zum Forschungsschiff. Die Besatzung gibt sich sehr skeptisch. Niemand hatte geglaubt, dass es nach so langer Zeit tatsächlich noch lebende Passagiere der „Titanic“ gibt.
Rose sieht sich die Videoaufnahmen des Wracks an und beginnt zu erzählen, während alle anderen fasziniert an ihren Lippen hängen...

Die intelligente und weltoffene Rose de Witt Bukater (Kate Winslet) geht mit ihrem Verlobten Caledon Hockley (Billy Zane) und ihrer Mutter Ruth an Bord der "Titanic". Sie ist zutiefst unglücklich, weil sie den Mann, den sie aus finanziellen Gründen heiraten soll, nicht liebt. Sie sind Passagiere der 1. Klasse, die selbstverständlich in einer Suite Quartier beziehen.

Der Amerikaner Jack Dawson (Leonardo di Caprio) hat sein Ticket (natürlich 3. Klasse) beim Pokern gewonnen. Jack hatte als Maler in Paris gelebt und will nun mit der „Titanic“ wieder heim.

Am Abend nach der Abfahrt rettet er Rose das Leben, die sich aus Verzweiflung über ihr Schicksal ins Meer stürzen will. Daraufhin wird er als Held gefeiert (nicht gerade bereitwillig) und von Roses Verlobten eingeladen, das Abendessen gemeinsam einzunehmen.
Cale schenkt Rose als Verlobungsgeschenk den besagten Diamanten.

Jack und Rose verlieben sich ineinander, was natürlich schon aufgrund der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten skandalös ist. Sie halten die Sache geheim, beschliessen aber nach Ankunft in New York gemeinsam von Bord zu gehen...

Es soll Leute geben, die diesen Film noch nie gesehen haben, daher werde ich an dieser Stelle die weitere Handlung offen lassen.
Dass die „Titanic“ am Ende untergeht, weiss ja wohl jeder.


Warum man diesen Film sehen sollte
oooooooooooooooooooooooooooooooo

Der Mythos „Titanic“ an sich ist schon ein Grund, sich den Film auf keinen Fall entgehen zu lassen. Absolut detailgetreu (wie schreibt man akribisch?) hat es James Cameron geschafft, das kurze „Leben“ der „Titanic“ darzustellen.
Einige Beispiele:
Beim Untergang der Titanic gehen im Restaurant tausende von Tellern zu Bruch. Jeder dieser Teller wurde mit genau dem selben Muster bemalt, das auch das Original-Geschirr hatte.
Für die Dreharbeiten wurde die „Titanic“ fast in Originalgrösse nachgebaut. Am Anfang des Films sieht man, wie die Passagiere das Schiff betreten, Autos geschäftig hin und her fahren und Gepäck geschleppt wird. Und alles musste spiegelverkehrt gefilmt werden, da das Modell des Schiffes auf der anderen Seite offen war. So mussten alle Schriftzüge (vom Namen des Schiffes bis hin zu den Mützen der Reederei-Angestellten) auch spiegelverkehrt bedruckt werden. Dies hat bei den Dreharbeiten oftmals zur allgemeinen Belustigung beigetragen. Besonders Kate Winslet soll Probleme gehabt haben, beim Anblick der Mützen nicht jedesmal ins Kichern zu geraten.
Besonders eindrucksvoll sind die Szenen des Untergangs, die mit extremem technischen Aufwand gedreht wurden und die in ihrer Dramatik wohl niemanden kalt lassen dürften.
Ein weiterer Grund: die Musik. Manchmal irisch angehaucht, ansonsten unbeschreiblich. Halt einfach Titanic-Musik, verträumt und sehr eigen. „My Heart will go on“ von Celine Dion dürfte jedem ein Begriff sein. Allerdings kann ich dieses Lied nicht mehr hören, jedenfalls nicht, wenn es Celine Dion singt (aber das ist eine andere Geschichte).

Meine Lieblingsszene (nicht lesen, wenn ihr den Film nicht kennt und das Ende nicht vorher wissen wollt)
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
Jack und Rose haben sich nach dem Untergang auf eine schwimmende Tür retten können. Jack passt allerdings nicht richtig darauf, der grösste Teil seines Körpers hängt im eiskalten Wasser.
Beide hoffen auf Hilfe, Rose liegt auf dem Rücken und singt leise, während sie in den klaren Sternenhimmel schaut. Eine kleine Ewigkeit später wird sie von entfernten Rufen und dem Licht von Taschenlampen wach. Rettung naht. Sie dreht sich zu Jack, um ihn zu wecken. Doch er ist reglos und hat Eiszapfen im Haar. Verzweifelt rüttelt sie ihn, aber er ist tot. Als sie dies bemerkt, küsst sie ihn und versucht, seine Arme von der Tür zu lösen, die daran festgefroren sind. Nur mit einiger Mühe gelingt ihr das. Sie lässt Jack in die Tiefe des Meeres sinken.
Obwohl ich den Film nun schon ca. 25 Mal gesehen habe, spüre ich spätestens immer an dieser Stelle wieder einen dicken Kloss im Hals (und meistens weine ich auch ein bisschen, aber das verrate ich euch doch nicht).

Wichtige Namen und Details
oooooooooooooooooooooooooooooooo

Drehbuch und Regie: James Cameron
Produktion: Twentieth Century Fox und Paramount Pictures
Hauptdarsteller: Leonardo di Caprio & Kate Winslet
Homepage: www.titanicmovie.com
Filmlänge: ca. 188 Minuten

Fazit
ooooooo

Dieser Film ist ein Muss!! Für wirklich jeden. Natürlich ist er an manchen Stellen recht kitschig und vorhersehbar. Aber das ist verzeihbar. Und ehrlich gesagt, wäre es ohne die Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose nur halb so schön. Wer allerdings ausschliesslich auf Action steht, der sollte sich wenigstens die zweite Hälfte des Films anschauen (den Untergang), denn der ist eine technische Meisterleistung.
Und die beiden Hauptdarsteller vollbringen ebenfalls Höchstleistungen, und spielen ihre Figuren sehr überzeugend. Trotz der Dramatik hat der Film auch (man glaubt es kaum) einige humoristische Höhepunkte. Wusstet ihr, dass der Versprecher von Leonardo bei der Malszene („geh doch schon mal zum Bett, äh zur Couch“) nicht im Drehbuch stand, sondern ein echter Versprecher war? Schön, dass man ihn so gelassen hat, findet ihr nicht auch?
Alles in allem also ein beeindruckender, trauriger, spannender, lustiger, mitreissender und manchmal auch vor (meist versteckter) Erotik prickelnder Film.


*schluchz schluchz *

Euer Schneeweisschen

23 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    19.02.2002, 18:26 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    supi bericht

  • Dotty

    19.02.2002, 18:18 Uhr von Dotty
    Bewertung: sehr hilfreich

    O.K......hast mich überzeugt!Aber gründlich. Ich sehe ihn mir wohl doch mal an!

  • Alusru

    19.02.2002, 18:10 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einfach zum "Weinen" schön, ganz lieben Gruß uschi.