Erfahrungsbericht von Divalein
Das Klischee bedient und dem Kurzweil gedient
Pro:
unterhaltsam
Kontra:
dämlich
Empfehlung:
Ja
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HOUSE OF WAX
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“Das Klischee bedient und dem Kurzweil gedient“
’Oh nein!’, höre ich nun wieder wilde Unkenstimmen rufen.
Oh ja, es folgt wieder einmal eine Besprechung eines Horrorfilms. Das ist aber kein Grund, durchzudrehen oder auch nur eine saure Schnute zu ziehen.
Ich werde so etwas noch des Öfteren tun - schließlich habe ich Spaß am Genre!
Und nicht zuletzt dieser Spaß ließ mich zum Horrorschocker „House of Wax“ greifen.
„House of Wax“? Ja! Genau! Das ist einer von diesen Filmen, in denen Paris Hilton mitspielt!
Wahrscheinlich macht eben diese Edeltussie den Film für viele besonders interessant. Ich selbst habe es aber weniger mit Hotelerbinnen und griff lediglich deshalb zum Film, um zu sehen, wie die alte Story vom „Wachsfigurenkabinett“ neu umgesetzt wurde.
Der Plot ging dann wie folgt:
Eine Gruppe junger Erwachsener will gemeinsam zu einem Footballspiel ‚reisen’. (Ich sage bewusst ‚reisen’, denn es scheint, dass die Twens erst einmal meilenweit durch Wald und Wiesen tuckern müssen, um überhaupt jemals irgendwo anzukommen.)
Die Gruppe ist wild durchmischt. Manche kennen sich anscheinend gar nicht so genau. Es kommt zu ein paar Reibereien, die sich aber schnell in Schreckensdunst auflösen, als die Gruppe bei der Rast am Abend von einem schaurig anmutenden Truck heimgesucht wird.
Der wilde Nick erweist sich hierbei als cooler Hero, der anscheinend weiß, wie man ungebetene Gäste vertreibt. Seine Zwillingsschwester Carly – die sich seit Nicks Gefängnisaufenthalt emotional ein wenig von ihm distanziert hat – kann das aufsässige Getue ihres Bruders aber gar nicht gutheißen. Noch viel weniger erfreut sie aber der Tierfriedhof, auf den sie am nächsten Morgen in einer anderen Ecke des Waldes stößt. Die Gruppe ahnt: Irgendwas ist hier faul – und damit ist nicht nur der Gestank der verwesenden Viecher gemeint.
Zu allem Überfluss ist auch noch der Keilriemen des Autos von Carlys Freund geschrottet, was dazu führt, dass sich die Gruppe aufsplittet.
Und hier fängt das Gruseln und der Horror erst einmal an: Carly und ihr Freund lassen sich von einem dubiosen Jäger quer durch den Wald kutschieren, um in der nächstgelegenen Stadt einen neuen Keilriemen zu beschaffen. Bedauerlicherweise stellt das Pärchen erst viel zu spät fest, dass in dieser Stadt nichts ist, wie es scheint.
Auch der Rest der Gruppe hat kein Glück: Weil die Autobahnen gnadenlos dicht sind, wird das Footballspiel aus dem Wunschplan gestrichen. Man kehrt um – ins Verderben?
Natürlich nehme ich hier nicht vorweg, wer genau in welches Verderben rennt.
Fakt ist aber tatsächlich, dass Paris Hilton mit von der Partie ist, und zwar relativ lange.
Sie mimt Paige Edwards, die Freundin des coolen Blake. Was für eine Funktion ihre Rolle genau haben soll, ist mir ziemlich schleierhaft. Ich würde ihren Part als „verwertbares Opferfleisch“ bezeichnen; die von Robert Ri’chard, der Blake spielt, ebenso.
Auffällig ist, dass es relativ häufig zu Körperakrobatik zwischen Paige und Blake kommt. Zwischendurch will Paige dem lüsternen jungen Mann immer wieder mal sagen, dass sie womöglich in anderen Umständen ist. Aber irgendwie kommt es nie richtig dazu. Stattdessen legt sie irgendwann einen kleinen Strip zu cooler Musik hin.
Natürlich ist es eigentlich völlig unnötig, so viel über die irrelevante Rolle der Paris Hilton zu schreiben. Aber eins muss noch gesagt sein: Ihre Mimik ist zwischendurch furchtbar dämlich und nicht der Rolle angemessen. Sie kann aber einigermaßen gut schreien.
Die beiden Hauptdarsteller Elisha Cuthbert (Carly) und Chad Michael Murray (Nick) gefallen mir da doch weitaus besser:
Murray überzeugt zunächst als scheinbar wilder Draufgänger und ehemaliger Knastbruder und mutiert dann zum liebenden Schnuckelbruder. Das mag sich blöd anhören, ist aber wahr.
Auf den Mann ist Verlass, wenn es drauf ankommt. Wenngleich die überplötzliche Rehabilitation der Figur etwas zu rasch von der Bühne geht.
Cuthbert verkörpert Carly sexy und tough. Auch wenn Carly beim Anblick der Tierkadaver noch in ein Kreischkonzert ausbricht – später wird sie bedeutend härter, erduldet vieles, ja gezwungenermaßen sogar alles und sieht dabei immer gut aus.
Dass Carly attraktiv ist, stellt auch der seltsam wirkende Typ Vince in der nächstgelegenen Stadt fest. Dieser Kerl, der schnaubend aus der Kirche schnellt, weil Carly und Nick zwischendurch einfach reinschneien und wieder rausgehen (häh?), wird von Brian Van Holt gespielt. Zwar wirkt der Mann hin und wieder wie ein unernst spielender Parodist, doch man schaue und staune, wie sich sein Part weiter entwickelt. Außerdem sieht er ziemlich gut aus.
Was noch verdammt gut ausschaut sind die Effekte in „House of Wax“:
Schockerspannung pur überkommt einen – wenn man es nur zulässt und manche saublöden Dialoge oder Aktionen überhört und übersieht.
Da das Ganze „House of Wax“ heißt, ist ja klar, dass irgendwann auch Wachsfiguren mit ins Spiel kommen.
Die Sache mit dem Keilriemen ist übrigens der Anlass (nicht der Anlasser!), überhaupt erst in eine abgelegene Stadt reinzulatschen, um dort bei einer dubiosen Tanke nach einem neuen zu suchen – und somit auch in die Nähe des Wachsfigurenkabinetts zu gelangen.
Zugegeben: Die kausalen Motive lassen arg zu wünschen übrig. Die Strapazierung des Wortes „Keilriemen“ im Film macht den Plot auch nicht gerade erträglicher.
Aber dennoch: Die Effekte sind wirklich klasse. Und massig Spannung kommt auch auf, dann nämlich, wenn einer nach dem anderen hopps geht.
Dass aber überhaupt einer nach dem anderen hopps gehen kann, ist erstaunlich – schließlich hatte sich die Gruppe ja eigentlich geteilt. Na, wie es Horrorfilmen gerade so wollen: Das Ganze ist recht blutrünstig…
Da ich stets gerne den ungekürzten Fassungen fröne, tat ich dies auch bei „House of Wax“ und ich muss sagen:
Wer es nicht gerade so mit abbröckelnden Hautschichten, Köpfungen und Extremdeformierungen hat, sollte lieber von diesem Film absehen, denn Horrorszenen tauchen ab einem bestimmten Zeitpunkt immer wieder auf.
Ab diesem Zeitpunkt wird der Film aber auch richtig spannend. Neben all dem Gemetzel geht nämlich auch die Jagd auf das Geschwisterpärchen Carly und Nick los.
Dass der Schocker zwischendurch von dusseligen Stripeinlagen und deplatzierten Grimassenschnitten mancher wohl noch nicht ganz so lange im Filmgeschäft tätigen Mimen durchlöchert wird, ist eher halb so schlimm.
Dass der Schluss lächerlich wirkt und mit mindestens einem Mystery-Element zuviel daherkommt, wird von dem eindrucksvollen visuellen Effektbombardement, das in eben jenem letzten Akt betrieben wird, wettgemacht.
Dieser Film ist keine Kunst, nein. Mit etwas mehr Geist, einem etwas standfesterem Ensemble und geistreicheren Dialogen hätte er es aber vielleicht werden können.
So bleibt er „nur“ kurzweilige Unterhaltung, die man sich ob der interessanten Splatterszenen aber gut anschauen kann.
Wie immer ist bei amerikanischen Filmen die englische Original-Tonspur auf der DVD besonders zu empfehlen. Die hebt die Qualität als solche dann zwar auch nicht mehr, lässt das Ganze aber dennoch ein wenig ‚runder’ erscheinen.
Wer’s exotischer mag – es steht auch eine spanische Tonfassung zur Verfügung.
Ansonsten geht es in Dokumentationen noch ein wenig rund. Und es ist zu wählen zwischen:
- "Eingewachst: Die Entstehung des Set"
- "Das Haus aus Wachs"
- "House of Wax aus Sicht der Schauspieler"
- "Big Picture-Promo Reel"
All der Zusatzkram kann mich aber nur wenig interessieren, dafür ist das Thema bzw. die Qualität der Aufarbeitung durch diesen Film zu unwichtig.
Für Hörgeschädigte stehen deutsche wie englische Untertitel zur Verfügung.
Am Bild gibt es eigentlich nichts zu meckern. Die Twens sehen alle fein weichgezeichnet aus. Die übliche amerikanische Schönheit dominiert die Szenen.
Auch der Ton mag mir gefallen. Vor allem die hin und wieder lecker eingestreuten Musikeinlagen kommen smooth rüber.
Also ich find die DVD okay!
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© Eminencia / Divalein, 29.08.2006
78 Bewertungen, 32 Kommentare
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31.01.2009, 12:38 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichganz liebe Grüße Werner
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11.08.2008, 11:48 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH - Liebe Grüße Simone
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10.06.2008, 22:32 Uhr von bambie34
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich,lg Tanja
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31.01.2008, 10:19 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichlg Sylvia
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04.03.2007, 16:16 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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17.01.2007, 13:16 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreichDer war ganz okay, gibt schlechtere...
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14.12.2006, 11:20 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich~~ * LG Anita * ~~
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01.12.2006, 02:54 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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25.11.2006, 11:47 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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21.11.2006, 14:05 Uhr von junior33
Bewertung: sehr hilfreichSH und liebe Grüße, Ingo !
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30.10.2006, 23:07 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreich:o) liebe Grüße Jeanny
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14.10.2006, 20:14 Uhr von John_Walser
Bewertung: sehr hilfreichDer unten muss doch immer übertreiben. Wer hat schon so viel DVD zu Hause... *lacht*
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06.10.2006, 14:51 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Film, der auch in meiner über 520 DVD umfassenden Sammlung vorhanden ist :o)
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10.09.2006, 05:12 Uhr von darras76
Bewertung: sehr hilfreichOh ja, Van Holt entwickelt sich! *wird nie mehr ihre Finger wo rein oder rausstrecken*
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06.09.2006, 12:51 Uhr von Gemeinwesen
Bewertung: sehr hilfreichGab's das nicht auch mal mit Vincent Price? Beste Grüße vom Gemeinwesen.
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05.09.2006, 23:45 Uhr von schokofan
Bewertung: sehr hilfreichGLG Dagmar
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01.09.2006, 16:37 Uhr von Volker111
Bewertung: sehr hilfreichMeine Meinung zum Film kennst du ja schon ;-)
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01.09.2006, 01:39 Uhr von snoopy202
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg. Udo
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31.08.2006, 17:45 Uhr von Doomrider
Bewertung: sehr hilfreichJa der Film ist toll!
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30.08.2006, 17:01 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich☼☼☼ ... lg susi ... ☼☼☼
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30.08.2006, 12:17 Uhr von phobee
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich! Liebe Grüße, Pia
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29.08.2006, 21:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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29.08.2006, 21:26 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreich"schaurig abmutenden " ? Baci aus Sizilien - bernie
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29.08.2006, 20:31 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEs freut mich für dich, dass dir dieses Genre gefällt, es ist ja runderherum fast gratis zu haben:)
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29.08.2006, 19:43 Uhr von Herzenspiratin
Bewertung: sehr hilfreichAutofahren ist gefährlich. Weiß man doch.
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29.08.2006, 19:07 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreich* Sehr hilfreich - Vic *
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29.08.2006, 18:58 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse Lisa :-)
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29.08.2006, 18:34 Uhr von monteanu
Bewertung: sehr hilfreichSH! LG Andi
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29.08.2006, 18:16 Uhr von northstar
Bewertung: sehr hilfreichsh :)
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29.08.2006, 17:43 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht - hab von dem Film schon gehört....
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29.08.2006, 17:37 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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29.08.2006, 17:33 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreich☼ sh. Sonnige Grüße, Tweety30! ☼




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